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Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick!

Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“

Bürgerinformation - Südlicher InselrandMit der Aufnahme in das von Bund und Land getragene Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ entwickelt die Stadt Ratzeburg gemeinsam mit den Umlandgemeinden Strategien und Maßnahmen, um frühzeitig auf die sich verändernden demografischen und wirtschaftlichen Strukturen zu reagieren und auch in Zukunft bedarfsgerechte Infrastrukturangebote bereitstellen zu können. Diesen Entwicklungsprozess bezeichnet man als "Daseinsvorsorge". 

Anknüpfend an das “Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“, welches im vergangenem Jahr zusammen mit der Institut GEWOS, Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ratzeburg sowie den Umlandgemeinden entwickelt wurde und Handlungsfelder für eine zukünftige Stadtentwicklung im Sinn dieser Daseinsvorsorge bestimmen konnte, beginnen nun die eigentlichen Planungen der konkreten Maßnahmen nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren. Hierfür sind nach dem Baugesetzbuch zunächst sogenannte "Vorbereitende Untersuchungen" notwendig, die das im Zukunftskonzept bestimmte Untersuchungsgebiet,  „Südlicher Inselrand“ auf der Altstadtinsel, detailliert analysiert und dabei Chancen sowie Potenziale der Entwicklung ausgelotet, um in einem kooperativen Prozess ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept zu erarbeiten.

Aus den darin definierten Leitlinien und Handlungsfeldern werden dann konkrete Maßnahmen abgeleitet. Mit dieser Grundlage wird die Stadt Ratzeburg in die Lage versetzt, ein sogenanntes "Maßnahmengebiet" auszuweisen, in dem die zur Verfügung stehenden Städtebaufördermittel aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ eingesetzt werden können. Im Rahmen dieser Förderung werden jeweils ein Drittel der Mittel vom Bund, vom Land Schleswig-Holstein und von der Stadt Ratzeburg getragen. Aber auch privates Engagement ist bei der Finanzierung und Umsetzung der Maßnahmen erforderlich.

„Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ - Abbrucharbeiten neben dem Aqua Siwa

Vorbereitende Untersuchungen nach § 141 BauGB mit Integriertem städtebaulichen Entwicklungskonzept für das Untersuchungsgebiet »Südlicher Inselrand« der Stadt Ratzeburg - AbschlussberichtIm Zuge der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ wird sich der Bereich südöstlich der Schwimmhalle „Aqua Siwa“ demnächst deutlich verändern. Im Rahmen des mit Städtebauförderungsmitteln unterstützten Sanierungsgebietes am Übergang zwischen Kleinem Küchensee (Stadtsee), Küchensee und Kleinbahndamm finden hier ab dem 19. Februar 2018 umfangreiche Rodungs- und Abbrucharbeiten statt. 

Auf den Grundstücken, die im vergangenen Jahr durch die Stadt erworben wurden, werden sämtliche bauliche Anlagen, wie ein verfallenes Wohngebäude, zahlreiche abgängige Nebengebäude und verschiedene Zaunanlagen abgebrochen. Auch der allergrößte Teil der in den letzten Jahren nicht mehr gepflegten Gartenflächen der Grundstücke wird heruntergeschnitten. Bis auf vereinzelnd verbleibende Bäume werden die Flächen nach den Abbrucharbeiten geebnet und mit einer Blumenwiesenmischung angesät. Umgrenzt von einem sehr niedrigen, einfachen Zaun, der das Befahren verhindern soll, wird sich die Fläche in ihrer „Zwischennutzung“ dann zunächst als öffentliche Grünfläche präsentieren. Erst die noch anstehenden städtebaulichen Planungen werden zeigen, wie die weitere (bauliche) Verwendung der Flächen aussehen wird.

Um die Sicherheit während der Arbeiten gewährleisten zu können, wird der Uferwanderweg deshalb am „Palisadenweg“ zwischen Kleinbahndamm und Anglerverein für den öffentlichen Verkehr komplett gesperrt. Auch der Weg an der Ostseite des Aqua Siwa, zwischen Kleinbahndamm und Parkplatz Aqua Siwa, wird gesperrt. Fußgänger auf dem Weg um den Stadtsee werden gebeten, westlich um das Aqua Siwa herum zu gehen. Neben den genannten Wegen werden zudem auch der Wohnmobilparkplatz und einige angrenzende Flächen für die Zeit der Arbeiten vollständig gesperrt. Die dort befindliche Entsorgungsstation für die Wohnmobile wird jedoch weiter anfahrbar und benutzbar bleiben. Auch der öffentliche Parkplatz vor dem Schwimmbad Aqua Siwa wird weiter wie gewohnt verfügbar sein. Alle Sperrungen werden voraussichtlich bis Ende März/ Anfang April andauern. Die Stadt bittet um Verständnis für die zu erwartenden Einschränkungen und wird sich bemühen, die Arbeiten schnellstmöglich zu erledigen, damit die öffentlichen Flächen wieder benutzbar sind.

"Zukunft im Blick!" - Neugestaltung des südlichen Inselrandes ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen

Die Stadtvertretung hat in ihrer Sitzung am 26. Juni 2017 das Ergebnis der „vorbereitenden Untersuchungen“ zur städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Zukunftssicherung Daseinsvorsorge“ zustimmend zur Kenntnis genommen und das Maßnahmengebiet „Südlicher Inselrand“ einstimmig beschlossen. Damit wurde eine wesentliche Etappe zur Umsetzung wichtiger, städtebaulicher Projekte im Rahmen des Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" erreicht und ein 2014 begonnener Planungsprozess mit großer Bürgerbeteiligung abgeschlossen.

Der Abschlussbericht der »vorbereitenden Untersuchungen« beinhaltet neben der Analyse,  ein integriertes, städtebauliches Entwicklungskonzept, in dem die Maßnahmen in den einzelnen Teilbereichen ehemalige Ernst-Barlach-Schule, Kurpark, Aqua Siwa, Seebadeanstalt und Schlosswiese, Kleiner Küchensee mit Kleinbahndamm und -brücke sowie Theaterplatz und Burgtheater aus den Bedarfen beschrieben sowie Empfehlungen zur Durchführung der Städtebaufördermaßnahme gegeben werden. Ebenso ist eine Liste mit geschätzten Kosten- und Finanzierungsübersichten zu den einzelnen Maßnahmen enthalten, die nach formellen Vorgaben der Städtebauförderungsrichtlinien erstellt wurden. Dieser Schlussbericht wurde eng mit dem zuständigen Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten abgestimmt und bietet jetzt die Basis, für die konkrete Planung von Einzelmaßnahmen, die binnen eines Zeitraums vom 15 Jahren in Einzelschritten durchgeführt werden sollen. Dazu soll im nächsten Schritt ein Sanierungs- und Entwicklungsträger beauftragt werden, der für die städtebauliche Maßnahme insgesamt eine entsprechende Ausschreibung anfertigten muss.

