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Hinweise und Informationen zum Coronavirus >>

Gesundheitshinweise:

Hinweise des Landes und des Kreises zum Coronavirus:



Hinweise der Stadt Ratzeburg zum Coronavirus:

Das Rathaus der Stadt Ratzeburg ist aufgrund der Corona-Pandemie für Bürgerinnen und Bürger nur noch eingeschränkt geöffnet. Für alle Anliegen im Bürgerbüro (Meldeamt/ Sozialamt/ Standesamt/ Ordnungsamt) wird um eine Terminvereinbarung gebeten. Für alle Anliegen im Bürgerbüro (Meldeamt/ Sozialamt/ Standesamt/ Ordnungsamt) wird um eine Terminvereinbarung gebeten.

Terminvereinbarungen unter 04541-8000-150 oder buergerbuero@ratzeburg.de. 

Ansprechpartner*innen in den anderen Fachbereichen entnehmen Sie bitte der Telefonliste. Auch hier gilt eine individuelle Terminvereinbarung.

Bürgertelefon "Rund um Corona": 04541-8000-288 od. 04541-8000-289.

Was gilt? - Allgemeine Informationen und Verfügungen

Geltende Corona-Bestimmungen - Hinweise des Landes und des Kreises

Hinweise des Landes und des Kreises zum Coronavirus:

Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg - Kreis zieht ab Mittwoch die Notbremse

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich angedeutet, dass das Kreisgesundheitsamt weitere Schritte zur Eindämmung der Corona-Pandemie unternehmen werden muss. Am Freitag, 9. April überschritt der 7-Tage-Inzidenzwert wieder die kritische Grenze von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und stieg bis Sonntag weiter auf 131,3. Das Ergebnis der heutigen Lagebesprechung zwischen dem Kreisgesundheitsamt und dem Sozialministerium war folglich zu erwarten: Ab Mittwoch, 14.04.2021 setzt der Kreis ergänzende Maßnahmen im Wege einer neuen Allgemeinverfügung (67. Allgemeinverfügung des Kreises Herzogtum Lauenburg zu SARS-CoV-2) um. Folgende Regeln gelten zunächst bis Sonntag, 25. April 2021, können aber lageabhängig angepasst, verlängert oder vorher aufgehoben werden:

  • Zusammenkünfte sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum werden beschränkt auf Personen des eigenen Haushalts plus eine zusätzliche Person, Kinder bis 14 Jahre zählen dabei nicht mit.
  • Ausschank und Verzehr alkoholhaltiger Getränke im öffentlichen Raum sind untersagt.
  • Die Außengastronomie bleibt mit Ausnahme von der Abholung von Speisen geschlossen.
  • Der Einzelhandel, mit Ausnahme von Lebens- und Futtermittelangeboten, Wochenmärkten, Getränkemärkten, Apotheken, Sanitätshäusern, Drogerien, Tankstellen, Poststellen, Reformhäusern, Babyfachmärkten, Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkten, Buchhandel, Blumenläden, Gärtnereien, Gartenbaucentern, Baumärkten sowie Lebensmittelausgabestellen (Tafeln), ist zu schließen. Angebote im Rahmen von „click & collect“ sind gestattet, sofern Kundinnen und Kunden nur einzeln die Verkaufsräume betreten oder die Abholung draußen erfolgt.
  • Verkaufsstellen dürfen nur noch von einer Person je Haushalt betreten werden, ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren sowie eventuell erforderliche Assistenzpersonen.
  • Mit Ausnahme von Haupthaar- und Nagelpflege sowie medizinisch oder pflegerisch notwendige Dienstleistungen, sind Dienstleistungen mit Körperkontakt nur mit negativem, höchstens einen Tag altem Corona-Schnelltestergebnis der Kunden zulässig.
  • Innenbereiche von Freizeit- und Kultureinrichtungen sind zu schließen.
  • Sport kann entweder allein, mit Personen aus dem eigenem Haushalt oder einer anderen Person durchgeführt werden. Kinder bis 14 Jahre können draußen in Gruppen von maximal 5 Personen ohne Körperkontakt in festen Gruppen unter Anleitung einer Übungsleiterin oder eines Übungsleiters Sport treiben.
  • Der theoretische Fahrschulunterricht ist als Fernunterricht zu gestalten, ausgenommen ist der Unterricht zum Erwerb der Grundqualifikation und Weiterbildung nach §§ 2 und 5 des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes.
  • Die Gruppengröße bei der Hundeausbildung auf 5 Personen begrenzt ist.
  • In Kitas wird nur noch eine Notbetreuung angeboten.
  • Schulen wechseln in den Distanzunterricht. Ausgenommen sind Notbetreuungsangebote für die Klassenstufen 1 bis 6 sowie Präsenzunterricht für Abschlussklassen zur Prüfungsvorbereitung und zur Durchführung von Prüfungen und für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Der vollständige Bekanntmachungstext kann unter www.kreis-rz.de/bekanntmachungen eingesehen werden.

Mit Stand von Montag, 16:30 Uhr zählte das Kreisgesundheitsamt insgesamt 4164 labordiagnostisch bestätigte Infektionen mit SARS-CoV-2 und damit 13 mehr als am Vortag. 3400 Personen gelten zwischenzeitlich wieder als genesen, 102 Personen verstarben aufgrund ihrer Covid-19-Erkrankung. Die 7-Tage-Inzidenz steigt zu Dienstag erneut voraussichtlich auf 132,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern und damit auf den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

Alle aktuellen Informationen zu Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.kreis-rz.de/corona.

