Hilfsnavigation
Volltextsuche
Seiteninhalt

Themenschwerpunkt: Klimawandel

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Er ist überall wirksam und spürbar. Er verlangt von jedem Einzelnen ein Nachdenken und Handeln über Generationengrenzen hinaus. Auch auf allen staatlichen Ebenen hat Klimaschutz eine sehr hohe Priorität bekommen. Bund, Länder und Kommunen versuchen durch vielfältige Maßnahmen, dem Klimawandel entgegenzuwirken, so auch in Ratzeburg. Seit rund 10 Jahren sind dort viele Projekte angestoßen und umgesetzt worden, die dem Klimaschutz, aber auch dem Arten- und Umweltschutz Rechnung tragen sollen. Energetische Sanierungen städtischer Gebäude und Einrichtungen, Maßnahmen zur Sicherung der Artenvielfalt, innovative Recyclingideen, vor allem aber auch bewusstseinsbildende Informationsveranstaltungen wie die Ratzeburger Jugendklimakonferenz haben bereits viel erreichen können. Klimawandel ist allerdings ein sich schnell entwickelnder Prozess und erfordert noch mehr Engagement. Die bisher geleisteten Maßnahmen in Ratzeburg machen aber Mut, dass vor Ort wirklich etwas bewegt werden kann.

Hörbare Stadtrundgänge zum Klimawandel und zu Klima-, Arten- und Umweltschutz

Themenschwerpunkt: Klimawandel - Stadtrundgang mit Heinrich Meyer vom städtischen Grünamt - Teil 1 Stadtrundgang mit Heinrich Meyer vom städtischen Grünamt
Teil 1 - Die alte Weide im Kurpark
Themenschwerpunkt: Klimawandel - Stadtrundgang mit Heinrich Meyer vom städtischen Grünamt - Teil 2

Stadtrundgang mit Heinrich Meyer vom städtischen Grünamt
Teil 2 - Die Blumenwiese am Aqua Siwa

Themenschwerpunkt: Klimawandel - Stadtrundgang mit Heinrich Meyer vom städtischen Grünamt - Teil 3

Stadtrundgang mit Heinrich Meyer vom städtischen Grünamt
Teil 3 - Kastanienbluten und Klimabäume

Maßnahmen zum Klima-, Arten- und Umweltschutz in Ratzeburg seit 2009 (chronologisch aufsteigend)

Ratzeburger Jugendbeirat lädt zu einem "Energiewochenende" ins "artefact"

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat lädt vom 25.09. - 27.09.2020 zu einem Energiewochenende in das ökologische Jugendbildungshaus "artefact" in Glücksburg. Wie kann eine Energiewende gelingen, die den Klimawandel aufhält? Dieser Frage soll an zwei spannenden Workshoptagen nachgegangen werden, die das Team vom "artefact" vorbereitet hat. Es sollen Informationen vermittelt und Ideen entwickelt werden, die auch in Ratzeburg wirksam sein können.


Die Exkursion  startet am 25.09.2020 um 15:00 Uhr am Rathaus. Ein Bus bringt die Teilnehmer*innen in die Jugendbildungsstätte "artefact" und am Sonntag wieder zurück. Die Fahrt, wie auch die Übernachtung und Verpflegung ist aufgrund einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" kostenlos. 15 Plätze für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren sind zu vergeben. Eine Anmeldung wird erbeten unter sauer@ratzeburg.de oder 04541-8000-114. Die Coronaregeln werden sowohl auf der Fahrt als auch im Jugendbildungshaus eingehalten.

"Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte mit diesem Bildungsangebot seine Klimaschutzinitiative um einen Baustein erweitern und Kindern wie Jugendlichen vor Ort die Möglichkeit bieten, sich mit den Themen Klimawandel-Klimaschutz, Arten- und Umweltschutz vertraut zu machen, die globalen wie regionalen Zusammenhänge verstehen zu lernen und dabei eigene ökologische Ideen zu entwickeln, die vor Ort umsetzbar sein können", sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates.

Wiederaufnahme der "Arbeitsgemeinschaft Radverkehr Ratzeburg"

In den Sitzungen des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses vom 15.6. und 10.8.2020 wurde einstimmig die Wiederaufnahme der bereits vor längerer Zeit bestehenden"Arbeitsgemeinschaft Radverkehr Ratzeburg" beschlossen. Schwerpunktmäßig sollen die baulichen und verkehrstechnischen Möglichkeiten zur Förderung des Alltagsradelns geprüft werden. Die Radwege sollen unter besonderer Berücksichtigung der zu begrüßenden zunehmenden  E-Mobilität  eine zügige und sichere Verbindung der Stadtteile und Erschließung der Stadtmitte ermöglichen. Alle Fraktionen haben signalisiert, einen Vertreter zu entsenden, hinzu kommen seitens der Stadt Ratzeburg der staatlich geprüfte Tiefbautechniker Maik Haas, weiterhin Vertreter von Polizei und Straßenverkehrsbehörde sowie vom Jugend- und Seniorenbeirat.

Besonders erwünscht ist die Mithilfe der Bevölkerung, die die Situation vor Ort am besten kennt. Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind eingeladen, an der ersten Sitzung am Dienstag, 08.09.2020 um 18.00 Uhr im Ratssaal teilzunehmen und somit auch zur Stärkung des Fahrradverkehrs beizutragen.

Ratzeburgs Straßenbeleuchtung wandelt sich umweltfreundlich

Zum Jahreswechsel 2019 ist die Stadtwerke Ratzeburg GmbH (Anteilseignerin der Vereinigte Stadtwerke GmbH) auf Beschluss der Stadtvertretung mit dem Betrieb der städtischen Straßenbeleuchtung beauftragt worden. Es wurde ein Beleuchtungsvertrag geschlossen, dessen Ziel es ist, eine bürgerfreundliche, sichere, preisgünstige, effiziente und umweltverträgliche Straßenbeleuchtung mit den rund 2.000 städtischen Beleuchtungspunkten zu gewährleisten. Im Vordergrund steht dabei die möglichst zeitnahe Modernisierung der städtischen Beleuchtungsinfrastruktur, die teilweise noch aus den 60er Jahren stammt. Die Umrüstung erfolgt durch die Vereinigte Stadtwerke. Nach über einem Jahr lässt sich ein erstes Resümee dieses Modells ziehen, von dem sich die Stadt insbesondere auch eine deutliche Verbesserung ihrer CO2-Bilanz erhofft. Das Ergebnis ist vielversprechend.


Seit 2019 wurden bisher 287 Leuchten in der Vorstadt und 50 Leuchten auf dem St. Georgsberg 50 Leuchten durch moderne LED-Lichtmasten ersetzt. Diese sind besonders energiesparend und sorgen für eine deutliche CO2-Einsparung bei gleichzeitig optimaler Ausleuchtung von Fahrbahnen und Wegestrecken. Bis zum Ende des Jahres 2021 werden insgesamt rund 800 weitere Leuchten entsprechend auf LED umgerüstet sein. Durch diese Umrüstung können jährlich ca. 180.000 kWh eingespart werden. Dies entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 65 Haushalten und führt zu einer jährlichen Einsparung von rund 76 Tonnen CO2. Neben dem geringeren Energieverbrauch liegen die Vorteile der LED-Technologie in der höheren Lebensdauer der Leuchtmittel. Zudem lassen sich durch Lichtlenkung Streuverluste verringern und die so genannte „Lichtverschmutzung“ reduzieren.

Derzeit erfolgt die Umrüstung der Beleuchtung in der Schweriner Straße. Anschließend werden weitere Leuchten in der Vorstadt in den Bereichen Dermin und Mühlengraben ersetzt. Danach erfolgt die weitere Umrüstung auf dem St. Georgsberg.

Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte einen »Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend« entwickeln

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte zusammen mit klima- und umweltinteressierten Jugendlichen aus Ratzeburg und dem Umland einen Ratzeburger Nachhaltigkeitspreis entwickeln. Dieser soll jährlich von der Ratzeburger Jugend an Institutionen und Unternehmen verliehen werden, die sich durch besonders nachhaltiges Handeln auszeichnen. Nach Vorstellungen des Kinder- und Jugendbeirates könnte so ein Nachhaltigkeitspreis verschiedene Kategorien umfassen, beispielsweise das beste „Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

„Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

Die Entwicklung des Nachhaltigkeitspreises soll im Rahmen eines Workshop-Wochenendes erfolgen. Geplant ist, am 13.03.2020 von 16:00 – 19:00 Uhr im Jugendzentrum GLEIS 21 zunächst Einführungsgespräch zum Thema „Was ist nachhaltig?“ mit Nicole Ronnespieß, Nachhaltigkeitsexpertin von „Brot für die Welt“. Am 14.03.2020 soll an gleicher Stelle von 10:00 – 16:00 Uhr im Rahmen eines moderierten Workshops der Nachhaltigkeitspreis in seinen Kategorien und seinem Erscheinungsbild entwickelt werden, ebenso ein einfaches Verfahren, wie würdige Preisträger aus der Region gefunden werden können.

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat kann und möchte diesen Nachhaltigkeitspreis nicht allein entwickeln und vergeben. Mit Unterstützung des Teams der offenen und interkulturellen Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg und möglichst vielen interessierten Jugendgruppen soll dieser Preis vielmehr ein Gemeinschaftsprojekt werden, auch mit dem Ziel, diesen zukünftig regelmäßig zu verleihen.

Wer Interesse hat, dabei mitzuwirken, kann sich unter jugendbeirat@ratzeburg.de oder auch unter sauer@ratzeburg.de (Tel: 04541-8000-114) für das Workshopwochenende anmelden. Das hilft sehr für die Vorbereitung. Bei der Einführung des Nachhaltigkeitspreises unterstützt die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

www.partnerschaftdemokratie.de
© Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen 

http://www.demokratie-leben.de/

»Klimaneutral!? - Was eine Kommune tun kann?!«

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt im Frühjahrssemester 2020 die politische Bildungsarbeit in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. fort. Ein facettenreiches Vortragsprogramm wird bis zum Frühsommer wieder aktuelle politische Entwicklungen und Probleme aufgreifen, fachkundig beleuchten und zur Diskussion darüber einladen. Zum Auftakt wird eines der drängendsten Themen in Politik und Gesellschaft in den Fokus genommen, der Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Umwelt- und Techniksoziologe Dr. Mario Neukirch von Center for Sustainable Society Research der Universität Hamburg wird in seinem Vortrag „Klimaneutral!?“ am 11.02.2019 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses erläutern, was sich hinter diesem plakativen Begriff verbergen mag und wie er Einfluss nimmt, auf gesellschaftliches wie politisches Handeln.

