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"Partnerschaft für Demokratie"

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben sich gemeinsam für eine »Partnerschaft für Demokratie« beim Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beworben – einem Förderprogramm, mit dem zahlreiche Projekte

  • zur Demokratiestärkung,
  • zur Extremismusbekämpfung,
  • zur Integration von Geflüchteten und
  • zur interkulturellen Begegnung

vor Ort gestartet werden können.


"Partnerschaften für Demokratie" sind dabei eine kommunale Variante, mit den vor Ort in den Städten und Gemeinden gearbeitet werden kann. Das Besondere an dieser Förderung, die mit rund 100.000 € jährlich viele Möglichkeiten bietet, ist, dass die Kommunen vor Ort entscheiden können, welche Schwerpunkte ihnen dabei in der eigenen Projektarbeit wichtig sind.

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben die Chancen, die dieses Förderprogramm bietet, gemeinsam erkannt und sich mit einstimmiger Unterstützung der jeweiligen politischen Gremien mit Erfolg dem umfangreichen Bewerbungsverfahren gestellt.

Im Rahmen einer Auftaktkonferenz haben rund 60 Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen der Zivilgesellschaft – aus Kommunalpolitik, Flüchtlingshilfe und Migrationssozialberatung, aus Sozialverbänden, Kultur, Schule und aus der Initiativarbeit gegen Rechtsextremismus – die zukünftigen Förderschwerpunkte zu beraten. Gemeinsam wurden drei Leitziele festgelegt:

»Wir Menschen in der Region Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen leben in einer friedlichen, demokratischen, aktiven und vielfältigen Gesellschaft, die von Zuversicht geprägt ist.«

»Uns leiten die Werte unseres Grundgesetzes und der Wille, dem Menschen gerecht zu sein und ihm auf Augenhöhe zu begegnen.«

»Wir fördern gegenseitiges Verständnis, Teilhabe sowie die Verantwortung für uns und unsere Gesellschaft und machen dies erfahrbar.«

Gefragt sind jetzt Ideen, mit denen die Ziele der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen umgesetzt werden können.Dabei hilft die hauptamtliche Fach- und Koordinierungsstelle der BQG-Personalentwicklung GmbH.

Interessierte Vereine, Institutionen, Initiativen, Schulen oder Einzelpersonen können sich auf der Webseite www.partnerschaftdemokratie.de informieren oder sich mit ihren Projektideen direkt bei der Fach- und Koordinierungsstelle der »Partnerschaft für Demokratie – Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen« vorstellen und beraten lassen:

Karl Schneider
Fon +49.4541.8080-27
Mobil +49.176.118080-16
Mail Schneider@BQG-Personalentwicklung.de

Berichte

"Oh eine Dummel!" - Erfolgreicher Ausstellungsauftakt in der Kreisverwaltung

Seit nunmehr einer Woche lädt die Ausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire” zur Besichtigung in die Ratzeburger Kreisverwaltung ein und nach Beobachtung von Landrat Dr. Christoph Mager durchaus mit Zuspruch von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die ganz offensichtlich nicht mit einem Verwaltungsanliegen ins Kreishaus kamen. Bereits vor der Eröffnung sei ihm ins Auge gefallen, so Mager in seiner Eröffnungsansprache am vergangenen Dienstag vor rund 30 Ausstellungsbesucher*innen, dass zahlreiche Menschen doch sehr neugierig die ca. 60 aktuellen Karikaturen von namenhaften Künstler*innen sowie die satirischen Fernseh- und Filmbeiträge an den drei Medienstationen im Erdgeschoss und im ersten Stock des Foyers betrachten und immer wieder auch ein nachdenkliches Schmunzeln zu entdecken war.

Offensichtlich erfüllen die Exponate damit genau den Zweck, den Marcus Laube von der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Celle als Mitinitiator der Ausstellung den Anwesenden erläutern konnte. "Es ging uns bei der Entwicklung der Ausstellung vor allem darum, die Themen "Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit" in einer ganz niederschwelligen Form, ohne viele pädagogische Texte, aber doch inhaltsstark darbieten und so gerade junge Menschen auch selbst entdecken lassen zu können. Zudem sollte die Ausstellung auch Ängste abbauen, sich mit Rechtsextremismus aktiv auseinanderzusetzen, der meist sehr martialisch und bedrohlich wirken will. Was hilft da besser, als darüber auch mal zu lachen?", sagte Laube in seiner Einführung. Dass diese Verbindung von Humor und Nachdenklichkeit anregend und gut umgesetzt ist, konstatierten sowohl Landrat Dr. Mager als auch Bürgermeister Rainer Voß. Beide betonten einmal mehr, wie wichtig es gerade in der heutigen Zeit für alle Bürgerinnen und Bürger ist, klar und deutlich für die Werte des Grundgesetzes einzutreten. Diese, so Voß, sähen sich vielen Herausforderungen ausgesetzt, denen Demokrat*innen beherzt und engagiert entgegentreten müssen. Solch Engagement kann sich dabei im persönlichen Zwiegespräch, im öffentlichen Widersprechen gerade auch in virtuellen Räumen, in Projekten wie der vom Verein Miteinander leben und dem Ratzeburger Bündnis organisierten Ausstellung oder auch auf einer Demonstration wie jüngst in Berkenthin zeigen.  Und natürlich immer auch musikalisch, wie Liedermacher Klaus Irmscher dies während der Eröffnung tat und sein neuesten Lied "Nacheilendes Verhalten" zu den rechtsradikalen Vorgängen in Chemnitz vorstellte.

Wie solche Herausforderungen gerade aus der rechten Szene aktuell aussehen, skizzierten zwei Beiträge vom RAA Regionalzentrum Westmecklenburg und vom Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel an einigen Beispielen. Beide schlossen mahnend, diese Szene keinesfalls aus dem Blick des zivilgesellschaftlichen Engagements zu lassen. Eine Botschaft, die auch die Ausstellung "Oh, eine Dummel!" transportiert, zu sehen im Kreishaus noch bis zum 23.11.2018 während der Öffnungszeiten. Sie wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


www.partnerschaftdemokratie.de

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»FrauenGesichter - FrauenGeschichten - FrauenWelten«

Am Welttag der Toleranz, Freitag 16. November um 17 Uhr, werden im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses die Ergebnisse eines kooperativen Kunstprojektes erstmalig gezeigt.

Die Ausstellung zeigt Portraits von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, die in den vergangenen Wochen in einem Workshop gemeinsam gemalt haben und fotografiert wurden. Einige Frauen haben sich erstmalig mit Malerei beschäftigt. Barbara Engel, Kulturvermittlerin und freie Malerin und Thomas Biller, bekannt als freier Fotograf und Autor, haben sich seit August wöchentlich mit Frauen aus verschiedenen Kulturen getroffen. Mütter konnten ihre Kinder in den betreuten Workshop mitbringen, was vielen Frauen überhaupt erst die Möglichkeit einer Teilnahme ermöglicht hat. Einige Frauen berichten etwas von ihrer Geschichte und ihren Hoffnungen für unsere Welt.

Das Projekt wurde von Soroptimist International Club Ratzeburg und Umgebung und der Volkshochschule Ratzeburg realisiert und von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

Zur Eröffnung wird Bürgermeister Rainer Voß in die Ausstellung mit einem Grußwort einleiten, musikalisch wird der Gitarrist Mohammad al Rubah die Veranstaltung begleiten. Die syrische Autorin Raifa al Masri hält eine kurze Lesung in arabischer und deutscher Sprache. Eine Diashow von Thomas Biller zeigt die Chronologie des Kunstprojektes.

Die Organisatorinnen und Teilnehmerinnen freuen sich auf eine spannende Veranstaltung mit vielen interessanten Begegnungen.

Die Ausstellung ist bis zum 14. Dezember zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Der Zugang zum Ratssaal ist barrierefrei.

10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Die Regionalkonferenz "Rechtsextremismus & Demokratieförderung", das bedeutendste, überregionale Plattform für Wissensvermittlung, Austausch und Vernetzung zum Themenkomplex "Rechtsextremismus & Rechtspopulismus" im norddeutschen Raum,  macht am 10.11.2018 ab 09:30 Uhr zu ihrem 10. Jubiläum auf Einladung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen erneut Station in Ratzeburg. In der Lauenburgischen Gelehrtenschule werden wieder bis zu 120 Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft erwarten, die sich einen Tag lang zu aktuellen Entwicklungen in der rechtsextremen Szene informieren, über geeignete und wirksame Strategien gegen solche Strukturen und die damit verbundenen menschenfeindlichen Haltungen diskutieren und sich im wichtigen länderübergreifenden Austausch vernetzen wollen. Die Regionalkonferenz steht dabei nicht nur einem Fachpublikum offen. Auch interessierten Bürger*innen, die sich erstmalig mit diesen Themen befassen, sollen mit dem Workshopangebot angesprochen werden.

"In den letzten Jahren kam es in Deutschland zu einem deutlichen Anwachsen von Rassismus, Muslimfeindschaft, Antisemitismus und menschenfeindlichen Einstellungen gegenüber Minderheiten. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger Menschen, die demokratische Werte leben und fördern, zusammen zu bringen, in ihrem Handeln zu stärken und zu qualifizieren. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Stärkung demokratischer Akteure und Ideen in den ländlich geprägten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins zu", sagte Dr. Daniel Trepsdorf vom RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, der zusammen mit dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck der AWO S.-H., dem Ratzeburger Bündnis, dem Verein Miteinander leben e.V. und dem Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn einmal jährlich diese bundesländerübergreifende Konferenz an jeweils unterschiedlichen Orten ausrichtet. Über 1.300 Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Akteure gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus konnten im Rahmen der Regionalkonferenz, bereits handlungsorientiert geschult, überregional vernetzt und fachlich-inhaltlich fortgebildet werdet. Ein Anspruch, dem sich die Organisatoren auch in diesem wieder stellen, mit einem umfangreichen Workshopprogramm, dass völkischen Rechtsextremismus ebenso beleuchtet, wie die Verschränkungen zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, rassistische Meinungsmache im Netz oder das Phänomen der "Neuen Rechten". Überdies wird unter dem Titel "Vielfalt in Organisationen" darüber diskutiert, warum sich die Realität der Migrationsgesellschaft nicht Politik, Verwaltung, Bildung und Medien widerspiegelt und inwiefern Verschwörungstheorien als im Kern stark antisemitisch entlarvt werden können. Zusammen mit dem Ratzeburger Jugendbeirat wird zudem ein Jugendworkshop angeboten. Ercan Kök vom Verein Miteinander leben e.V. lädt zu einem aktiven und interaktiven Toleranztraining ein.


Die 10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung wird eröffnet mit einem Grußwort von Landtagspräsident Klaus Schlie und einer Eröffnungsrede von Pröpstin Frauke Eiben. Dabei wird soll der Blick zurückgeworfen werden auf die Bedeutung der Konferenz bei der Vermittlung erprobter Konzepte zur Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Einstellungen und die damit verbundenen konkreten Erfolgen beim Zurückdrängen von Rechtsextremismus in unseren Regionen aufgezeigt und gewürdigt werden.

"Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland aber auch in ganz Europa, wo über rechtspopulistische Strömungen rechtsextremen und rassistische Haltungen und Einstellungen Gehör und Eingang  in die Mitte der Gesellschaft finden, ist es wichtiger denn je, an dieser Arbeit festzuhalten",beschrieb Bürgermeister Voß als einer der Initiatoren der Regionalkonferenz deren immer noch hochaktuellen Auftrag. 

Die Teilnahme an der 10. Regionalkonferenz "Rechtsextremismus & Demokratieförderung" wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung und die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und ist somit für alle Teilnehmer*innen kostenlos. Sie ist allerdings mit einer obligatorischen Anmeldung verbunden. Unter www.raa-mv.de/regionakonferenz2018 können Interessierte ihren Workshop online auswählen. Allerdings behalten sich die Veranstalter vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

www.partnerschaftdemokratie.de

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»Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire«

Anlässlich der 10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung am 10.11.2018 in Ratzeburg wird in der Zeit vom 06.11 – 23.11.2018 auf Betreiben des Vereins Miteinander leben e.V. und des Ratzeburger Bündnisses die Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire” in der Kreisverwaltung, Barlachstraße 2, während der Öffnungszeiten zu sehen sein.

Die Wanderausstellung »Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire«, unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Kultusministers Grant Hendrik Tonne, ermöglicht einen besonders jugendgerechten Zugang zu den Themen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit: Anhand von ca. 60 aktuellen Karikaturen von namenhaften Künstlern_innen, sowie satirischen Fernseh- und Filmbeiträgen, können sich die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher mit den typischen, allzu simplen rechtspopulistischen und rechtsextremen Problemlösungsversuchen und Argumentationsweisen auseinandersetzen und so deren gefährlichen Gehalt offenlegen. Dem Betrachtenden bleibt hier das Lachen förmlich im Halse stecken und dies soll zum Ausgangspunkt genommen werden, um über die Entstehung und über Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nachzudenken und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie man dem etwas entgegensetzen kann. Das speziell für diese Ausstellung erarbeitete didaktische Material begleitet diese Prozesse. Die Wanderausstellung ist kostenfrei zu besuchen und eignet sich insbesondere für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9 oder Jugendgruppen - aber auch für Erwachsene.

Konzipiert und realisiert wurde die Wanderausstellung bereits 2015 von der CD-Kaserne gGmbH in Kooperation mit dem Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle. „Die Idee zur Ausstellung kam uns, nachdem wir nach einer passenden Ausstellung für Jugendliche im Rahmen der Celler Aktionswochen gesucht hatten. Wir wollten hierbei einen anderen, emotionaleren und jugendgerechteren Zugang zu der Thematik und wurden auf dem Ausstellungsmarkt nicht fündig. So haben wir kurzerhand beschlossen, selbst eine Wanderausstellung zu konzipieren.“, so Kai Thomsen, Projektleiter der Wanderausstellung. Bereits in der Zeit von April 2016 bis März 2018 ist die Ausstellung sehr erfolgreich in Niedersachsen und darüber hinaus gezeigt worden, an insgesamt 21 Standorten hat sie über 25.000 Besucher_innen erreicht. Seit April 2018 tourt nun die Aktualisierung der Ausstellung, gefördert durch das Niedersächsische Kultusministerium, die Stiftung Niedersachsen und die Klosterkammer Hannover,  bundesweit durch Schulen, Museen, Kulturzentren, Rathäuser, Jugendeinrichtungen,  Galerien usw.

