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07.03.2019

Landesweite Fachtagung der "Partnerschaften für Demokratie" fand in Ratzeburg statt

Sie setzen sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander ein: Regionale „Partnerschaften für Demokratie“ (PfD) unterstützen zahlreiche demokratiefördernde Einzelprojekte vor Ort. Bei der jährlichen Demokratiekonferenz der PfD Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen (LS) kamen die landesweiten PfD zusammen und erhielten Besuch aus dem Berliner Bundesministerium.

Das Programm ist unter dem Dach des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angesiedelt. Thomas Heppener leitet dort das Referat „Demokratie und Vielfalt“. Dass Heppener zur Konferenz nach Ratzeburg kam, hatte mehrere Gründe: Die gastgebende PfD hatte alle Partnerschaften für Demokratie in Schleswig-Holstein eingeladen, um Konzepte für eine hohe Wahlbeteiligung bei den Wahlen zum Europäischen Parlament – in Deutschland am 26. Mai – zu erarbeiten, und eine perspektivische Botschaft hatte der Referatsleiter auch im Gepäck. „Schon heute möchten 30 Prozent der Parteien im Europäischen Parlament dieses Europa abschaffen“, sagte Thomas Heppener. Nach seinen Worten geht es um Antworten auf die Fragen, wie es gelingt, Menschen zusammenzubringen und Interessen abzuwägen. Heppener: „Demokratie entsteht nicht von allein, sie muss immer wieder neu gestaltet werden.“ Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß, selbst im Begleitausschuss der PfD aktiv, machte sich in seinem Grußwort „Sorgen um das Abstimmungsverhalten und die Beteiligung bei der Europawahl“. Voß unterbrach seinen Urlaub, um zur Demokratiekonferenz in die Lauenburgische Gelehrtenschule zu kommen.

Bundesweit sind 300 Partnerschaften für Demokratie aktiv, berichtete Thomas Heppener. Mark Sauer, federführendes Amt der PfD Stadt Ratzeburg-Amt LS, ergänzte, dass es in ganz Schleswig-Holstein bislang nur sechs Zusammenschlüsse gebe, drei allein im Kreis Herzogtum Lauenburg. „Das muss besser werden“, meinte Sauer und so war die Demokratiekonferenz in Ratzeburg auch konzipiert: Neben den Konzepten zur Europawahl ging es bei dem Treffen auch um den Austausch der PfD untereinander und mit Interessierten, die eine Gründung planen.

In den jeweiligen regionalen Begleitausschüssen der PfD wird über die Förderung von Projekten zur Demokratieförderung beraten und entschieden. Gesine Biller, Vorsitzende des Ausschusses der gastgebenden PfD appellierte an alle Teilnehmer: „Es gilt, noch mehr Menschen für unsere Demokratie zu begeistern, denn es geht auch anders, als mit reinem Populismus.“

Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des überwiegend ehrenamtlich geleisteten Engagements sind gut, denn während bislang jährlich über eine Fortsetzung von „Demokratie leben!“ entschieden wurde, brachte Thomas Heppener aus Berlin die Nachricht mit: „Die Bundesministerin Frau Dr. Franziska Giffey hat entschieden, dass Demokratieförderung eine Daueraufgabe sei und das Förderprogramm entfristet.“

Somit ist zumindest für die nächsten Jahre eine Fortführung und eine Stärkung des Engagements möglich.

www.partnerschaftdemokratie.de

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Autor/in: Thomas Biller