„Jetzt können wir endlich richtig durchstarten“, freut sich Bürgermeister Rainer Voß. „Ich bin sehr dankbar für das große, bürgerschaftliche Engagement und die gründliche und konstruktive Vorbereitung und Begleitung durch die Stadtverwaltung und das Innenministerium.“

Vorbereitende Untersuchungen nach § 141 BauGB mit Integriertem städtebaulichen Entwicklungskonzept für das Untersuchungsgebiet »Südlicher Inselrand« der Stadt Ratzeburg - Abschlussbericht

Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick! - Große Interesse an der Ergebnispräsentation der "Vorbereitenden Untersuchungen"

BürgerinformationDie Neugestaltung des südlichen Inselrandes mit den verschiedenen Schwerpunkten "Schwimmhalle", "Rundweg Kleiner Küchensee", "Kurpark", "Einrichtung eines Kultur- und Bildungszentrums", "Neugestaltung des Theaterplatzes" und "Seebadestelle Schloßwiese" trifft weiterhin auf großes Interesse bei Bürgerinnen und Bürger aus Ratzeburg und dem Umland. Dies zeigte sich einmal mehr bei der öffentlichen Präsentation der Untersuchungsergebnisse durch die Stadt Ratzeburg und das Planungsbüro S.T.E.R.N in der Ratzeburger Jugendherberge in der vergangenen Woche, die mit über 90 Besucher*innen bis auf den letzten Platz gefüllt war. 

Ulrike Herrmann und Franziska Kluge vom Büro S.T.E.R.N resümierten die Ergebnisse der "Vorbereitenden Untersuchungen", ein wichtiger Planungsschritt im Rahmen der Städtebauförderung "Kleinere Städte und Gemeinden – Überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke", bei dem identifiziert wird, welche städtebaulichen Projekte wichtig und notwendig sind für die zukünftige Daseinsvorsorge in einer Kommune. An diesem Prozess haben sich im Verlauf des vergangenen halben Jahres zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei Informationsveranstaltungen, Stadtspaziergängen, Fragebogenaktionen und einer Bürgerwerkstatt beteiligt und dabei Wissen, Anregungen und Wünsche einbringen können. Die diskutierten Themen reichten dabei von "Schaffung von Barrierefreiheit" über "Neugestaltung von Wege- und Verkehrsbeziehungen", "Neuentwicklung und Attraktivitätssteigerung von Angeboten", "Standortbelebungen" oder "Sichtbarmachung historischer Bezüge" und führten im Resultat zu konkreten Perspektiven für die geplanten Schwerpunktprojekte, die es nun in einzelnen Schritten auch umzusetzen gilt. 

 

In der Ergebnispräsentation lag ein besonderes Interesse der anwesenden Bürgerinnen und Bürger natürlich auf der Fragestellung, in welcher Form das Schwimmbad in Ratzeburg erhalten werden kann. Ulrike Herrmann und Franziska Kluge beschrieben hier die Vision eines Neubaus mit einem sportlichen Schwerpunkt, dessen Verwirklichung nicht zwangsläufig am gleichen Standort wie das "Aqua Siwa" erfolgen müsste. Ebenso wurden mit Interesse die Ausführungen zur Neugestaltung des Kurparks verfolgt, dessen Aufenthaltsqualität für alle Generationen gesteigert und dessen Wege- und Verkehrsbeziehungen gerade auch zur Innenstadt und gerade auch für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden soll. Aber auch die Umgestaltung der Ernst-Barlach-Schule in ein "Kultur- und Bildungszentrum" wurde hier als wichtiges Projekt der Daseinsvorsorge beschrieben, ein Ort an dem sich Bürgerinnen und Bürger begegnen und eigene Angebote füreinander gestalten können. Interessierte Nachfragen gab es zudem zu weiteren Teilprojekten der Planung, wie die barrierefrei Ausgestaltung des Wanderweges um den kleinen Küchensee oder Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung an der Seebadestelle Schloßwiese, aber auch am Theaterplatz. 

Bürgermeister Rainer Voß und Stadplaner Michael Wolf verfolgten erfreut die rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den Ausführungen des Büros S.T.E.R.N und standen im Anschluss für weitere Fragen zur Verfügung. Diese drehten sich vor allem um mögliche Starttermine von Baumaßnahmen und zeigten deutlich, dass der Wunsch, jetzt auch im Konkreten zügig voranzukommen, sehr groß ist. 

Der Ball liegt jetzt beim Bauausschuss und in der Stadtvertretung am 20. Juni 2016. Sobald die Beschlüsse gefasst sind und das Innenministerium unseren Plan anerkannt hat, legen wir mit den Voruntersuchungen, die zum Teil schon laufen, und weiteren, konkreten Planungen los. Dringlich ist besonders die Ernst-Barlach-Schule, denn auch das Stadtarchiv braucht endlich wieder Räume. „Kleinere“ Maßnahmen, wie die Seebadeanstalt und der Rundweg um das „Spucknapf“ einschließlich Brücken können ebenfalls in Angriff genommen werden. Für die Schwimmhalle stehen weiteren Planungen und Vorbereitungen an. Ich hoffe, dass wir 2017 schon etwas fertig oder im Bau haben; denn Mittel sind im Treuhandvermögen schon angesammelt und warten darauf, bestimmungsgemäß ausgegeben zu werden. Jetzt muss es auch losgehen, die Bürger, auch aus den Umlandgemeinden haben großartig mitgearbeitet. Jetzt muss es auch an die Umsetzung gehen, alle warten und freuen sich darauf," sagte Bürgermeister Rainer Voß.

Südlicher Inselrand - Zukunft im Blick! - Einladung der Stadt Ratzeburg zur Abschlussveranstaltung am 20.04.2016

Zum Abschluss der Vorbereitenden Untersuchungen für den Südlichen Inselrand Ratzeburgs laden die Stadt Ratzeburg und das Büro S.T.E.R.N. zur öffentlichen Abschlussveranstaltung am Mittwoch, dem 20. April 2016 um 19 Uhr in die Jugendherberge Ratzeburg, Reeperbahn 6-14 ein.

Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme, Gesprächen mit Fachleuten der Stadtverwaltung, Eigentümern, Betreibern und Nutzern der verschiedenen Standorte, gut besuchten Spaziergängen mit engagierten Bürgern Ratzeburgs im Untersuchungsgebiet „Südlicher Inselrand“ und konstruktiven Diskussionen auf der öffentlichen Bürgerveranstaltung im November letzten Jahres sowie eine enger Einbindung der Kreisverwaltung und der Umlandgemeinden sind die Vorbereitenden Untersuchungen so gut wie abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, in dem die Maßnahmen in den einzelnen Teilbereichen ehemalige Ernst-Barlach-Schule, Kurpark, Aqua Siwa, Seebadeanstalt und Schlosswiese, Kleiner Küchensee mit Kleinbahndamm und -brücke sowie Theaterplatz und Burgtheater aus den Bedarfen abgeleitet und beschrieben werden. 

Mit dieser Grundlage wird die Stadt Ratzeburg in die Lage versetzt, ein Maßnahmengebiet auszuweisen, in dem die zur Verfügung stehenden Städtebaufördermittel aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – Überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ in den nächsten Jahren zur Anpassung der Infrastruktur an die aktuellen und zukünftigen Bedarfe der Ratzeburger Bürger eingesetzt werden können. Jeweils zu einem Drittel finanzieren der Bund, das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Ratzeburg die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung. Für eine erfolgreiche Realisierung ist aber auch privates Engagement gefragt. 