„Klimaneutralität“ - d.h. Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 -dieses Ziel wurde nun auf nationaler wie europäischer Ebene beschlossen. Für eine Klimapolitik der es gelingt, die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden, ist die Klimaneutralität unerlässlich. Allerdings bestehen über die Wege dorthin sowohl diverse Unklarheiten, als auch grundlegende Konflikte. Damit Klimaneutralität keine abstrakte Vision ferner Zukunft bleibt, gilt es, die Bedeutung der Zwischenziele in der Reduktion für 2020 und 2030 zu betonen und diese konsequent zu verfolgen. Vor diesem Hintergrund geht es im angekündigten Vortrag darum, mehr Transparenz hinsichtlich der Möglichkeiten und Barrieren in diesem komplexen Themenfeld zu erreichen: Was ergeben sich aus den Zielvorgaben für konkrete Handlungsforderungen an den Staat, an die Wirtschaft, an die Bürger*innen? Was kann und soll beispielswiese die Kommune, tun, welche Aufgaben könnten ihr angetragen werden? Wo und wie gilt es hier aktiv zu werden?

Der Vortrag, in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e. V., wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ und ist für Besucher kostenlos.

www.partnerschaftdemokratie.de
© Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen 

http://www.demokratie-leben.de/

"Durch Kinderhand erblüht das Land"
Kinder-Pflanzaktion im MedizinWald Ratzeburg

Anfang November folgten rund 70 Kinder des Städtischen Kindergarten zusammen mit ihrer Leiterin, Petra Zabel, und ihren Betreuerinnen einer Einladung der Elfriede und Hermann Hübner Stiftung in den MedizinWald Ratzeburg und legten dort mit viel Spaß und voller Tatendrang eine rund 700 m² große Blühwiese an. Sie soll den angrenzenden und bereits vorhandenen Blühwiesenabschnitt auf 1000 m² erweitern. "Wir alle haben doch schon vom Insekten- und Bienensterben gehört", erklärte die Stifterin, Ellfriede Hübner, den Kindern. "Es ist schön, dass ihr alle uns helfen wollt, im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas dagegen zu tun." 


Landwirt Volker Greve hatte sich bereit erklärt, den Kindern zu zeigen, wie eine Wiese für eine Aussaat vorbereitet wird. Für die anwesenden Kinder war es richtig spannend, ja fast ein kleines Abenteuer. Nach der Geländevorbereitung und der Treckervorführung gab es ein gemeinsames Frühstück. Dieses wurde von Bettina Greve vom Spargel - und Kartoffelhof Greve aus Schmilau liebevoll vorbereitet. Nach dieser Stärkung wurden an alle Anwesenden  kleine Saatgutbeutelchen ausgegeben und dann ging es auch schon auf die künftige Blühwiese.  Auch der Bürgermeister der Stadt Ratzeburg, Gunnar Koech, der dieses Projekt sehr unterstützte,  ließ es sich in seiner zupackenden Art nicht nehmen, kräftig mitzuwirken. Angeleitet wurden die Kinder von Heinrich Meyer vom Grünflächenamt Ratzeburg. Es war eine große Freude mit anzusehen, mit welchem Eifer nicht nur die Kinder bei der Sache waren. Nach der Aussaat konnte dann auch noch der Trecker ganz aus der Nähe bestaunt werden.

Unterstützt und gefördert wurde dieses Projekt über das Landesprogramm „Schleswig Holstein blüht auf“ und von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen. Der Projektbetreuer der Stiftung, Detlef Otte, bedankte sich bei allen Beteiligten für die fantastische Unterstützung bei der Projektumsetzung. Nun soll bald der zweite Akt folgen.  Die für die Aussaat genutzten Leinenbeutel sollen in den kommenden Tagen im Städtischen Kindergarten bemalt werden. Die Kinder erhalten so die Gelegenheit, ihre Eindrücke von dem erlebnisreichen Vormittag auch noch bildhaft festzuhalten. Die bemalten Beutelchen werden anschließend öffentlich ausgestellt.

1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz entwickelt Maßnahmenpaket zum Klimaschutz in Ratzeburg

Wissensvermittlung, gemeinsame Diskussionen und Zielfindungen standen im Mittelpunkt der 1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz am letzten Samstag im Oktober in der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Rund 50 Kinder und Jugendliche nutzten sehr rege und offen das Gesprächsangebot mit Verwaltung, Experten und Stadtpolitik. Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat hatte nach der "Friday for Future"-Demonstration vor dem Ratzeburger Rathaus ein solches Format angeregt und mit Unterstützung des Bauausschussvorsitzenden Werner Rütz sowie der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen organisiert.

Im ersten Schritt erhielten die jungen Konferenzteilnehmer die Möglichkeit, sich in den Themenfeldern "Energie/Energieeffizienz", "Mobilität", "Abfall und Recycling" und "Artenvielfalt" über aktuelle Vorhaben, begonnene und umgesetzte Maßnahmen oder angestrebte Ziele in der Stadt zu informieren. Neben Mitarbeitern des städtischen Bauamtes standen auch Experten von der VSG-Netz, der AWSH und der Kreisforst Rede und Antwort, auch für viele kritische Fragen.

Im Anschluss übernahm es Moderator Lars Hartwig aus Lübeck, zusammen mit den Jugendlichen das Erfahrene zu reflektieren. Die Erwachsenen verfolgten diesen Prozess nur zuhörend, ohne sich einzumischen. In einem Rollenwechsel konnten danach die Stadtvertreter, Experten und Verwaltungsmitarbeiter ihre Erfahrungen der Informationsrunde zusammenfassen, mit den jungen Zuhörern als Publikum. Beide Gruppen erfuhren so die jeweilige Sichtweise zur Informationsrunde, aber auch die jeweils positive Wertschätzung der sehr offen geführten Gespräche. Lars Hartwig ließ danach in Kleingruppenarbeit Themenfelder bestimmen und Ziele erarbeiten, die den Jugendlichen wie auch den Erwachsenen besonders wichtig erschienen. Im Fokus dieser Diskussionen standen ganz konkrete Forderungen wie die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, die Ausweitung von Mülltrennung in Schulen und im öffentliche Raum, die Installation von Solarthermie auf den Dächern der Ratzeburger Schulen sowie gemeinsame Baumpflanzaktionen. In einer ersten Bewertung wurden viele dieser Idee als durchaus umsetzbar, zielführend und verfolgenswert eingestuft.


Bürgermeister Gunnar Koech und Bauausschussvorsitzender Werner Rütz zeigten sich vom Verlauf der Konferenz und der sehr praxisorientieren Diskussion mit den Jugendlichen sehr beeindruckt und regten an, solche befruchtenden Diskussionsformate mit der Ratzeburger Jugend häufiger durchzuführen. Diese positive Bewertung spiegelte sich auch in den abschließenden Wortbeiträgen der Jugendlichen. Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates sagte: "Wir haben auf dieser Jugendklimakonferenz mit den Kommunalpolitikern und den Experten auf Augenhöhe sprechen und diskutieren können. Unsere Fragen und Ideen wurden ernst genommen. Dass sich so viele Jugendliche daran beteiligt haben, war dabei wirklich entscheidend. Ich hoffe, wir setzten diese Gespräche fort."

Jugend trifft Kommunalpolitik zur Ratzeburger Jugendklimakonferenz

Die "Friday for Future"-Demonstration vor dem Ratzeburger Rathaus im Mai diesen Jahres gab Ausschlag für ein Dialogprozess zum "Klimaschutz in Ratzeburg", der vom Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat in die städtischen Gremien getragen worden ist und am 26. Oktober 2019 in eine Ratzeburger Jugendklimakonferenz münden soll. An einem Tag, von 09:30 - 16:30 Uhr, wollen sich Kinder und Jugendliche mit der Ratzeburger Kommunalpolitik in der Lauenburgische Gelehrtenschule über dieses entscheidende Zukunftsthema eingehend informieren und anschließend beraten, was für Ziele in Ratzeburg verfolgt werden sollen und auch können. "Es geht uns vor allem erst einmal darum zu erfahren, wo wir in Ratzeburg stehen in Fragen der Energieeffizienz und CO²-Reduktion, der klimaneutralen Mobilität, beim Schutz von  Artenvielfalt und bei den Thema wie Müllvermeidung und Recycling", beschreibt Marten Koch, Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirates, die erste Aufgabenstellung der Ratzeburger Jugendklimakonferenz. "Erst wenn wir hier einen Sachstand haben und auch wissen, wofür wir in Ratzeburg verantwortlich sind, können wir doch über gemeinsame Ziele sprechen“, ergänzt Lucca Rosenkranz, stellvertretender Vorsitzender des Beirates und skizziert damit auch den geplanten Verlauf der Konferenz.

Diese wurde zusammen mit Mitgliedern des für Umweltfragen zuständigen städtischen Bauausschusses und der Verwaltung unter Leitung vom Ausschussvorsitzenden Werner Rütz zusammen mit Vertretern des Kinder- und Jugendbeirates entsprechend geplant. Die Konferenz leiten wird Moderator Lars Hartwig aus Lübeck, der die geplante Vorgehensweise in Ratzeburg sehr begrüßt. "Die Idee, erst eine Bestandsanalyse vorzunehmen, bevor man sich dann konkrete Ziele setzt, halte ich für einen guten Weg, um sich in Kommunen mit diesem so umfassenden Thema konstruktiv zu befassen." Werner Rütz selbst freut sich über die Initiative des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates und deren Ansinnen, den berechtigten Protest der Klimabewegung "Friday for Future" auf diese Weise in die städtischen Gremien zur demokratischen Beratung zu tragen: "Die Kinder und Jugendlichen haben recht, dieses Thema einzufordern und uns Kommunalpolitik damit aktiv zu befassen, gerade mit diesem ganzheitlichen Blick auf die Umweltbilanz unserer Stadt und die Frage, was wir in unser Kompetenz tun können."

Teilnehmen und mitdiskutieren können alle interessierten Kinder- und Jugendlichen aus Ratzeburg und dem zugehörigen Schulverband und natürlich kommunalpolitische Vertreterinnen und Vertreter sowie Mitglieder aus den städtischen Beiräten. Für ein gemeinsames Mittagessen wird gesorgt. Dafür würde eine kurze Anmeldung helfen, unter jugendbeirat@ratzeburg.de. Die Ratzeburger Jugendklimakonferenz wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".


Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie in Ratzeburg beginnt

Von den rund 2.000 Leuchten in Ratzeburg werden in den nächsten Jahren rund 750 auf LED-Technologie umgerüstet, anschließend erfolgt ein sukzessiver Austausch der restlichen noch konventionellen Leuchten. „In vielen Fällen tauschen wir nicht nur das Leuchtmittel, sondern ersetzen auch den häufig in die Jahre gekommenen Mast. Noch in diesem Jahr werden wir rund 200 Straßenlaternen in der Vorstadt umrüsten, anschließend geht es im restlichen Stadtgebiet weiter“, so Marc Thönes Prokurist der Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH. Die vorhandenen Beleuchtungsanlagen werden weitestgehend durch die bereits im Stadtgebiet bekannten LED-Lampentypen „Philips Luma“ und Trilux 981 ersetzt.

Durch die Umrüstung von der energieintensiven Straßenbeleuchtung auf die LED-Technologie kann der Energiebedarf für die Straßenbeleuchtung in Ratzeburg um rund 60 % gesenkt werden. „Über das Beleuchtungsnetz werden alle Straßenleuchten über zwei Steuerphasen angesteuert. Durch die Abschaltung einer Phase können die Leuchten in den Nachtstunden auf bis zu 60 % der Leistung abgedimmt werden, was eine zusätzliche Energieeinsparung bewirkt“, so Marc Thönes.

Neben dem geringeren Energieverbrauch liegen die Vorteile der LED-Technologie in der höheren Lebensdauer der Leuchtmittel. Zudem lassen sich durch Lichtlenkung Streuverluste verringern, und die so genannte „Lichtverschmutzung“ reduzieren.

Naturnahe Blumenwiesen entwickeln sich im Ratzeburger Stadtbild

Biodiversität auf kommunalen Flächen zu fördern ist von jeher ein Herzensanliegen von Heinrich Meyer, der sich im städtischen Bauamt seit vielen Jahren für das Ratzeburger Stadtgrün verantwortlich zeigt. Die aktuellen Diskussionen zum Thema "Klimaschutz und Artenvielfalt" haben die Aufmerksamkeit dafür deutlich erhöht und finden bei Bürgerinnen und Bürgern wie auch in der Kommunalpolitik verstärkt Resonanz und Interesse. So konnte Heinrich Meyer im Frühjahr mit zahlreichen Ausschuss- und Stadtvertreter*innen einen Rundgang zum Thema "Stadtgrün" durchführen. Auch aus der Bevölkerung kommt zunehmend Lob für die Anlage von naturnahen Blumenwiesen auf ungenutzten Stadtflächen. Bereits über ein Hektar wurden im Stadtgebiet auf diese Weise weiterentwickelt.


Sie durchlaufen dabei eine ganz eigene Entwicklung, von farbenfroher Blütenpacht im ersten Jahr der Anlage, wie sie gerade am Lüneburger Damm in Höhe des Karl-Adam-Gedenksteines bewundert werden kann bis zu einer fortschreitenden Diversifizierung und Sukzession, dem natürlichen Wettstreit der Arten, wie sie im zweiten Jahr aktuell auf der Baufläche beim Aqua Siwa beobachtet werden kann. Aber ganz gleich, auf welche Fläche man dabei schaut, wie auch zum Beispiel auch im Wohngebiet Barkenkamp im Bereich des Baumparks, sie sind alle voller Leben. Zur Pflanzenvielfalt gesellt sich sofort eine Insektenvielfalt, die bei der Anlage solcher Flächen immer auch mitbedacht werden muss, wie Heinrich Meyer weiß: "Wir können nicht alle städtischen Flächen in dieser Weise umgestalten, sondern müssen dabei immer auch die Umgebung mitbetrachten. So sind Grünstreifen an und zwischen Straßen eher schwierig, weil dort die Insekten in großer Zahl zu Tode kommen."


Diese Blumenwiesen werden nur wenig gepflegt, lediglich eine Maht im Jahr ist notwendig, wobei das Mahtgut allerdings abgefahren werden muss, um den Nährstoffeintrag in diese Fläche möglichst gering zu halten. "Wir wollen auch zukünftig schauen, an welchen Standorten wir in dieser Weise mehr naturnahe Räume in unserer Stadt schaffen können, auch als weiteren kleinen Baustein zum Klima- und Artenschutz", sagt Heinrich Meyer.

Neue Starkregenmulde hilft gegen Überflutungen unterhalb des Krankenhausberges

Das extreme Starkregenereignis im vergangenen Juni hat unterhalb des Krankenhausberges erhebliche Ausspülungen und Schäden verursacht. Die Wassermassen aus dem Kleinbahndammeinschnitt waren derart immens, dass sie nicht mehr über die Rohre in den abfließenden Graben zum kleinen Küchensee geleitet werden konnten, sondern sich ihren Weg über den Weg in Richtung Kleinbahndamm suchten und dort tiefe Rinnen fräste. Dieser außergewöhnliche Vorfall und das erhebliche Schadensbild hat Peter Köpcke von der Ratzeburger Stadtentwässerung dazu veranlasst, kurzfristig den Einbau einer Starkregenmulde in Auftrag zu geben, die bei zukünftigen Unwettern dieser Art die oberhalb ablaufenden Regenmassen gezielt in Richtung Graben leiten soll. 



"In der Vergangenheit sind schon wiederholt Baumaßnahmen an dieser neuralgischen Stelle vorgenommen worden, um den Wasserabfluss besser regulieren zu können. Das außergewöhnliche Regenereignis im Juni hat allerdings noch einmal eine neue Qualität gezeigt, auf die wir nun schnellstmöglich im Rahmen der Gefahrenabwehr reagierten mussten"
, sagte Peter Köpcke. Er ist zuversichtlich, mit der Anlage der Starkregenmulde einen wirksamen Schutz vor wiederholten Schäden am Fahr- und Gehweg, wie auch den benachbarten Grundstücken, gewährleisten zu können.

Für den Einbau der Rinne sowie der Gehweg- und Fahrwegreparaturen, die im gleichen Schritt erfolgten wurden rund 10.000 € aufgewendet.

1,4 Millionen für Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen: Ministerpräsident Günther überreicht Förderbescheid in Ratzeburg

Mit gut 1,4 Millionen Euro wird die Sanierung und Renovierung der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen finanziell unterstützt. Ministerpräsident Daniel Günther überreichte am vergangenen Donnerstag den Förderbescheid in Ratzeburg an die Vertreter des Schulverbandes Ratzeburg. "Bildung ist unsere wichtigste Ressource. Dafür brauchen die Schulen gute Lehrer, eine vernünftige Ausstattung und natürlich moderne Gebäude", sagte Günther. Mit dieser Investition soll die energetische und barrierefreie Sanierung des letzten Altbautraktes aus den 1960er Jahren durchgeführt und so die Modernisierung der Gemeinschaftsschule insgesamt angeschlossen werden, wie der ausführende Architekt Werner Grage vom Büro Streich Grage ausführte. Dies betrifft vor allem die Gebäudehülle, aber auch den Neubau des zweigeschossigen Vorbaus.

Schulleiter Henning Nitz dankte im Namen der Schüler, des Lehrerkollegiums und des Schulelternbeirates für das Engagement des Landes und des Schulverbandes Ratzeburg, der ebenfalls rund 600.000 € für die Maßnahme bereit stellt: "Diese Gebäudeentwicklung wird sich in vielerlei Hinsicht sehr positiv auf den Unterrichtsbetrieb auswirken, nicht nur im Sinne einer energetischen Verbesserung und der Barrierefreiheit, sondern auch das Lernklima betreffend."

"Das ist eine wichtige Entwicklungsmaßnahme der Schule, an der ganz viele Beteiligte aus dem Schulverband, aus unserer Schul- und Bauverwaltung und natürlich beim ausführenden Architektenbüro Streich Grage seit 2015 intensiv gearbeitet haben. Dafür bin ich sehr dankbar", ergänzte die neue Schulverbandsvorsteherin, Einhaus Bürgermeisterin Julia Stricker.

Die Mittel des Landes stammen aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes. Insgesamt 3,5 Mrd. Euro wurden den Ländern von 2015 bis 2021 zur Unterstützung der Investitionstätigkeit finanzschwacher Kommunen zur Verfügung gestellt. Davon fließen knapp 100 Millionen Euro nach Schleswig-Holstein und somit auch nach Ratzeburg.

Kommunalpolitik, Verwaltung und Jugendbeirat diskutieren Klimaschutz in Ratzeburg

Auf Anstoß der "Friday for Future"- Demonstration im Mai vor dem Ratzeburger Rathaus hat sich der Ratzeburger Jugendbeirat auf seinen letzten Sitzungen intensiv mit dem Thema "Klima- und Umweltschutz in unserer Stadt" beschäftigt. Es wurden Gespräche mit den Organisatoren der Ratzeburger Kundgebung geführt und über den aktuellen Stand von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen in der Stadt beraten. Dabei wurde schnell deutlich, dass ein einheitlicher Wissensstand zu den vielen Aspekten dieses Thema fehlt und für eine sinnvolle und weiterführende Diskussion erst einmal hergestellt werden müsste. Mit diesem Anliegen bat der Jugendbeiratsvorsitzende Marten Koch die Mitglieder des städtischen Planung-, Bau- und Umweltausschuss sowie die Verwaltung um Mitwirkung in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, die sich nicht mit Einzelmaßnahmen befassen möge, sondern mit einer Gesamtschau von Klima- und Umweltmaßnahmen und natürlich mit gemeinsamen Zielen für einen verbesserter Klima- und Umweltschutz. Die Eingabe des Jugendbeirates wurde im städtischen Gremien intensiv und offen beraten.

Im Ergebnis lud der Vorsitzende Werner Rütz nachfolgend Ausschuss- und Verwaltungsvertreter wie auch Vertreter des Jugendbeirates zu einem Planungsgespräch in das Amt Lauenburgische Seen, um gemeinsam den konkreten Rahmen und die Inhalte einer solchen Arbeitsgruppe zu bestimmen. Einigkeit herrschte zur Feststellung des Jugendbeirates, das grundlegend für solche Gespräche und weitergehende Zielsetzungen ein gemeinsamer Sachstand sein müsste zu bereits angestoßenen oder umgesetzten Maßnahmen in den Bereichen "Energieeinsparung", "Verkehr", "Umweltschutz", "Biodiversität", "Müllvermeidung und Recycling". Um hier konkret voranzukommen wurde schließlich die Ausrichtung einer moderierten "Klima- und Umweltkonferenz" vorgeschlagen, auf der sehr kompakt in einzelnen Arbeitsgruppen zunächst ein Bild des städtischen Status Quo entwickelt werden könnte, um nachfolgend Klima- und Umweltschutzziele definieren zu können. Als konkreter Termin wurde der 26. Oktober 2019 festgesetzt, so dass alle Beteiligten, insbesondere auch die Verwaltung die Möglichkeit haben,  einen konstruktiven und informativen Dialog mit den jungen Menschen vorzubereiten.