Gesundheitsministerium regelt Maßnahmen bei Inzidenz über 100

Das Gesundheitsministerium hat einen Erlass veröffentlicht, der die weiteren Schutzmaßnahmen in den Kreisen und kreisfreien Städten bei Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern regelt. Grundsätzlich bewertet die Landesregierung jeden Mittwoch die Lage in den Kreisen und kreisfreien Städten und veranlasst für die Folgewoche regionale Maßnahmen. Wenn der Schwellenwert in dem jeweiligen Kreis oder der kreisfreien Stadt von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von drei aufeinander folgenden Tagen zur wöchentlichen Lagebewertung erreicht oder überschritten wird und kein nahezu vollständig eingrenzbares Ausbruchsgeschehen vorliegt, stimmen Gesundheitsministerium und der betroffene Kreis/die kreisfreie Stadt weitere Schritte ab. Die einzelnen Maßnahmen regeln Kreise und kreisfreie Städte per Allgemeinverfügung. Bei einer veränderten Lagebeurteilung mit einer deutlich erhöhten Infektionsdynamik können entsprechende Schritte auch kurzfristig veranlasst werden.

Ergänzend zu den bereits bestehenden Regelungen durch die Corona-Bekämpfungsverordnung gilt in betroffenen Kreisen und kreisfreien u.a.:

  • Bei privaten Zusammenkünften dürfen sich Personen eines gemeinsamen Haushaltes nur mit einer weiteren Person treffen (Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit) – dies gilt im privaten und im öffentlichen Raum;
  • Kindertageseinrichtungen können nur noch eine Notbetreuung anbieten. Dabei dürfen in der Regel nicht mehr als zehn Kinder in einer Gruppe gleichzeitig betreut werden;
  • Weitere, nicht-betriebserlaubnispflichtige Angebote im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe dürfen nur für Gruppen mit bis zu fünf Personen angeboten werden;
  • Schulen und schulische Betreuungsangebote bieten Distanzunterricht an; für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird eine Notbetreuung vorgehalten. Für Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf können an Förderzentren und allgemeinbildenden Schulen erforderliche Betreuungsangebote vorgehalten werden; gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 an allgemeinbildenden Schulen, für die eine Betreuung in der Schule aufgrund eines besonderen Bedarfs bei der Schülerin oder dem Schüler erforderlich ist. Für die Abschlussjahrgänge kann Präsenzunterricht stattfinden, Prüfungen können in der Schule durchgeführt werden. Distanzunterricht ist auch für die berufsbildenden Schulen vorgesehen. Soweit eine angemessene Prüfungsvorbereitung nicht anders möglich ist, kann für Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2020/21 an einer Abschluss- oder Zwischenprüfung teilnehmen, Präsenzunterricht unter Auflagen stattfinden;
  • Verkaufsstellen des Einzelhandels für den täglichen Bedarf bleiben geöffnet, dürfen aber nur von einer Person pro Haushalt betreten werden. Dazu gehören: Lebens- und Futtermittelangebote, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Poststellen, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Blumenläden, Gärtnereien, Gartenbaucenter, Baumärkte, Buchläden sowie Lebensmittelausgabestellen (Tafeln);
  • Andere Verkaufsstellen des Einzelhandels schließen, vorbestellte Waren dürfen abgeholt werden (Click & Collect). Falls die Warenausgabe nicht außerhalb geschlossener Räume erfolgt, dürfen Kundinnen und Kunden die Verkaufsräume nur einzeln betreten; Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen ihre Eltern begleiten. Die Betreiberinnen und Betreiber der Verkaufsstellen müssen dafür sorgen, dass wartende Kundinnen und Kunden vor den Geschäften die Abstandsregelung einhalten können. Eine solche Regelung gilt auch für die Betreiber von Outlet-Centern oder Einkaufszentren für die Verkehrsflächen außerhalb der Verkaufsstellen;
  • Dienstleistungen mit Körperkontakt sind nur zulässig, soweit die Kundin oder der Kunde eine Bescheinigung über ein negatives Testergebnis vom selben Tag oder vom Vortag in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus vorlegt oder vor Ort einen Test durchführt. Dies gilt nicht für medizinisch notwendige und pflegerisch notwendige Dienstleistungen sowie für die Haupthaar- und Nagelpflege;
  • Innenbereiche von Freizeit- und Kultureinrichtungen schließen;
  • Sport ist nur wie folgt zulässig:
    • allein oder gemeinsam mit im selben Haushalt lebenden Personen oder einer anderen Person,
    • außerhalb geschlossener Räume ohne Körperkontakt in festen Gruppen von bis zu 5 Kindern unter 14 Jahren unter Anleitung einer Übungsleiterin oder eines Übungsleiters;
  • Theoretischer Unterricht von Fahrschulen ist nur als Fernunterricht möglich;
  • Hundeausbildung ist nur noch für Gruppen mit bis zu fünf Personen möglich.

Die entsprechenden Maßnahmen werden von den betroffenen Kreisen und kreisfreien Städten per Allgemeinverfügung auf der Grundlage des Erlasses geregelt. Die Allgemeinverfügungen werden ab Montag der Folgewoche aufgehoben, wenn der Schwellenwert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in der laufenden Woche an drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wird.

Verordnungen und Erlasse werden im Internet veröffentlicht: http://www.schleswig-holstein.de/coronavirus-erlasse

Landesregierung beschließt Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung

Die Landesregierung hat wie angekündigt eine Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung beschlossen. Einige der bisherigen Beschränkungen in verschiedenen Lebens- und Wirtschaftsbereichen werden damit unter Auflagen aufgehoben. Ministerpräsident Daniel Günther nannte das beschlossene Maßnahmenpaket verantwortbar. Die Landesregierung bringe mit ihrem heutigen Beschluss "auf den Weg, was sie angekündigt hat".