Mit der Abschlussveranstaltung wird der Verlauf der Beteiligung und die daraus entwickelten Ergebnisse für die Vorbereitenden Untersuchungen allen interessierten Bürgern vorgestellt. Ganz im Sinne des Mottos "Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick!" soll außerdem ein Überblick über den zukünftigen Verlauf und die nächsten Schritte für die Umsetzung der Projekte gegeben werden. 

Die Stadt Ratzeburg und das Büro S.T.E.R.N. hoffen wieder auf ein reges Interesse der Bürgerinnen und Bürger aus Ratzeburg sowie aus den beteiligen Umlandgemeinden. 

Bürgerinformation

 

 

Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick! - Rege Beteiligung an der Bürgerwerkstatt

Mit großen Zuspruch und Interesse folgten über 90 Bürgerinnen und Bürger aus Ratzeburg und dem Umland der Einladung der Stadt Ratzeburg und des Büros S.T.E.R.N. zur "Öffentlichen Bürgerwerkstatt" in der Jugendherberge Ratzeburg im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zu den vorbereitenden Untersuchungen "Südlicher Inselrand Ratzeburg". Bürgermeister Rainer Voß begrüßte die Anwesenden zu einem Abend voller Austausch und gemeinsamer Arbeit, um die Zukunftsprojekte der südlichen Altstadtinsel Ratzeburgs  im Rahmen des Förderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ auszugestalten.


Ulrike Herrmann vom Büro S.T.E.R.N. und Stadtplaner Michael Wolf übernahmen es im Anschluss, den aktuellen Stand des Beteiligungsverfahrens mit den bereits erfolgten Stadtspaziergängen und Fachgesprächen zu skizzieren und die einzelnen Arbeitsthemen des Abends vorzustellen. Fünf Arbeitstische zu dem Themen „Aqua Siwa“, „Ernst-Barlach-Schule“, „Kurpark & Theaterplatz mit Burgtheater“, „Kleinbahndamm mit –brücke & Rundweg“ und „Badeanstalt und Schlosswiese & Badestelle am Aqua Siwa“ waren vorbereitet worden, an denen die Bürgerinnen und Bürger nachfolgend im Wechsel zu moderierten Gesprächen eingeladen wurden. Hier konnten Anregungen gegeben und diskutiert werden, die von den Tischmoderatoren dokumentiert wurden, um sie in der weiteren fachlichen Abstimmungen berücksichtigen zu können.


Die Arbeitsphase war gekennzeichnet durch ein interessiertes und engagiertes Mitwirken aller Werkstattbesucher*innen an durchweg allen Tischen. Viele, zum Teil ganz konkrete Ideen wurden dabei zusammengetragen und auch neue Aspekte eingebracht, aus denen in der Schlussrunde bereit einige Fazits erkennbar wurden. So wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger eine attraktiv gestaltete Seebadestelle, den Erhalt des Aqua Siwas in der Form eines Sportbades, die Entwicklung der Ernst-Barlach-Schule zu einem Bildungs- und Kulturzentrum sowie die Herstellung neuer Wegebeziehungen zwischen Kurpark und Innenstadt.

Die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt werden jetzt vom Büro  S.T.E.R.N. für die folgenden Planungsarbeit zusammengestellt und ausgewertet. Als weitere Planungsschritte stehen dann die Abstimmungen mit den Trägern der öffentliche Belange an, die aufgrund von gesetzlichen Zuständigkeiten in den laufenden Prozess einbezogen werden müssen. Dies soll noch im Winter abgeschlossen werden, so dass im Frühjahr 2016 eine öffentliche Ergebnispräsentation der vorbereitenden Untersuchung "Südlicher Inselrand Ratzeburg" erfolgen kann.

Bürgerinformation

Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick! - „Einladung zur Bürgerwerkstatt“

PRESSE_STADPLANUNG_BÜRGERWERKSTATTUnter dem Motto "Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick!" laden die Stadt Ratzeburg und das Büro S.T.E.R.N. zur "Öffentlichen Bürgerwerkstatt" am Mittwoch, dem 4. November 2015 um 19 Uhr in die Jugendherberge Ratzeburg, Reeperbahn 6-14 ein.  

Verschiedene Schwerpunktbereiche der südlichen Altstadtinsel Ratzeburgs sollen im Rahmen des Förderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ umgestaltet werden. Dafür sind alle Interessierten im Rahmen von vorbereitenden Untersuchungen eingeladen, sich aktiv in die Planung und Diskussion der umzusetzenden Maßnahmen einzubringen. 

Nach den gut besuchten öffentlichen Spaziergängen mit Bürgern durch das Untersuchungsgebiet im September geht es nun weiter! In der öffentlichen Bürgerwerkstatt können sich alle über den aktuellen Stand der Untersuchungen informieren, weitere konkrete Ideen beisteuern und gemeinsam die bisherigen Vorschläge zu einzelnen Standorten zur Entwicklung des Gebietes Südlicher Inselrand diskutieren. 

Im Anschluss an eine kurze Einführung zum aktuellen Stand sollen die Themen an fünf verschiedenen Arbeitstischen: „Aqua Siwa“, „Ernst-Barlach-Schule“, „Kurpark & Theaterplatz mit Burgtheater“, „Kleinbahndamm mit –brücke & Rundweg“ und „Badeanstalt und Schlosswiese & Badestelle am Aqua Siwa“ vertieft werden. Alle Gäste haben im Laufe des Abends Gelegenheit, bis zu drei Tische zu besuchen und ihre Anregungen und Diskussionspunkte dort einzubringen. Die Beiträge werden aufgenommen und fließen in die weiteren fachlichen Abstimmungen ein. Die Stadt Ratzeburg und das Büro S.T.E.R.N. freuen sich auf eine rege Beteiligung und viele interessante Ideen!

Bürgerinformation

 

Südlicher Inselrand - Zukunft im Blick! - Spaziergänge in die Zukunft - Wer kommt mit?

Mit der Aufnahme in das von Bund und Land getragene Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ entwickelt die Stadt Ratzeburg gemeinsam mit den Umlandgemeinden Strategien und Maßnahmen, um frühzeitig auf die sich verändernden demografischen und wirtschaftlichen Strukturen zu reagieren und auch in Zukunft bedarfsgerechte Infrastrukturangebote bereitstellen zu können. Diesen Entwicklungsprozess bezeichnet man als "Daseinsvorsorge". 

Anknüpfend an das “Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“, welches im vergangenem Jahr zusammen mit der Institut GEWOS, Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ratzeburg sowie den Umlandgemeinden entwickelt wurde und Handlungsfelder für eine zukünftige Stadtentwicklung im Sinn dieser Daseinsvorsorge bestimmen konnte, beginnen nun die eigentlichen Planungen der konkreten Maßnahmen nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren, an dem Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Umland erneut zur aktiven Mitwirkung aufgefordert sind.

Wie soll sich der südliche Bereich der Altstadtinsel weiterentwickeln?

Welche Angebote soll im künftigen Bildungs- und Kulturzentrum (ehem. Realschule) stattfinden?

Wie könnte eine Umgestaltung des Kurparks aussehen?