Die in der Ausstellung gezeigten Karikaturen sind verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und Satire-Magazinen entnommen und stammen u.a. von Ralph Ruthe, Harm Bengen, Paolo Calleri, Christian Eckert (Ecki), Martin Erl, Timo Essner, Marcus Gottfried, Achim Greser & Heribert Lenz, Marian Kamensky, Thomas Körner, Kostas Koufogiorgos, Kricke, Martina Laser (Martinchen), Piero Masztalerz, Schwarwel, Martin Perscheid, Andreas Prüstel, Klaus Plaßmann, Josef Schewel, Karsten Schley, André Sedlaczek, Klaus Stuttmann und Freimut Woessner. Die satirischen Beiträge setzen sich vor allem aus Beiträgen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (z.B. NDR, Extra3 / ZDF, Die Anstalt etc.) zusammen. Abgerundet wird die Ausstellung durch gegenständliche, „real“-satirische Auseinandersetzungen mit dem Thema Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit.

Eröffnet wird die Ausstellung, die durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird, durch Landrat Dr. Christoph Mager am 06.11.2018 um 17:00 Uhr im Foyer des Kreishauses. Dort wird es zudem Informationen zur aktuellen Arbeit des Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck und des RAA Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg geben, die mit ihrer Praxiserfahrung maßgeblich die 10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung mitgestalten. Klaus Irmscher wird die Eröffnung musikalisch begleiten.

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Erste "Politische Klönbank" auf dem Marktplatz eingeweiht

Über politische Themen informieren, sprechen, diskutieren oder auch streiten zu können ist sowohl dem Verein Miteinander leben e.V. als freier Träger der politischen Bildung wie auch der Ratzeburger Volkshochschule ein wichtiges Anliegen. Die gemeinsame politische Bildungsreihe mit Vorträgen und Seminaren zu den unterschiedlichsten Themen, von internationaler Politik, über Gesellschaftspolitisches bis hin zur Extremismusprävention, entspringt dieser Motivation. Dabei geht es immer darum, Menschen zu politischen Fragen ins Gespräch zu bringen und dabei die Grundwerte des politischen Diskutierens, Respekt voreinander, zuhören wollen und können sowie kritisch eine eigene Meinung bilden und vertreten, zu praktizieren. Etwas, das aus Sicht beider Träger in der heutigen Zeit viel zu wenig passiert, da politische Auseinandersetzung immer stärker in die neuen Medien abrutscht, wo gegenseitiges, respektloses Niederschreiben, das bösartige Verbreiten von Fake News oder hemmungslose Aufrufe zu Extremismus ganz offensichtlich und leider zum Standardrepertoire gehören. Vielleicht gerade in diesem Sinne ist der neueste Ansatz zu verstehen, den Verein Miteinander leben e.V. und die Ratzeburger Volkshochschule jetzt erstmalig vorgestellt haben, um eine politische Gesprächskultur (wieder) zu beleben. Ganz altbacken und analog ist es die Wiederentdeckung der Parkbank als Ort menschlicher Begegnung und persönlichen Dialoge, insbesondere auch für politische Themen als "Politische Klönbank". Solche Bänke zeichnen sich neben ihrer Sitzqualität dadurch aus, dass messingschilderne Aussprüche mit politisch anregenden Zitaten allein zum Nachdenken, zu zweit vielleicht sogar auch zum Reden einladen.


"Die Idee zu solcherlei Nutzung von Bänken haben wir von unseren dänischen Nachbarn bekommen. Dort gibt es auf der Insel Møn das  Projekt der "Lyrischen Klönbänke", mit Zitaten namhafter dänischer Dichter*innen. Auch diese laden zum nachdenkendem Verweilen und zu Gespräch ein. Mit Erfolg, wie uns berichtet wurde. Warum also dies nicht auch für die Förderung einer politische Gesprächskultur nutzen?", beschreibt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Volkshochschule, die Initialzündung zum Projekt. Eine Idee, die auch den Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische überzeugt und Mittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" für die Einführung von zehn solcher Bänke im Fördergebiet zusagte.

"Die größte Schwierigkeit dabei ist es, geeignete Zitate zu finden, von denen es so viele gibt. Wir bräuchten eigentlich hundert Bänke", ergänzt Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. . Allerdings war die Einigung für das erste Zitat schnell gefallen. Kein geringer als Albert Einstein kommt dort mahnend zu Wort: "Es ist leichter, einen Atomkern zu spalten als ein Vorteil." Für alle Beteiligten ein Ausspruch, der gerade in der jetzigen Zeit wirklich einmal intensiv durchdacht werden sollte und der jetzt die erste "Politische Klönbank" ziert, zu finden auf dem Ratzeburger Marktplatz. Weiter neun sollen in Kürze folgen. Vorschläge für geeignete Standorte werden gerne entgegen genommen.

Wahl zum Ratzeburger Jugendbeirat - Jetzt sind Kandidat*innen gefragt!

Im November wird der Ratzeburger Jugendbeirat zum dritten Male neugewählt. Kinder und Jugendliche im Alter von 11 – 21 Jahren, die seit mindestens 3 Monaten in der Stadt Ratzeburg und der umliegenden Gemeinden des Schulverbandes wohnen, sind aufgerufen, die neun Mitglieder und gewonnen werden, sich zur Wahl zu stellen. In diesem Sinne hat der amtierende Ratzeburger Jugendbeirat einen Wahlaufruf gestartet und mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" rund 2.000 Wahlkarten an alle Wahlberechtigte mit dem Aufruf verschickt, Kandidatin oder Kandidat für den neuen Jugendbeirat zu werden.

 

"Mitmachen beim Jugendbeirat kannst du, wenn du zwischen 11 – 21 Jahre bist, seit mindestens 6 Monaten in Ratzeburg oder den Gemeinden des Schulverbandes lebst, dich schriftlich beim Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de meldest und/oder am kommenden Dienstag, den 23.10.2018 um 17:30 Uhr in den Ratssaal des Rathauses kommst und dich dort bereit erklärst. Ist nicht schwer!", sagt Niclas Ulrich, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirats und hofft auf viele Bewerbungen. Beim diesem Termin zum Wahlauftakt werden alle Kandidat*innen oder die, die es vielleicht noch werden wollen, über die Mitarbeit im Ratzeburger Jugendbeirat sowie über den Wahlablauf informiert. Nach Möglichkeit sollen dabei auch Fotos der einzelnen Kandidat*innen entstehen, damit klar wird, wer sich zu Wahl stellt.

"Mitbestimmen heißt mitmachen! Das geht nicht von selbst, sondern nur, wenn Ihr bereit seid, zu wählen und auch, Euch wählen zu lassen. Dafür wollen wir werben! Dass Du mitmachst in unserem Jugendbeirat! Wir beraten zusammen, schauen uns Projektbeispiele an, sprechen mit der Stadtpolitik über unsere Ideen … wie die Skateranlage (immer noch nicht da!), eine Parkour-Landschaft oder auch über gemeinsame Aktionen. Wie wäre es?", so Niclas Ulrich.

Die Wahl selbst findet vom 20.11. - 23.11.2018 in mehreren Etappen statt. Gewählt wird zum einen in den weiterführenden Schulen und zwar:

  • Lauenburgische Gelehrtenschule am 20.11.2018
  • Pestalozzischule am 21.11.2018
  • Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen am 22.11.2018

… jeweils in den großen Pausen … und weiterhin im ...

  • Jugendzentrum STELLWERK, Riemannstraße 3, am 21.11.2018 von 15:30 Uhr – 17:30 Uhr
  • Ratssaal des Rathaus am 23.11.2018, 17:30 – 18:30 Uhr
    anschließend Auszählung und Bekanntgabe des Ergebnisses

»Grenzen überwinden«

In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien haben die Jugendlichen der DaZ Klasse und der 7c der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen gemeinsam drei Tage mit tollen Aktionen zum Thema „Grenzen überwinden“ gemeistert. Am Montag ging es in gemischten Teams los. Mit Spielen wie „Drachenschwanz-Klau“, „Turmbau“, „Platz ist in der kleinsten Hütte“ und „Gordischer Knoten“ haben die Schüler die ersten Berührungsängste überwunden. In sechs, bunt gewürfelten, Teams mit sechs bis sieben Mitgliedern ging es mit einem Aufgabenzettel durch Ratzeburg. Dort mussten an sechs Stationen Selfies gemacht und bestimmte Fragen beantworten werden. Am Ende gab es bei der Eisdiele Bruhn die Koordinaten, die den Schülern den Zielort verrieten. Am Zielort gab es Geflügel-Hotdogs und die Siegerehrung. Das Siegerteam hat einen „Gruppen-Kino-Gutschein“ gewonnen.


Am Dienstagmorgen trafen sich alle Teilnehmer am Ratzeburger Bahnhof und  43 Jugendliche und vier Betreuer fuhren nach Scharbeutz in den Hochseilgarten. Dort war es für alle ein Abenteuer, denn manche Jugendliche waren nicht groß  genug, so dass Frau Rieger und Frau Grützmacher die Klassenlehrerinnen beider Klassen  mit in die Bäume steigen mussten. Am Ende waren alle begeistert – auch die höhenangstgeplagte Frau Grützmacher.


Am Mittwoch hieß es „das Wandern ist des Schülers Lust“ und die Gruppe wanderte (mit ein paar kleinen Umwegen, da sich die Lehrerinnen nicht beirren ließen) von Ratzburg nach Mustin.  An der Schule war der Treffpunkt, an dem alle Schüler eine Zutat für das Buffet in das Auto von Herrn Eggert, einem der Lehrer, gelegt haben. Der brachte alle Leckereien unversehrt und gekühlt zum Badesee. Dort angekommen gab es Essen und Trinken, Bocca, Tischtennis und Wikinger Schach. Doch die meisten wollten ans oder ins Wasser. Zum Glück konnten drei Schüler, die bei der DLRG den Rettungsschwimmer-Schein gemacht haben, die Gruppe begleiten. So hatten alle ein sicheres Gefühl.

Unterstützt wurden die tollen und erlebnisreichen Tage durch den Schulverein der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen und einer Miniprojekt Förderung durch "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

www.partnerschaftdemokratie.de

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Wahl zum Ratzeburger Jugendbeirat - Kandidat*innen gefragt!

Der Jugendbeirat – „Wir für Eure Ideen“

In Ratzeburg dürfen Kinder und Jugendliche mitbestimmen. Das ist unser Recht! Dafür gibt es den Jugendbeirat, seit nunmehr sechs Jahren. Neun Mitglieder sind wir und kümmern uns um all Eure Ideen, die wir nur zusammen mit der Stadtpolitik und der Stadtverwaltung umzusetzen können. Wir sorgen dafür, dass man dort unsere Wünsche kennt und auch ernst nimmt. Das funktioniert durchaus … wie das freie WLAN auf dem Marktplatz zeigt, oder die neuen Wasserspielgeräte am Strandbad.

Mitbestimmen heißt mitmachen! Das geht nicht von selbst, sondern nur, wenn Ihr bereit seid, zu wählen und auch, Euch wählen zu lassen. Dafür wollen wir werben! Dass Du mitmachst in unserem Jugendbeirat! Wir beraten zusammen, schauen uns Projektbeispiele an, sprechen mit der Stadtpolitik über unsere Ideen … wie die Skateranlage (immer noch nicht da!), eine Parkour-Landschaft oder auch über gemeinsame Aktionen. Wie wäre es?

Niclas + Marten + Tabea + Phoebe + Johann + Kenneth + Thilo +  Sophie + Pauline = Euer Jugendbeirat


Die Wahl

Im November wird der Ratzeburger Jugendbeirat zum dritten Male neugewählt. Kinder und Jugendliche im Alter von 11 – 21 Jahren, die seit mindestens 3 Monaten in der Stadt Ratzeburg und der umliegenden Gemeinden des Schulverbandes wohnen, sind aufgerufen, die neun Mitglieder und möglichst zahlreiche Stellvertreter*innen für zwei Jahre zu bestimmen. Gewählt wird in Euren Schulen und zwar:

  • Lauenburgische Gelehrtenschule am 20.11.2018
  • Pestalozzischule am 21.11.2018
  • Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen am 22.11.2018

… jeweils in den großen Pausen …

  • Jugendzentrum STELLWERK, Riemannstraße 3, am 21.11.2018 von 15:30 Uhr – 17:30 Uhr
  • Ratssaal des Rathaus am 23.11.2018, 17:30 – 18:30 Uhr
    anschließend Auszählung und Bekanntgabe des Ergebnisses

Wie werde ich Kandidat*in?

Mitmachen beim Jugendbeirat kannst du, wenn …

… du zwischen 11 – 21 Jahre bist

… seit mindestens 6 Monaten in Ratzeburg oder den Gemeinden des Schulverbandes lebst

… dich schriftlich beim Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de meldest

… und/oder am 23.10.2018 um 17:30 Uhr in den Ratssaal des Rathauses kommst und dich dort bereit erklärst

Ist nicht schwer!

"Suffragetten - Damenwahl" - Szenische Lesung mit Angela Bertram und Maren Colell

Die Volkshochschule Ratzeburg zeigt im Rahmen der Plakatausstellung "100 Jahre Frauenwahlrecht" am kommenden Freitag, den 21.09.2018 um 19:30 Uhr die szenische Lesung "Suffragetten - Damenwahl" mit Angela Bertram und Maren Colell vom Ensemble des "Theater im Stall" im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass der Kampf um die Einführung des allgemeinen Frauenwahlrechts vor 100 Jahren keineswegs beendet war, sondern über viele Jahre insbesondere in den Köpfen von Männern um gleichberechtigte Frauenbilder und Frauenrollen fortgeführt werden musste. Das Thema Gleichberechtigung und Selbstbestimmung muss auch heute unablässig eingefordert werden, wie aktuelle Frauenrechtsbewegungen, denke man an die „Women’s Marches“ oder die „Me too“-Debatte, vor Augen führen. Die Lesung gibt einen Ein- und Überblick in und über die Geschichte des Frauenwahlrechts. Die Fakten  werden dem Zuhörer durch sehr überraschende Zitate, einen lebendigen Vortrag, durch Monologe und Dialoge sowie durch Gesang nahe gebracht. Sie wird gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen". Der Eintritt ist frei.

www.partnerschaftdemokratie.de

http://www.demokratie-leben.de/

"Märtyrer im Meinungskrieg"
Vortrag der Ratzeburger Volkshochschule mit Dr. Dirk Burmeister

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt am 25.09.2018 um 19:00 Uhr die Vortragsreihe zur politischen Bildung im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses fort und spürt mit Dr. Dirk Burmeister der Frage nach "Warum das Sagbare im aktuellen Meinungskrieg für Rechtspopulisten so wichtig ist? Und für alle anderen auch?"