Ab Montag, 1. März, sind unter anderem folgende Änderungen gültig:

  • Einzelhandel: Blumenläden, Gärtnereien, Gartenbaucenter einschließlich räumlich getrennter Gartenabteilungen von Baumärkten können wieder öffnen;
  • Sport: Sportanlagen (dazu gehören Fitness-Studios) können geöffnet werden, die Kontaktregelungen bleiben aber erhalten. Dies bedeutet: Jemand kann nun auch auf/in Sportanlagen alleine Sport treiben oder gemeinsam mit den Personen seines eigenen Haushaltes. Ebenso möglich ist es, dass zwei Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten gemeinsam Sport treiben. Soweit der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, gilt diese Beschränkung für jeden Raum. Zuschauerinnen und Zuschauer haben keinen Zutritt. Der Betrieb von Schwimm- und Spaßbädern bleibt untersagt;
  • Elementare körpernahe Dienstleistungen (z.B. Friseursalons): Zulässig sind - mit entsprechenden Hygienekonzepten, der Erhebung von Kontaktdaten und Schutzmaßnahmen (qualifizierte Mund-Nasenbedeckungen) – neben den bisher gestatteten medizinisch notwendigen und pflegerisch notwendigen Dienstleistungen nun auch die Haupthaar-, Bart- und Nagelpflege;
  • Außerschulische Bildungsangebote: Berufliche Qualifizierungen, die für eine ausgeübte oder angestrebte berufliche Tätigkeit zwingend erforderlich sind und deren Durchführung in digitaler Form rechtlich nicht möglich ist, sind zulässig (z.B. Unterrichtungen für Wachpersonen);
  • Tierparks: Die Außenbereiche von Tierparks, Wildparks, Aquarien, Angelteichen und Zoos können mit Hygienekonzepten geöffnet werden. Die Besucherzahl ist auf eine Person je 20 Quadratmeter der zugänglichen Wege- und Verkehrsfläche begrenzt. Die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher sind zu erheben;
  • Inbetriebnahme von Booten: Das Kranen und Slippen von Booten ist unter Auflagen (u.a. Hygienekonzepte) möglich;
  • Kurse zur Hundeausbildung: Unter Berücksichtigung der allgemeinen Kontaktregelungen ist Einzelunterricht außerhalb geschlossener Räume mit Hygienekonzept und Kontaktdatenerhebung möglich – Gruppenangebote bleiben unzulässig.

Die Verordnung gilt zunächst bis einschließlich 7. März 2021.

Die Stadt Flensburg und der Kreis Schleswig-Flensburg regeln angesichts des dortigen Infektionsgeschehens per Allgemeinverfügung weitere Maßnahmen. 

Verordnungen und Erlasse im Internet: http://www.schleswig-holstein.de/coronavirus-erlasse

Kreisgesundheitsamt bittet um Mithilfe bei der Kontaktverfolgung

Seit Ende Oktober 2020 steigen die Zahlen der Neuinfektionen am SARS-CoV-2-Virus im Kreis Herzogtum Lauenburg an. Das Kreisgesundheitsamt muss im Rahmen der Pandemiebekämpfung nicht nur die positiv getesteten Personen kontaktieren um eine häusliche Absonderung anzuordnen. Darüber hinaus müssen auch die jeweiligen Kontaktpersonen ermittelt und kontaktiert werden um die Kontaktintensität und –dauer zu erfragen und gegebenenfalls eine Quarantäne anzuordnen. Sie können den Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes helfen, indem Sie benötigte Daten für den Fall eines Anrufes durch das Gesundheitsamt bereitlegen beziehungsweise vorbereiten.

Sollten Sie selbst positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet werden, wird das Gesundheitsamt über Ihren Befund informiert und nimmt schnellstmöglich Kontakt mit Ihnen auf. Erfahrungsgemäß dauert die Übermittlung von Laborbefunden an das Gesundheitsamt jedoch länger als zu Ihnen, so dass Sie bereits vorher über Ihr Testergebnis informiert sind. Während dieser Zeit sollten Sie bereits eine Liste mit Ihren letzten Kontakten vorbereiten. Diese Liste sollte bis 2 Tage vor Symptombeginn oder, falls Sie keine Symptome haben, bis 2 Tage vor Abstrichnahme zurückgehen. Listen Sie nach Möglichkeit alle Kontaktpersonen möglichst mit Kontaktdaten auf. Empfehlenswert ist in jedem Fall das Führen eines Kontakttagebuches. Sollten Kinder betroffen sein, sollten Sie ebenfalls die Schule oder Kita über den Befund informieren, damit die Einrichtung entsprechende Sofortmaßnahmen ergreifen kann, bereits bevor das Gesundheitsamt den Kontakt herstellen konnte. Begeben Sie sich möglichst ohne Umwege direkt in häusliche Isolation, vermeiden Sie Kontakt zu anderen Menschen und warten auf den Anruf des Gesundheitsamtes. Falls möglich informieren Sie auch Ihre letzten Kontaktpersonen über Ihren Befund und, dass sich das Gesundheitsamt demnächst auch bei diesen melden wird.

Grundsätzlich sollten Sie zur Unterstützung des Gesundheitsamtes stets folgende Daten bereithalten:

  • Name, Anschrift und Telefonnummer Ihres Hausarztes und eines Ansprechpartners bei Ihrem Arbeitgeber
  • Bei Dialyse-, Strahlen-, Chemotherapie oder ähnlichen fortdauernden Behandlungen, halten Sie bitte auch die Kontaktdaten Ihrer behandelnden Praxis oder Klinik bereit.