Diese und weitere Themen wie die Zukunft der Schwimmhalle, die Entwicklung der Seebadeanstalt oder die Sanierung der Brücke am Kleinbahndamm sollen im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen genauer beleuchtet und ein Konzept zur konkreten Umsetzung von Maßnahmen vorbereitet werden. Am kommenden Mittwoch, den 23.09.2015, möchte die Stadt Ratzeburg zusammen mit dem Planungsbüro S.T.E.R.N. GmbH bei zwei geführten Spaziergängen über Qualitäten, Defizite und Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Orte ins Gespräch kommen und möglichst viele Anregungen sammeln, die in die weitere Bearbeitung einfließen.

Der erste Spaziergang zum Thema "Barrierefreiheit" beginnt um 10:00 Uhr, der zweite Spaziergang für die breite Öffentlichkeit um 17:00 Uhr. Treffpunkt ist jeweils vor dem Rathaus. Die Dauer der Spaziergänge beträgt zwei Stunden. Beide Spaziergänge sind öffentlich und kostenfrei und werden von Vertretern der Stadtverwaltung begleitet.

Anschließen wird sich am 04.11.2015 um 19:00 Uhr eine Öffentliche Bürgerwerkstatt in der Jugendherberge Ratzeburg, Reeperbahn 6-14, um die zusammengetragenen Idee, Anregungen und Wünsche weiter zu vertiefen und zu bearbeiten.

Informationen zum gesamten Planungsprozess erhalten Sie entweder bei der Stadt Ratzeburg, Ansprechpartner ist hier Michael Wolf, 04541-80 00 161, wolf@ratzeburg.de oder bei der S.T.E.R.N. GmbH, Ansprechpartnerin ist hier Ulrike Herrmann, 030-44 36 36 24, herrmann@stern-berlin.de.

Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick! - Stadtentwicklung mit Bürger- und Umlandbeteiligung

Mit der Aufnahme in das von Bund und Land getragene Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ entwickelt die Stadt Ratzeburg gemeinsam mit den Umlandgemeinden Strategien und Maßnahmen, um frühzeitig auf die sich verändernden demografischen und wirtschaftlichen Strukturen zu reagieren und auch in Zukunft bedarfsgerechte Infrastrukturangebote bereitstellen zu können. Diesen Entwicklungsprozess bezeichnet man als "Daseinsvorsorge". 

Anknüpfend an das “Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“, welches im vergangenem Jahr zusammen mit der Institut GEWOS, Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ratzeburg sowie den Umlandgemeinden entwickelt wurde und Handlungsfelder für eine zukünftige Stadtentwicklung im Sinn dieser Daseinsvorsorge bestimmen konnte, beginnen nun die eigentlichen Planungen der konkreten Maßnahmen nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren. Hierfür sind nach dem Baugesetzbuch zunächst sogenannte "Vorbereitende Untersuchungen" notwendig, die das im Zukunftskonzept bestimmte Untersuchungsgebiet,  „Südlicher Inselrand“ auf der Altstadtinsel, detailliert analysiert und dabei Chancen sowie Potenziale der Entwicklung ausgelotet, um in einem kooperativen Prozess ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept zu erarbeiten.

Aus den darin definierten Leitlinien und Handlungsfeldern werden dann konkrete Maßnahmen abgeleitet. Mit dieser Grundlage wird die Stadt Ratzeburg in die Lage versetzt, ein sogenanntes "Maßnahmengebiet" auszuweisen, in dem die zur Verfügung stehenden Städtebaufördermittel aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ eingesetzt werden können. Im Rahmen dieser Förderung werden jeweils ein Drittel der Mittel vom Bund, vom Land Schleswig-Holstein und von der Stadt Ratzeburg getragen. Aber auch privates Engagement ist bei der Finanzierung und Umsetzung der Maßnahmen erforderlich. 

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Untersuchungsgebiet "Südlicher Inselrand“ auf der Altstadtinsel
(bitte aufrufen)

Wichtige Untersuchungsbereiche sind neben den Standorten Aqua Siwa und der ehemaligen Ernst-Barlach-Realschule auch die Seebadeanstalt mit Schlosswiese, der Kurpark sowie die Wegeverbindungen über den Kleinbahndamm und der Rundweg am Stadtsee. Wie können sich diese Orte weiterentwickeln, wie sollte sich die ehemalige Schule in ein lebendiges Bildungs- und Kulturzentrum entwickeln und mit welchen konkreten Angeboten soll der Kurpark am Küchensee aufgewertet werden? Diese Fragen werden gemeinsam mit Fachleuten der Stadtverwaltung Ratzeburg, Eigentümern, Betreibern und Nutzern der verschiedenen Standorte im Untersuchungsgebiet erörtert, Qualitäten und Defizite analysiert und umsetzungsfähige Perspektiven weiterentwickelt.


Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ratzeburg sind eingeladen, sich aktiv mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung als Nutzer der Infrastruktureinrichtungen in den Planungsprozess einzubringen. Möglichkeiten dazu gibt es bei thematischen Spaziergängen durch das Untersuchungsgebiet am 23. September und bei der öffentlichen Bürgerwerkstatt, die am 4. November stattfindet.

Die Stadt Ratzeburg hat zur der Durchführung der Vorbereitenden Untersuchungen und der Erstellung eines "Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts" die S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH beauftragt. Das interdisziplinär arbeitende Berliner Büro S.T.E.R.N. verfügt über langjährige Erfahrungen in der Steuerung und Koordinierung von Planungsprozessen in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung. 

„Nehmen Sie bitte an den Spaziergängen und an der Bürgerwerkstatt teil und bringen Sie sich mit Ihren Vorstellungen und Anregungen in die Zukunftsplanung unserer Stadt Ratzeburg ein,“ so der Aufruf von Bürgermeister Rainer Voß. “Jetzt geht es um die konkreten Maßnahmen!“

Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Stadt Ratzeburg und das Umland

Die Stadt Ratzeburg hat zusammen mit dem GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung die Erstellung eines Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und eines Wohnungsmarktkonzeptes erabeitet. Die zentrale Aufgabe des Zukunftskonzepts Daseinsvorsorge besteht in der bedarfsgerechten Anpassung der sozialen und technischen Infrastruktur an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Fragen, die innerhalb des Erarbeitungsprozesses betrachtet werden können, sind insbesondere, in welcher Form die schulische Versorgung in der Fläche gewährleistet werden kann oder ob die gesundheitliche Versorgung aufrechterhalten und junge Ärzte für periphere Standorte gewonnen werden können. 

Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Stadt Ratzeburg und das Umland

Die Konzepte der Daseinsvorsorge unterscheiden sich wesentlich von anderen Planwerken. Die Komplexität der Thematik, die verschiedenen Wechselwirkungen und ein großer Zeitbedarf bei der Anpassung bedürfen eines langen Planungshorizontes. Dabei darf ein solches Konzept nicht als formelles Planwerk missverstanden, sondern kann als ein Diskussionsprozess über Qualitäten und Bedarfe der Daseinsvorsorge angesehen werden, der in umsetzungsorientierten Anpassungsstrategien und Maßnahmen münden kann. 

Die Grundlage für das Zukunftskonzept bildet die Erfassung der für Ratzeburg und das Umland wichtigsten Einrichtungen und infrastrukturellen Angebote, wie z.B. im Bereich der medizinischen Versorgung, von Kinderbetreuungs- und Bildungsangeboten, Senioreneinrichtungen, Sport- und Freizeitmöglichkeiten und dem öffentlichen Personennahverkehrs. Durch den anschließenden Abgleich des Angebotes und der Nachfrage werden Versorgungsdefizite aufgezeigt, Handlungserfordernisse identifiziert und anschließend mit konkreten Maßnahmen unterlegt werden. 