Die sozialen Medien haben die Deutungshoheit gesellschaftlicher Eliten erodiert – und Gegenöffentlichkeiten für Andersdenkende geschaffen. Davon profitieren gegenwärtig vor allem Rechtspopulisten und neurechte Strömungen. Erst im Digitalen ist ihre Behauptung politisch korrekter Zensur und eingeschränkter Meinungsfreiheit zu einer scharfen Waffe im Kampf gegen den „Mainstream“ geworden. Welche Gefahren drohen hieraus dem gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und wie kann die demokratische Mehrheit dem entgegenwirken?

Dr. Dirk Burmester ist Politikwissenschaftler. Er arbeitet für die Freie und Hansestadt Hamburg und ist nebenberuflich Dozent an der Uni Hamburg. Beruflich ist er Referent für den Medien- und Digitalstandort im Amt Medien der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Zuvor war er Journalist bei der "Financial Times Deutschland".

Der Vortrag wird in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

www.partnerschaftdemokratie.de

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Ratzeburger Volkshochschule zeigt Ausstellung zu "100 Jahre Frauenwahlrecht"

Die Volkshochschule Ratzeburg zeigt vom 18.09. bis zum 26.10.2018 eine Plakatausstellung zum Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht" im Ratzeburger Rathaus, die von der geschichtlichen Perspektive bis in die Gegenwart reicht. Grundstock der Ausstellung sind politische Wahlplakate, welche die Werbung um die politische Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen demokratischen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts zeigen, die Einführung des Frauenwahlrechts (1918/19), Trauer und Neuanfang (1945/49) und Umbruch und Verstetigung (1989/90). Allgemeine Wahlaufrufe stehen dabei neben Werbeplakaten für verschiedene Parteien und Vereinigungen. Die gezeigten Plakate, zur Verfügung gestellt vom Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, zeigen vor allem auch den Wandel des Frauenbildes nach Einführung des Frauenwahlrechts.


Ergänzt wird die Ausstellung mit Gegenwartsmotiven der amerikanischen Frauenrechtsbewegung "Woman's March". Der Women’s March on Washington war ein Protestmarsch für Frauen- und Menschenrechte in Washington, D.C. am 21. Januar 2017, dem ersten Tag nach der Amtseinführung von Donald Trump. Er wurde von der Hawaiianerin Teresa Shook initiiert, weil sie die Reden Donald Trumps als polarisierend, rassistisch und misogyn empfand. Daraus entwickelt hat sich eine, vor allem auch in den sozialen Medien getragene, Frauenrechtsbewegung, die sich vehement gegen Sexismus und für die Selbstbestimmung der Frau einsetzt und zunehmend versucht, politischen Einfluss zu gewinnen in einem immer noch von Männern dominierten Politikbetrieb.

Die Ausstellung ist mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" zusammengestellt worden und während der Öffnungszeiten des Rathaus kostenfrei zu sehen. Eröffnet wird sie am 18.09.2018 um 19:00 Uhr mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht - „Aktiv, na klar! ... Passiv, na ja!" im Ratssaal des Rathauses. Am 21. 09.2018 um 19:00 Uhr wird vor ihrem Hintergrund auch die szenische Lesung ”Suffragetten – Damenwahl” mit Angela Bertram und Maren Colell vom Theater in Stall zu sehen sein.

Ratzeburger Bündnis und Verein Miteinander leben e.V. starten kreisweites "Rassismus-Monitoring"

Alltagsrassismus ist ein in vielerlei Hinsicht schwierig zu bearbeitendes Themenfeld. Es gilt nicht nur, festsitzende Vorurteile in den Köpfen der Menschen aufzubrechen und Ängste zu nehmen, sondern überhaupt seitens der Betroffenen von Vorfällen zu erfahren, die meist aus Scham und Verletzung verschwiegen und verborgen bleiben. Das Ratzeburger Bündnis und auch der Verein Miteinander leben e.V. beobachten und diskutieren diese Phänomenlage schon seit längerer Zeit und sind durch Berichte aus den Willkommenskulturen, über einen Anstieg rassistischer Vorfälle in den letzten Monaten motiviert worden, ein Dokumentationsprojekt ins Leben zu rufen. Mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen soll langfristig in Ratzeburg, wie im gesamten Kreisgebiet ein "Rassismus-Monitoring" aufgebaut werden, das helfen soll, rassistische Vorfälle zu dokumentieren,  ein Netzwerk zu Beratungseinrichtungen für Opfer von Diskriminierung und Rassismus aufzubauen,  über ein regelmäßiges Berichtswesen sowie Vortragsveranstaltungen die allgemeine Öffentlichkeit zum Thema ”Alltagsrassismus” zu sensibilisieren und Multiplikator*innen zum Thema ”Alltagsrassismus fortzubilden.

Dabei nutzt das Projekt die vielen guten persönlichen Beziehungen, die es im Kreisgebiet in die unterschiedlichen migrantischen Milieus gibt und über die solche Vorfälle auch zur Sprache kommen. Solche Vertrauenspersonen, die auch von den vermeintlich niederschwelligen Erfahrungen Kenntnis gelangen, sei es, weil sie seit Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit oder beruflich in der Migrationsberatung oder Jugendarbeit tätig sind, sei es weil sie mit eigener Migrationsbiografie als akzeptierte*r Mittler*innen fungieren, sollen als Interviewer gewonnen werden, die für eine standardisierte Dokumentation geschult und zum Datenschutz verpflichtet werden. Begleitet wird das "Rassismus-Monitoring" durch das Zentrum für Betroffene rechter Angriffe e.V. ( ZEBRA e.V.) in Kiel, die dieses landesweit einmalige Pilotprojekt mit Beratungsexpertise, Coaching und Auswertungskompetenz unterstützt.


Über das Angebot, rassistische Vorfälle dokumentieren zu wollen, wird seit einigen Wochen in mehrsprachigen Flyern informiert, die an vielen Zugangsstellen für die Zielgruppe ausliegen oder ihnen gezielt übergeben wird. Dabei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Angaben freiwillig erfolgen sollen, dass der Vorfall anonymisiert aufgenommen wird und das nur bei ausdrücklich artikuliertem Bedarf über die Zugangsstellen der Kontakt zu einer Vertrauensperson vermittelt wird.  Aus den erfassten Vorfällen wird einmal jährlich ein ”Rassismusbericht” erstellt und veröffentlicht, anonymisiert in seiner Form, aber möglichst aussagekräftig mit Blick auf das Lagebild vor Ort. Dieser soll jeweils ergänzt werden, um Beispiele aus den sozialen Medien, in denen vielfach in enthemmterer Form rassistische Äußerungen getätigt werden als direkt von angesicht zu angesicht.

Parallel zum Erfassungswesen sollen zudem wiederkehrend öffentliche Veranstaltungen zum Thema ”Alltagsrassismus” organisiert werden, für alle Altersgruppen in unterschiedlichen Formaten, um die öffentliche Sensibilität gegenüber diesem Phänomen zu steigern. Ebenso sollen Multiplikator*innen aus Sozialarbeit, Schulsozialarbeit, Jugendarbeit, Verwaltung, Institutionen und Vereinen in diesem Themenbereich niederschwellige Fortbildungsangebote vor Ort eröffnet werden.

Den Projektinitiatoren aus Ratzeburg und Mölln ist sehr bewusst, dass sie mit dem "Rassismus-Monitoring" ein "dickes Brett" bohren werden und dafür einen langen Atem brauchen. Schließlich wusste schon Albert Einstein, dass es leichter ist, ein Atom zu spalten, als ein Vorurteil. Doch angesichts eines zunehmenden verrohten Umgangs in der Gesellschaft ist aus ihrer Sicht wichtig, im ersten Schritt öffentlich festzuhalten, wie wir miteinander umgehen.

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Kunstprojekt für Frauen lädt zum Mitmachen ein

Ratzeburg. Frauen mit und ohne Migrationshintergrund sind ab sofort eingeladen, an einem niedrigschwelligen Kunstprojekt teilzunehmen. Unter dem Titel „FrauenGesichter – FrauenGeschichten – FrauenWelten“ können Frauen sich und ihr Leben in Bild und Text präsentieren und ihre Erfahrungen, Wünsche und Hoffnungen zum Ausdruck bringen.

Über Portraitzeichnung, Portraitmalerei in Eitempera, Fotografie und eine Schreibwerkstatt soll ebenso individuell wie gemeinsam das Selbstbewusstsein gestärkt, Toleranz und die kulturelle Kompetenz gefördert werden. Eigene Kinder können dabei mit einbezogen sein. Die Ergebnisse des Projektes sollen im November gemeinsam öffentlich präsentiert werden.

Initiator des Projekts ist der Förderverein Soroptimist International Club Ratzeburg e.V. Claudia Bormann, amtierende Vorsitzende und selbst Künstlerin und Kunstpädagogin, begleitet das Projekt, das von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird. Vorkenntnisse sind bei dem Kunstprojekt, das in Kooperation mit der VHS Ratzeburg und den DAZ-Zentren durchgeführt wird, nicht erforderlich. Als Dozenten stehen den Teilnehmerinnen die Malerin und Kulturvermittlerin Barbara Engel und der Fotograf und Autor Thomas Biller zur Verfügung. „Portrait hört sich so groß an, aber malen kann jeder. Es hat etwas mit Wahrnehmung von sich selbst zu tun“, sagt Barbara Engel. Claudia Bormann ergänzt: „Ein Portrait bedeutet Wertschätzung.“

Die wöchentlichen Treffen finden jeweils mittwochs von 16 bis 18 Uhr im Begegnungscafé der VHS Ratzeburg, Seminarweg 1, statt. Für Kinderbetreuung ist gesorgt. Weitere Informationen unter T. 04541/8000146.

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Dänisch-chinesische Klänge in der Grundschule Ratzeburg St. Georgsberg

Auf Vermittlung des Vereins Miteinander leben e.V. besuchte das dänische Ensemble PHØNIX zusammen mit der chinesischen Guzheng-Spielerin Sangka im Rahmen des Musikprogramms "Share my Music" die Grundschule Ratzeburg am Standort St. Georgsberg mit zwei aufeinanderfolgenden Vortragskonzerten in der Turnhalle.


377 Kinder der Klassenstufen 1 – 4  nahmen an diesen Aufführungen teil und erlebten ein spannendes Zwiegespräch zwischen skandinavischer und chinesischer Musikkultur, mitreißend dargeboten, hervorragend erklärt und in positiver Weise demonstrierend, was kultureller Austausch zu erreichen vermag. Die Schüler*innen zeigten sich dabei fasziniert, von der Lebendigkeit der Aufführungen, dem Klang der fremden Instrumente und ließen sich von Jesper Falch, dem Percussionist des dänischen Ensembles, ein ums andere Mal zum Mitmachen animieren.

Die lebendige und zugewandte Weise, in der PHØNIX und Sangka ihre Kulturen mitreißend präsentierten, vermochte den Kindern den Wert von Vielfältigkeit nahe zu bringen, ein wichtiger Lernprozess der Persönlichkeitsentwicklung. Die Musiker*innen öffneten ein Schaufenster zur Welt, die voller Entdeckungen steckt und zum Erkunden animiert.

Die Grundschule Ratzeburg nutzt schon seit vielen Jahren die wiederkehrenden Angebote von Schulkonzerten mit internationalen Musikern, die der Verein Miteinander leben e.V. immer im Gefolge der Möllner Folksfeste ermöglicht. In diesem Jahre half dabei auch eine Förderung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

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Bucky Halker gastierte mit dem "Ghost of Woody Guthrie« im POLITICALied

Mit einem besonderen Vortragskonzert führte die Volkshochschule Ratzeburg zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V die Reihe "POLITICALied" fort, die im vergangenen Jahr mit einer Förderung durch die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ gestartet wurde und dem politischen Lied Raum und Bühne geben will.

Bucky Halker aus Chicago lud zu einer musikalischen Begegnung mit dem "Ghost of Woody Guthrie“ in den Ratssaal des Rathauses und rund 40 Besucher*innen folgten seinen Ausführungen in Vortrag und Musik zum Leben und Wirken des amerikanischen Musikers mit dem großen sozialpolitischen Gewissen. Bucky Halker pflegt als Vorstandsmitglied der "Woody Guthrie Foundation" das Liedgut Woody Guthries und konnte sowohl als Musiker, aber auch als Dozent für das politische Lied in seinem auf Englisch gehaltenen Vortrag die Aktualität von Guthries Musik eindrucksvoll herausarbeiten.

Insbesondere jene Lieder, die Woody Guthrie über Flucht, Arbeits- und Umweltmigration während der großen Depression und der „Dustbowl“-Dürre in den USA der 30er Jahre verfasste und die Bucky Halker mit Bildern der Zeit unterlegte schlugen einen erstaunlichen Bogen in die Gegenwart Europas, mit all den beschriebenen Facetten von Verzweiflung, Perspektivlosigkeit, aber auch Rassismus und Ausgrenzung.

Dabei wies Bucky Halker immer wieder auf dem Umstand hin, dass die Lieder Woody Guthries den oft unmenschlichen und mitleidlosen Umgang von Amerikanern untereinander in der wirtschaftlichen Krise beschreiben und nicht gegenüber fremden Menschen, die als Migranten ins Land kommen. Er unterstich in diesem Zusammenhang die Bedeutung Guthries, der nicht nur in seinen volksnahen, sozialkritischen Liedern dieser Verzweiflung und Unmenschlichkeit einen Ausdruck geben konnte, sondern historisch auch als Chronist einer Zeit starker Entsolidarisierung der Gesellschaft fungierte. Gerade dies mache, so Halker, seine Lieder in der heutigen Zeit so wertvoll und aktuell.

