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30.10.2018

10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Die Regionalkonferenz "Rechtsextremismus & Demokratieförderung", das bedeutendste, überregionale Plattform für Wissensvermittlung, Austausch und Vernetzung zum Themenkomplex "Rechtsextremismus & Rechtspopulismus" im norddeutschen Raum,  macht am 10.11.2018 ab 09:30 Uhr zu ihrem 10. Jubiläum auf Einladung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen erneut Station in Ratzeburg. In der Lauenburgischen Gelehrtenschule werden wieder bis zu 120 Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft erwarten, die sich einen Tag lang zu aktuellen Entwicklungen in der rechtsextremen Szene informieren, über geeignete und wirksame Strategien gegen solche Strukturen und die damit verbundenen menschenfeindlichen Haltungen diskutieren und sich im wichtigen länderübergreifenden Austausch vernetzen wollen. Die Regionalkonferenz steht dabei nicht nur einem Fachpublikum offen. Auch interessierten Bürger*innen, die sich erstmalig mit diesen Themen befassen, sollen mit dem Workshopangebot angesprochen werden.

"In den letzten Jahren kam es in Deutschland zu einem deutlichen Anwachsen von Rassismus, Muslimfeindschaft, Antisemitismus und menschenfeindlichen Einstellungen gegenüber Minderheiten. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger Menschen, die demokratische Werte leben und fördern, zusammen zu bringen, in ihrem Handeln zu stärken und zu qualifizieren. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Stärkung demokratischer Akteure und Ideen in den ländlich geprägten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins zu", sagte Dr. Daniel Trepsdorf vom RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, der zusammen mit dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck der AWO S.-H., dem Ratzeburger Bündnis, dem Verein Miteinander leben e.V. und dem Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn einmal jährlich diese bundesländerübergreifende Konferenz an jeweils unterschiedlichen Orten ausrichtet. Über 1.300 Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Akteure gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus konnten im Rahmen der Regionalkonferenz, bereits handlungsorientiert geschult, überregional vernetzt und fachlich-inhaltlich fortgebildet werdet. Ein Anspruch, dem sich die Organisatoren auch in diesem wieder stellen, mit einem umfangreichen Workshopprogramm, dass völkischen Rechtsextremismus ebenso beleuchtet, wie die Verschränkungen zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, rassistische Meinungsmache im Netz oder das Phänomen der "Neuen Rechten". Überdies wird unter dem Titel "Vielfalt in Organisationen" darüber diskutiert, warum sich die Realität der Migrationsgesellschaft nicht Politik, Verwaltung, Bildung und Medien widerspiegelt und inwiefern Verschwörungstheorien als im Kern stark antisemitisch entlarvt werden können. Zusammen mit dem Ratzeburger Jugendbeirat wird zudem ein Jugendworkshop angeboten. Ercan Kök vom Verein Miteinander leben e.V. lädt zu einem aktiven und interaktiven Toleranztraining ein.


Die 10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung wird eröffnet mit einem Grußwort von Landtagspräsident Klaus Schlie und einer Eröffnungsrede von Pröpstin Frauke Eiben. Dabei wird soll der Blick zurückgeworfen werden auf die Bedeutung der Konferenz bei der Vermittlung erprobter Konzepte zur Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Einstellungen und die damit verbundenen konkreten Erfolgen beim Zurückdrängen von Rechtsextremismus in unseren Regionen aufgezeigt und gewürdigt werden.

"Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland aber auch in ganz Europa, wo über rechtspopulistische Strömungen rechtsextremen und rassistische Haltungen und Einstellungen Gehör und Eingang  in die Mitte der Gesellschaft finden, ist es wichtiger denn je, an dieser Arbeit festzuhalten",beschrieb Bürgermeister Voß als einer der Initiatoren der Regionalkonferenz deren immer noch hochaktuellen Auftrag. 

Die Teilnahme an der 10. Regionalkonferenz "Rechtsextremismus & Demokratieförderung" wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung und die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und ist somit für alle Teilnehmer*innen kostenlos. Sie ist allerdings mit einer obligatorischen Anmeldung verbunden. Unter www.raa-mv.de/regionakonferenz2018 können Interessierte ihren Workshop online auswählen. Allerdings behalten sich die Veranstalter vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

www.partnerschaftdemokratie.de

http://www.demokratie-leben.de/