Als Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums nimmt Ratzeburg wichtige Versorgungsfunktionen für die Bürger der Stadt und der umliegenden Gemeinden am südöstlichen Rand Schleswig-Holsteins wahr. Neben zahlreichen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen verfügt die Stadt über ein breites Sport- und Freizeitangebot und ein gutes Netz von Haus- und Fachärzten. Des Weiteren gibt es eine aktive Vereinslandschaft und engagierte Verbände. Aufgrund der Insellage der Altstadt gilt die Kreisstadt des Herzogtums Lauenburg am Ratzeburger See als Tourismusstandort und Luftkurort. 

Gemeinsam die Zukunft gestalten – Ergebnisse der Untersuchungen im Rahmen des Zukunftskonzepts Daseinsvorsorge und des Wohnungsmarktkonzeptes Ratzeburg und Umlandgemeinden im Ratzeburger Rathaus vorgestellt

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Ende 2012 wurde das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH von der Stadt Ratzeburg beauftragt, ein Zukunftskonzept Daseinsvorsorge sowie ein Wohnungsmarktkonzept zu erstellen. Unter Berücksichtigung aktueller und zukünftiger demografischer Entwicklungen wurden auf Basis einer umfassenden Infrastrukturanalyse Strategien zur Daseinsvorsorge erarbeitet, um die Region auf zukünftige Herausforderungen im Rahmen des demografischen Wandels vorzubereiten. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge umfasst neben der Stadt Ratzeburg insgesamt 16 der 25 Gemeinden des Amtes Lauenburgische Seen. Hierzu zählen Albsfelde, Bäk, Buchholz, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Harmsdorf, Kittlitz, Kulpin, Mechow, Mustin, Pogeez, Römnitz, Salem, Schmilau und Ziethen. Das Wohnungsmarktkonzept umfasst neben der Stadt Ratzeburg die Gemeinden Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf. 

In Kürze werden jetzt die Endberichte zu beiden Konzepten sowohl der Stadtvertretung Ratzeburg als auch allen Gemeindevertretungen der 16 Umlandgemeinden zur Beschlussfassung vorliegen. Aus gegebenem Anlass fand daher am vergangenen Donnerstag eine gemeinsame Informationsveranstaltung im Ratssaal des Rathauses Ratzeburg statt, an der rund 80 Personen aus den kommunalpolitischen Vertretungen der Gemeinden und der Stadt teilnahmen. Felix Arnold und Gesine Holst von GEWOS erläuterten ausgiebig die Untersuchungsergebnisse und die daraus entwickelten Projekte und Handlungsempfehlungen.

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Der Kulpiner Bürgermeister Heinz Dohrendorff als Amtsvorsteher des Amtes Lauenburgische Seen und sein Ratzeburger Amtskollege Rainer Voß dankten GEWOS und den Mitarbeitern der Verwaltung für die über den zurückliegenden, langen Zeitraum geleistete Arbeit an den Konzepten und stellten die Zusammenarbeit der Stadt Ratzeburg mit den umliegenden Gemeinden als Grundvoraussetzung für die Sicherung der Daseinsvorsorge in der Region heraus. Die Konzepte bilden die Grundlage für die Möglichkeit, in der Zukunft von verschiedenen nationalen und europäischen Förderprogrammen zu profitieren. In weiteren Wortbeiträgen kam immer wieder die zustimmende Haltung der Kommunen zu diesem gemeinsamen Prozess zum Ausdruck. Im Laufe des kommenden Frühjahrs wollen alle Gemeinden über die Endberichte in ihren Gremien beraten und beschließen.

"Zukunftswerkstatt Daseinsvorsorge" -  Unsere Zukunft vor Ort aktiv mitgestalten

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"Wo wollen die Stadt Ratzeburg und die Umlandgemeinden im Jahr 2025 stehen und welchen besonderen Herausforderungen müssen sie sich in den kommenden 10 Jahren stellen?“ Diese Leitfragen standen am vergangenen Mittwoch im Mittelpunkt der „Zukunftswerkstatt Daseinsvorsorge“, einem Bürgerbeteiligungsprozess, zu dem Bürgervorsteher Ottfried Feußner, Amtsvorsteher Heinz Dohrendorff und Bürgermeister Rainer Voß zusammen mit dem GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH eingeladen hatte. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger und Stadt und Umland nutzen die Möglichkeit, um sich über den seit einem Jahr laufenden Prozess des Zukunftskonzeptes "Daseinsvorsorge" zu informieren. Felix Arnold und Gesine Holst vom GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH skizzierten wesentliche Analyse- und Prognoseergebnisse, aus denen sich zukünftige Entwicklungen der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden ableiten lassen.


 
Vor allem der demografische Wandel, so Arnold, stelle Stadt wie Umland gleicher Maßen vor große Herausforderungen. Zwar werde die Einwohnerschaft in dem Untersuchungsgebiet überwiegend stabil bleiben, mit einen leichtem Bevölkerungsrückgang im ländlichen Raum, die Altersstruktur werde sich aber deutlich verschieben. So wird laut Bevölkerungsprognose des Kreises Herzogtum Lauenburg der Anteil der über 65jährigen an der Gesamtbevölkerung bis 2025 um 6% ansteigen. Dies bedeute, so Arnold, besondere Herausforderungen für die medizinische und pflegerische Infrastruktur in der Stadt und dem Umland, habe aber auch Auswirkungen auf vorzuhaltende Mobilitätsangebote und den zukünftigen Wohnraumbedarf.

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Hingegen wird der Anteil junger Menschen in Ratzeburg und dem Umland deutlich zurückgehen, die Nachfrage nach Kinderbetreuungsangeboten gleichzeitig steigen. Diese auf den ersten Blick paradoxe Aussage begründete Felix Arnold mit der Feststellung, dass die Berufstätigkeit der Frau zunehmend der Regelfall werde.

Gesine Holst fasste anschließend die Beratungsergebnisse der Arbeitsgruppen zusammen, in denen Fachleute aus Vereinen, Verbänden, Wirtschaft und Verwaltung sich mit diesen Analysen und den daraus resultierenden Herausforderungen in den vergangenen Monaten intensiv auseinandergesetzt hatten. Zahlreiche wichtige Handlungsfelder wurden dabei erkannt und beschrieben, wie „Sport, Freizeit und Erholung“, „Familien“, „Gesundheit & Pflege“, „Bürgerschaftliches Engagement“, „Mobilität und Erreichbarkeit“, „Generationsübergreifende Wohnqualitäten“ und „Kultur & Bildung“ und bereits mögliche Maßnahmen und Projektideen entwickelt.  

Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger folgten anschließend der Einladung, sich interaktiv mit den vorgestellten Handlungsfelder zu beschäftigen. Großformatige Plakatwänden luden zu einem Rundgang ein und informierten im Detail über die spezifischen Herausforderungen, die bislang erarbeiteten Zielsetzungen und Maßnahmen und forderten auf, selbst Anregungen einzubringen oder auf noch fehlende Themenkomplexe hinzuweisen. Intensiv wurde dabei miteinander diskutiert und zahlreiche weitere Projektideen konnten vom Team der GEWOS festgehalten werden, wie der Aufbau eines Kitanetzwerkes „Stadt-Umland“, die Entwicklung der Ernst-Barlach-Schule als kommunales Bildungszentrum, den Erhalt und den Neubau der Schwimmhalle,  eine verbesserte Koordination der jährlichen  Veranstaltungsplanung unter Einbezug der Umlandgemeinden oder die Aufwertung und Vergrößerung des Spielplatzes im Kurpark.

