Externer Link: IMAGE_PANORAMA


 

 

Quicklinks
Home

Volltextsuche
Sie befinden sich hier: Startseite > Home
Preisverleihung im Wettbewerb Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011 in Ratzeburg
12.03.2012

Preisverleihung  im Wettbewerb

Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011

in Ratzeburg

(Kreismuseum Ratzeburg, Rokokkosaal, Domhof 12, 23909 Ratzeburg)

am 16. März 2012 um 16.00 Uhr

BdFT bpb_opt  

Am Freitag, den 16. März 2012, werden sieben Projekte aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2011 geehrt.   

Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz im Jahr 2000 gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung zeichnete im Wettbewerb 2011 insgesamt 82 Initiativen und Projekte für ihr vorbildliches, nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz aus. Die Preise sind mit 2.000 bis 5.000 € dotiert. 

Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Ratzeburg, Rainer Voß, sowie dem Beiratsmitglied des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Parlamentarische Staatssekretärin a. D. und dem Leiter der Geschäftsstelle des BfDT, Dr. Gregor Rosenthal, werden die Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung im Ratzeburger Kreismuseum ausgezeichnet und gewürdigt.  

Im Anschluss an die Preisverleihung besteht die Möglichkeit, mit den Preisträgern sowie den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen.

Die ausgezeichneten Projekte sind: 

Verein Miteinander leben e.V., Mölln

Projekt „Open Mind – Möllner Jugendbildungsprojekt“

Der Verein Miteinander Leben rief 2002 das Jugendbildungsprojekt „OPEN MIND“ ins Leben, um junge Menschen gegen Ausgrenzung und Rassismus zu sensibilisieren und das Verständnis für die Belange von Minderheiten zu fördern. Zentraler Gedanke des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche mit dem erschreckenden rechtsextrem motivierten Brandanschlag von Mölln in Berührung zu bringen, um daraus im Rahmen eines projektorientierten Unterrichts Denk- und Handlungsanstöße in Bezug auf das eigene Empfinden und Verhalten gegenüber anderen zu geben. Für den Schulunterricht entwickelte das Projekt pädagogische Angebote zu den Themen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und praktischer Demokratieförderung. So entstand im Jahr 2007 u.a. das Projekt „Mölln nach Mölln“, das sich mit dem Thema Rechtsextremismus befasst. (ausgezeichnet mit 5000,- Euro) 


Kulturforum Pampiner Hof gGmbH, Pampin

Projekt „gewaltfrei on tour – Konflikte im Alltag ohne Gewalt lösen“

„gewaltfrei on tour“ ist ein mobiles Gewaltpräventionsprojekt, das seit 2007 durchgeführt wird. Es besteht aus einer laufend aktualisierte Ausstellung, die in zwei Containern direkt zur Zielgruppe – Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren – gebracht wird, um diese für Erscheinungsformen und Auswirkungen von Gewalt zu sensibilisieren. Der erste, rote Container veranschaulicht „Alltagsgewalt“. In alltäglichen Situationen werden Ursachen und Formen von Gewalt sowie deren Auswirkungen für die Opfer dargestellt. Armut, Arbeitslosigkeit oder Obdachlosigkeit werden hier als Einfluss nehmende Strukturprobleme benannt. Der zweite, blaue Container ist der Gewaltprävention gewidmet und zeigt „Wege aus der Gewalt“ auf. Hier wird die Entstehung und Lösung von Konflikten leicht verständlich dargestellt. Die zentrale Botschaft des Projekts lautet: Gewalt ist immer ein Zeichen der Hilflosigkeit und nicht der Macht oder Stärke und der Eskalation von Konflikten kann rechtzeitig entgegen gewirkt werden. Zusätzliche Anti-Gewalt-Trainings vermitteln diese Botschaft zudem ganz praxisorientiert. (ausgezeichnet mit 5000,- Euro)


Deutscher Kinderschutzbund/ Landesverband Hamburg e.V.

Projekt: „Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“

Seit 1995 betreibt der Landesverband Hamburg des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. das Projekt "Vormundschaften“, durch das Kinder und Jugendliche, die als Flüchtlinge ohne Eltern und Verwandte nach Hamburg gekommen sind, betreut werden. Den Flüchtlingen wird mit dem ehrenamtlichen Vormund eine Bezugsperson zur Seite gestellt, der den Kindern bei der Neuordnung ihrer Lebensumstände hilft. Im Unterschied zu einem Amtsvormund investiert ein privater Vormund mehr Zeit und Aufwand in sein Mündel, setzt dabei wertvolle private Kontakte ein und bleibt auch nach dem Erreichen der Volljährigkeit dem Kind verbunden. Der Verein wirbt um die Vormünder und bereitet sie auf ihre ehrenamtliche Aufgabe vor. Er leistet die fachliche Qualifizierung, persönliche Beratung und vermittelt die Vormundschaften in enger Kooperation mit Einrichtungen der Jugendhilfe, Familiengerichten und Jugendämtern. (ausgezeichnet mit 4000,- Euro) 


Europaschule Rövershagen, Rövershagen

Projekt:Rom heißt Mensch“

Zehn Jugendliche und zwei LehrerInnen der Projektgruppe „Kriegsgräber“ in der Europaschule Rövershagen beschäftigen sich seit fast zwei Jahren außerhalb des Unterrichts im Rahmen des Projekts „Rom heißt Mensch“ mit der Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland und in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei beleuchteten sie insbesondere die Situation der Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus. In Zusammenarbeit mit Museen, Gedenkstätten und Vereinen recherchierten die Jugendlichen in Archiven, sicherten Literatur, Zeitungen, Filme und suchten im Internet nach Fotomaterialien und Dokumenten. Ergebnis der Arbeit sind eine Ausstellung und ein Buch. Im Sommer 2011 waren die Jugendlichen zudem gemeinsam mit polnischen und rumänischen jungen Menschen in einem Workcamp in Radauti (Rumänien), wo sie dort lebende Roma kennenlernten. (ausgezeichnet mit 3000,- Euro) 


Stiftung Kinderjahre - Chancengleichheit für benachteiligte Kinder, Hamburg

Projekt: „In 80 Tagen um die Welt - Musiktheater Elbinselschule“

Das Projekt „In 80 Tagen um die Welt“ der Stiftung Kinderjahre beinhaltet die Erarbeitung eines Musiktheaters in drei Stationen. Die Kinder an der Elbinselschule in Hamburg-Wilhelmsburg erproben seit 2009 den produktiven Umgang mit kultureller Vielfalt durch die Erarbeitung einer Kinderoper. Spielerisch lernen sie, unterstützt von professionellen Theater- und Musikschaffenden, wie Teamgeist zu einem gelingenden gemeinsamen Ergebnis führt. Das auf drei Jahre angelegte Projekt ist in den Schulalltag integriert und setzt auf nachhaltiges Wirken. Stationen des Projekts sind u.a. das Stück „Zauberflöten-Insel“, basierend auf Mozarts Zauberflöte, und das Singspiel „Könixrennerei“, eine eigens für die Schule komponierte Oper. Interkulturalität und Theaterpädagogik, Kunst und Musik als Möglichkeiten der Sprachförderung stehen bei dem Projekt „In 80 Tagen um die Welt“ im Vordergrund. (ausgezeichnet mit 3000,- Euro) 


Freundeskreis für Asylbewerber e.V., Hamburg

Seit 1986 setzt sich der Freundeskreis für Asylbewerber e.V. aus Hamburg aktiv für AsylbewerberInnen, Geduldete, Kontingentflüchtlinge und Obdachlose in der Sammelunterkunft Pavillondorf am Waldweg ein. Sein besonderes Augenmerk liegt auf der Kinderbetreuung und Unterstützung der Mütter. So erreichten die Engagierten des Vereins, dass eine von der Stadt Hamburg bezahlte Kinderbetreuerin für die Kleinkinder angestellt wurde und die Kinder mit den nötigen Schulmaterialien ausgestattet und mit gezielten Angeboten wie der Hausaufgabenhilfe und Freizeitprogrammen gefördert werden. Die Mütter der Kinder  erhalten durch den Verein die Möglichkeit die Deutschkenntnisse für den verpflichtenden Deutschkurs auf einen soliden Stand zu bringen.  (ausgezeichnet mit 3000,- Euro) 


Save me - Eine Stadt sagt ja!/ Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V., Schwerin

 

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. entwickelte das Planspiel „Flüchtling für einen Tag“. Dabei tauchen die TeilnehmerInnen einen Tag lang in den Alltag von Flüchtlingen ein. Sie sollen nachvollziehen können, was es heißt, sich in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache, fremden Regeln, fremder Kultur und mit wenig Hab und Gut fortzubewegen, um eine neue Heimat zu finden. Die Insel Kaninchenwerder im Schweriner See ist das fremde Land, auf der etwa zehn bis 15 Stationen, z.B. Ausländerbehörde, Arbeitsagentur oder Sozialamt, zu absolvieren sind. Bis zum Spielende, auf das eine unmittelbare Auswertung und ein gemeinsames Essen folgen, haben die TeilnehmerInnen Zeit, den Lebensalltag und die gestellten Aufgaben so gut es geht zu bewältigen. (ausgezeichnet mit 2000,- Euro)

Projekt: „Flüchtling für einen Tag“
Zurück