Damit könnten die Bearbeitungszeiten für die Kontaktpersonenermittlung erheblich verkürzt und ansonsten erforderliche Rückrufe vermieden werden. Seit 1. Dezember wurden 1148 Kontaktpersonen zu 301 Indexfällen kontaktiert, also etwa 100 Erstanrufe am Tag, auch an den Wochenenden.

Am Mittwochnachmittag, 16. Dezember um 13 Uhr gab es im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt 1383 labordiagnostisch bestätigte Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion und damit 30 mehr als noch am Vortag. Davon gelten 967 Personen wieder als genesen, 26 waren im Zusammenhang mit einer Infektion verstorben. Der Inzidenzwert lag am Mittwoch bei 70,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in 7 Tagen, Tendenz steigend.

Alle aktuellen Informationen zu Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.kreis-rz.de/corona.

Corona-Bekämpfung: Allgemeine Maskenpflicht in Teilen des Ratzeburger Innenstadtbereichs verfügt

Auf Verfügung des Kreises Herzogtum Lauenburg gilt ab sofort für die Herrenstraße und den Marktplatz in Ratzeburg die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Diese Verpflichtung gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr und Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können und dies glaubhaft machen können. Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und für die eine Ausnahme nicht zutrifft, sind das Betreten, der Aufenthalt und die Nutzung dieser öffentlich zugänglichen Bereiche nicht gestattet. 

Dies ist eine Maßnahme zur Eindämmung der sich auch im Kreis Herzogtum Lauenburg ausweitenden Coronapandemie. Dort ist es in den letzten Tagen vermehrt zu Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus gekommen. Dabei sind nicht alle Infektionsketten nachvollziehbar, allerdings lassen sich zahlreiche Infektionsketten zu Feiern, Partys und nahe Kontakte bei Sportveranstaltungen zurückführen. Die 7-Tage Inzidenz der SARS-CoV-2 Fälle liegt aktuell (28.10.2020) bei 54,5 Fällen je 100.000 Einwohner. Eine örtliche Konzentration der Infektionen auf bestimmte Städte oder Gemeinden innerhalb des Kreisgebiets ist nicht möglich. Dies lässt erkennen, dass sich das SARS-CoV-2-Virus diffus im Kreis Herzogtum Lauenburg ausgebreitet hat.

"Diese angeordnete Maskenpflicht ist aus meiner Sicht ein durchaus mildes Mittel des Eingriffs in die persönlichen Freiheiten des Einzelnen, gerade angesichts der auch im Kreis deutlich steigenden Fallzahlen. Sie appelliert an die Eigenverantwortung aller, sich aktiv und umsichtig an der Bekämpfung dieser Pandemie zu beteiligen, um uns gerade diese Freiheiten so weit wie möglich zu erhalten und verwundbare Personengruppen wirksam zu schützen", sagt Bürgermeister Gunnar Koech.

Begründung der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

Ihre Rechtsgrundlage findet die oben beschriebene Maßnahme in § 28 Abs. 1 Satz 1 und 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Sie wird in der 24. Allgemeinverfügung des Kreises Herzogtum Lauenburg zu SARS-CoV-2 wie folgt begründet:

"Die getroffenen Anordnungen des Tragens von Mund-Nasen-Bedeckungen sind ins-besondere erforderlich, weil Personen bereits infektiös sind, bevor diese selbst Krankheitssymptome zeigen. Es kann also bereits vorkommen, dass Personen selbst durch das Sprechen und Atmen virusbelastete Aerosole ausscheiden, bevor eine Infektion bei diesen Personen selbst festgestellt wird. Aufgrund des Risikos einer verdeckten Verbreitung des SARS-CoV-2 sind die angeordneten Maßnahmen bereits jetzt zu treffen. Die angeordneten Maßnahmen wirken frühzeitig im direkten Kontakt zwischen den Personen. Die angeordnete Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch diese Allgemeinverfügung stellt zwar einen Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Bürge-rinnen und Bürger dar, weniger einschneidende gleich geeignete Mittel sind aber nicht ersichtlich. Dies hat seinen Grund darin, dass die Pandemie nach wie vor nicht in dem Umfang zum Stillstand gebracht werden konnte, der Beschränkungen entbehrlich gemacht hätte. Vielmehr ist in den letzten Tagen und Wochen ein kreisweiter, aber auch bundesweiter kontinuierlicher Anstieg der Infektionsfälle zu vermerken. Es bedarf deshalb auch grundrechtseinschränkender Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion. Die hier angeordneten Maßnahmen stellen sich hierbei als verhältnismäßig dar.

Durch eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den bezeichneten Bereichen können Infektionsketten wirksam unterbrochen werden und den Bürgerinnen und Bürger bleibt die Möglichkeit zur Wahrnehmung des öffentlichen Lebens dennoch erhalten. Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Meinungsstand ist die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung eine geeignete Schutzmaßnahme, um die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 zu verhindern. Selbst einfache Stoffmasken sind bei korrekter Anwendung geeignet, Tröpfchen des Trägers beim Sprechen, Husten und Niesen aufzufangen und andere so vor einer Infektion zu schützen. Des-halb kann selbst das Tragen einer Behelfsmaske bei bereits erkrankten Personen dazu geeignet sein, das Risiko der Ansteckung anderer Personen zu reduzieren. Angesichts des Umstandes, dass nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, dies auch bemerkt, er aber trotzdem Erreger übertragen kann, kann das Tragen von Behelfs-masken das Übertragungsrisiko vermindern.