 
Als wichtiger Aspekt dieses Rundganges wurden die TeilnehmerInnen schließlich aufgefordert, zu entscheiden, welche der insgesamt 21 Zielsetzungen aus eigener Sicht von besonderer Priorität sind. Maximal fünf der Ziele konnten mit einem Prioritätspunkt versehen werden und im Ergebnis zeigte sich, dass den Bürgerinnen und Bürger vor allem die Mobilität, mit Optimierung des ÖPNV und die Verbesserung des Radwegenetzes insbesondere in die Umlandgemeinden, die Sicherung der offenen und aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit und die Gewinnung freiwillig Engagierter besonders am Herzen lag.

 

Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt werden nun in einer Sitzung der Lenkungsgruppe in das Zukunftskonzept „Daseinsvorsorge“ eingearbeitet. Ende Februar soll das Konzept dann in seiner Endfassung vor Ausschussmitgliedern der Stadt Ratzeburg und Vertretern der Umlandgemeinde vorgestellt und beraten werden. Danach wird das Zukunftskonzept noch von der Stadtvertretung und den Vertretungen der beteiligten Gemeinden zu beschließen sein. Und das Innenministerium muss auch zustimmen.

 

Wenn wir  - Stadt und Land – uns auf die gemeinsamen Ziele verständigt haben – und so sieht es nach dieser Zukunftswerkstatt aus -,  Netzwerke gespannt sind und interkommunaler Konsens durch Beschlusse der Vertretungskörperschaften hergestellt wird, dann ist die Weg offen für die Förderung der angesprochenen Projekte in der Stadt durch das Städtebauförderungsprogramm und im Bereich der Gemeinden durch mögliche Förderung aus europäischen Mitteln der AktivRegion, die auch gerade für die Jahre bis 2020 ihre Strategie erstellt. Zwar folgen noch spezielle Untersuchungen und Planungen und es geht nicht von heute auf morgen. Ich freue mich darüber, dass so viele Menschen sich schon beteiligt und eingesetzt haben und ihnen die Zukunft ihrer Gemeinde am Herzen liegt. Gemeinsam werden wir es schaffen, Schritt für Schritt!, sagte Bürgermeister Rainer Voß nach der Zukunftswerkstatt.  

„Zukunftswerkstatt Daseinsvorsorge“ -  Unsere Zukunft vor Ort aktiv mitgestalten

Am Mittwoch, den 22. Januar 2014 um 19 Uhr laden die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen zur „Zukunftswerkstatt Daseinsvorsorge“ in die Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels über Ideen zur zukünftigen Gestaltung der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden der Region Lauenburgische Seen informieren, beteiligen und austauschen möchten, sind hierzu herzlich eingeladen.

Wo wollen die Stadt Ratzeburg und die Umlandgemeinden im Jahr 2025 stehen?“ Dieses ist die Leitfrage des „Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge“ an dem seit rund einem Jahr Fachleute aus Vereinen, Verbänden, Wirtschaft und Verwaltung unterstützt durch das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH intensiv arbeiten. Es gilt vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger demografischer Entwicklungen einen umfassenden Handlungsplan zu entwickeln, um zukünftige Weichen für ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld für die Bewohnerinnen und Bewohner in der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden sicherzustellen. Zahlreiche wichtige Handlungsfelder wurden in diesem Prozess bereits erkannt und beschrieben, wie „Sport, Freizeit und Erholung“, „Familien“, „Gesundheit & Pflege“, „Bürgerschaftliches Engagement“, „Mobilität und Erreichbarkeit“, „Generationsübergreifende Wohnqualitäten“ und „Kultur & Bildung“, an denen jetzt in Richtung konkreter Maßnahmen weiter gearbeitet werden soll. Amtsvorsteher Heinz Dohrendorff, Bürgervorsteher Ottfried Feußner und Bürgermeister Rainer Voß hoffen auf eine möglichst große Beteiligung der Bevölkerung:  „Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich hier mit ihren Vorstellungen, Ideen und Wünschen einzubringen und unsere Zukunft vor Ort aktiv mitzugestalten.“  Informationen zur geplanten Zukunftswerkstatt und zum Stand des Prozesses sind hier als Materialiendownload zusammengestellt.

Beteiligt an der Entwicklung des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge sind neben der Stadt Ratzeburg insgesamt 16 der 25 Gemeinden des Amts Lauenburgische Seen. Hierzu zählen Albsfelde, Bäk, Buchholz, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Harmsdorf, Kittlitz, Kulpin, Mechow, Mustin, Pogeez, Römnitz, Salem, Schmilau und Ziethen. Das parallel dazu entwickelte Wohnungsmarktkonzept bezieht neben der Stadt Ratzeburg die Gemeinden Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf mit ein.

 

"Unsere Zukunft vor Ort aktiv mitgestalten" - Einladung zur öffentlichen Zukunftswerkstatt „Daseinsvorsorge“

Wo wollen die Stadt Ratzeburg und die Umlandgemeinden im Jahr 2025 stehen?“ Dieses ist die Leitfrage des „Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge“ an dem seit rund einem Jahr Fachleute aus Vereinen, Verbänden, Wirtschaft und Verwaltung arbeiten.   Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich mit ihren Vorstellungen, Ideen und Wünschen einzubringen, um die Lebensqualität in Stadt und Umland auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels dauerhaft zu sichern. Es geht um Mobilität, ehrenamtliches Engagement, Netzwerke, Kultur, Bildung, Kinderbetreuung und Jugendarbeit, Gesundheit, Sport,  Erholung und Wohnen. Machen Sie mit bei unserer und vor allem Ihrer Zukunftswerkstatt und bringen Sie sich mit ein. 

Informationen zur geplanten Zukunftswerkstatt und dem Stand des Prozesses 
sind hier als 
Materialiendownload für Sie zusammengestellt:

Heinz Dohrendorff

Ottfried Feußner

Rainer Voß

Amtsvorsteher
des Amtes Lauenburgische Seen

Bürgervorsteher
der Stadt Ratzeburg

Bürgermeister
der Stadt Ratzeburg

"Zukunftswerkstatt Ratzeburg und Umlandgemeinden" - Vorstellung der Ergebnisse des "Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge" und des "Wohnungsmarktkonzeptes" für die Stadt Ratzeburg und Umlandgemeinden

 

Am Mittwoch, den 22. Januar 2014 um 19 Uhr lädt die Stadt Ratzeburg zur „Zukunftswerkstatt Ratzeburg und Umlandgemeinden“ in die Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels über Ideen zur zukünftigen Gestaltung der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden der Region Lauenburgische Seen informieren, beteiligen und austauschen möchten, sind hierzu herzlich eingeladen. 