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Begegnungsfest zur Einweihung des Interkulturellen Treffpunktes NATUR im MedizinWald Ratzeburg

Die Elfriede und Hermann Hübner Stiftung lud am ersten Julisonntag zu einem Begegnungsfest in den MedizinWald Ratzeburg ein. Im Mittelpunkt des Festes stand die Eröffnung des dort entstandenen Interkulturellen Treffpunktes NATUR mit seinem schönen Skulpturenpfad.  Die Stifterin, Elfriede Hübner und Bürgermeister Rainer Voß begrüßten die zahlreichen Gäste.

Alle Künstlerinnen und Künstler, die an der Entstehung des Skulpturenpfades mitwirkten, waren vor Ort und stellten sich den Fragen des interessierten Publikums. Dies waren u.a. Sabine Binnemann, Edda Kaven-Finger, Angelika Löwenthal, Ebba Sakel, Sigrid Schenkenberg, Ebrahim Sharghi und Birgit Waniorek Daneben gab es ein buntes Programm mit verschiedenen musikalischen Einlagen. So spielten u.a. Bendix Böttger, die Gruppe Fatal4way und der iranische Musiker Amir Bachschi. Um die kleinen Gäste kümmerte sich Lilly Labahn, die mit den Kindern einen ganzen Weg mit Kreide in ein Kunstwerk verwandelte und Reza Samadi, der mit seiner Gruppe Papierdrachen bastelte.

Der Verein "Kunstwerke Mölln und Umgebung e.V." entsandte eine Delegation von Künstlerinnen und Künstlern, um den Verein vorzustellen. So waren zahlreiche Werke von Sabine Binnemann, Angelika Löwenthal, Wilfried Ohldag, Sigrid Schenkenberg und Caris Treske zu bewundern. Im Rahmen des Kultursommers am Kanal stellten die Künstlerinnen Susanne Klein und Friederike Otte ihre Werke aus.

Für das leibliche Wohl sorgte das fantastische Team von Esmat Shirazi. So erwarteten die Gäste viele kulinarische Köstlichkeiten. Wir danken allen Beteiligten und den vielen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen des Festes beitrugen. Das Begegnungsfest wurde gefördert von der Elfriede und Hermann Hübner Stiftung und der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen.   

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"Nur ein kleiner Gedanke für Frieden ..."
Ratzeburger Jugendbeirat enthüllt Friedensschild

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat an der Seebadestelle Schloßwiese ein Friedensschild enthüllt. Es wurde im vergangenen Jahr zusammen mit dem Künstler Ebrahim Sharghi im Rahmen des politischen Kunstprojektes "Botschaften setzen" des Vereins Miteinander leben e.V. entworfen. Ebrahim Sharghi lädt dabei mit seinem „Mobilen Kunstatelier“ an ganz unterschiedlichen Orten, Menschen jeden Alters und jeder Herkunft ein, Kunstobjekte in Schilderform zum Thema „Frieden“ zu erschaffen und sie im öffentlichen Raum zu präsentieren. "Ich möchte den Menschen mit diesen Schildern kleine, positive Signale senden, die vielleicht einen Gedanken zum Thema "Frieden in unserer Welt" anstoßen", so beschreibt Ebrahim Sharghi seine Projektidee. Er glaubt daran, dass einzelne, friedvolle Gedanken in den Köpfen von vielen Menschen wie kleine Bausteine durchaus zu einer friedvolleren Welt beitragen können. Eine Idee, die auch den Ratzeburger Jugendbeirat begeisterte und in einem gemeinsamen Kinder- und Jugendkunstworkshop mündete, der durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen über das Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert werden konnte.


Verschiedene Entwürfe zum Thema "Frieden" entstanden dabei, unter anderem auch eine "Friedensblume" aus der Hand einer jungen syrischen Workshopteilnehmerin, die vom Ratzeburger Jugendbeirat einstimmig als Motiv für das Friedensschild gekürt wurde. Als Standort für ihr Friedensschild bestimmte der Ratzeburger Jugendbeirat mit der Seebadestelle "Schloßwiese" einen Platz, an dem viele junge Menschen unterwegs sind. Im Zuge des NDR-Landpartie-Festes, auf dem Ebrahim Sharghi bereits mit den Festbesuchern an einem weiteren Friedenschild arbeitete, wurde das Friedensschild des Ratzeburger Jugendbeirates erstmalig an seinem Standort gezeigt.

"Wir haben als Jugendbeirat dieses Projekt gerne mit den Fördermittel des Jugendforums unserer Partnerschaft für Demokratie unterstützt und sind vom Ergebnis selbst beeindruckt", sagte Niclas Ulrich, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

"POLITICALied" mit Bucky Halker und „The Ghost of Woody Guthrie“

In der Reihe "POLITICALied" planen die Volkshochschule Ratzeburg und der Verein Miteinander leben e.V. gemeinsam ein ganz besonderes Vortragskonzert. Bucky Halker aus Chicago lädt zu einer musikalischen Begegnung mit dem "Ghost of Woody Guthrie“, am 12. Juni 2018, um 19:30 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

Bucky Halker hat fünfzehn Alben veröffentlicht und ist nicht nur als Musiker, sondern auch als Dozent für das politische Lied in Amerika unterwegs, so auch als Gastprofessor an der Universität in Oldenburg. Er pflegt als Vorstandsmitglied der "Woody Guthrie Foundation" das Liedgut Woody Guthries, das gerade in Amerika im Lichte aktueller politischer Entwicklung neu- und wiederentdeckt wird. Er schreibt auch eigene Texte zu politischen Themen der amerikanischen Gegenwart. Interessante Einblicke in die politische Liedkultur von Guthrie über Springsteen bis heute sind garantiert, Live, in Englisch und Deutsch, gerne auch diskursiv.

Der Eintritt zu diesen diesem Vortragskonzert ist frei. Dies wird ermöglicht durch die Förderung der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

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(Aktions-)Tag des Grundgesetzes auf dem Ratzeburger Marktplatz

"Herzlichen Glückwunsch, liebes Grundgesetz", heißt es am 23. Mai von 12:00 - 17:00 Uhr auf dem Ratzeburger Marktplatz. Das Grundgesetz wird 69 und macht immer noch und immer wieder Lust auf Demokratie. So wird Ratzeburg am "Tag des Grundgesetzes mit Politik zum Anfassen e.V. zum Entdeckerziel! Der mobile WahlFUN-Stand macht dort Station, mit geschulten jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins Politik zum Anfassen e.V.      

Sie laden Besucherinnen und Besucher ein, an Quizstationen ihr Wissen zu testen, miteinander zu spielen, ihre Meinung sagen oder miteinander ins Gespräch kommen, um so unsere Demokratie und unser Grundgesetz zu erleben. Zum (Aktions-)Tag des Grundgesetzes, der von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" ausgerichtet wird, werden kleine Geburtstagskarten daran erinnern, wie viele Jahre dieses kleine Büchlein schon unser Leben in Freiheit, Vielfalt, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit gestalten hilft. Ein Geschenk für uns!

3. Demokratielauf des Ratzeburger Jugendbeirates

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat den Wahltag mit seinem 3. Demokratielauf eingeläutet. Am frühen Vormittag konnten Vorsitzender Niclas Ulrich und weitere Mitglieder des Jugendbeirates vor dem Rathaus wieder begeisterte Ratzeburger Laufenthusiasten begrüßen und sich bei allerbestem Wetter gemeinsam auf die rund 12km lange Strecke zu allen Wahllokalen im Stadtgebiet machen. Bei ruhigem Tempo und warmen Temperaturen wurde die gesamte Strecke über den St. Georgsberg, die Insel und die Vorstadt in nur zwei Stunden und fünfzehn Minuten erfolgreich absolviert. Dabei bestimmten die Mitläufer*innen selbst, wie weit sie den Pulk der Läufer*innen begleiten wollten oder wo sie sich anschlossen. Durch besondere, hellblaue Lauf-Shirts mit dem Kampagnenlogo “Demokrat*innen bei der Arbeit“ war die Gruppe unterwegs immer gut zu erkennen und erfuhr bei vielen Passanten aufmunternden Zuspruch und teilweise auch Beifall.



Für den Ratzeburger Jugendbeirat war auch der 3. Demokratielauf, der mit Unterstützung der der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen und des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durchgeführt wurde, somit wieder ein Erfolg und soll nicht der Letzte gewesen sein. Schließlich steht ja schon im kommenden Jahr die Ratzeburger Bürgermeisterwahl an.

Afrikanische Migration im Spannungsfeld von Fluchtursachen und Erwartungshaltungen

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt am 08.05.2018 um 19:00 Uhr ihre Vortragsreihe zur politischen Bildung in der katholischen Kirche St. Answer, Fischerstraße 1, mit einem Vortrag von Dr. Günther Rusch zur "Afrikanische Migration im Spannungsfeld von Fluchtursachen und Erwartungshaltungen" fort.

Die internationale Migrationsforschung spricht von einem pulling und pushing effect. Die Anziehungskraft einer neuen Umgebung wird von vielen unterschiedlichen Faktoren bestimmt. Dem steht der Leidensdruck derjenigen gegenüber, die sich fluchtartig oder mit falschen Vorgaben der angestammten Heimat und ihren lebensbedrohenden Verhältnissen entziehen. Zwischen beiden Migrationsgründen gibt es eine Grauzone. Denn wenn Abwanderung oder Flucht unvermeidlich zu sein scheinen, sollte es zumindest in solche Zielgebiete gehen, wo bessere Lebens- und Erwerbsmöglichkeiten sowie Sicherheit bestehen. Für Afrikaner sind das vor allem die Groß-und Megastädte und Europa. Dr. Günther Rusch versucht als ausgewiesener Afrikakenner einen Einblick in die in Afrika vorherrschenden Migrationsgründe – und folgen zu geben. Er bringt von einer Reise ins westliche Afrika, die erst in der Woche vor dem Vortrag endet, ganz aktuelle Eindrücke mit, die in seinen Vortrag in Interview und Bild einfließen werden.

Der Vortrag, der im vergangenen Jahr orkanbedingt ausfallen musste, wird in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V.  durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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"Gesund und demokratisch " - Ratzeburger Jugendbeirat lädt zum 3. Demokratielauf

Der Ratzeburger Jugendbeirat lädt am 06. Mai zu einem weiteren Demokratielauf, dieses Mal rund um die Kommunalwahl. Startend um 10:00 Uhr am Rathaus sollen alle 12 Wahllokale angesteuert werden, im lockeren Schritt, der die Strecke von rund 13 Kilometer gut trägt. Mitlaufen können alle, die Fitness und Wählen verbinden möchten. Die Sportlichen vielleicht die gesamte Strecke, die weniger Sportlichen auch gern etappenweise. An jedem Wahllokal wird Station zur Stimmabgabe gemacht.

Der Ratzeburger Jugendbeirat richtet den Demokratielauf bereits zum dritten Mal aus, wieder im Rahmen der Kampagne "Demokrat*innen bei der Arbeit" und mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen und des Bundesprogramms "Demokratie leben!". „Wir, als Jugendbeirat, finden es wichtig, das jeder zur Wahl geht und möchten zu diesem Recht mit dem Demokratielauf aufrufen", so Niclas Ulrich, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates. Alle Mitläufer*innen erhalten ein Laufshirt, eigens hergestellt für diese Demokratieläufe.

Ratzeburger und Möllner Jugendbeiräte plakatieren mit

Die Ratzeburger und Möllner Jugendbeiräte haben eine Plakataktion zu den bevorstehenden Kommunalwahlen gestartet, um auf wichtige Themen für Kinder und Jugendliche in Ratzeburg hinzuweisen. Drei unterschiedliche Motive werben seit einigen Tagen im Stadtgebiet, für das Wählengehen, für mehr Freizeitangebote sowie einen erweiterten WLAN-Ausbau im öffentlichen Raum. Die Plakate sollen einen jugendlichen Kontrapunkt im Kommunalwahlkampf setzen, frei nach dem Motto "Unsere Interessen sollen auch gesehen werden".


Die Jugendbeirätler*innen haben diese Aktion bereits im März im Zuge eines gemeinsamen Workshops im Ratzeburger Rathaus geplant und vorbereitet. Dabei wurden Themen gesichtet und in Slogans gefasst, die sie in ihrer Arbeit bereits seit längerem verfolgen und die nicht immer zu befriedigenden Ergebnissen geführt werden konnten.

Für den Ratzeburger Jugendbeirat ist dies vor allem die ungelöste Frage der Skateranlage, die plakativ für die Freizeitsituation im Stadtgebiet steht. Während das Spielplatzangebot für kleine Kinder in Ratzeburg vielfältig und attraktiv ausgestaltet ist, finden Jugendtrendsportarten wie Skaten oder auch Parkour, das alternativ auf der Agenda des Jugendbeirates steht, bislang keinen öffentlichen Raum. Ein Problem, das auch beim Kinder- und Jugendbeirat in der Nachbarstadt Mölln so gesehen und ebenfalls entsprechend kritisch plakatiert wird.

Als weiteres wichtiges Thema für die Jugendlichen wurde die Bedeutung des öffentlichen WLAN-Ausbaus festgehalten und in Szene gesetzt, ist doch das Leben junger Menschen heute in vielen Facetten untrennbar mit den sozialen Medien verknüpft. Hierin entscheidet sich nach Meinung der Kinder- und Jugendvertreter*innen ganz wesentlich die Lebensqualität in kleinen Städten und auch im ländlichen Raum, eine Erkenntnis die nicht wirklich im Bewusstsein der Erwachsenenwelt angekommen ist.

Mindestens ebenso wichtig war für die Kinder- und Jugendbeirate aus Ratzeburg und Mölln, einen generellen Wahlaufruf zu gestalten, der insbesondere Jungwähler*innen ansprechen soll, nicht nur nebenbei zu stehen und zu zuschauen, sondern aktiv wählen zu gehen. "Unsere Zukunft beginnt am 6. Mai!", so die einhellige Aussage auf allen Plakaten, die sowohl eine Erwartung als auch einen Anstoß formuliert.

Bei der Plakatgestaltung wurden die Jugendbeirätler*innen durch Fotograf Jens Butz und Grafiker Matthias Jörke unterstützt sowie durch den Verein Miteinander leben e.V. im Rahmen der Kampagne "Demokrat*innen bei der Arbeit", der mit den Mitteln des  Jugendfonds der "Partnerschaften für Demokratie" in Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen sowie des Kreises aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" diese Aktion ermöglichte.