Grundsätzlich bleiben eine gute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten von mindestens 1,5 Metern die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen. In Situationen jedoch, in denen Maßnahmen der physischen Distanzierung nur schwierig eingehalten werden können, ist der Einsatz von Mund-Nasen-Bedeckungen ein zusätzlicher Baustein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Denn bereits 1 bis 3 Tage vor Auftreten der COVID-19-Symptome kann es zu einer Ausscheidung von hohen Virus-mengen kommen. Eine teilweise Reduktion dieser unbemerkten Übertragung von infektiösen Tröpfchen durch das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen kann zu einer weiteren Verlangsamung der Ausbreitung bei tragen. Dies betrifft besonders die Übertragung im öffentlichen Raum, wo mehrere Menschen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten oder der physische Abstand von mindestens 1,5 Meter nicht immer eingehalten werden kann. Weniger einschneidende Maßnahmen sind nicht ersichtlich."

Die Allgemeinverfügung regelt überdies, dass ...

  • Gastronomiebetriebe in der Zeit von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr des Folgetags geschlossen zu halten sind;
  • der Verkauf von alkoholhaltigen Getränken ist in allen Verkaufsstellen (insbesondere in Tankstellen und Supermärkten) in der Zeit von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr des Folgetags untersagt ist;
  • Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum mit mehr als 10 Personen untersagt sind;
  • Veranstaltungen im öffentlichen Raum (auch in den Räumen von Gastronomiebetrieben) mit Gruppenaktivität gemäß § 5 Abs. 3 Satz 1 der Landesverordnung, bei denen feste Sitzplätze nicht vorhanden sind oder nicht nur kurzzeitig verlassen werden und bei denen der Teilnehmerkreis nicht wechselt, wie Feste, Empfänge, Führungen und Exkursionen, insbesondere private Feiern, eine Teilnehmerzahl von 10 Personen außerhalb und innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten dürfen
  • Märkte und vergleichbare Veranstaltungen mit wechselnden Teilnehmerinnen und Teilnehmern im öffentlichen Raum wie Messen, Flohmärkte oder Landmärkte gemäß § 5 Abs. 4 Satz 1 der Landesverordnung, eine gleichzeitige Teilnehmerzahl von 100 Personen außerhalb oder innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten dürfen
  • Veranstaltungen im öffentlichen Raum, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feste Sitzplätze haben, die sie höchstens kurzzeitig verlassen (Sitzungscharakter), wie Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater, Kinos und Autokinos gemäß § 5 Abs. 5 Satz 1 der Landesverordnung eine gleichzeitige Teilnehmerzahl von 100 Personen außerhalb oder innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten dürfen;
  • Veranstaltungen im privaten Wohnraum und dazugehörigem befriedeten Besitztum gemäß § 5 Abs. 6 Satz 1 der Landesverordnung  eine Gesamtteilnehmerzahl von 10 Personen außerhalb und innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten dürfen

Sportliche Betätigung

Zudem wird für sportliche Aktivitäten geregelt, dass die Teilnehmerzahlen für die Ausübung von Sport werden auf 10, für Sportveranstaltungen auf 100 Personen angepasst wird. Ergänzend gilt, dass Zuschauer ständig und Sportler in den Pausen, in denen es auch zu Kontakten mit Zuschauern kommen kann, gehalten sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Nachbarschaftshilfe:

Bürgertelefon "Ratzeburger hilft einander!"

Liebe Ratzeburgerinnen und Ratzeburger,

die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränken auch in Ratzeburg das öffentliche Leben zunehmend ein. Es steigt die Sorge, dass von der Infektion auch Personen betroffen sein werden, die ein erhöhtes Risiko tragen, ernsthaft und schwer zu erkranken. Dieses gilt es als oberste Priorität zu minimieren. Betroffene sollten sich hier weitgehend und verantwortungsbewusst in eine Selbstisolation begeben. Wir alle sollten sie dabei nach Kräften unterstützen, durch eine gelebte Nachbarschaftshilfe. So können Einkäufe und notwendige Besorgungen aus Arztpraxen und Apotheken sichergestellt werden, ohne dass sich jemand in erhöhte Gefahr begeben muss. In diesem Sinne erhalten wir im Rathaus derzeit viele Angebote in solch nachbarschaftlicher Solidarität.

Mit einem Bürgertelefon wollen wir jetzt sicherstellen, dass diese Hilfe auch zu den Unterstützungsbedürftigen kommt. Wir wollen mit unseren Ressourcen im Rathaus die zielgerichtete Koordination von Nachbarschaftshilfe erleichtern und ein Bürgertelefon unter dem Motto „Ratzeburg hilft einander!“ einrichten. Unter 8000-288 und 8000-289 können sich ab kommenden Montag in der Zeit von 08:00 - 16:00 Uhr (Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr) Hilfswillige wie auch Hilfesuchende melden und so zueinander finden. Wir schlagen dabei bewusst diesen analogen Weg ein, wissend, dass gerade viele ältere Menschen keinen Zugang in die sonst sehr effektiven sozialen Medien haben. Dieses Angebot ist aber mit dem dringenden Appell verbunden, dass besonders gefährdete Personen auch wirklich zuhause bleiben. Das würde insbesondere unseren medizinischen Einrichtungen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so sehr helfen. Sie fordern gerade zu recht in einer Kampagne: "Wir bleiben da für Dich! Bleib du aber bitte daheim!"

Ebenso erreichen uns im Rathaus besorgte Anfragen zu den verfügten Einschränkungen und Maßnahmen in der Stadt. Hierzu wollen wir über das Bürgertelefon informieren.

Auch Gewerbetreibende haben aktuell viele Fragen, zum Kurzarbeitergeld, zu staatlichen Liquiditätshilfen oder Notfonds. Hier können wir über das Bürgertelefon Wege weisen und vermittelnd mit Informationen helfen. Wir wollen in dieser Zeit keines unserer Unternehmen und unserer Geschäfte verlieren.