Das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH, welches vor Jahresfrist von der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger demografischer Entwicklungen beauftragt wurde, in einer umfassenden Infrastrukturanalyse Strategien zur Daseinsvorsorge sowie ein Wohnungsmarktkonzept zu entwickeln, wird die Ergebnisse dieses Analyseprozesses, an denen sich zahlreiche Akteure aus Ratzeburg und den Umlandgemeinden in den vergangenen Monaten aktiv beteiligt haben, präsentieren, zur Diskussion stellen und weitere Vorschläge aufnehmen.

Ziel des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und des Wohnungsmarktkonzeptes für die Stadt Ratzeburg und die Umlandgemeinden ist es, eine infrastrukturell ausreichende Versorgung von heute bis zum Jahr 2025 sicherzustellen. Hierzu zählt insbesondere die Anpassung der örtlichen Infrastrukturen an eine sich wandelnde Altersstruktur der Bewohnerinnen und Bewohner vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge stellt so gemeinsam mit dem Wohnungsmarktkonzept zukünftige Weichen für ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld für die Bewohnerinnen und Bewohner in der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden.

Beteiligt an der Entwicklung des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge sind neben der Stadt Ratzeburg insgesamt 16 der 25 Gemeinden des Amts Lauenburgische Seen. Hierzu zählen Albsfelde, Bäk, Buchholz, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Harmsdorf, Kittlitz, Kulpin, Mechow, Mustin, Pogeez, Römnitz, Salem, Schmilau und Ziethen. Das Wohnungsmarktkonzept bezieht neben der Stadt Ratzeburg die Gemeinden Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf mit ein.

 

Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für Ratzeburg und Umlandgemeinden - Ein Zwischenbericht

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Das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH wurde von der Stadt Ratzeburg und Umlandgemeinden beauftragt, ein Zukunftskonzept Daseinsvorsorge sowie ein Wohnungsmarktkonzept zu erstellen. Unter Berücksichtigung aktueller und zukünftiger demografischer Entwicklungen werden auf Basis einer umfassenden Infrastrukturanalyse Strategien zur Daseinsvorsorge erarbeitet, um die Region auf zukünftige Herausforderungen im Rahmen des demografischen Wandels vorzubereiten. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge umfasst neben der Stadt Ratzeburg insgesamt 16 der 25 Gemeinden des Amts Lauenburgische Seen. Hierzu zählen Albsfelde, Bäk, Buchholz, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Harmsdorf, Kittlitz, Kulpin, Mechow, Mustin, Pogeez, Römnitz, Salem, Schmilau und Ziethen. Das Wohnungsmarktkonzept umfasst neben der Stadt Ratzeburg die Gemeinden Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf.

In einer ersten Befragung des Zukunftskonzeptes haben sich rund 50 Akteurinnen und Akteure neben Trägern an der Befragung beteiligt und Einschätzungen sowie Bewertungen zu unterschiedlichen Themenfeldern mitgeteilt. Zusätzlich hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit online über das internetbasierte „Feedbackportal Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ auf der Homepage der Stadt Ratzeburg (www.ratzeburg.de) ihre Meinung zu Versorgung und Angeboten in Ratzeburg und Umlandgemeinden zu äußern. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger nutzten das Online-Portal. Im Fokus der Befragung standen dabei Themen wie Zugangsschwierigkeiten in öffentlichen Bildungs- und Kultureinrichtungen aber auch Facharztpraxen für mobilitätseingeschränkte Personen, ein z.T. von Schulzeiten abhängiger Busverkehr, der Fachkräftemangel im Pflegebereich, eine fehlende Ganztagsbetreuung von Kindern Berufstätiger sowie ein genereller Mangel an freiwilligen Engagement insbesondere bei den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden. 

Auf Basis dieser ersten Befragung wurden von Vertretern der Stadt und Umlandgemeinden im Rahmen einer ersten Sitzung der Lenkungsgruppe folgende vier Themenschwerpunkte für eine weitergehende Analyse im Zukunftskonzept ermittelt: 

  • ·         Gesundheit, Sport & Erholung
  • ·         Kultur, Bildung, Kinderbetreuung & Jugendarbeit
  • ·         Mobilität (ÖPNV, Barrierefreiheit, Erreichbarkeit zentraler Einrichtungen)
  • ·         Ehrenamtliches Engagement, Kooperation & Netzwerke 

Bei der weitergehenden Analyse dieser Bereiche stand die Frage im Vordergrung, ob die aktuell in Ratzeburg und Umlandgemeinden vorhandenen Infrastrukturen langfristig quantitativ und qualitativ ausreichend sind oder eine zukünftige Angebotsanpassung notwendig wird. Hierzu fanden bereits zahlreiche Expertengespräche statt, um erste Handlungsbedarfe in den Themenfeldern aufzudecken. So wurde beispielsweise bezüglich des Schwimmbads Aqua Siwa ein Sanierungsbedarf festgestellt, der als Handlungsbedarf mit in das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge aufgenommen wurde.

Gleichzeitig fand im Rahmen des Wohnungsmarktkonzeptes eine Bestandsaufnahme von Wohngebäuden in Ratzeburg, Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf statt. Mit Hilfe einer Vollerhebung aller Wohngebäude, die Wetter bedingt bis in den Mai andauerte, erfasste GEWOS mit zwei Mitarbeitern hierfür alle Wohngebäude des Untersuchungsraumes bezogen auf das Baualter, den Leerstand, die Barrierefreiheit von Hauseingängen und den Modernisierungsstand der Häuser. Ziel dieser Begehung war eine aktuelle Abbildung des Wohnungsmarktes. Auf Grundlage dieser Bestandsaufnahme des Wohnungsmarktes sollen u.a. Gebiete mit hohem Modernisierungsbedarf aufgedeckt sowie Leerstände und Freiflächen mit Nachverdichtungspotenzial aufgezeigt werden. Ebenso soll anhand einer Wohnungsmarktprognose der zukünftige Neubaubedarf im Wohnungsmarkt ermittelt werden. 

Im weiteren Prozess der Konzeptentwicklung sind auch lokalen Expertinnen und Experten eingebunden worden, die in vier an den Themenschwerpunkten der Analyse orientierten Arbeitsgruppen gemeinsam diskutieren, um Missstände aufzudecken und Lösungen zu erarbeiten  Als Expertinnen und Experten fungieren dabei Träger von Kindertagesstätten, Vertreterinnen und Vertreter von (Sport‑)Vereinen neben Verbänden sowie Vertreterinnen und Vertreter sozialer und öffentlicher Einrichtungen wie auch Leiterinnen und Leiter ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen. 

Jede Arbeitsgruppe hat sich zwei Termine gesetzt, in denen sie die vorgefundenen Problem - und Bedarfsfelder behandeln wollen. Zusätzlich ist eine AG Wohnen im Rahmen des Wohnungsmarktkonzeptes gegründet worden, in der Vertreterinnen und Vertreter des Wohnungsmarktes, Projektentwicklerinnen und -entwickler neben Interessenvertreterinnen und -vertreter ebenfalls zweimal zusammen kommen wollen. 

In der ersten Sitzungsrunde der Arbeitsgruppen, die in der vergangenen Woche durchgeführt wurden, ging es zunächst darum, bereits ermittelte Herausforderungen und Handlungsbedarfe zu diskutieren und zu ergänzen. In einer zweiten Sitzung der Arbeitsgruppen sollen dann erste Anpassungsstrategien und Maßnahmen entwickelt und formuliert werden, wie den ermittelten Herausforderungen zukünftig begegnet werden kann. 

