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20.09.2019

Aus unseren Partnerstädten...
Abschlusskonzert des 33. Schönberger Musiksommers

Der Inselstadt Ratzeburg sind enge Kontakte zu ihren sieben Partnerstädten ein wichtiges Anliegen. Auch wenn man sich leider viel zu selten persönlich begegnen kann, lässt sich doch über das Netz viel voneinander erfahren, was Châtillon-sur-Seine, Esneux, Schönberg, Sopot, Strängnäs, Ribe und Walcourt gerade bewegt oder dort bewegt wird. So feiert unsere Partnerstadt Schönberg in diesem Jahr ihren 800. Gründungstag und die nunmehr 33. Ausgabe des Schönberger Musiksommers, die am kommenden Sonntag mit einem Abschlusskonzert zu Ende geht...

Abschlusskonzert des 33. Schönberger Musiksommers
Johann Sebastian Bach MESSE H-MOLL, BWV 232
Sonntag, 22. September 2019, 18.00 Uhr St.-Laurentius-Kirche Schönberg

Brita Rehsöft (Sopran), Yvonne Schouenborg (Alt), Claudio Suzin (Tenor), Pau Bordas (Bass), Kammerchor „Cantabile“ Olot (Einstudierung Joan Asin Prades), Kirchenchor St. Laurentius Schönberg, Prof. Matthias Schneider (Orgel), Strelitzer Kammerorchester, Leitung: KMD Christoph D. Minke

800 Jahre Schönberg – und wir? Erklang im Festgottesdienst dankbar Bachs Ratswahlkantate BWV 29, kommen wir nun zum Opus Magnum Johann Sebastian Bachs, wobei der Satz aus der Kantate „Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ gleich zwei Mal wiederkehrt: in fast wörtlicher Übersetzung auf Latein „Gratias agimus tibi“ und dann – nur auf den ersten Blick überraschend – als „Dona nobis pacem“ = „Gib uns Frieden“. Bis heute endet jeder Gottesdienst überall und in St. Laurentius einerseits mit der Bitte um Frieden als auch der Danksagung vor dem abschließenden Segen. Und das war auch schon bei Guillaume de Machaut so und auch, als Karl IV. beim Bischof in Schönberg die Messe besuchte. Die größere der beiden neuen Glocken bittet auf vielerlei Sprachen, „Gloria in excelsis Deo“ heißt es auf der größten unserer vier Glocken seit 1601. Der Horizont weitet sich, „Dein Reich komme“, wie es auf der kleinsten Glocke heißt, ist – wie die Bitte um Frieden – Sehnsucht und Gewissheit dieser Möglichkeit zugleich, verbindet uns mit Menschen anderer Weltgegenden und Zeiten.


Zu unserer Jubiläumsaufführung bekommt der Schönberger Chor Verstärkung aus der katalonischen Stadt Olot – und wir werden mit der hier entstandenen Produktion der h-Moll-Messe den Gegenbesuch antreten und dann gemeinsam in Barcelona auftreten. Unser Gastort – die Kirche Santa Maria del Pi – wurde wie unsere Kirche im 14. Jahrhundert errichtet und hat eine bewegte Geschichte. Soweit trägt der Klang unserer alten wie neuen Glocken nicht, aber die Musik, die wir lieben, fand nach Schönberg und findet von dort wieder den Weg in die Welt – durch uns, das heißt: durch uns hindurch.

Eine unserer Ausstellungen in der St.-Laurentius-Kirche zeigte einmal einen Kreidekreis auf dem Boden mit dem Hinweis, hier ginge es zum Mittelpunkt der Welt...


Tickets unter www.schoenberger-musiksommer.de

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