Bleiben Sie gesund, bleiben Sie besonnen und helfen Sie einander!

Ihr Bürgermeister Gunnar Koech

Informationen für Gewerbetreibende:

Informationen und Unterstützung für Unternehmen in Schleswig-Holstein >>

Informationen der Investitionsbank Schleswig-Holstein zur Unterstützung für Unternehmen >>

IHK-Schleswig-Holstein - Informationen für Unternehmen >>

Hinweise der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg mbH >>

Hinweise zum Alltagsleben:

Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg... erste Schnellteststationen online

Die ersten Schnellteststationen im Kreis Herzogtum Lauenburg sind seit Mittwochabend, 11.03.2021 online auf der Inzidenzkarte des Kreises unter www.kreis-rz.de/coronaingemeinden abrufbar. Den Anfang machen die Teststation in der Straße Weingarten 8 in Lauenburg, die Sonnenapotheke in der der Bergedorfer Straße 58-62 in Geesthacht und die „Bürgerstube“ am Amtsplatz 1 in Büchen. Wie die Stadt Geesthacht am Freitag mitteilte, wird die Teststation der Sonnenapotheke am Montag, 15.03. in das Förderzentrum Neuer Krug 33 umziehen. Bei den Teststationen ist eine vorherige Anmeldung zum Test erforderlich um Menschenansammlungen und lange Wartezeiten zu vermeiden. Die Anmeldeinformationen sind unter den jeweiligen Internetseiten der Anbieter zu finden. Die Internetadressen sind in der Inzidenzkarte des Kreises hinterlegt.

Am Montag, 15.03. nehmen 3 weitere Teststationen in Berkenthin, Büchen und Mölln den Betrieb auf. Weitere Teststationen in Wentorf, Sandesneben, Ratzeburg, Gülzow, Kuddewörde, Schwarzenbek, Sterley, Groß Grönau und Hohenhorn befinden sich derzeit in der Vorbereitung. Sobald eine Teststation den Betrieb aufnimmt, wird diese in der Inzidenzkarte des Kreises mit Informationen zur Anmeldung und Öffnungszeiten erscheinen.

Für Kitas und Schulen im Kreis Herzogtum Lauenburg wird der eingeschränkte Regelbetrieb beziehungsweise der Wechselunterricht auch in der kommenden Woche fortgesetzt, dies teilte die Landesregierung am Mittwochnachmittag mit. Aufgrund der weiterhin hohen Zahlen an Neuinfektionen im Kreis in Kombination mit Ausbruchsgeschehen in Kitas und Schulen und der zunehmenden Feststellung der britischen Virusmutante B.1.1.7, hatte das Kreisgesundheitsamt empfohlen, zunächst nicht in den Regelbetrieb zurückzukehren.

„Trotz nachvollziehbarer Kritik, dass der Einzelhandel geöffnet und Kitas und Schulen teilweise geschlossen sind, führt die Lagebeurteilung des Infektionsgeschehens aktuell zu keiner weiteren Öffnung. Dabei ist nicht allein die Inzidenz maßgeblich, sondern es kommt entscheidend auf die Frage an, wo das Infektionsgeschehen stattfindet. Da im Kreis Herzogtum Lauenburg bereits heute mehrere Kitas und Schulen von Infektionsfällen betroffen sind und das Infektionsrisiko in Schulen und gerade in Kitas -wo körperlicher Kontakt eine erhebliche Rolle spielt- ein anderes ist als im Einzelhandel, erscheint eine weitere Öffnung nicht gerechtfertigt“, so Landrat Dr. Christoph Mager.

Mit Stand von Freitagnachmittag, 12. März, 14:00 Uhr gab es im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt 3337 labordiagnostisch bestätigte Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion, 32 mehr als am Vortag. An der Infektion verstarben 96 Personen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, als genesen gelten derzeit 2830 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz steigt zu Samstag, 13. März auf 75,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen.

Alle Informationen zu Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.kreis-rz.de/corona.

Ratzeburger Jugendbeirat startet Umfrage
»Wie geht es Euch in dieser Coronazeit?«

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat hat aktuell eine Online-Umfrage gestartet, die vor allen Jugendliche einlädt, einmal ihren Coronaalltag zu beschreiben. „Wie geht es Euch in dieser Coronazeit?“ ist die maßgebliche Fragestellung, die Alltags- und Schulgeschehen, aber auch die Einbindung und Mitbestimmungsmöglichkeiten von Jugendlichen in Coronaentscheidungen und allgemeines Wissen zur Coronapandemie erfassen will. Der Ratzeburger Jugendbeirat möchte mit dieser Umfrage ein Stimmungsbild bekommen.


 „
Wie ist Euer Alltag? Was ist besonders belastend für Euch? Bekommt Ihr Unterstützung? Werden Euch all die geltenden Regeln erklärt? Könnt Ihr da auch mitentscheiden oder wird alles nur bestimmt? Könnt Ihr diese Zeit nur ertragen oder selbst aktiv sein?“, will beispielsweise Vivian Ndubuisi, stellvertretende Vorsitzende des Ratzeburger Jugendbeirat, wissen, die zusammen mit Paul Tessmer maßgeblich an der Entwicklung dieser Umfrage mitgewirkt hat. Die Ergebnisse sollen nach der 30tägigen Befragungsphase ausgewertet und öffentlich gemacht werden, auch in der Stadtpolitik. „Eure Teilnahme ist absolut anonym. Bitte helft uns doch dabei, dieses Lagebild zu erstellen, mit ein bisschen Zeit und ernst gemeinten Antworten“, sagt Lucca Rosenkranz, Vorsitzender des Jugendbeirates und hofft eine breite Teilnahme von Jugendlichen. Nach Möglichkeit möchte der Ratzeburger Jugendbeirat dabei auch die Schulen um Mithilfe bitten. Sie könnten über ihre Online-Lernplattformen diese Umfrage bekannt machen. Die Umfrage des Ratzeburger Jugendbeirates ist zu erreichen unter: https://www.umfrageonline.com/s/jugendbeirat.

https://www.umfrageonline.com/s/jugendbeirat

Stadtbücherei ist wieder geöffnet

Die Stadtbücherei Ratzeburg hat seit dem vergangenen Montag ihre Türen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Das Team der Stadtbücherei freut sich auf ihre Leserinnen und Leser und alle, die in der Bücherei vorbei schauen wollen. Auch das Lesen von Tageszeitungen und Zeitschriften direkt in der Bücherei und die eigenständige Nutzung des Kopierers ist wieder möglich. Mit Einhaltung des Hygienekonzeptes steht nun einem Besuch der Stadtbücherei nichts mehr im Wege.

Corona-Schulbetrieb nach dem 8. März

Bildungsministerin Karin Prien hat das weitere Vorgehen in den Schulen bekannt gegeben. "Das Infektionsgeschehen ermöglicht weitere, vorsichtige Öffnungsschritte ab der kommenden Woche. Die erste Woche Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler der Grundschulen in zehn Kreisen und kreisfreien Städten ist erfolgreich verlaufen. Wir hatten in dieser Woche aus dieser Gruppe insgesamt 16 positiv getestete Schülerinnen und Schüler an den Grundschulen der zehn Kreise bei 68.000 Schülerinnen und Schülern“, so Karin Prien. Das entspreche einer 7-Tage-Inzidenz von 23 bei den Grundschülerinnen und Grundschülern. „Viel wichtiger ist aber: Landesweit war die Freude bei den Kindern groß, wieder in die Schule gehen zu können. Unsere Rückmeldungen zeigen ganz klar, dass es der richtige Schritt war, die Grundschulen zu öffnen“, so die Bildungsministerin. „Mein Dank gilt auch hier wieder den engagierten Lehrkräften, die den Schülerinnen und Schülern mit viel Empathie geholfen haben, wieder in den Schulalltag zurückzukommen.“ 

Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium habe man folgende nächste Schritte beschlossen:

  • Dort, wo in dieser Woche die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1-4 im Präsenzunterricht sind, sollen ab dem 8. März auch die Jahrgangsstufen 5 und 6 wieder zurück in den Präsenzunterricht kommen. Das sind also die Landeshauptstadt Kiel, Neumünster, Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Segeberg, Stormarn, Ostholstein, Plön und Rendsburg-Eckernförde.

  • Dort, wo Schülerinnen und Schüler in den Grundschulen in dieser Woche im Wechselunterricht sind, starten die Jahrgänge 5 und 6 ebenfalls in den Wechselunterricht. Das betrifft Pinneberg, den Kreis Herzogtum Lauenburg, Lübeck sowie den größten Teil des Kreises Schleswig-Flensburg. In Flensburg und in den angrenzenden Gemeinden des Kreises Schleswig-Flensburg bleiben die Schulen auch in der kommenden Woche im Lernen auf Distanz.

Darüber hinaus informierte Karin Prien zu den Themen Schnelltests und Impfung von Lehrkräften. „Das Testangebot für Lehrkräfte ist in der vergangenen Woche gestartet und wird auch gut angenommen. Die Landesregierung berät – auch im Lichte der Ministerpräsidentenkonferenz in dieser Woche – darüber, wie wir die Teststrategie des Landes unter Berücksichtigung der Selbsttests erweitern können. Dazu gehört auch eine Teststrategie für freiwillige Tests von Schülerinnen und Schülern“, so Prien.

Rathaus der Stadt Ratzeburg für den Publikumsverkehr vorübergehend geschlossen

Das Rathaus der Stadt Ratzeburg ist aufgrund der Corona-Pandemie für Bürgerinnen und Bürger nur noch eingeschränkt geöffnet. Für alle Anliegen im Bürgerbüro (Meldeamt/ Sozialamt/ Standesamt/ Ordnungsamt) wird um eine Terminvereinbarung gebeten.

Terminvereinbarungen unter 04541-8000-150 oder buergerbuero@ratzeburg.de. 

Für Auskünfte ist das Bürgerbüro Montag bis Freitag geöffnet. Ansprechpartner*innen in den anderen Fachbereichen entnehmen Sie bitte der Telefonliste. Auch hier gilt eine individuelle Terminvereinbarung.

Ratzeburger Tourist-Information bleibt geschlossen

Die Tourist-Information Ratzeburg im Ratzeburger Rathaus ist aufgrund der aktuellen Coronaentwicklungen bis mindestens 18.04.2021 geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jedoch während der Öffnungszeiten per Telefon (04541 / 8000-886) oder E-Mail (tourist-info@ratzeburg.de) erreichbar.





Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bekämpfung des Coronavirus wird in den kommenden Wochen auch das Ratzeburger Stadtleben beeinflussen und einschränken. Die vorgesehenen Strategien der Eindämmung und Verlangsamung von Infektionsketten sowie des Schutzes von Personengruppen, die von besonders schweren Krankheitsverläufen bedroht sein können, haben dabei oberste Priorität. Die Stadt Ratzeburg ist hierbei eingebunden in alle Maßnahmen, die das Kreisgesundheitsamt dazu veranlasst. Als Bürgermeister ist es mir hierbei ein besonderes Anliegen, dass sich unsere Stadt gerade mit diesen gefährdeten Personengruppen solidarisch zeigt. Es sind vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, denen unsere besondere Sorge und Fürsorge gelten muss. Hier halte ich es für angezeigt und wünschenswert, dass diese Personengruppen in den kommenden Woche zum eigenen Schutz möglichst auf Sozialkontakte verzichten, sich aus dem Stadtgeschehen fernhalten und vorwiegend zuhause bleiben. In diesem Sinne hat sich auch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel aktuell geäußert. Das würde auch unseren örtlichen medizinischen Einrichtungen ungemein helfen und mögliche Überlastung zu vermeiden. Geringe Infektionen gerade in den Risikogruppen bedeuten auch weniger Intensivbehandlungen in den Krankenhäusern.