„Wir vom Ratzeburger Jugendbeirat wollen den Anstoß geben, das das Thema „Klimaschutz“, so wie es „Friday for Future“ beeindruckend auch vor unsere Rathaus getragen hat, dort nicht verhallt, sondern im Dialog mit uns Jungen langfristig weitergeführt wird. Dabei sind uns gemeinsam Ziele wichtig, was wir in unserer Stadt im Sinne des aktiven Klimaschutzes verändern können“, sagte Jugendbeiratsvorsitzender Marten Koch zum Arbeitsergebnis.

„Mit der gebotenen Sachlichkeit ist das Thema „Klima- und Umweltschutz“ zu bearbeiten. Überschäumender Ehrgeiz oder gar Aktionismus ist fehl am Platze und würde die weiteren Beratungen eher belasten. Aus dem einleitenden Vortrag der Verwaltung wurde deutlich, dass die Belange von Natur und Umwelt in den letzten Jahren bei vielen Entscheidungen der städtischen Gremien bereits Berücksichtigung gefunden haben. Ich freue mich auf die kommenden interessanten Gespräche und Anregungen und Vorschläge für die weitere politische Arbeit im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss“, sagte Ausschussvorsitzende Werner Rütz.

 

Schüler der Offenen Ganztagsschule Ratzeburg leisten Beitrag zur Artenvielfalt mit dem Bau von Nisthilfen

Biodiversität aktiv gestalten und erlebbar machen lautete das Ziel eines Umweltprojektes der Offenen Ganztagsschule, welches im zweiten Schulhalbjahr mit Unterstützung von Werner Riechers vom BaumPark Ratzeburg durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stand dabei der Schutz von Wildbienen und Wespen, denen die fortschreitende Reduktion ihrer natürlichen Lebensräume massiv zusetzt. Zum Beginn des Projektes wurde den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern in einem Vortrag, vorgetragen von einer Mitarbeiterin der Domäne Fredeburg, näher gebracht, was eine Welt ohne Bienen bedeuten würde, für die biologische Artenvielfalt und letzten Endes auch für unser Überleben. Das Bienensterben, so wurde im Vortrag deutlich, ist ein Spiegelbild des Zustandes unserer Umwelt und unserer Gesellschaft. Dabei gäbe es Möglichkeiten, auch im Kleinen etwas beizutragen, um diese wertvolle Artenvielfalt unter Bienen- und Wespenvölkern zu erhalten, nämlich neue Lebensräume schaffen.


Werner Riechers demonstrierte dies an sogenannten Nisthilfen für Wildbienen und Wespen und lud die Schülergruppe ein, eigene Nisthilfen anzufertigen und zu errichten. Er konnte dabei zeigen, dass käufliche Insektennisthilfen oftmals fehlerhaft sind, durch die falsche Anordnungen von Materialien und eine mangelnde Verarbeitung. Wie es richtig geht, lernten die Schüler*innen im Werkraum der Grundschule Vorstadt. Vier Nisthilfen wurden der Anleitung von Werner Riechers gebaut. Dazu mussten hunderte von Löchern in unterschiedlichen Größen in Hartholzpfähle mit gebohrt und anschließend die Bohrlöcher gesäubert und splitterfrei hergerichtet werden, um eine Verletzung beim Bezug durch die Wildbienen und Wespen zu vermeiden. Hierfür wurden spezielle Reinigungsbürsten verwendet. Diese arbeiten erforderten von den teilnehmenden  Schüler*innen viel Geduld und damit auch Durchhaltevermögen. Am Ende waren allerdings alle stolz auf das erzielte Ergebnis und auch erfreut über die breite Unterstützung des Projektes,. Die Hartholzpfähle wurden von der Domäne Fredeburg gespendet, weitere  Materialien vom DRK-Ortsverein Ratzeburg. Die Stadtjugendpflege stellte Bohrmaschinen zur Verfügung.

Den Abschluss fand das Projekt Anfang Mai, als zwischen der Riemannhalle und der kleinen Sporthalle zwei der Nisthilfen aufgestellt wurden Die übrigen Nisthilfen wurden der Stadt Ratzeburg übergeben. Eine wurde gleich an der neuentstanden Blumenweise neben dem Aqua Siwa aufgestellt.


Mit Beginn des neuen Schuljahres im September 2018 soll das in vielerlei Hinsicht erfolgreiche Projekt an der Offenen Ganztagsschule fortgesetzt werden und weitere Nisthilfen entstehen, dann am Standort St. Georgsberg.

Energieaktionstag in Ratzeburg - "Mein Haus fit und komfortabel für die nächsten Jahre"

Gemeinsam mit der Stadtbücherei Ratzeburg lädt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein im März zum Beratungstag in die Stadtbücherei (Unter den Linden 1) ein. Im Rahmen einer Energie-Tournee ist die Energieberatung am 08. März in Ratzeburg zu Besuch. Interessierte können sich zu Sanierungsfragen, zum Thema Heizungstechnik und anderen Fragen rund ums Energiesparen beraten lassen.

Der Energieberater Dipl.-Ing. Ingo Sell beantwortet Fragen der Verbraucher zum Energiesparen, zur energetischen Sanierung und zu Fördermöglichkeiten. Wer zum Beispiel seine Heizkostenabrechnung prüfen oder Angebote von Handwerkern vergleichen lassen will, hat an diesem Tag Gelegenheit dazu.

So behält das Haus seinen Wert

„Für Hausbesitzer werden Fragen zur energetischen Sanierung immer wichtiger, denn nur mit einer gut durchdachten Modernisierung lässt sich der Wert einer Immobilie über Jahrzehnte stabil halten“, so der Experte. Dabei passieren leicht Fehler. So kann etwa eine ungeeignete Wärmedämmung zu Schimmel und Feuchtigkeitsschäden führen, die ein Haus unbewohnbar machen können. „Auch in solchen schwierigen Fällen helfen wir, Schäden in den Griff zu bekommen und bauliche Fehler im Vorwege zu vermeiden.“

Energieberatung mit 20 Standorten

Entsprechend gefragt ist die Energieberatung der Verbraucherzentrale: Knapp 6.000 Menschen in Schleswig-Holstein haben sich im vergangenen Jahr bei der Verbraucherzentrale von unabhängigen Energie-Experten beraten lassen.

Anmeldung und Kosten für Verbraucher

Da der Energieaktionstag wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, kann die Beratung für einen Eigenanteil von 7,50€ je 45 Minuten durchgeführt werden. Für einkommensschwache Haushalte ist die Beratung, mit entsprechendem Nachweis kostenfrei. Interessierte werden gebeten, sich in der Stadtbücherei unter der Telefonnummer 04541/8000301 oder unter tel. 0800 – 809 802 400 zur Beratung anzumelden.

Vortrag

Besuchen Sie auch den anschließenden Vortrag des Experten zum Thema „der Energiekiller – Moderne Heiztechnik“, um 18.15 Uhr in der Stadtbücherei. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter tel. 0454178000301.

Abschluss der energetische Sanierung am Schulstandort St.Georgsberg

Sommerferienzeit ist die ideale Bauzeit an den Schulen. So auch am Schulstandort St. Georgsberg der Ratzeburger Grundschule. Dort wird aktuell der "Klassentrakt 4" in einer Bauzeit von 6 Wochen energetisch saniert.

Hierbei handelt es sich um eine lang geplante Maßnahme, die bislang aus Kostengründen zurückgestellt worden war, jetzt aber vom Schulverband Ratzeburg realisiert werden kann.

Konkret wird die thermische Gebäudehülle, Fenster, Fassade und Dach nach modernsten Standards isoliert. Auf rund 463.000 € beläuft sich die Investition, mit der das gesamte energetische System für diesen Schulstandort jetzt fertiggestellt wird und künftig energieeffizient genutzt werden kann.

Paradiesgarten Ratzeburg

Inspiriert durch "die essbaren Städte" Andernach und Kassel sowie den Prinzessinnengarten in Berlin ist das Stadtgärtnern in Ratzeburg angekommen. Ein Ort von Wandel und Wachstum, an dem nicht nur die Schönheit von Nutzpflanzen erlebbar wird, sondern auch ein kleiner Schritt in die Selbstversorgung. Nach dem Vorbild des Prinzessinnengartens haben sich zahlreiche „Ablegergärten“ und sogar neue Arbeitsplätze in ganz Deutschland entwickelt. Begleitend werden in diesen Projekten auch Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit in Vorträgen und Seminaren beackert. 

Aktiv sein, planen und gestalten, pflegen und ernten, Einfluss nehmen, Ideen entwickeln, scheitern, Verantwortung übernehmen, teilen, tauschen, experimentieren, voneinander lernen, und einfach die Freude am eigenen Tun: das sind ein paar Gründe, weshalb sich seit Ende 2015 zwölf Gärtner im Alter zwischen 1 und 75 Jahren einmal wöchentlich auf einer ehemaligen Brachfläche am Domsee treffen, die ihnen von der Stadt für das Projekt zur Verfügung gestellt wurde.

Aus einer unscheinbaren Brachfläche am Domsee ... 
 


... ist in nur neun Monaten der Paradiesgarten entstanden
Das Gärtnerteam um Sabine Egelhaaf (2.vl.) hat auch nach Meinung von Bill Boehart (Vorsitzender des Lauenburgischen Kunstvereins; Bildmitte) und Bürgermeister Rainer Voß (2. vr.) ein Kleinod geschaffen

Im vergangenen November wurden dort bereits Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Rhabarber gepflanzt. Teile der Fläche wurden mit Folien und Laub abgedeckt, um sie im Frühjahr einfacher bearbeiten zu können. Im Winter erstellte die "urban gardners", wie sich dieser weltweit Gartentrend bezeichnet, Pflanzenlisten und planten das Gelände. Im Frühjahr wurden dann Tomaten, Monatserdbeeren und Dicke Bohnen vorgezogen, die Fläche nach und nach urbar gemacht, gesät, gepflanzt und geerntet. Inzwischen hat sich die unattraktive Brachfläche zu einer Augen- und Insektenweide entwickelt, auch wenn die Kaninchen manchmal versuchen diesen Prozess auszubremsen. 

Die Krankenschwester Christine sagt zum Gartenprojekt: "Ich mache beim Gärtnern mit, weil das Projekt nette Menschen vereint und das Zusammengärtnern sehr viel Spaß macht. Es entstehen tolle Bilder und Interesse für den öffentlichen Raum und deren Gestaltungsmöglichkeiten für jedermann und jedefrau."

Ein kleines Versuchsfeld für neue Ideen, Ästhetik, Kultur und Nachhaltigkeit, an dem sich jeder beteiligen kann. Treffen sind sonnabends zwischen 10 – 12 Uhr unterhalb des A. Paul Weber - Museums. Ansprechpartnerin ist Sabine Egelhaaf: 04546-223, sabine@foto-e.de. 

Auch die Stadtverwaltung zeigt sich von der Umsetzung dieser Idee beeindruckt. "Zu sehen, in welch kurzer Zeit eine einfache städtische Grünfläche sich durch das durch gemeinschaftliches Engagement des Lauenburgischen Kunstvereins in ein gärtnerisches Kleinod verwandeln kann, ist unglaublich. Vielleicht ist das Paradiesgartenprojekt sogar beispielgebend und animiert weitere Hobbygärtner*inne sich dem "urban gardening" anzuschließen. Brachflächen im öffentlichen Raum der Stadt gibt es viele und Heinrich Meyer vom städtischen Grünamt berät gerne, wenn weitere Initiativen sich auf den Weg machen möchten", sagte Bürgermeister Rainer Voß.

Erste öffentliche Ladestation für E-Mobile in Ratzeburg

Die Vereinigte Stadtwerke GmbH hat die erste öffentliche Ladestation für Elektromobile in Ratzeburg in Betrieb genommen. Die Ladesäule befindet sich auf dem Parkplatz "Unter den Linden" vor dem Rathaus. Hier können zeitgleich zwei Fahrzeuge mit einer maximalen Leistung von je 22 kW geladen werden. Ein PKW mit einer Kapazität von 20 kWh kann damit in ca. einer Stunde geladen werden. Der Anschluss erfolgt über einen Stecker „Typ2“ oder auch über einen Schuko – Stecker. Fahrzeugführer mit anderen Anschlüssen müssten sich passende Adapterkabel besorgen.


Damit die Säulen benutzt werden können, wird eine Ladekarte benötigt. Die gibt es bei den Vereinigte Stadtwerken in der Schweriner Straße 90 in Ratzeburg. Mit dieser Ladekarte bekommt man Zugang zu allen Ladesäulen der Verbundes ladenetz.de an dem bundesweit über 50 Stadtwerke teilnehmen. So funktioniert die Karte auch an der Ladesäule in Mölln (Kurparkplatz) und bald auch an der geplanten Ladesäule in Bad Oldesloe, wenn diese errichtet wurde (geplant im Frühjahr 2016).

Aber auch an Säulen von anderen Betreibern kann mit der Karte geladen werden. Die Abrechnung erfolgt dann über ein Roaming - Verfahren. Genauso können auch Besitzer von anderen Ladekarten an der Ladesäule in Ratzeburg laden.

Mit der neuen Ladesäule hoffen wir auf einen weiteren Ausbau der Elektromobilität.

Text: Vereinigte Stadtwerke GmbH

"Energiespar-Tipps der Verbraucherzentrale" - Kostenfreie Vorträge in der Volkshochschule

Fachleute der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein informieren im Rahmen der Volkshochschule Ratzeburg über Aspekte des Energiesparens. Am Donnerstag, den 11.2.2016, geht es um das Thema „Dämmen Sie Ihr Haus“. In dem Vortrag werden sinnvolle und vielleicht unsinnige Maßnahmen zur Gebäudedämmung kompetent und unabhängig erläutert.

Das Thema am 10.3.2016 lautet „Energetische Sanierung Schritt für Schritt“, und am 14.4.2016 geht es um „Modernisierung von Heizung und Warmwasserbereitung“.

Alle Vorträge finden um 19.00 Uhr in der Ernst-Barlach-Schule (Sitz der VHS Ratzeburg) statt. Dank der Projektförderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sind die Vorträge kostenfrei. Es wir aber eine Anmeldung unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 8000146 erbeten.

Zwei weitere Regenwasserklärbecken zum Schutz von Ratzeburgs Seen

Die Ratzeburger Wirtschaftsbetriebe lassen Ende Oktober und im November 2015 im Verlauf des Lüneburger Dammes und der unteren Möllner Straße zwei weitere Regenwasserklärbecken zum Schutz der wertvollen Ratzeburger Seenlandschaft errichten. Es handelt sich hierbei um zwei Sandfänge mit Leichtstoffabscheider, die den Küchensee bei Havarien mit Mineralölen wie Benzin oder Diesel vor Kontamination schützen sollen. Gleichzeitig setzt sich in den Fertigteilbauwerken Sand, Reifenabrieb und organisches Material ab, das dann nicht mehr in den See gespült werden kann.

Bereits begonnen hat die Baumaßnahme am Lüneburger Damm. Die Fußgänger werden vom südlichen Gehweg auf die Rasenfläche umgeleitet, Radfahrer sollen absteigen. Die Baustelle ist mit Zäunen abgesichert.


Anfang November beginnt dann auch in der Dr.-Alfred-Block-Allee, vor dem Kanu-/Ruderclub der Einbau einer weiteren Anlage, ähnlich wie im Lüneburger Damm. Dort wird der Gehweg für den Durchgangsverkehr voll gesperrt, lediglich die beiden Clubs sind für Fußgänger erreichbar. Diese Baustelle kann über die Kreuzung Möllner Str./Lüneburger Damm umgangen werden.

Zuletzt werden im November in der unteren Möllner Straße Kanalarbeiten ausgeführt, um einzelne Straßenabläufe an Behandlungsanlagen umzuschließen. Dazu wird dort jeweils eine halbseitige Sperrung mit Baustellenampel eingerichtet. In den Hauptverkehrszeiten kann diese Verkehrseinschränkung über Bergstr./Saarlandstr., Matthias-Claudius-Str./Albsfelder Weg oder das Harmsdorfer Kreuz umfahren werden.

Für die Einrichtungen dieser Regenwasserklärbecken sind insgesamt 220.000 € veranschlagt. Im gesamten Stadtgebiet sind in den vergangenen Jahren bereits 14 solcher Anlagen installiert worden. Geplant sind im nächsten Jahr noch einige Kleinstanlagen, für Einzelabläufe, so am Königsdamm sowie ein Kanalumschluss im Zusammenhang mit einer Regenwasserbehandlung am Wedenberg. Danach ist das Investitionsprogramm "Regenwasserbehandlung" in der Stadt Ratzeburg erst einmal abgeschlossen.

NABU Mölln baute für den MedizinWald Ratzeburg ein großes Insektenhotel

Ratzeburg - Die Organisatoren des Ratzeburger MedizinWald-Projektes konnten sich in der vergangenen Woche über die Eröffnung einer ganz besonderen Herbergseinrichtung freuen. Unter fachkundiger Leitung des Vorsitzenden der NABU - Ortsgruppe Mölln, Achim Borck, hatte das fleißige NABU-Team im MedizinWald Ratzeburg über mehrere Wochen ein Insektenhotel aufgebaut.  Bereits im April war dafür ein geeigneter Standort gesucht worden. Anfang Mai wurde die Trägerkonstruktion aufgebaut. Wegen der Größe des Insektenhotels wurden die Füße einbetoniert. Vergangenen Dienstag konnte schließlich das Dach auf die Trägerkonstruktion aufgesetzt und die "Hotelzimmer" eingesetzt werden. 

Nach der feierlichen Übergabe an die Stifterin, Frau Elfriede Hübner, erläuterte Achim Borck den Anwesenden kurz, welche Insekten sich hier einnisten werden. Zum Abschluss gab es noch ein kleines gemütliches Beisammensein. Das Insektenhotel stellt eine außerordentliche Bereicherung für das MedizinWald-Projekt dar und wird sowohl den Ansprüchen des Naturschutzes, als auch der Umweltbildung gerecht.

Zwei neue Regenklärbecken sollen die Ratzeburger Seen schützen

Investitionen in den Gewässerschutz haben in Ratzeburg schon seit Jahren eine hohe Priorität, ist doch die Seenlandschaft um die Inselstadt eine einzigartige Naturschönheit, die es zu erhalten gilt. Ein wichtiger Baustein des Gewässerschutzes sind Regenklärbecken, die verhindern, dass belastende Stoffe des Kraftverkehrs oder der Gewerbeproduktion über das Regenwasser in die Seen gelangen oder dass gar bei Havarien von Tankfahrzeugen Umweltkatastrophen in größerem Maßstab drohen.

Das Ratzeburger Regenwasser wird an 60 Einleitstellen aus verschiedenen Einzugsgebieten den umliegenden Seen zugeführt. Für 15 dieser Einleitstellen hat die Untere Wasserbehörde des Kreises einen besonderen Behandlungsbedarf festgestellt, zumeist an stark befahrenen Straßen und in den Gewerbegebieten. Hier müssen in der Folge solche Regenklärbecken eingebaut werden, um weiterhin die Genehmigung für die Einleitung von Regenwasser in die Seen zu erhalten. In den vergangenen 20 Jahren hat die Stadt 10 Regenklärbecken errichtet, zuletzt im Herbst 2013 im Kreuzungsbereich der Schweriner Straße/ Gartenstraße.

Zwei weitere Klärbecken nimmt die Stadt in diesem Jahr in Angriff, am Stichkanal vor dem Rathaus für das 2,4 ha umfasssende Einzugsgebiet 10 sowie abseitig der Schulstraße für das ebenalls 2,4 ha umfassende Einzugsgebiet 25 . Eingerichtet werden dort zwei Stahlbetonbecken von rund 60 Kubikmeter Fassungsvermögen, in denen das abfließende Regenwasser stark verlangsamt wird, damit sich schädliche Senkstoffe absetzen können. Zudem werden an einer Tauchwand aufschwimmende Leichtstoffe wie Öl zurückgehalten.

Obwohl in ihren Ausmaßen sehr umfangreich, werden die Becken sehr unscheinbare Bauwerke im Stadtbild sein. Lediglich zwei Schächte werden nach Bauabschluss auf die unterirdischen Räume weisen.  Für Bauinteressierte dürfte der Einbau des Regenklärbeckens vor dem Rathaus besonders interessant werde. Es wird in der sogenannten "Senkkastenbauweise" errichtet. Hier wird ein mit einer Schneide versehenes Beckenelement in seine endgültige Position gesetzt und dann das Erdreich innen ausgehoben, so dass es durch sein Eigengewicht Stück für Stück absinkt. Anschließend wird das Folgeelement aufgesetzt und die Prozedur soweit wiederholt, bis die endgültige Beckentiefe erreicht ist. Der Beckenboden wird dann nachträglich unter Wasser betoniert.

Die Kosten für den Einbau beider Regenklärbecken belaufen sich auf rund 400.000 €. Ihre Fertigstellung ist im Juni 2014 geplant.

Neues Regenwasserklärbeckenin der Schweriner Straße installiert

Am 20. und 21. November 2013 wurde ein weiteres der insgesamt 14 Regenwasserklärbecken in der Stadt Ratzeburg am Standort Schweriner Straße/Gartenstraße in der Baugrube versenkt. Das Bauwerk mit einem Volumen von 360 m³ kam in sieben Teilen per Schwerlasttransport in der Nacht aus Hessen nach Ratzeburg.  Mit einem Spezialkran konnten die Teile Stück für Stück auf die akkurat vorbereitete Sohle in etwa 5m Tiefe gesetzt werden. Nun folgt die Verfüllung der Baugrube, die Rohrleitungsanbindungen für Zu- und Ablauf, das Einbauen eines Gefälleestrichs im Becken und die Ausrüstung mit Armaturen und Tauchwänden.

 

Das Becken hat die Aufgabe, das Regenwasser aus 26 ha Einzugsgebiet der Schweriner Straße, Zittschower Weg und Querstraßen, in denen hauptsächlich Gewerbe angesiedelt ist, von Verunreinigungen und Schadstoffen zu befreien und für den Fall von z.B. Ölhavarien Rückhaltevolumen bereitzustellen. Das Becken ist Teil eines bereits weitgehend umgesetzten Programmes zur Reinhaltung der Ratzeburger Seen als wasserbehördliche Auflage.

Wenn das Wetter mitspielt, soll noch in diesem Jahr der ursprüngliche Zustand der Fläche wieder hergestellt sein. Auf der Grünfläche werden dann nur ein paar unauffällige Schachtdeckel zu sehen sein.

Energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung in Ratzeburg

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit konnten über den "Projektträger Jülich", 90 veraltete Straßenleuchten mit Quecksilber-Hochdrucklampen durch moderne, energieeffiziente LED-Leuchten in den Bereichen Lüneburger Damm, Unter den Linden, rund um das Rathaus, Fischerstraße und Seestraße ersetzt werden.

Die veraltete Quecksilberdampfleuchte wird durch eine moderne LED-Leuchte ersetzt

Die neuen Leuchten, die sich in traditioneller Bauform in das historische Stadtbild harmonisch einfügen, sind äußerst energiesparend, wartungsarm und überzeugen durch eine hohe Lichtausbeute. Der Einsatz von langlebigen LED-Leuchtmittel reduziert die Stromkosten durch eine minimierte Wattage um rund 2/3. Durch ihre Konstruktion, ein transparenter Makralonzylinder umschließt die technische Einheit, wird zudem die Schmutzanfälligkeit verbessert und damit die Reinigungsintervalle deutlich reduziert.


Mit der Umsetzung dieser energetischen Maßnahme kann eine deutliche C02 – Reduzierung im Bereich der städtischen Straßenbeleuchtung erreicht werden, ein positiver Beitrag zur Klimabilanz der Stadt Ratzeburg. Die Kosten für den Austausch der Straßenbeleuchtung belaufen sich auf 83.000,00 € Euro. 40% der Kosten werden bezuschusst über den "Projekträger Jülich".

PRESSE_ENERGETISCHE_LEUCHTEN PRESSE_ENERGETISCHE_LEUCHTEN PRESSE_ENERGETISCHE_LEUCHTEN

 

Neue Fahrradständer steigern die Attraktivität des Radverkehrs

25 neue so genannte Fahrradbügel wurden in den vergangenen Tagen durch den städtischen Bauhof im Stadtgebiet eingebaut. Bereits im Spätsommer 2011 hatte sich der Ausschuss für Planung, Bau und Umwelt auf Empfehlung der Arbeitsgruppe Radverkehr per einstimmigen Beschluss für die Einrichtung von jeweils fünf dieser Ständer am Theaterplatz, am Marktplatz im Bereich der Schrangenstraße und in der Domstraße  sowie 10 weitere Bügel an der Bushaltestelle Möllner Straße/ Otto-Gaber-Straße für die Pendler des öffentlichen Personennahverkhrs ausgesprochen.

Für Ratzeburgs Parkscheinautomatenbeginnt das Solarzeitalter

Die Stadt Ratzeburg hat damit begonnen, die alternden Parkscheinautomaten im Stadtgebiet auszutauschen und setzt dabei auf innovative Technik, verbesserte Bedienbarkeit und vor allem energetische Einsparungen. Ein erster Prototyp der neuen Generation von Parkscheinautomaten wurde jetzt auf dem Parkplatz "Schloßwiese" installiert. Es ist ein solarbetriebenes Modell der Firma Parkeon, das auch bei schlechten Witterungsverhältnissen und bei winterlicher Dämmerung komplett ohne externe Stromversorgung auskommt.



Für den Parkraumnutzer bietet es ein einfaches Bedienfeld und die Möglichkeit, mit EC-Karte zu zahlen. Somit entfällt das Suchen nach Kleingeld. Wenn sich das neue Gerät in der Praxis bewährt, sollen später  alle weiteren Parkscheinautomaten in dieser Weise umgerüstet werden.

Stadt Ratzeburg setzt auf Öko-Strom

Mit Wirkung vom 01. Juli 2011 hat die Stadt Ratzeburg ihren Strombezug bei den Vereinigten Stadtwerken GmbH (VSG) auf regenerativer Stromquellen umgestellt. Vorausgegangen war ein entsprechender Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen in der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung, den Strombezug der städtischen Liegenschaften zukünftig ökologisch auszurichten. Diesem Antrag wurde mehrheitlich zugestimmt..

Die Stadtverwaltung hat jetzt bei der VSG einen Wechsel aus den bestehenden konventionellen Strommixtarifen zum Tarif "stadtwerke.strom.öko", der die Stromerzeugung zu 100% aus Wasserkraft vorsieht, vollzogen. Dies gilt für alle städtischen Liegenschaften.

Wir beziehen damit keinen Strom mehr aus Atomkraftwerken, sondern setzen ganz auf Wasserkraft“, teilte Bürgermeister Rainer Voß mit.

Ein Klärwerk wird zum "regenerativen Kraftwerk"

Abwasserbehandlungsanlagen sind im kommunalen Bereich mit durchschnittlich 20% Strombedarf die größten Stromverbraucher. Sie verbrauchen mehr Strom als Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude oder andere kommunale Einrichtungen. So kommt gerade hier der Reduzierung des Verbrauchs konventionell erzeugter Elektroenergie eine große wirtschaftliche Bedeutung zu. Das Klärwerk der Stadt Ratzeburg setzt bereits seit seiner Errichtung am neuen Standort an der B207 nahe Buchholz verstärkt auf Energieeffizienz und -reduzierung. So wird bereits seit Anlageneröffnung in 2005 das bei der Abwasserreinigung entstehenden Biogases in einem Blockheizkraftwerk für die eigene Stromerzeugung genutzt. Nun wird ein weiterer Teil des Strombedarfes durch alternative Erzeugung gedeckt, über eine neu errichtete Photovoltaikanlage.

Die ersten Überlegungen zur Investition in eine Photovoltaikanlage entwickelten sich zunächst aus den baulichen Gegebenheiten des Klärwerkes heraus. Mit seinen zwei lang gestreckten Gebäudeteilen bietet es ideale Voraussetzungen für die Erzeugung elektrischen Stroms mittels Photovoltaik. Nach Bekannt werden der aktuellen Vergütungssätze der Bundesregierung für Solarstrom Mitte des Jahres 2010, die in der Folge zu einer Senkung der Solarmodulpreise führte, wurden aus diesen Überlegungen konkrete Kalkulationsbeispiele, die bereits im Sommer 2010 zu einer öffentlichen Ausschreibung führten.

Es gingen drei Angebote zur Errichtung einer Photovoltaikanlage ein und nach längerer Prüfung konnte am 1.9.2010 der Lübecker Firma Otto Schatte GmbH der Auftrag mit einer Auftragssumme von ca. € 172.000 erteilt werden. Der Bau der Anlage wurde im Oktober und November 2010 durchgeführt, die Bauzeit betrug etwa vier Wochen. Die Anlage wurde auf der Südseite zweier Dächer installiert. Eine Fläche von ca. 350 m² ist nun mit 186 monochristallinen Solarmodulen bestückt. Für Leitungsverbindungen konnten die beim Bau des Klärwerkes vorausschauend angeordneten Kabelkanäle zwischen den Gebäuden genutzt werden, so dass keine Tiefbauarbeiten erforderlich waren. Drei Wechselrichter wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um und speisen ihn in die Stromversorgung des Klärwerkes ein, wo er im Eigenverbrauch genutzt werden kann. Diese Form der Nutzung ist hier gegenüber der Einspeisung in das überörtliche Netz die wirtschaftlichere Lösung, da aufgrund des hohen Energiebedarfes des Klärwerkes eine 100%ige Eigennutzung des erzeugten Stromes zu jeder Zeit garantiert ist.

Nach Einbindung in das Netz des öffentlichen Energieversorgers erging die Inbetriebnahmeanzeige am 6.12.2010 an die Bundesnetzagentur. Damit ist die Höhe der Vergütung für 20 Jahre - also bis 2030 - festgeschrieben. Der elektrische Ertrag der Anlage beträgt jährlich ca. 38.000 kWh. Das entspricht einem finanziellen Jahresertrag von etwa 12.500 €, der sich aus der staatlich gewährten Eigenverbrauchsvergütung sowie aus dem Einsparungserlös durch den Eigenverbrauch zusammensetzt und in der Summe 5 % des Gesamtstrombedarfes auf dem Klärwerk deckt. Die zu erwartenden Preissteigerungen für Elektroenergie in den kommenden 20 Jahren werden den finanziellen Jahresertrag für diese Eigenverbrauchsanlage weiter erhöhen.

Zusammen mit dem klärwerkseigenen Blockheizkraftwerk, das bereits jährlich ca. 90.000 qm Biogas mit 67% Methangehalt verarbeitet und rund 65.000 kWh Elektroenergie sowie rund 100.000 kWh thermische Energie für den Eigenverbrauch produziert, deckt das Klärwerk nun rund 15% des Elektroenergiebedarfs und 100% seines Wärmebedarfs in regenerativer Eigenregie und leistet damit wirtschaftlich sinnvoll einen positiven Beitrag zur kommunalen CO2-Bilanz. "Mit der Einrichtung der Photovoltaikanlage haben wir rechnerisch dem Klärwerk netto 850 Bäume auf das Dach gestellt.", brachte Matthias Rohlf, Geschäftsführer der Fa. Otto Schatte GmbH, im Rahmen der öffentlichen Präsentation der neuen Anlage diesen ökologischen Gegenwert auf den Punkt.