Bei Fragen zum laufenden Prozess des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und Wohnungsmarktkonzeptes können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger gerne beim zentralen Ansprechpartner vor Ort, Michael Wolf, FB Stadtplanung, Bauen und Liegenschaften der Stadt Ratzeburg (Tel. 04541/ 80 00-161) oder Frau Holst, GEWOS Institut für Stadt-, Regional und Wohnforschung (Tel. 040/ 69 712-231) wenden.

Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Stadt Ratzeburg und das Umland - Online-Umfrage gestartet

Die Stadt Ratzeburg hat das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung mit der Erstellung eines Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und eines Wohnungsmarktkonzeptes beauftragt. Die zentrale Aufgabe des Zukunftskonzepts Daseinsvorsorge besteht in der bedarfsgerechten Anpassung der sozialen und technischen Infrastruktur an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen.

Um ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, soll der Entwicklungsprozess auf eine breite Basis gestellt werden, weshalb es der Unterstützung Vieler bedarf. Zahlreiche Städte, zu denen auch Ratzeburg gehört, sehen sich zunehmend mit den Auswirkungen des demografischen Wandels konfrontiert. Die veränderte Altersstruktur zieht neue Anforderungen und Anpassungsbedarfe an die infrastrukturelle Ausstattung nach sich.

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ratzeburg sowie der umliegenden Gemeinden haben die Möglichkeit, über ein internetbasierten „Feedbackportal Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ auf der Homepage der Stadt Ratzeburg (www.ratzeburg.de) in den Prozess aktiv mit einzubringen und zu informieren. Denn die Meinung der Bürgerinnen und Bürgern zu bestehenden und wünschenswerten Infrastrukturangeboten innerhalb der Stadt Ratzeburg ist wichtig, um ein gelungenes Konzept zu entwickeln. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Das Portal ist ab sofort freigeschaltet und über diesen Button zu erreichen.

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Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Stadt Ratzeburg und das Umland

Die Stadt Ratzeburg hat das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung mit der Erstellung eines Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und eines Wohnungsmarktkonzeptes beauftragt. Die zentrale Aufgabe des Zukunftskonzepts Daseinsvorsorge besteht in der bedarfsgerechten Anpassung der sozialen und technischen Infrastruktur an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Fragen, die innerhalb des Erarbeitungsprozesses betrachtet werden können, sind insbesondere, in welcher Form die schulische Versorgung in der Fläche gewährleistet werden kann oder ob die gesundheitliche Versorgung aufrechterhalten und junge Ärzte für periphere Standorte gewonnen werden können. 

Die Konzepte der Daseinsvorsorge unterscheiden sich wesentlich von anderen Planwerken. Die Komplexität der Thematik, die verschiedenen Wechselwirkungen und ein großer Zeitbedarf bei der Anpassung bedürfen eines langen Planungshorizontes. Dabei darf ein solches Konzept nicht als formelles Planwerk missverstanden, sondern kann als ein Diskussionsprozess über Qualitäten und Bedarfe der Daseinsvorsorge angesehen werden, der in umsetzungsorientierten Anpassungsstrategien und Maßnahmen münden kann. 

Die Grundlage für das Zukunftskonzept bildet die Erfassung der für Ratzeburg und das Umland wichtigsten Einrichtungen und infrastrukturellen Angebote, wie z.B. im Bereich der medizinischen Versorgung, von Kinderbetreuungs- und Bildungsangeboten, Senioreneinrichtungen, Sport- und Freizeitmöglichkeiten und dem öffentlichen Personennahverkehrs. Durch den anschließenden Abgleich des Angebotes und der Nachfrage werden Versorgungsdefizite aufgezeigt, Handlungserfordernisse identifiziert und anschließend mit konkreten Maßnahmen unterlegt werden. 

Als Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums nimmt Ratzeburg wichtige Versorgungsfunktionen für die Bürger der Stadt und der umliegenden Gemeinden am südöstlichen Rand Schleswig-Holsteins wahr. Neben zahlreichen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen verfügt die Stadt über ein breites Sport- und Freizeitangebot und ein gutes Netz von Haus- und Fachärzten. Des Weiteren gibt es eine aktive Vereinslandschaft und engagierte Verbände. Aufgrund der Insellage der Altstadt gilt die Kreisstadt des Herzogtums Lauenburg am Ratzeburger See als Tourismusstandort und Luftkurort. 

Obwohl die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Ratzeburg über die vergangenen zehn Jahre betrachtet relativ stabil war, sind die Auswirkungen des demografischen Wandels auch hier spürbar. Aufgrund niedriger Geburtenraten und gleichzeitiger Abwanderung junger Bevölkerungsgruppen kommt es in der rund 13.700 Einwohner zählenden Kreisstadt zu einer Verschiebung der Altersstruktur. Immer weniger junge Einwohner stehen einer wachsenden Zahl älterer und hochbetagter Bürger gegenüber. Ähnliche Tendenzen, zum Teil auch in stärkerer Ausprägung, sind in den Umlandgemeinden festzustellen. Der steigende Anteil älterer Bevölkerungsteile zieht einen Anpassungsbedarf der privaten, öffentlichen und gemeinnützigen Dienstleistungen und Infrastruktureinrichtungen nach sich. 

Die Stadt Ratzeburg stellt sich gemeinsam mit dem Umland diesen Herausforderungen, um in Zukunft ein bedarfsgerechtes Angebot bereitstellen zu können. Mit der Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ wird die Stadt Ratzeburg in die Lage versetzt, ein Zukunftskonzept Daseinsvorsorge erarbeiten zu lassen und im Rahmen der Städtebauförderung umzusetzen. Das Ziel des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist es, dass Städte und Gemeinden wie Ratzeburg als „Ankerpunkt der Daseinsvorsorge für die Zukunft handlungsfähig gemacht werden und […] ihre zentralörtliche Versorgungsfunktion dauerhaft, bedarfsgerecht und auf hohem Niveau […]“ sichern können. 

Grundvoraussetzung für die Sicherung der Daseinsvorsorge in der Region ist eine Zusammenarbeit der Stadt Ratzeburg und ihrer umliegenden Gemeinden. Die Basis hierfür ist der Dialog und das Querschnittsdenken über Ressort- und Institutionengrenzen hinaus, um integrative Lösungen für regionale Herausforderungen herbeiführen zu können. 

Vertreter der Stadt Ratzeburg und des Umlandes werden neben lokalen Experten in thematischen Arbeitsgruppen in die Konzepterstellung eingebunden, die von einer Lenkungsgruppe koordiniert wird. Im Rahmen einer ergebnisoffenen Diskussion sollen mit einem breiten Spektrum von Akteuren und Institutionen konsensfähige qualitäts- und nachfrageorientierte Ansätze erarbeitet werden. 

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ratzeburg sowie der umliegenden Gemeinden haben die Möglichkeit, über ein internetbasierten „Feedbackportal Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ auf der Homepage der Stadt Ratzeburg in den Prozess aktiv mit einzubringen und zu informieren. Denn die Meinung der Bürgerinnen und Bürgern zu bestehenden und wünschenswerten Infrastrukturangeboten innerhalb der Stadt Ratzeburg ist wichtig, um ein gelungenes Konzept zu entwickeln. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein.