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Neugestaltung des Domhofes
Planung der Verkehrsflächen

Es sind zwei Varianten in der engeren Planung ... für welche würden Sie sich entscheiden?

Die Straßen

Die Straße Domhof besteht aus mehreren Straßenzügen, in deren Zentrum sich die Grünfläche Palmberg befindet. Die Verkehrsanlagen befinden sich in einem desolaten Zustand und sind nicht barrierefrei, weswegen die Straße sowie die straßenbegleitenden Wege erneuert werden sollen. Im Bestand ist die Fahrbahn überwiegend mit Granitpflaster befestigt. Abschnittsweise ist eine Schotterdecke vorzufinden. Befestigte Gehwege besitzen im Bestand eine Deckschicht aus Klinkerpflaster. Die Verkehrsanlagen sind überwiegend durch Natursteinborde eingefasst. Abschnittsweise ist keine Einfassung vorhanden.

Die Leitungen/ Die Medien

Es ist eine geschlossene Entwässerung über Straßenabläufe bzw. Kastenrinnen in einen Regenwasserkanal vorhanden. Im Zuge der Gesamtbaumaßnahme planen die Vereinigten Stadtwerke, die Gas-, Trinkwasser- und Niederspannungsleitungen einschließlich aller Hausanschlüsse zu erneuern. Zusätzlich wird das Breitbandnetz ausgebaut.

Das Ziel

Übergeordnetes Ziel der Verkehrsanlagengestaltung ist die Herstellung einer barrierefreien Oberfläche unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange. Die Verkehrsflächen werden nach dem Mischprinzip geplant, d.h. Fußgänger, Radverkehr und motorisierter Verkehr benutzen einen gemeinsamen Verkehrsraum. Ziel ist es, den Zweirichtungsverkehr zu erhalten, was aufgrund der beengten Raumverhältnisse (insbesondere durch vorhandenen historischen Baumbestand bei anspruchsvoller Topografie) eine Herausforderung ist.

Variante 1

Die Durchsetzung des Mischprinzips ermöglicht neben der Entschleunigung des Verkehrs eine bessere Erlebbarkeit des Raumes. Die Gestaltung des Verkehrsraumes ist wie folgt vorgesehen:

  • das vorhandene Polygonalpflaster wird grundsätzlich für die Verkehrsflächen wiederverwendet

  • Einfassung der Verkehrsflächen durch Entwässerungsrinnen aus Granitgroßsteinpflaster

  • Ein 2 Meter breites Gehband aus Granitplatten zieht sich durch die Mischverkehrsflächen und ermöglicht das barrierefreie und komfortable Begehen der Flächen. Es gliedert die Verkehrsflächen und zieht sich aufgrund der konträren Oberfläche und Materialgröße zum vorhandenen Pflastermaterial wie ein Wegweiser durch das Planungsgebiet

  • Der barrierefreie Zugang zum Dom wird ebenfalls durch die Herstellung des Weges aus Granitplatten ermöglicht

  • Die Granitplatten ermöglichen die Leit- und Richtungsweisung, eine Betonung könnte durch das optionale Einfräsen einer zusätzlichen Leitlinie für Blinde und Sehbehinderte erreicht werden

  • Herstellung der Querungsbereiche aus gesägtem Granitpolygonalpflaster, wodurch eine optische Abgrenzung dieser Kreuzungs- und Querungsbereiche erreicht und zum anderen das komfortable Überqueren dieser ermöglicht wird

  • Die südwestlich des Palmbergs gelegenen Bereiche zwischen Grundstücksgrenze Kita und Verkehrsraum werden aus Gründen des Baumschutzes aus wassergebundener Decke hergestellt. Auch der Übergang zum Weg zur Ruderakademie/ zum Busparkplatz Reeperbahn wird in dieser Bauweise befestigt.

  • Im westlichen Teilstück auf Höhe der Kita wird der baumfreie Verkehrsraum genutzt, um befestigte Bereiche für Kurzzeitparken zu ermöglichen, ohne den eigentlichen Verkehrsraum in Anspruch nehmen zu müssen („Kiss & Go – Zone“ für Kita-Besucher).

  • Die Leuchten („Schinkelleuchten“), die am Palmberg vorzufinden sind, werden an notwendigen und sinnvollen Standorten ergänzt, um eine hinreichende Ausleuchtung der Verkehrsräume erzielen zu können

Variante 2

  • das vorhandene Polygonalpflaster wird grundsätzlich für die Verkehrsflächen wiederverwendet

  • Einfassung der Verkehrsflächen durch Entwässerungsrinnen aus Granitgroßsteinpflaster

  • Ein 1,20 Meter breites Gehband aus gesägtem Granitgroßsteinpflaster (Mindestbreite) durchzieht das vorhandene Polygonalpflaster, wodurch das barrierefreie und komfortable Begehen der Flächen ermöglicht wird

  • Herstellung der Querungsbereiche ebenfalls aus gesägtem Granitpolygonalpflaster

  • gestalterisch wird eine größere Homogenität des gesamten Verkehrsraumes erreicht, gerade hinsichtlich der Verwendung des gleichen Materials für die Kreuzungs- und Querungsbereiche erscheint die Fläche einheitlicher und ruhiger

  • Der barrierefreie Zugang zum Dom wird ebenfalls durch die Herstellung des Weges aus gesägtem Granitgroßsteinpflaster ermöglicht

  • Die südwestlich des Palmbergs gelegenen Bereiche zwischen Grundstücksgrenze Kita und Verkehrsraum werden aus Gründen des Baumschutzes aus wassergebundener Decke hergestellt. Auch der Übergang zum Weg zur Ruderakademie/ Busparkplatz wird in dieser Bauweise befestigt.

  • Im westlichen Teilstück auf Höhe der Kita wird der baumfreie Verkehrsraum genutzt, um befestigte Bereiche für Kurzzeitparken zu ermöglichen, ohne den eigentlichen Verkehrsraum in Anspruch nehmen zu müssen („Kiss & Go – Zone“ für Kita-Besucher).

  • Die Leuchten („Schinkelleuchten“), die am Palmberg vorzufinden sind, werden an notwendigen und sinnvollen Standorten ergänzt, um eine hinreichende Ausleuchtung der Verkehrsräume erzielen zu können

Sprechen Sie uns an bei weiteren Fragen zum Verfahren oder zu den Planungen:

Herr Wolf, Tel: 04541-8000-160 od. wolf@ratzeburg.de
Frau Koop, Tel: 04541-8000-161 od. k.koop@ratzeburg.de 

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