Anschließend überreichte er dem stellvertretenden Klärwerksleiters Andreas Meier und dem städtischen Betriebsingenieur Peter Köpcke den 851 Baum mit den Wünschen, dass dieser Apfelbaum dem Klärwerk genauso ertragreich sein möge, wie die "Bäume" auf dem Dach. Bürgermeister Rainer Voß dankte in seiner Eigenschaft als Werkleiter allen Beteiligten für die sehr gute und reibungslose Zusammenarbeit und würdigte das Gesamtprojekt als einen bedeutenden Baustein, die ökologische Energiebilanz der städtischen Liegenschaften zu verbessern. In diesem Zusammenhang betonte er noch einmal die verschiedenen Anstrengungen der Stadt, gerade auch über die energetische Gebäudesanierung, wie beispielsweise am Schulkomplex St. Georgsberg oder der Ruderakademie, diese Bilanz weiter zu optimieren.

Mehr Überflutungssichrheit durch einen XXL-Stauraumkanal in der Möllner Straße

PRESSE_STAURAUMKANAL
(bitte aufrufen)

Die Arbeiten an Ratzeburgs derzeit größtem Kanalbauprojekt werden in Kürze beginnen. In der Möllner Straße zwischen den Einmündungen Albsfelder Weg und Bergstraße wird auf einer Länge von rund 300 m ein Stauraumkanal mit 1,60 m Innendurchmesser eingebaut, der zukünftig das Regenwasser aus dem so genannten Regenwassereinzugsgebiet E 30, in das ein großer Teil der Wohngebiete auf dem St. Georgsberg – etwa 40 Hektar – entwässert, reguliert ableiten soll. 

PRESSE_STAURAUMKANAL
Regenwassereinzugsgebiet E30
(bitte aufrufen)

Das Wasser wird derzeit über einen Sammelkanal in der Möllner Straße im Bereich der alten St. Georgsberger Mühle in den Küchensee geleitet. Für diesen Sammelkanal wurde auf ganzer Länge ein Engpass erkannt, der nun beseitigt werden soll, um der gesetzlich vorgeschriebenen Überflutungssicherheit zu entsprechen. Da der Ausbau des Sammelkanals in der Möllner Straße aufgrund der geologischen Gegebenheiten nur unter großen technischen Schwierigkeiten möglich ist, wurde das Konzept eines Stauraumkanals im oberen Bereich der Möllner Straße als Lösung entwickelt.

PRESSE_STAURAUMKANAL
Ein Größenvergleich verdeutlicht die Dimension des Stauraumkanals.
Rechts in dunkelblau dargestellt ist der derzeitige Regenwasserkanal, daneben in hellblau der geplante Stauraumkanal
(bitte aufrufen)

Mit dem geplanten Bauwerk wird ein unterirdischer Zwischenspeicher entstehen, dessen Speicherraum fast 600.000 Liter beträgt. Durch eine so genannte Drossel wird nur soviel an die kurvige untere Möllner Straße abgegeben, wie der dort bestehende Kanal verkraften kann.

Eine weitere Aufgabe stellt sich durch die Verunreinigungen des Regenwassers aus dem Albsfelder Weg und der Möllner Straße, die durch starken Fahrzeugverkehr geprägt sind. Deshalb wird im unteren Bereich vor der Einleitstelle eine Behandlungsanlage errichtet, die verunreinigte Sande und Leichtflüssigkeiten – auch im Falle einer Havarie – zurückhalten kann.

Das Vorhaben hat einen Kostenumfang von mehr als € 800.000. Die Bauzeit der beiden Maßnahmen wird in der Zeit von April bis September 2011 zu Verkehrseinschränkungen führen. Mit Verkehrsaufsicht, Polizei, Ordnungsbehörde und ÖPNV sind Absprachen getroffen worden, die erforderliche Vollsperrung der Möllner Straße für alle Beteiligten so erträglich, wie möglich zu machen. Eine umfassende Anwohnerinformation zur Baumaßnahme wird rechtzeitig vor Baubeginn erfolgen.

Insgesamt betreibt die Stadt Ratzeburg  ein Kanalsystem mit einer Länge von etwa 120 km. Die Hälfte davon ist Regenwasserkanalisation. Das Regenwassernetz ist in 60 verschiedene Einzugsgebiete aufgeteilt, in denen das Niederschlagswasser gesammelt und an jeweils einer Einleitstelle in die so genannten Vorfluter (Seen, Bäche, Gräben) oder in das Grundwasser geleitet wird.

Energetische Sanierung der Schulkomplexes St. Georgsberg schreitet voran

Die energetische Sanierung des Schulkomplexes St. Georgsberg schreitet zügig voran. Rund 80% der geplanten Maßnahmen, zu denen vor allem die Gebäudehüllendämmung, die Modernisierung der Heizungsanlage sowie die Einrichtung einer energiesparenden Beleuchtungsanlage zählen, konnten in den zurückliegenden 12 Monaten bereits umgesetzt werden.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde auch eine Solarthermieanlage auf den Hallendach installiert, die bereits zu Jahresbeginn in Betrieb genommen werden konnte. Sie unterstützt die Warmwasserbereitung des Gebäudes mit Wärmegewinnung aus Sonnenenergie. Rund 25% des Energieeinsatzes, rund 7.500 kWh im Jahr, können nun über diese Solarthermieanlage hier erzeugt werden. Dies entspricht einer jährlichen Einsparung von ca. 2 Tonnen CO2.


Dass die Anlage nicht größer dimensioniert wurde, hat, wie Markus Feistle vom planenden Ingenieurbüro Wrage, Herzog & Partner erläutert, weniger mit den Kosten zu tun, die sich auf rund 20.000,00 € belaufen, als vielmehr mit der Wärmenutzung. Die Solarthermie produziert durchgehend heißes Wasser in einer jährlichen Mitteltemperatur von 50 bis 60oC.

In den heißen Monaten des Sommers können daraus aber schnell 200oC werden, die dann in dieser Jahreszeit aber nicht umgesetzt werden können. Eine Speicherung von Heißwasser mit solchen Wärmegraden ist nicht möglich und würde die Anlage schnell beschädigen. Daher konzipiert man Solarthermieanlagen immer unterhalb ihrer maximalen Leistungsgrößen. ^

SANIERUNG_SCHULE_STGEORSGEBRG

Ingesamt wird die energetische Sanierung des Schulkomplexes, die mit einem Investitionsvolumen von 1,6 Mio. Euro unter Beteiligung des Konjunkturprogrammes der Bundesregierung verwirklicht werden konnten, rund 60% Energieeinsparung ermöglichen und damit den Schulstandort nicht nur in dieser Hinsicht aufwerten. Auch das neue, moderne Erscheinungsbild der Fassaden sowie die neu gestalteten Eingangshalle mit ihrer zusätzlich installierten Akustikdecke finden bei der Schulleitung und dem Schulträger großen Anklang. Insbesondere wird von allen Seiten aber der gute Verlauf der Baumaßnahme gelobt, die den Schulalltag immer nur in erträglichen Formen beeinträchtigt und stets die Belange des Schulbetriebes berücksichtigt hat.

Wir haben hier an der St. Georgsberger Schule gemeinsam einen großen Beitrag für das globale und das Klima in der Schule geleistet. Ohne das Konjunkturprogramm wäre uns das nicht möglich gewesen“, freuten sich der Vorsitzende des Bauausschusses des Schulverbandes Wolfgang Pagel aus Buchholz und Schulverbandsvorsteher Rainer Voß.

Erneuerung der historischen Beleuchtung am Domhof

Pünktlich zum bevorstehenden Insel-Advent wird die  historische Beleuchtung am Ratzeburger Domhof mit energiesparenden LED-Leuchten erneuert. Der Elektrofachbetrieb Bernhard Ahrend tauscht aktuell auf dem Palmberg  an 30 Lichtpunkten die 35 Jahre alten Lampenköpfe im Schinkeldesign gegen historische Leuchtennachbauten mit modernster LED-Technik aus, die sich besonders gut in das historische Ambiente einpassen. Die Kosten dieser Energieeffizienzmaßnahme belaufen sich auf rund 42.000 €. Einen maßgeblichen Anteil an der Finanzierung übernimmt die AktivRegion Herzogtum Lauenburg Nord e.V. mit europäischen Mitteln.


Die neuartigen LED-Lampen zeichnen sich durch eine hohe Energieeffizienz und lange  Lebensdauer aus. Mit ihren Einsatz kann der Verbrauch pro Leuchte bei nahezu gleicher Lichtausbeute von 80 auf 24 Watt reduziert werden. Ihre längere Lebensdauer führt überdies zu einer Verlängerung der Wartungsintervalle um mindestens das Fünffache und spart so teure Arbeitskosten.  

Besonders interessant aber ist der Einsatz der LED-Technik im historischen Straßenraum durch sein spezielles Licht, welches in einen dem Gaslicht  nachempfundenen warmen Lichtfarbton  ausstrahlt. Die Backsteinfassaden können dadurch optisch in ein besseres kontrastreicheres Licht gesetzt werden. Die Gäste des diesjährigen Ratzeburger Insel-Advents werden diese neue Beleuchtung bereits am kommenden Woche begutachten und genissen können.

Die Stadt Ratzeburg hat sich mit diesem Energieeffizienzprojekt "Erneuerung der historischen Beleuchtung am Domhof" vor einigen Monaten auch bei der Energie-Olympiade 2010 des Landes Schleswig-Holstein beworben und erhielt dort jüngst für dieses Engagement eine Auszeichnung der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein. "Ein gerade für die Öffentlichkeitswirkung innovativer Technik spannendes Projekt im hoffentlich großer Ausstrahlungswirkung!", so das Urteil der Jury.

PRESSE_DOMHOF_LED_LEUCHTEN

(bitte aufrufen)

Intelligentes Asphaltrecycling in Ratzeburg

Auch wenn die Fahrbahndecke der B208 für die Belastungen des städtischen Durchgangsverkehr nicht mehr geeignet war, muss der alte Asphalt nicht gleich entsorgt werden. "Unbelastetes Asphaltfräsgut ist ein hochwertiger Baustoff, der insbesondere bei der Straßeninstandsetzung sehr gute Eigenschaften aufweist. Es ist leicht zu verarbeiten und bildet eine feste Deckschicht, die sich im Vergleich zu wassergebundene Sandbelägen als besonders widerstanfsfähig erweist.", weiß Guido Klossek von städtischen Bauamt zu berichten. Dieses ist auch dem Leiter des städtischen Bauhofes, Holger Rickert-Buttgereit, bekannt. Für das nachweislich unbelastete Fräsgut des Königsdamms und der Schweriner Straße meldete er daher umgehend Bedarf bei der ausführenden Baufirma KEMNA an, um mit diesem Material zwei städtische Versorgungswege instandsetzen zu können.


Er handelte mit der Firma KEMNA eine kostengünstige Anlieferung zum Alten Postweg und dem Farchauer Weg aus, die aufgrund ihrer  jeweiligen Beschaffenheiten und Frequentierungen häufig Schlaglöcher ausbilden. Mit dem Asphaltfräsgut konnte hier nun eine komplette Deckschicht aufgebracht und angewalzt werden, die den jeweiligen Straßenaufbau entscheidend verbessert und widerstandsfähiger macht.


Die entsprechenden Arbeiten führte der städtische Bauhof in Eigenregie durch. "Die Ergebnisse im Alten Postweg und im Farchauer Weg sind ein gelungenes Beispiel für intelligentes Asphaltrecycling.",  finden sowohl Holger Rickert-Buttgereit als auch Guido Klossek.

Energetische Sanierung der Grundschule St. Georgsberg begonnen

Rechtzeitig zum Ferienbeginn haben die Hauptaktivitäten zur energetischen Sanierung der Schule St. Georgsberg in Ratzeburg begonnen. Der Schulverband Ratzeburg hat diese ohnehin anstehende Modernisierung der dortigen Schulgebäude als Fördermaßnahme im Rahmen des Konjunkturpaketes II beantragt, welches im besonderen die energetische Sanierung von Bildungsbauten im Bestand fördert. Ein wesentliches Ziel ist dabei die Einsparung von Energie und die Reduzierung des CO2 - Ausstoßes. 

Für die beantragte Sanierung der Grundschule St. Georgsberg wurden im entsprechenden Programm des Konkunturpaktes II 1.576.100 Euro als förderfähige Kosten anerkannt. Davon werden vom Bund und Land rund 38% (606.000 €) gefördert. Der Restbetrag in Höhe von rund 970.000 € sind Eigenmittel des Schulverbandes Ratzeburg, die überwiegend durch Darlehen finanziert werden müssen.

"Dies bedeutet eine enorme Kraftanstrengung für die am Ratzeburger Schulverband beteiligten Gemeinden und die Stadt.", betonte Schulverbandsvorsteher Rainer Voß. "Im Ergebnis werden wir jedoch sowohl in energetischer als auch in bauunterhalterischer Hinsicht einen modernen und kostengünstigen Gebäudekomplex für den zukünftigen Betrieb der Grundschule am Standort St. Georgsberg bekommen", sagte Wolfgang Pagel, Vorsitzender des Bauausschusses des Schulverbandes.  

Auf der Grundlage eines Konzeptes der Investitionsbank Schleswig-Holstein wurden die Planungen durch das Büro des Architekten Werner Grage und das Ingenieurbüro Wrage, Herzog & Partner in enger Abstimmung mit der Schulverwaltung durchgeführt. Mit der Projektsteuerung wurde die BIG STÄDTEBAU GmbH beauftragt. 

Bei der energetischen Sanierung, der aus mehreren Gebäudeteilen bestehenden Schule, konzentrieren sich die Arbeiten auf die drei langfristig für den Grundschulbetrieb genutzten Schultrakte einschließlich der Verbindungsgänge, das Verwaltungsgebäude mit der Eingangshalle (Aula) sowie die Sporthalle. An diesen Gebäudeteilen werden insbesondere die Anlagentechnik der Heizung, die Beleuchtungsanlagen und Beleuchtungskörper, die Wärmedämmung der Wände und Dächer, sowie die Fenster modernisiert. Auf dem Dach der Sporthalle wird eine Solarthermianlage zur Warmwasserbereitung installiert. 

Alle Fassaden wurden in den 80ziger Jahren bereits einmal mit einer zusätzlichen Wärmedämmung ausgestattet. Zur Einhaltung der aktuellen Energieeinsparverordnung ist es jetzt erforderlich, die vorhandene Wärmedämmung und Klinkerfassade abzubrechen. Dafür werden auf die tragenden Wände eine nunmehr 16 cm dicke Mineralwolldämmplatte und eine Verkleidung mittels einer Ziegelplatte aufgebracht. Die alten Fenster werden durch neue dreifachverglaste Fenster mit einem U-Wert von 1,3 ersetzt. 

Die bisher großzügig verglasten Pausengänge erhalten ebenfalls hochgedämmte Fensterkonstruktionen und in Teilen gedämmte Holztafelelemente. Die Beleuchtungsanlagen werden durch energieeffiziente Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten ersetzt. Für die Heizung kommen moderne Brennwertkessel zum Einsatz, die vorhandenen Heizkörper werden aus Kostengründen nur aufgearbeitet.

Die Arbeiten wurden so organisiert, dass sie im Wesentlichen in den Ferienzeiten 2010 und 2011 erfolgen und damit den Schulbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigen. Die Fertigstellung des gesamten Sanierungsvorhabens wird Ende August 2011 erfolgen.

Mit der  Umsetzung der geplanten Maßnahmen werden gemäß Energieeinsparnachweis 25% der bisherigen Beleuchtungskosten, 35% der bisherigen Heizungskosten und sogar 50% der bisherigen Kosten für die Warmwasserbereitung eingespart werden. Das entspricht einer Verminderung des CO²-Ausstoßes von  ca. 52,7 Tonnen pro Jahr

 

Ratzeburg beteiligt sich an der Energie-Olympiade 2010der Kommunen in Schleswig-Holstein mit dem LED-Beleuchtungsprojekt "Domhof"

Die Stadt Ratzeburg hat sich mit dem Energieeffizienzprojekt "Erneuerung der historischen Beleuchtung am Domhof" bei der Energie-Olympiade 2010 des Landes Schleswig-Holstein auch um das Preisgeld von insgesamt 150.000 € beworben. Beim Energieeffizienzprojekt Domhof wird die Stadt Ratzeburg 30 erneuerungsbedürftige, Lampen komplett mit historischen Leuchtennachbauten und modernster LED-Technik ersetzen und in den Wettbewerb einsteigen. Die Erfolgsaussichten sind nicht schlecht, da etwas Gleichwertiges im norddeutschen Raum  nicht zu finden ist. Ratzeburg trägt hier eine Vorreiterrolle.  

Dieses Projekt hat auch die AktivRegion Herzogtum Lauenburg-Nord überzeugt. Aus europäischen Mitteln des Zukunftsprogramm Ländlicher Raum erhält die Stadt Ratzeburg einen Zuschuss von 22.000,00 €. Bei der Vorstellung des Projektes im Vorstand  der AktivRegion fand die Maßnahme eine derart große Resonanz, dass der Geschäftsführer Ernst Wessels aus dem Büro Prokom, Lübeck, spontan für eine neue  Leuchte gespendet hat. Die kostenfreie Installation hat die Firma Bernhard Ahrend durchgeführt, so dass nun der Prototyp der 1. Leuchte zwischen dem A-Paul-Weber-Haus und dem Kreismuseum  Domhof in neuem Licht erstrahlen lässt. 

Die Fachleute sind von dem Licht der neuen Leuchte angetan. Auf dem Domhof sollen bis zum Herbst insgesamt  30 LED-Leuchten aufgestellt sein.

Energetische Gebäudesanierungder Ruderakademie Ratzeburg

Die Ruderakademie Ratzeburg besteht aus den Bauköpern Turnhallenkomplex sowie Wohn- und Verwaltungsgebäuden. Der energetische Zustand der Baukörper befindet sich bei den Außenwänden im Original aus dem Ursprungsjahr 1969 als massiver Mauerwerk- und Betonbau in ungedämmter Bauweise. An- und Umbauten erfolgten bis in die neunziger Jahre. Die ursprünglichen Fenster sind teilweise noch vorhanden, aber auch Verglasungen aus den achtziger Jahren genügen nicht mehr den heutigen energetischen Ansprüchen.

Ziel der Fassadensanierungen wird neben der energetischen Sanierung auf Neubauniveau der jetzigen Energieeinsparverordnung die Vereinheitlichung mit einhergehender Reduzierung der Materialien, Formen und Farben auf ein Minimalmaß sein, um die ursprüngliche Architektursprache und Einheit der unterschiedlichen Gebäudeteile wiederherzustellen. Wichtige ursprüngliche Merkmale wie zum Beispiel die liegenden Fensterbänder werden herausgearbeitet und in den neuen Fassadenbekleidungen dargestellt. Die sogenannten vorgehängten Fassaden bestehen aus einer Wärmedämmschicht, einer Hinterlüftung sowie einer Unterkonstruktion mit Bekleidungen aus Ziegelplatten und beschichteten Blechtafeln. Wegen der Denkmalgeschützten Gebäude in der Nachbarschaft der Domhalbinsel ist eine Genehmigung der Kreisbehörde für die neue Gestaltung eingeholt worden. Die alten Fenster und Fassadenelemente werden durch thermisch getrennte und mit Wärmedämmglas versehene Aluminiumkonstruktionen ersetzt. 

Die technischen Anlagen, hier besonders die Heizanlagen und Warmwasserbereitung, entsprechen nicht den heutigen Anforderungen der Energieeinsparverordnung und den technischen Möglichkeiten. 

Der vorhandene Heizkessel ist für die Zeit nach der Sanierung zu groß dimensioniert und verbraucht zu viel Energie. Die Warmwasserbereitungen werden zukünftig durch Solaranlagen unterstützt. Die Regeltechnik ist veraltet, wie die Pumpen, die einen zu hohen Stromverbrauch haben. Diese Anlagenteile werden auf den heutigen Stand gebracht und elektronisch gesteuert, damit sie optimal dem Leistungsbedarf angepasst arbeiten können. 

Als Planungsgrundlage wurde ein detaillierter Energieeinsparnachweis erarbeitet, in dem alle baulichen und anlagentechnischen Kennwerte berücksichtigt sind. Die Bauarbeiten sind bereits weitestgehend und größtenteils an örtliche und regionale Firmen beauftragt und werden bei laufenden Betrieb der Akademie bis zum Ende nächsten Jahres durchgeführt. 

Finanziert wird die Maßnahme aus Mitteln zur Förderung des Leistungssports in Schleswig-Holstein als Teil aus den Infrastrukturmaßnahmen des Landes, die der Bund unterstützt. Die Förderung umfasst mit 1,386 Mio € in etwa die Gesamtkosten in Höhe von 1,418 Mio €, einen kleinen Teil trägt die Stadt Ratzeburg mit bis zu 32.000 €.

Zum Seitenanfang (nach oben)