Natürlich stellt es einen enormen Einschnitt in die Lebensqualität der Menschen dar und wirft vielleicht auch die Frage nach der eigenen Versorgung auf. Hier hoffe ich als Bürgermeister inständig, dass wir uns in Ratzeburg als solidarische Stadtgesellschaft erweisen und uns gemeinsam, familiär oder nachbarschaftlich umeinander kümmern. Bitte bieten sie Menschen aus den genannten Risikogruppen an, Einkäufe oder andere Besorgungen für sie zu erledigen. Sprechen Sie dabei auch proaktiv Menschen an, von denen Sie in ihrer Nachbarschaft wissen, dass sie allein leben, auch wenn man noch nicht direkt miteinander bekannt ist. Seine Hilfe anzubieten ist ein Akt von Mitmenschlichkeit und wird sicher ganz überwiegend auch dankbar angenommen werden. Wichtig ist aus meiner Sicht auch, Menschen aus den Risikogruppen immer wieder anzusprechen und zu bitten, sich etwas zurückzuziehen, auch wenn es schwer fällt. Unsere Ärzte und Pflegekräfte werden gerade dafür sehr dankbar sein. Bitte seien Sie in dieser Zeit besonders achtsam aufeinander und halten Sie sich informiert. Auf unserer städtischen Webseite ist ein Link zu aktuellen Informationen des Landes geschaltet. Auch die Verfügungen des Kreises werden jederzeit eingespielt. So werden wir diese schwierige Zeit in Ratzeburg gemeinsam und ohne Hysterie, zu der keinerlei Anlass besteht, gut bewältigen.

Bleiben Sie gesund und helfen Sie einander!

Ihr Bürgermeister Gunnar Koech


Die ersten Schnellteststationen im Kreis Herzogtum Lauenburg sind seit Mittwochabend, 11.03.2021 online auf der Inzidenzkarte des Kreises unter www.kreis-rz.de/coronaingemeinden abrufbar. Den Anfang machen die Teststation in der Straße Weingarten 8 in Lauenburg, die Sonnenapotheke in der der Bergedorfer Straße 58-62 in Geesthacht und die „Bürgerstube“ am Amtsplatz 1 in Büchen. Wie die Stadt Geesthacht am Freitag mitteilte, wird die Teststation der Sonnenapotheke am Montag, 15.03. in das Förderzentrum Neuer Krug 33 umziehen. Bei den Teststationen ist eine vorherige Anmeldung zum Test erforderlich um Menschenansammlungen und lange Wartezeiten zu vermeiden. Die Anmeldeinformationen sind unter den jeweiligen Internetseiten der Anbieter zu finden. Die Internetadressen sind in der Inzidenzkarte des Kreises hinterlegt.

Am Montag, 15.03. nehmen 3 weitere Teststationen in Berkenthin, Büchen und Mölln den Betrieb auf. Weitere Teststationen in Wentorf, Sandesneben, Ratzeburg, Gülzow, Kuddewörde, Schwarzenbek, Sterley, Groß Grönau und Hohenhorn befinden sich derzeit in der Vorbereitung. Sobald eine Teststation den Betrieb aufnimmt, wird diese in der Inzidenzkarte des Kreises mit Informationen zur Anmeldung und Öffnungszeiten erscheinen.

Für Kitas und Schulen im Kreis Herzogtum Lauenburg wird der eingeschränkte Regelbetrieb beziehungsweise der Wechselunterricht auch in der kommenden Woche fortgesetzt, dies teilte die Landesregierung am Mittwochnachmittag mit. Aufgrund der weiterhin hohen Zahlen an Neuinfektionen im Kreis in Kombination mit Ausbruchsgeschehen in Kitas und Schulen und der zunehmenden Feststellung der britischen Virusmutante B.1.1.7, hatte das Kreisgesundheitsamt empfohlen, zunächst nicht in den Regelbetrieb zurückzukehren.

„Trotz nachvollziehbarer Kritik, dass der Einzelhandel geöffnet und Kitas und Schulen teilweise geschlossen sind, führt die Lagebeurteilung des Infektionsgeschehens aktuell zu keiner weiteren Öffnung. Dabei ist nicht allein die Inzidenz maßgeblich, sondern es kommt entscheidend auf die Frage an, wo das Infektionsgeschehen stattfindet. Da im Kreis Herzogtum Lauenburg bereits heute mehrere Kitas und Schulen von Infektionsfällen betroffen sind und das Infektionsrisiko in Schulen und gerade in Kitas -wo körperlicher Kontakt eine erhebliche Rolle spielt- ein anderes ist als im Einzelhandel, erscheint eine weitere Öffnung nicht gerechtfertigt“, so Landrat Dr. Christoph Mager.

Mit Stand von Freitagnachmittag, 12. März, 14:00 Uhr gab es im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt 3337 labordiagnostisch bestätigte Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion, 32 mehr als am Vortag. An der Infektion verstarben 96 Personen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, als genesen gelten derzeit 2830 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz steigt zu Samstag, 13. März auf 75,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen.

Alle Informationen zu Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.kreis-rz.de/corona.