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Begleitausschuss die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" schickt weitere Projekte auf den Weg

Ganz unterschiedliche Projektideen bewarben sich bei der Märzsitzung des zuständigen Begleitausschuss um eine Förderung durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" (PfD) im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Die Bürgerstiftung Ratzeburg stellte gemeinsam mit Schulsozialarbeiter Peter Linnenkohl ihre Initiative "Fit als Klassensprecher" vor, eine Trainingsreihe zur Stärkung von Mitbestimmung und Mitverantwortung für alle Schul- und Klassensprecher in den örtlichen Schulen.

Das Ratzeburger Bündnis präsentierte ein "Rassismus-Monitoring", das rassistisch motivierte Vorfälle in der Region dokumentierend erfassen, ein Netzwerk zu Opferberatung etablieren und im Rahmen von Schulungen und Vorträgen zum Thema "Alltagsrassismus" sensibilisieren will. Über den gemeinsamen Tanz mit der Breakdance-Formation "G-Breakers" möchte das Diakonische Werk Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Projektes "AkzepTanz II" junge Menschen zu einem respektvollen Miteinander motivieren. Weiterhin wurde ein Ausstellungsprojekt unter dem Titel "Oh, eine Dummel", das Karikaturen zum Thema Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit zeigen im November im Kreishaus will, vom Verein Miteinander leben e.V. vorgestellt. Alle Projektideen, die anhand eines Kriterienkataloges mit den Zielen des PfD wie Demokratiestärkung, Extremismusbekämpfung oder die Förderung des Zusammenlebens in der Einwanderungsgesellschaft abgeglichen und bewertet wurden, fanden im Begleitausschuss Anklang und breite Zustimmung.

Als eigene Initiative beschloss der Begleitausschuss zudem, zum großen NDR-Landpartie-Fest im Mai mit großformatigen, öffentlichkeitswirksamen Plakaten über die vielen Projekte zu informieren, die im Rahmen des Förderprogramms bereits erfolgreich umgesetzt wurden.

Auch zur nächsten Sitzung am 15. Mai 2018 können Vereine und ähnliche Träger wieder Projektideen präsentieren und sich um eine Förderung bewerben. Dabei hilft die Fach- und Koordinierungsstelle des PfD mit kostenlosen Beratungen zu den Förderrichtlinien, zur Antragstellung und zur Präsentation im Begleitausschuss. Karl Schneider steht unter 04541 808027 oder schneider@bqg-personalentwicklung.de als Ansprechpartner bereit. Im Übrigen können auch Einzelpersonen oder Schulklassen von der Förderung durch das Bundesprogramm "Demokratie leben" profitieren, im Rahmen der sogenannten Miniprojekte. Bis zu 500 € werden hier für kleine Demokratieprojekte oder Begegnungsevents bereitgestellt.

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"NOURUZ" - Gemeinsam den Frühling begrüßen

Vor einem Jahr wurde erstmalig das Frühlings- und  Neujahrsfest "NOURUZ" in Ratzeburg begangen. Viele hundert Menschen kamen in der Lauenburgischen Gelehrtenschule zusammen und verbrachten einen Abend voller Begegnungen, an festlich gedeckten Tafeln, bei orientalischer Musik und Tanz. Mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen soll diese verbindende, altpersische Tradition auch in diesem Jahr eine Fortsetzung finden. So lädt die BQG Personalentwicklung GmbH zusammen mit dem Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg und dem unermüdlichen Team um Ratzeburgs Flüchtlingskoordinatorin Esmat Shirazi am 24. März 2018 um 18:00 Uhr ein weiteres Mal in die Mensa der Lauenburgischen Gelehrtenschule, um gemeinsam den Winter zu verabschieden und den Frühling willkommen zu heißen. Eine schöne Gelegenheit, sich wieder an der großen Festtafel zu begegnen, insbesondere auch für alle jene, die im vergangenen Jahr "NOURUZ" tatsächlich verpasst haben.

"NOURUZ", das Frühlings- und Neujahrsfest, das aus dem persischem Raum stammt, ist eine ferne Tradition, die über die Migration zunehmend auch in Deutschland gefeiert wird. Es ist eine offene, nichtreligiöse Feierlichkeit, die immer auch Nachbarn und Fremde an die gemeinsame Tafel einlädt, sie zusammenbringt und gastfreundlich willkommen heißt."Nouruz", wörtlich "neuer Tag", hat eine mehrtausendjährige Geschichte und wird immer zum astronomischen Frühjahrsanfang begangen.

Die Vorbereitungen auf "Nouruz" beginnen schon einige Woche vor dem eigentlichen Festtag. Viele Einkäufe müssen getätigt werden, um die traditionelle Mahlzeiten, wie Sabze, einem aus gekeimten Linsen, Weizen oder Gerste hergestellten Gericht, ansetzen zu können. Dabei trifft man in den Straßen immer wieder auf den Hadji Fizz, einem in rot gekleidetem Mann mit spitzer Mütze und schwarz geschminktem Gesicht, der mit seinem Tamburin laut singend und tanzend auf das kommende Fest hinweist.  Auch ein großer Frühjahrsputz gehört zu diesem Vorbereitungen. Das Haus soll dabei vom Schmutz des Vorjahres befreit werden.

Am Mittwoch vor "Nouruz", dem sogenannten "Tshaharshambeh-souri", werden abends auf den Straßen und Plätzen Feuer entzündet, über die Menschen mit einem rituellen Sprung hinwegsetzen, um die blasse Hautfarbe des Winters gegen das gesund Rot des Sommers zu tauschen. Die wichtigste Vorbereitung auf "Nouruz" ist allerdings das Schmücken der "Haft-sin", der Neujahrstafel, an der sich alle Gäste zusammenfinden. Der Tisch ist mit sieben Dingen gedeckt die mit dem persischen Buchstaben "sin" also "s" beginnen. Die Tafel lädt an 12 Tagen Freunde und Bekannte ein, sowie man selbst zu der Tafel von Freunden und Bekannten eingeladen ist.

In diesem Sinne freut sich das Organisationsteam des diesjährigen "NOURUZ" wieder auf zahlreiche Gäste. Sie werden empfangen und unterhalten mit orientalischer und deutscher Musik von Ramin Rahmi, Babak Massali, Aresu Nubahar, Hameed Nishat Khurasani und Klaus Irmscher.

Um die traditionelle Tafel des "NOURUZ" landestypisch auszugestalten, wird anstelle von Gastgeschenken ein Unkostenbeitrag von 10,00 € an der Abendkasse erhoben. Für Kinder bis 14 Jahren ist der Eintritt frei. Das Begegnungsfest wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

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"Putins Russland und der Westen - Anatomie einer komplexen Beziehung"
Vortrag der Ratzeburger Volkshochschule mit Dr. Udo Metzinger

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt am 23.03.2018 um 19:00 Uhr die Vortragsreihe zur politischen Bildung im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses mit einem Blick auf "Putins Russland" fort. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger skizziert die komplexen Beziehungen dieses Landes und seines Präsidenten zum Westen und zum Rest der der Welt.

Ist der Kalte Krieg zurück? Eher nicht, doch eines ist unverkennbar: die westlich-russischen Beziehungen sind in eine neue Phase eingetreten. Wie kam es dazu? Die russische Antwort ist klar: Der Westen habe Russland eingekreist, in der Ukraine habe ein vom Westen unterstützter Putsch stattgefunden, Russland werde nicht verstanden, ja sogar "gedemütigt. Was hat all das mit Putins Russland zu tun? Ist die Mär vom bösen Westen eine Voraussetzung für das System Putin? Der Vortrag zeigt Zusammenhänge auf und wirft einen Blick auf Russland nach den Präsidentschaftswahlen.

Der Vortrag wird in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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"Reichsbürger - Eine Gefahr für die demokratische Ordnung?"
Vortrag der Ratzeburger Volkshochschule mit David Begrich

Die Ratzeburger Volkshochschule startet am 22.02.2018 um 19:00 Uhr eine weitere Vortragsreihe zur politischen Bildung im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses. Den Auftakt macht David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg mit einem Blick auf die Reichsbürger-Szene und ihr sehr heterogenes Spektrum. Er wird dabei der Frage nachgehen, ob diese Szene ein Potential zur Militanz besitzt, das staatsgefährdend sein kann und wie der souveräne Umgang mit „Reichbürgern“ aussehen sollte.

Die Reichsbürger-Szene ist seit den gewalttätigen Übergriffen auf Polizeibeamte mit zum Teil tödlichen Ausgang in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt, als Phänomen aber bereits seit langem bekannt. Immer wieder treffen Kommunalverwaltungen, Polizei oder Justiz auf Menschen, die sie mit kruden Verschwörungstheorien oder gar der Leugnung der Existenz der Bundesrepublik konfrontieren, die sich weigern, Gebühren und Abgaben an eine vermeintliche „BRD-GmbH“ zu zahlen oder gar kleinen Fantasiestaaten ausrufen und bizarre Staatsrechtstheorien entwerfen. Öffentliche Bedienstete werden dabei oftmals angefeindet, bedroht, genötigt oder sogar körperlich angegriffen. Diese Konfrontation mit Staatsorganen wird zum Teil offensiv gesucht und medial im Internet vermarktet und findet dort zunehmend und viral Anklang.

Der Vortrag wird in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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Ratzeburger Volkshochschule setzt Vortragsreihe zur politischen Bildung fort

Die Volkshochschule Ratzeburg setzt auch in diesem Jahr die politische Bildungsarbeit in der bewährten Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. und der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" (PfD) fort. Geplant ist eine facettenreiche Vortragsreihe, in denen sowohl Themen der Innenpolitik, wie "Reichsbürger" oder "Rechtspopulismus und neue Medien", als auch die internationale Politik wie "Putins Russland" oder die "Afrikanische Migration" behandelt werden sollen. Dabei ist allen drei beteiligten Partnern wichtig, dass alle Vorträge kostenlos sind und jeweils an verschiedenen Orten angeboten werden, so im Frühjahr im Ratzeburger Rathaus, aber auch in der katholischen Kirchengemeinde St. Answer. "Wir wollen unsere politischen Bildungsangebote auf diese Weise ganz nah an die Menschen bringen und einladen, sich zu informieren, nachfragen zu können, sich eine eigene, politische Meinung zu bilden. Das ist gerade heute wichtig wie nie", beschreibt Volkshochschulleiter Holger Martens das politische Bildungskonzept hinter der Vortragsreihe. "Dabei schauen wir nicht nur über den Tellerrand, sondern auch, außerhalb dieser Vortragsreihe, direkt vor die eigenen Füße, insbesondere bei der anstehenden Kommunalwahl im Rahmen einer geplanten Podiumsdiskussion mit den örtlichen Fraktionsspitzen."

Für Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. ist dieses Gemeinschaftsprojekt mit der Ratzeburger Volkshochschule beispielhaft: "Als freier Träger der politischen Bildung ist es wichtig, Angebote nicht nur im eigenen Haus vorzuhalten, sondern sie auch in die Fläche zu bringen. Da ist die Offenheit der Ratzeburger Volkshochschule ein Glücksfall, ebenso die Förderungsmöglichkeiten über die PfD und das Bundesprogramm "Demokratie leben!", die es uns ermöglichen, namhafte Experten nach Ratzeburg und ins ländliche Umland zu holen".

Angebote zur politischen Bildung der Ratzeburger Volkshochschule

Das vorläufige Programm der politischen Reihe ist aktuell als handlicher Flyer erschienen, erhältlich in der Ratzeburger Volkshochschule, im Rathaus und der Stadtbücherei und ebenso als PDF-Download auf den Webseiten der Volkshochschule (www.vhs-ratzeburg.de), der Stadt Ratzeburg, der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" (www.partnerschaftdemokratie.de) sowie auf der politischen Bildungswebseite des Vereins Miteinander leben e.V. (www.demokratie-leben.eu), die auch umfassend über Angebote in Mölln informiert. Im Jahresverlauf sollen weitere Vortrags- und Seminarangebote im politischen Bildungsprogramm aufgenommen und der Flyer jeweils entsprechend aktualisiert werden.

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"Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" startet mit neuen Projekten

Der Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" (PfD) hat erste Projekte im neuen Förderjahr des Bundesprogramms "Demokratie leben!" auf den Weg geschickt. So wurde die Fortsetzung politische Bildungsinitiative des Vereins Miteinander leben e.V. und der  Volkshochschule Ratzeburg beschlossen, die auch für 2018 verschiedene Vorträge zu ganz unterschiedlichen Themen planen, wie "Reichsbürger", "Putins Russland", "Afrikanische Migration" oder "Der Wandel der Mediennutzung als Begünstigungsfaktor des Rechtspopulismus". Zudem ist als öffentlichkeitswirksame Aktion die Einrichtung sogenannter "Politischer Klönbänke" geplant. Ausgewählte Bänke sollen mit Messingplaketten versehen werden, auf denen ein kontroverses Zitat der tagesaktuellen, politischen Diskussion zu eben solcher anregen soll.

Einen weiteren Förderzuschlag bekam die Projektvorstellung des "TOLERANZTRAINING" durch den Verein Miteinander leben e.V.. Unter dem Motto "Keine Chance für Diskriminierung, Mobbing, Rassismus & Co" bietet Ercan Kök zweitägige Workshops für Schulklassen oder Jugendgruppen, in denen maßgebliche Fragenstellungen des gesellschaftlichen Miteinanders auf spielerisch motivierende Weise thematisiert werden: "Wo habe und wurde ich, auf welche Art von Wem diskriminiert?“ „Was macht Diskriminierung mit dem Menschen?“ „Wieso Diskriminieren wir?“ „Hat Toleranz Grenzen?“. Der Workshop eignet sich immer auch, um bestehende Konfliktlinien in Gruppen in einem moderierten, perspektivwechselnden und Respekt vermittelnden Rahmen anzusprechen, offenzulegen und gemeinsam auch Lösungswege zu erarbeiten. Das TOLERANZTRAINING des Vereins Miteinander leben e.V. ist bereits mit viel Erfolg an Schulen im Kreisgebiet zum Einsatz gekommen und steht nun in vorerst drei Workshops auch Ratzeburger Schul- und Jugendeinrichtungen zur Verfügung.

Fördermittel wurden zudem wieder für sogenannte "Miniprojekte" reserviert. Während größere Projektanträge bei der "Partnerschaft für Demokratie" immer von einem gemeinnützigen Träger eingereicht werden müssen, eröffnen die Miniprojekte auch Einzelpersonen, Schulklassen oder Initiativen ohne besondere Rechtsform die Möglichkeit, sich mit ihren Ideen für eine Strake Demokratie, gegen das Entstehen extremistischer Tendenzen oder für das friedliche Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft einzusetzen. Miniprojekte können fast unbürokratisch mit bis zu 500 € unterstützt werden. Dabei hilft die Fach- und Koordinierungsstelle des PfD, die auch in diesem Jahren wieder in den bewährten Händen von Karl Schneider und Birga Klein von der BGQ Personalentwicklung GmbH liegt.

Weitere Anträge zur Projektförderung aus dem Topf der PfD Ratzeburg/ Amt Lauenburgische Seen, der in diesem Jahr mit 44.000 € ausgestattet ist, können jederzeit an die Fach- und Koordinierungsstelle gestellt werden. Eine Kontaktaufnahme zwecks Beratung zur geeigneten Förderkulisse wird unter 04541-8080-27, 0176-118080-16 oder schneider@BQG-Personalentwicklung.de erbeten.


Nach dem Begleitausschuss wird in Kürze auch das Jugendforum seine Arbeit wieder aufnehmen. Hier wird unter Federführung des Ratzeburger Jugendbeirates, der den mit 6.000 € dotierte Jugendfond verwaltet, eigenverantwortlich demokratiestärkende Kinder- und Jugendprojekte organisiert und gefördert. Ideen können gerne an den Ratzeburger Jugendbeirat gerichtet werden.

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Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" läutet erste Förderrunde ein

Der Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" (PfD) freut sich auch in diesem Jahr wieder auf vielfältige Anträge zur Stärkung von Demokratie, zur Bekämpfung von Extremismus sowie zur Förderung von Integration und dem Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft und bereitet sich aktuell auf die neue Förderperiode vor. Noch vor der Jahreswende wurde vom  Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  eine erneute Bewilligung von Fördermittel übersandt und damit der Starschuss für die erste Förderrunde gegeben. Damit stehen auch in 2018 wieder 40.000 € für Projekte in diesen Themenbereichen zur Verfügung, weitere 5.000 € für Jugendprojekte, ergänzt um jeweils 2.500 € von der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen, die bereitwillig einen im Programm geforderten Eigenmittelanteil beigesteuert haben. Allerdings gibt es in diesem Jahr erst einmal einen Vorbehalt, da der Bundeshaushalt 2018 aufgrund der noch andauernden Regierungsbildung bislang nicht verabschiedet werden konnte. Entsprechend erfolgte die Mittelbewilligung des Bundes zunächst bis zur Jahresmitte, allerdings mit der festen Perspektive einer vollständigen Förderung bis zum Jahresende.

So bleibt der Begleitausschuss trotz bundespolitischer Turbulenzen weiter handlungsfähig und kann bereits am 23. Januar seine Arbeit aufnehmen. Erste Förderanträge sollen beraten und entschieden werden. Das Gremium orientiert sich dabei an der selbstgesteckten Zielpyramide, die beschreibt, wohin die lokale "Partnerschaft für Demokratie" bis 2019 steuern möchte, welche Wege sie beschreiten will und welche Projekte dabei konkret mitwirken können.

"Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen"  - Projekte 2017

Nach dem erfolgreichen Start der PfD im vergangenen Jahr mit 18 geförderten Projekten hoffen die Mitglieder des Begleitausschusses, auch in diesem Jahr auf viele weitere interessante Projektvorstellungen, die zu den gemeinsamen Leitzielen beitragen können. Dieses können große Würfe, aber auch ganz kleine Ideen sein. Hinweise zum Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zum Antragsverfahren und zu den Förderrichtlinien erhalten Interessierte auf der Webseite www.partnerschaftdemokratie.de oder direkt bei Projektberater Karl Schneider von der Fach- und Koordinierungsstelle unter 04541-808027.

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Jahresabschluss für das Patenprojekt der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen „Ich zeig dir MEINE Welt“ mit Klettern und Eislaufen

Klettern ist Teamsache. Wer sich in die Höhe entlang einer Wand wagt, muss seinem Partners am Boden vertrauen. An der Kletterwand der Lauenburgischen Gelehrtenschule bestand für uns die Möglichkeit, Ängste und Höhenmeter zu überwinden. Klettern ist schwer; die Griffe in der Kletterhalle sind groß und unhandlich, sie lassen sich kaum halten. Der nächste Griff ist viel zu weit weg… doch mit gemeinsamer Hilfe konnte die Kletterwand bezwungen werden. Abgesichert durch einen ausgebildeten Trainer konnten die ganz Wagemutigen unter den bewundernden Blicken der Anderen bis fast an die Decke der Turnhalle klettern.

Eigene Grenzen überwinden und gegenseitiges Vertrauen bilden. Mit viel Spaß ist es den Kindern und Jugendlichen der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen gelungen, gemeinsam mit den jungen Geflüchteten über sich hinauszuwachsen.

Eine andere, vorweihnachtliches Initiative entwickelte sich aus einer Gemeinschaftsaktion der Klasse 7c und der DaZ Klasse. Die Klassenlehrerinnen Christine Grützmacher und Sophia Rieger trafen sich mit ihren Klassen in der Vorweihnachtszeit um gemeinsam die Weihnachtsgeschichte zu lesen und zu verstehen. Auch hier besteht das Ziel des Kennenlernens auf Augenhöhe.

Unterstützt durch „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ ging es mit beiden Klassen auf die Ratzeburger Eisbahn. Nach der, für einige junge Geflüchtete erstmaligen, anstrengenden Eispartie konnten alle in Ruhe einen warmen Kakao genießen. „Wir hatte viel Spaß beim Eislaufen, uns gut verstanden und uns ein viel besser näher kennengelernt“, so Sarah, Nicki und Bianka aus der 7c.

"Vielen Dank der "Partnerschaft für Demokratie" und dem Bundesprogramm "Demokratie leben!". Wir konnten in diesem Jahr im Rahmen dieser Förderung sieben gemeinsame Aktionen mit Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule Ratzeburg durchführen. Wir erinnern uns zum Beispiel gern an unseren Campingausflug im Sommer oder den Besuch im Hansemuseum Lübeck im Herbst. Ganz nach dem Motto des Projektes „Ich zeig dir MEINE Welt“ helfen die vielfältigen Begegnungen unseren DaZ Kindern (Deutsch als Zweitsprache), sich in unserer Welt zurechtzufinden, neue Kontakte zu finden und ihre eigene Welt zu zeigen zu können", resümierte Barbara Stellingwerf den erfolgreichen Projektverlauf.

Ratzeburger Jugendbeirat gestaltet ein eigenes Logo

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat sich mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" (PfD) den lang gehegten Wunsch erfüllen können, ein eigenes und unverwechselbares Identifikationsmerkmal in Form eines Logos zu schaffen. "Wir möchten bei unseren Aktionen in der Öffentlichkeit als Mitglieder des Ratzeburger Jugendbeirates erkennbar sein, ebenso als Ansprechpartner*innen in den Schulen für alle Belange, die Kinder und Jugendliche in Ratzeburg betreffen", sagte Niclas Ulrich, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

Den Bekanntheitsgrad des Ratzeburger Jugendbeirates deutlich zu vergrößern, war eines der ersten Ziele, die sich das aktuelle Gremium gesetzt hatte. "Wir stellen immer wieder fest, dass Kinder und Jugendliche unsere Arbeit noch zu wenig wahrnehmen, ebenso die Möglichkeiten, selbst zu gestalten und über uns mitzubestimmen", beschreibt die ehemalige Vorsitzende Ellen Fokuhl die Erfahrung ihrer mehrjährigen Beiratsarbeit. Eine Feststellung, die durchaus ein bisschen paradox ist, sind doch die Mitglieder des Jugendbeirates inzwischen gern gesehene und anerkannte Gäste in allen städtischen Ausschüssen der sogenannten "Erwachsenenwelt". Als eine Möglichkeit, sich auch bei den Gleichaltrigen stärker ins Bewusstsein zu rücken, wurde die Idee eine professionelle Werbeoffensive mit einem neugestalteten Logo gefasst und diesem im Jugendforum des PfD beraten. Über die Jugendfördermittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" konnte der fachliche Rat des Grafikers Matthias Jörke hinzugezogen werden, der zum einem bei der Gestaltung eines Logos, aber auch bei der Auswahl und Ausgestaltung der Werbeartikel behilflich war. Ein mehrwöchiger Prozess der gemeinsamen Motivsuche schloss sich an, aus dem sich eine Anlehnung an den Ratzeburger Löwen heraus kristallisierte. Entstanden ist schließlich der Entwurf einer Löwentatze, die farblich und graphisch ein "JB" für "Jugendbeirat" ausformt.

Ebenso wurde die Idee entwickelt, mit dem neuen Logo eine Postkarte zu gestalten, die nach Möglichkeit jede*r Schüler*in an den Ratzeburger Schulen bekommen soll und auf der mit einem QR-Code für den Facebook-Auftritt des Ratzeburger Jugendbeirates geworben wird. Auf dem Wunschzettel steht zudem ein Kapuzenpullover,  der für ein einheitliches Erscheinungsbild des Jugendbeirates bei Events wie beispielsweise "Beach-Unplugged" oder "VIELFALT ON ICE" sorgen soll.

"Unser Ziel ist es, dass jeder Schüler*in einmal etwas von uns in der Hand gehabt hat und zumindest so die Chance hatte, von uns und unserer Arbeit zu erfahren", sagte Niclas Ulrich, der sich viel mehr Anregungen seitens der Kinder und Jugendlichen für die Arbeit des Jugendbeirates wünscht.

VIELFALT ON ICE - Ratzeburger Jugendbeirat bringt Kinder und Jugendliche auf dem Eis zusammen

Über viele strahlende Gesichter konnte sich der Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg am vergangenen Freitag anlässlich des gelungenen Eisbahnevents "VIELFALT ON ICE" freuen. Rund 100 Kinder und Jugendliche, viele erst seit kurzer Zeit in Ratzeburg zuhause, waren der offenen Einladung zu einem interkulturellen Eislaufen gefolgt, in dessen Zentrum die Begegnung und der Spaß an der gemeinsamen Aktion stand. Auf der Bahn wimmelte es zeitweilig mit bis zu 80 Eislaufbegeisterten aller Altersklassen und unterschiedlichster Herkunft, die eine Geräuschkulisse voller Lachen und Freude erzeugten.


Zu Beginn der Aktion "VIELFALT ON ICE" wurde vor allem für Familien mit kleineren Kindern ein zweistündiges "Eisbahn frei!" ermöglicht, samt Schlittschuhe und Schiebebären zum Ausprobieren, im Anschluss dann die gesamte Eisbahn für Jugendliche reserviert, die sich offensichtlich gerne auch an höheren Geschwindigkeiten übten. In der Pause gab es für alle ein großes, vielfältiges Pizza-Buffet, ergänzt durch süße Spezialitäten, die seitens vieler Eltern beigesteuert wurden.


Während in den vergangenen Jahren die Eisbahnevents des Jugendbeirates meist in kleinerem Rahmen erfolgte,  konnte die Jugendbeirätler*innen in diesem Jahr mit den Mitteln des Jugendfonds der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen", die im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" jährlich bereit stehen,  einen deutlich größeren Wurf wagen. So wurde eine professionell gestaltete Einladung zum "VIELFALT ON ICE" in den Schulen, aber auch persönlich bei den Familien im großen Maßstab verteilt und lockte so tatsächlich ganz viele Menschen zur Eisbahn. "Wir sind vom Erfolg unserer Idee selbst überrascht", sagte Niclas Ulrich, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates, "vor allem, da keiner mit gerechnet hätte, dass die Aktion so gut angenommen wird und so viele glückliche Gesichter zaubern kann.“ Beflügelt durch diese rundum positive Erfahrung, überlegte der Ratzeburger Jugendbeirat, diese Projektidee auch im kommenden Jahr fortzuführen, einfach weil es wirklich Spaß macht, vielen Kindern und Jugendlichen eine Freude zu bereiten und sich auf diese Weise kennenzulernen.

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Yalda-Nacht - Eine altpersisch Wintertradition

Begegnungen schaffen ist ein Kernanliegen der Ratzeburger Willkommenskultur, um das gegenseitige Kennenlernen von Einheimischen und Zugewanderten zu fördern. Dabei bieten Feste und Traditionen immer eine gute Gelegenheit, um voneinander zu erfahren, von kulturellen Besonderheiten, die jede Nationalität mitbringt. Eine solche Begegnungsmöglichkeit bietet sich am 20.12.2017 um 18:00 Uhr im Rahmen der "YALDA-Nacht", eine altpersische Wintertradition, die im Iran, in Afghanistan und den Kurdengebieten Iraks und der Türkei bis heute verbreitet ist. Es ist ein klassisches Fest zur Wintersonnenwende, wie so viele Feste weltweit sich am Jahreslauf der Sonne ausrichten. Die Ratzeburger Willkommenskultur lädt ein, den Hintergrund des der Yalda-Nacht in seiner traditionelle Form zu erkunden und dabei Menschen aus diesem Kulturkreis, die seit kurzem oder schon länger in Ratzeburg leben, kennenzulernen. Die Veranstaltung wird gefördert von der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", so dass der Eintritt ist frei ist.

"YALDA-NACHT" - Eine altpersisch Wintertradition

Die Yalda Nacht – das persische Weihnachten (persisch Šab-e Yald) ist eines der vier großen altpersischen Feste des indoiranischen Kulturkreises, die gemäß dem iranischen Sonnenkalender begangen werden. Es handelt sich um die Nacht der Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres. Das Fest wird mehrheitlich in muslimischen Völkern des iranischen Kulturkreises und Zentralasiens gefeiert. Yalda ist ursprünglich ein aramäisches Wort mit der Bedeutung „Geburt“. Im iranischen Kulturkreis wird Yalda als Geburt des Lichts bzw. der Sonnengottheit Mithra verstanden. Die Yalda-Nacht wird auch Tschelle-Nacht wörtlich „Nacht der vierzigtägigen Periode“, genannt. Im Rahmen des Mithraskultes kam das Fest als „Fest des Lichtes“ durch Legionäre auch in das römische Reich. Manche christlichen Historiker sind der Meinung, dass Weihnachten eine Weiterentwicklung dieses Festes sei.

In der Yalda-Nacht finden sich Freunde und Verwandte in den Häusern der Ältesten zusammen, wo sie die Nacht über gemeinsam feiern. Traditionell werden zu diesem Anlass vor allem Melonen, Granatäpfel, rote Trauben in Kongina genannten luftdichten Tonschalen konserviert und Backobst gegessen. Meist sitzt man um das Korsi und liest aus dem Divan des persischen Dichters Hafez vor. Hierbei handelt es sich um das Fal-e Hafez also um eine Art Orakelbefragung oder Weissagung anhand der Hafez-Gedichte. Ein weiterer Brauch ist das Entzünden eines großen Feuers, das Licht und Hoffnung repräsentiert. Die Menschen freuen sich, dass das Licht neu geboren wird und sich gegen die Dunkelheit durchsetzt, denn nach der Yalda-Nacht werden die Tage wieder länger. In der altpersischen Tradition kam der Herrscher in der Yalda-Nacht vom Thron herab und begab sich in die Wüste. Er schickte Diener und Wächter in den Urlaub und ging in ein Dorf, um dort die Nacht mit einfachen Bauern zu verbringen und ihnen zuzuhören.

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Ratzeburger Volkshochschule baut politische Bildungsangebote aus

Eine zufriedene Bilanz zieht die Ratzeburger Volkshochschule zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. nach dem gelungenen Auftakt ihrer politischen Bildungsreihe im Rahmen des "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" (PfD). Zu Jahresbeginn hatten beide Bildungsträger sich beim Begleitausschuss des PfD mit ihrer Projektidee vorgestellt, niederschwellige politische Bildungsangebote in Ratzeburg und dem angrenzenden ländlichen Raum langfristig etablieren zu wollen und ein erstes Semesterprogramm für den zurückliegenden Herbst angekündigt. Vier Vortragsveranstaltungen wurden ab September angeboten, zu jeweils unterschiedlichen politischen Themen und dem Konzept entsprechend auch an jeweils unterschiedlichen Orten. Aus Sicht der VHS Ratzeburg ein sehr lohnendes Engagement mit jeweils gutem Publikumszuspruch, zumindest bei dreien der Vorträge. Orkan Xavier durchkreuzte ganz unpolitisch den dritten Vortragstermin in der katholischen Gemeinde St. Answer und hinderte den Referenten schlicht an der Anreise. Dafür zeigte sich bei allen anderen Veranstaltungen eine durchweg interessierte und diskussionsfreudige Zuhörerschaft, besonders beim Auftaktvortrag von Dr. Udo Metzinger zum Thema "Die US-Präsidentschaft des Donald J. Trump", zu dem es sehr viel Nachfragen und Gesprächsbedarf zu der wohl entscheidenden Frage, was von Präsident Trump noch zu erwarten oder gar zu befürchten steht. Ein Ausblick des Referenten stimmte dabei eher bedenklich als erleichternd, insbesondere sein Verweis auf die sich verstärkende Spaltung der amerikanischen Gesellschaft und die zunehmende Salonfähigkeit von rechtsradikalem und rassistischem Gedankengut, denen die Präsidentschaft Trumps offensichtlich Vorschub leistet.

Ebenso viel diskutiert wurde zu den Ausführungen von Dr. Ya­şar Aydin zur "Erdogans neuer Türkei", der einen sehr differenzierten Blick auf die Entwicklung der Türkei, die Ära Erdogan und die türkische Zivilgesellschaft werfen konnte. Dr. Aydin verstand es dabei sehr sachkundig, türkische Perspektiven zu vermitteln, die Präsident Erdogan in die Hände spielen, beispielsweise die aus Sicht vieler Türken mangelnde Berücksichtigung von türkischen Sicherheitsinteressen von NATO-Alliierten. Allerdings konnte er auch auf Beispiele einer immer noch sehr engagierten Zivilgesellschaft verweisen, die nicht bereit ist, dem neuen Präsidialsystem widerstandlos eine mögliche Diktatur folgen zu lassen. 

Besonders erfreulich verlief für die Ratzeburger Volkshochschule der Versuch, eine erste politische Bildungsveranstaltung auf dem Dorf, genauer gesagt in Buchholz, zu organisieren. Knapp 30 Zuhörer*innen fanden sich im dortigen Dorfgemeinschaftshaus ein, um mit einem sehr kenntnisreichen und fundierten Vortrag von Dr. Günther Rusch zum Thema "Ausverkauf und Ausbeutung afrikanischer Wirtschaftsressourcen", ein Phänomen, dass zum einen afrikanische Lebensgrundlagen zerstört und so ganz maßgeblich zu Migration in Richtung Europa beiträgt, zum anderen aber auch ebenso maßgeblich auf das Primat westlicher, auch europäischer Wirtschaftsinteressen in Afrika verweist. Dr. Rusch skizzierte so ein sein widersprüchliches Bild mit komplexen Zusammenhängen und Abhängigkeiten, die für viel Gesprächsstoff sorgten. Seinen zweiten Vortrag zum Thema "Afrikanische Migration" musste Dr. Rusch zwar sturmbedingt verschieben, soll aber im kommenden Frühjahr definitiv nachgeholt werden.

"Politische Bildung ist einer  der ehrenwertesten Aufgaben in der Erwachsenbildung und wir sind immer froh, wenn wir solche Angebote, auch unterstützt durch einen politischen Bildungsträger wie den Verein Miteinander leben e.V.,  für interessierte Bürger*innen in unser Bildungsprogramm aufnehmen können. Dass uns dabei das Bundesprogramm "Demokratie leben" über unseren PfD zudem die Möglichkeit gibt, diese Vorträge völlig kostenfrei für alle Besucher*innen auszugestalten, ist ein ganz besonderer Bonus", sagte Volkshochschuleiter Holger Martens.

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VIELFALT ON ICE - Ratzeburger Jugendbeirat lädt zum interkulturellen Eisbahn-Event für Kinder- und Jugendliche

Der Ratzeburger Jugendbeirat lädt Kinder- und Jugendliche am 15.12.2017 unter dem Motto "VIELFALT ON ICE" zu einem interkulturellen Eislauf-Event auf die Eisbahn am Marktplatz. Ab 17:00 haben Kinder aller Nationen dort freien Eintritt zum Eislaufen, ab 19:15 Uhr ist die ganze Eisbahn nur für Kinder- und Jugendliche … und ausgewählte Erwachsene … reserviert. Im benachbarten Catering-Zelt, so der Wunsch der Jugendbeirätler*innen, soll dann auch ein interkulturelles Buffet entstehen. "Alle, die ab 19:15 Uhr mitlaufen wollen, werden gebeten, eine kulinarische Kleinigkeit mitzubringen, damit wir nicht nur „Vielfalt on Ice“ haben, sondern auch Vielfalt auf unseren Tellern haben", sagt Niclas Ulrich, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates. Das interkulturelle Eislaufen von und für Kinder und Jugendliche findet bereits im dritten Jahr statt und soll zum Kennenlernen und zur Verständigung von Einheimischen und Neuzugezogenen beitragen. In diesem Jahr wird das Event gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburg" im Rahmen des "Bundesprogramms Demokratie leben!". Ein eigens eingerichteter Jugendfond, über dessen Verwendung Jugendliche selbst entscheiden sollen,  soll genau solche Projektideen ermöglichen.

تنوع على الجليد

حدث متعدد الثقافات للأطفال و اليافعين في صالة التزلج

15.12.2017 ab 17:00Uhr

 

نقطة اللقاء: صالة التزلج في الساحة الرئيسية في راتزبورغ.

مجلس الشباب في راتزبورغ يدعو الأطفال و اليافعين يوم 15.12.2017 للتزلج على الجليد في الساحة الرئيسية في راتزبورغ.

ابتداءً من الساعة الخامسة مساء يمكن للأطفال التزلج مجانا وبدأً من الساعة السابعة والربع ستكون الصالة محجوزة كلياً للأطفال واليافعين وبعض البالغين.

بالاضافة للتزلج سيتم اقامة بوفيه متعدد الثقافات ايضاً.

يرجى من جميع الراغبين بالتزلج بدأً من الساعة السابعة والربع احصار بعضا من الطعام معهم ليكون التنوع على الجليد وفي الأطباق.

مجلس الشباب في راتزبورغ سعيد بمشاركتكم

 

 

 

 

Neue Impulse für mehr Interesse an Kommunalpolitik

Nur 46,7 Prozent Beteiligung an der vergangenen Kommunalwahl und die in einigen Gemeinden schwierige Suche nach Ehrenamtlichen, die bereit sind, sich als Kandidaten zur Verfügung zu stellen: In einigen Kommunen haben Wählergemeinschaften und Parteien Sorge vor der Wahl 2018. Es sind keine sechs Monate mehr bis dahin und die Listen mit den Kandidaten müssen Anfang März bereits eingereicht werden. Wo sollen Kandidaten herkommen, wie lassen sich auch Jugendliche für die Politik vor Ort interessieren? Die Partnerschaft für Demokratie (PfD) der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ hatte sich dieser Fragen angenommen und zum Thema ihrer jährlichen Demokratiekonferenz gemacht. Von dieser Strategiekonferenz fühlten sich rund 30 Teilnehmer*innen angesprochen, die aus Gemeinde- oder Stadtvertretungen kamen und sich einen ganzen Sonnabend aktiv mit neuen Impulsen auseinandersetzten. Auch die im Mai neu in den Landtag gewählte Kathrin Wagner-Bockey, Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß und Dieter Ruhland nahmen an der zweigeteilten Veranstaltung in Sterley teil.

In einem pointierten Vortrag provozierte Wolfgang Nafroth von der gleichnamigen PR- und Kommunikationsberatung mit Ergebnissen aus Studien: „Sie überschätzen den Einfluss der Medien maßlos“, und ernüchterte mit Erkenntnissen über die Wirksamkeit von Informationsständen. „Man setzt Instrumente ein, vor denen man selbst die Flucht ergreifen würde“, so Nafroth. Seine Empfehlungen zielen in Richtung auf dialogbasierte Kommunikation mit einfachen Mitteln. Ein Bodenplakat sei nach seinen Erfahrungen ein Beispiel, um effektiver und mit mehr Menschen in ein Gespräch zu kommen, als ein Info-Tisch.

Der Verein „Politik zum Anfassen e.V.“ hatte für die Strategiekonferenz einige Stationen und spielerische Aktivitäten vorbereitet, um die Bedeutung und den Umfang politischer Entscheidungen auf kommunaler Ebene zu verdeutlichen. Mit verschiedenen Programmen ist der Verein bundesweit aktiv, um beispielsweise mehrere Schulklassen die Strukturen kommunalpolitischer Entscheidungsfindungen selbst erleben zu lassen. Gregor Dehmel vom geschäftsführenden Vorstand des Vereins konnte Beispiele zeigen, wie durch das Projekt „Pimp your Town!“ an einigen Orten Wünsche und Ideen der Kinder aus diesem Projekt durch die Politik umgesetzt wurden. Aus den Rückmeldungen über die Projektarbeit des Vereins weiß Dehmel: „Die Schüler lernen ganz viel und ändern ihre Einstellung zur Politik vor Ort“. Der Projektleiter hob auch im europäischen Vergleich hervor: „Die kommunale Selbstverwaltung zeichnet Deutschland aus“. 

Mark Sauer und Karl Schneider von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See hatten diese Strategiekonferenz organisiert und  konnte das Konzept sowie die Durchführung der Veranstaltung nach vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer*innen als Erfolg werten.

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Patenprojekt der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen »Ich zeig dir MEINE Welt« lud zu gemeinsamen Herbstferienaktionen

Auf Augenhöhe und gemeinsam, so ist das Ziel des von der Schulsozialarbeit der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen angelegte Patenprojekt „Ich zeig dir MEINE Welt“. Barbara Stellingwerf und Bianca Marangi unterstützen mit gemeinsamen Aktionen einheimische und neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler dabei, sich neu Weise und näher kennenlernen.

In den diesjährigen Herbstferien konnten rund 40 Schülerinnen und Schüler aus acht Nationen der Gemeinschaftsschule Ratzeburg gemeinsam viel Neues entdecken. So gab es allen Sprachbarrieren zum Trotz einen gemeinsamen Einstieg in die mittelalterliche Welt der Hanse im gleichnamigen Museum in Lübeck. Beim nachfolgenden Shopping blieb noch viel Zeit, sich kennenzulernen. „So lange war ich noch nie in Lübeck“, strahlte Mohammed (13 Jahre), als er die neu dazugekommenen Telefonnummern in seinem Handy zeigt. „Wir hatten echt viel Zeit zusammen.“

Mit einer langen Zug-, Bus- und U-Bahnfahrt, ging es in der zweiten Ferienwoche nach Hamburg ins "Jumphouse". Eine Jungs- und Mädchengruppe mit jeweils 18 Teilnehmern unterschiedlichster Nationen war dort gemeinsam sportlich aktiv und konnten mit viel Spaß beim gemeinschaftlichen Springen ihre persönlichen Beziehungen weiter festigen konnten. "Es war eine durchaus ermüdende, aber trotzdem sehr glückliche und verbindende Erfahrung für unsere jungen Teilnehmer*innen, ganz im Sinne unserer Projektidee", sagte Barbara Stellingwerf.

Das Patenprojekt "Ich zeig dir meine Welt“ wird gefördert durch „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“, im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Das Projekt stellt einen besonders wichtigen Baustein für die kommunale Integrationsstrategie dar und hat viel Potential, zu einem wirklich gelingenden Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft vor Ort beizutragen.

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Hör- und Kostproben aus Syrien im ersten "Ländersalon" in der Familienbildungsstätte Ratzeburg

Ende September öffnete die Familienbildungsstätte Ratzeburg ihren ersten "Ländersalon" und lud zum Auftakt Gäste zu einer fachkundigen Hör-und Kostprobe aus Syrien ein. Durch den Salon führte dabei Tareq Al Shadidi, der sich mit viel Engagement darauf vorbereitete, sein Herkunftsland vor allem kulinarisch zu präsentieren. Bereits fünf Stunden vor Beginn der Veranstaltung war er vor Ort, um genügend Zeit für die Vorbereitung seiner  "kleinen Kostproben" zu haben,  die sich im Ergebnis als opulentes Mahl erwiesen. Ein Mahl, das die Anwesenden immer wieder ins Schwärmen brachte und einen Eindruck davon vermittelte, wie „Syrien wohl schmeckt“. Schon beim Betreten des Flurs wurden die Gäste vom Duft nach Kardamom, Koriander, Kurkuma und anderem empfangen und konnten die Köstlichkeiten anschließend in Pfannen, Töpfen und im Backofen schmoren sehen. Das herzhafte Mahl wurde durch einen köstlichen Kuchen nach syrischem Rezept abgerundet, den eine Familie als Gastgeschenk mitgebracht hatte.

Anschließend begann der informative Teil des Abends und Tareq Al Shadidi berichtete dem gebannten Publikum viele spannende Details über sein Herkunftsland. An einigen Stellen entstanden lebhafte Diskussionen und alle Fragen der Gäste wurden detailliert und mit Herzblut beantwortet. Die vielen Gesprächsrunden um und über Syrien zogen sich bis weit in den Abend. Aus Sicht der Familienbildungsstätte Ratzeburg wurde die Idee des "Ländersalons", der durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen"im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, so in jeder Hinsicht zu einem großen Erfolg.

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Kommunalwahlen 2018 … … bei sinkendem Bürgerinteresse?

"62,8% … 54,5%... 49,7% … 46,7% … und nun???" Die Entwicklung der Wahlbeteiligung an den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein in den letzten 20 Jahren zeigt einen eindeutigen Trend. Das Interesse der Bürger*innen sinkt stetig. Nicht einmal mehr die Hälfte der Wahlberechtigten macht noch von ihrem Wahlrecht Gebrauch, obwohl es doch gerade hier um die Themen „vor der Haustür“ geht. Ist dieser Trend einfach hinzunehmen mit dem Hinweis auf mögliche Politikverdrossenheit oder auf die fehlenden Gestaltungsspielräume der Kommunen? Oder lässt sich doch gegensteuern? Ist es denkbar, die Wahlbeteiligung gar wieder zu steigern?  Diese Fragen sollen im Rahmen einer Strategiekonferenz der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ mit kommunalpolitisch Aktiven sowie engagierten Bürger*innen diskutiert werden, begleitet durch zwei Expertenteams, die Ideen gegen wollen, wie die Wähler*innen in den Gemeinden wieder zum Gang an die Wahlurne motiviert werden können.

So möchte das Team der Kommunikationsagentur Nafroth unter dem Titel „Das interessiert doch eh‘ keinen!“ die Frage aufwerfen, wie zeitgemäßer Wahlkampf Menschen heute erreichen und sogar begeistern kann. Ihr Input richtet sich gezielt an Kommunalpolitiker*innen, die sich auf den kommenden Wahlkampf in ihrer Kommune vorbereiten, aber auch an engagierte Bürger*innen und Institutionen, die sich einbringen wollen in die Kommunalwahlen 2018. (www.nafroth.com). 

Der Verein Politik zum Anfassen e.V. will insbesondere bei jungen Menschen Lust auf Demokratie, Partizipation und Mitwählen wecken und vermittelt mit Planspielen, Filmen, Umfragen, Mitmachausstellungen spielerisch Wissen und positive Demokratie-Erfahrungen. Das Team stellt konkrete Ideen vor, wie gerade junge Menschen für die Kommunalwahlen gewonnen werden können und zielt auf Aktive und Institutionen, die mit Kinder- und Jugendlichen arbeiten, aber auch an Kommunalpolitiker*innen und ihr Interesse, auch mit Jung- und Erstwähler*innen ins Gespräch zu kommen. (https://www.politikzumanfassen.de/)

Die Strategiekonferenz „Kommunalwahlen 2018“ wird gefördert von der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, die sich als lokales Förderprogramm für demokratiestärkende Projekte dabei vorstellen wird. Die Teilnahme mit Mittagsverpflegung ist kostenfrei.   Anmeldungen zur Planung werden erbeten unter 04541-8000-114 oder 04541-808027 oder einfach per Mail schneider@bqg-personalentwicklung.de.

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Schüler*innen der Lauenburgischen Gelehrtenschule verhandelten zur europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik

Politische Prozesse jenseits des Lehrstoffes in lebendiger Weise verständlich machen, war das Ziel eines besonderen Planspiels, welches Enrico Kreft mit Schüler*innen der Lauenburgischen Gelehrtenschule kurz vor den Herbstferien durchführte. Im Zentrum des Spiels standen die schwierigen Verhandlungen des „Europäischen Rates“ zu Fragen der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik. Den Schüler*innen wurden dabei die Rollen verschiedener Staatschefs, EU-Vertretern oder NGO-Delegationen (Nichtregierungsorganisationen) zugewiesen und mussten sich zunächst in die Positionen der Länder oder Verbände einarbeiten. Enrico Kreft, der als Europapolitiker regelmäßig solche Planspiele zu europäischen Themen an Schulen organisiert, gab dabei den Rahmen vor und erläuterte die Verhandlungsabläufe im Europäischen Rat, ohne allerdings die Verhandlungen selbst zu strukturieren. „Wenn der Rahmen verstanden und die Rollen einmal verteilt sind, ist es wichtig, dass Planspiel ohne Ergebnisvorgabe laufen zu lassen. Die Schüler*innen entwickeln erfahrungsgemäß eine ganz eigene Dynamik.“

Eine Einschätzung, die Lehrerin Maike Elend definitiv teilen konnte: "Es war spannend zu sehen, wie sich die Schülerinnen und Schüler in dem mehrstündigen Planspiel zunehmend in ihre Rollen einfanden und gerade in den informellen Hintergrundgesprächen engagiert für "ihr EU-Land" und eine Einigung einsetzen. Der doppelte Reiz einer solchen ganztägigen Politiksimulation besteht für mich erstens darin, dass man ohne Unterbrechungen in ein inhaltliches Thema und einen politischen Prozess eintauchen kann. Zweitens empfand ich es als gewinnbringend, mich als Lehrerin mal im Hintergrund halten zu können und nur zu beobachten, wer mögliche Lösungen z.B. durch Kompromissvorschläge vorantreibt, Bündnisse schmiedet, kritische Nachfragen stellt usw. Dies ist der große Vorteil einer externen Seminarleitung."

So zeigte sich im Verlauf des Planspiels, wie schwierig es tatsächlich ist, gemeinsam politische Lösungen zu entwickeln und zu Ergebnissen zu kommen, die für alle tragbar sind. Ganz neben bei wurden dabei auch Kompetenzen geübt, wie die Leitung von Sitzungen oder die geschickte Organisation von Verhandlungsgruppen, um mögliche Kompromisse zu finden.

Das Planspiel mit Enrico Kreft war vom Verein Miteinander leben e.V. an die Lauenburgische Gelehrtenschule vermittelt worden und wurde vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ gefördert.

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EU-Planspiel zur europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik in der Ratzeburger Volkshochschule

Ein Sondergipfel des Europäischen Rates tagt in Ratzeburg und soll in der europäischen Politik zukünftige Ziele und Prioritäten setzen. Auf der Agenda die umstrittene europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik mit Positionen zwischen „Abschottung versus Zuwanderung“. Eine gemeinsame Linie erscheint schwierig, auch angesichts anderer gegensätzlicher Interessen und Konflikte zwischen den Mitgliedsstaaten. Diese sind auf dem Sondergipfel durch die Staats- und Regierungschefs sowie die Innenminister*innen vertreten, die Organe der Europäischen Union durch den Ratspräsidenten und den Kommissionspräsidenten. Die kritische Öffentlichkeit wird durch Journalist*innen sowie Vertreter*innen von Pro Asyl und dem UNHCR dargestellt.

Dies ist das Szenario des EU-Planspiels zur europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik, zudem die Ratzeburger Volkshochschule in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. am 07.10.2017 von 10:00 – 17:00 Uhr in die Ernst-Barlach-Schule politisch interessierte Bürger*innen einlädt. Es soll die politischen Diskussions- und Entscheidungsprozesse auf europäischer möglichst realitätsnah simulieren und die Teilnehmer*innen Politik auf diese Weise aktiv und hautnah (nach-)erleben lassen. In der Rolle des Regierungschefs oder Innenministers müssen die Aufgaben innerhalb des gegeben Handlungsspielraums verantwortungsvoll wahrgenommen werden. Das Planspiel beginnt mit einer thematischen Einführung in das Szenario „Sondergipfel“. Die Rollen werden vergeben, die Teilnehmer*innen arbeiten sich ihre Regierungshaltungen ein und es beginnt eine rund 6-stündige Simulation… ergebnisoffen, im Geiste der europäischen Einigung, aber mit allen Schwierigkeiten des politischen Tagesgeschäftes. Führen sie den Gipfel zu einem Erfolg?

Die Leitung und Durchführung des rund 6 stündigen Planspiels, das am Vortag auch für eine Klasse der Lauenburgischen Gelehrtenschule durchgeführt wird, obliegt Enrico Kreft, der als Präsidiumsmitglied des Europaforum und Mitglied der Jungen Europäischen Föderalisten seit vielen Jahren ein ausgewiesener Europapolitiker ist.

Das Planspiel wird  kostenfrei angeboten und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Es wird eine Mindestanzahl an Teilnehmer*innen für das Planspiel benötigt. Eine Anmeldung unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726 wird daher erbeten.


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"Trumped" - Unsere Erfahrungen mit dem neuen US-Präsidenten

Die Ratzeburger Volkshochschule startet am 29.09.2017 um 19:00 Uhr eine weitere Vortragsreihe zur politischen Bildung im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses zusammen mit Dr. Udo Metzinger, Politikwissenschaftler, Dozent und ausgewiesener Amerikaexperte, der mit wachsendem Erstaunen die Entwicklung der amerikanischen Politik unter der Präsidentschaft von Donald J. Trump verfolgt und im Rahmen seines Vortrages "Trumped - Unsere Erfahrungen mit dem neuen US-Präsidenten" mit Kennerblick bewerten möchte.

Wer hätte das gedacht? Donald Trump, der polternde Politikneuling, ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Seine ersten Monate im Amt muteten an als wäre er direkt aus seiner TV-Reality-Show ins Weiße Haus gebeamt worden. Scheinbar ruhelos unterzeichnete er teilweise verfassungswidrige Dekrete, traf sich mit Gewerkschaftern, Unternehmensbossen und Besuchern aus anderen Ländern, irrlichterte ein bisschen in der Außenpolitik herum und vor allem: er twitterte. Aktionismus pur! Gleichzeitig dringen immer mehr Details über Konflikte in seiner Mannschaft nach außen, sein erster Sicherheitsberater musste bereits den Hut nehmen, der FBI-Chef wurde entlassen, ein Sonderermittler wurde eingesetzt, die Pressesprecher ausgetauscht und der Chefstratege gefeuert.

Was ist da los in Washington? Euphemistisch gesagt: es ist der wohl holprigste Start einer neuen US-Administration seit ganz langer Zeit. Was bedeutet all das für Amerika? Und was für uns? Was kommt da noch auf uns zu?

Der Vortrag wird in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

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Ratzeburger Jugendbeirat lädt zu weiterem "Demokratielauf"

Der Ratzeburger Jugendbeirat lädt im Rahmen der Kampagne "Demokrat*innen bei der Arbeit" am Wahltag zum Deutschen Bundestag, dem 07. Mai 2017 wie schon zur Landtagswahl im Frühjahr zu einem weiteren Demokratielauf durch das Ratzeburg Stadtgebiet. Die Laufstrecke soll zu allen Wahllokale führen. Unterwegs selbst gestaltete Postkarten verteilt, die auf das Privileg des Wahlrechts hinweisen sollen. Jede "Mitläuferin" und jeder "Mitläufer" erhält ein passendes Lauf-T-Shirt zu dieser Aktion.  Es soll kenntlich machen, dass an diesem Tag ganz viele "Demokrat*innen bei der Arbeit" sind. Der "Demokratielauf" startet um 10:30 Uhr vor dem Ratzeburger Rathaus, wo sich das Wahllokal des Wahlbezirks 1 befindet. Die Strecke zu allen Wahllokalen beträgt rund 7 km und soll im lockeren Trab bewältigt werden. Das Laufen kann auch mit dem Wählen verbunden werden. Vor jedem Wahllokal ist eine Pause eingeplant. Auch Mitläufer*innen in Teiletappen sind willkommen. Die Strecke wird zunächst in die Vorstadt zur Gemeinschaftsschule, dem Kindergarten Hasselholt und dem Seniorenwohnsitz führen, danach über eine Teilstrecke am Küchensee durch den Ravenskamp zum Kindergarten Giesensdorfer Weg,  an der Grundschule Scheffelstraße vorbei und wieder zurück zum Rathaus.

Die kreisweite Kampagne "Demokrati*innen bei der Arbeit" wurde vom Verein Miteinander leben e.V. angestoßen und soll das vielfältige demokratische Engagement von Bürger*innen im Kreisgebiet sichtbar machen. Sie wird unterstützt von den lokalen "Partnerschaften für Demokratie" des Kreises Herzogtum Lauenburg, der Stadt Lauenburg, des Amtes Büchen und des Amtes Lütau sowie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen als Aktion für das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der "Demokratielauf" ist ein eigenes Jugendprojekt des Ratzeburger Jugendbeirats im Rahmen dieses Förderprogramms.

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Ratzeburger Volkshochschule startet politische Bildungsreihe ... auch im ländlichen Raum

Die Volkshochschule Ratzeburg startet zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. eine weitere politische Bildungsreihe in Ratzeburg und Umgebung. Vorträge zu verschiedenen politischen Themen wie die verstörende US-Präsidentschaft des Donald J. Trump, die afrikanische Migration im Spannungsfeld von Fluchtursachen und europäischen Wirtschaftsinteressen oder die "neue" Türkei des Recep Tayyip Erdoğan werden im Verlauf des Herbstsemesters 2017 an verschiedenen Orten durchgeführt. Ebenso ist ein Planspiel zur europäischen Flüchtlingspolitik angedacht, in dem politisch Interessierte einmal in die Rolle eines europäischen Staatschefs schlüpfen dürfen, um im Europäischen Rat gemeinsam tragbare Lösungen im kritischen Themenfeld der Migration zu verhandeln.

Politische Bildung ist immer wieder Schwerpunkt im Programm der Ratzeburger Volkshochschule und wird seit dem "Jahr der politischen Bildung" in 2012 zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. als zertifizierter freier Träger der politischen Bildung regelmäßig als Vorträge oder Seminare vor Ort angeboten. Über die Fördermöglichkeiten der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kann dieses Angebot nun noch einmal nachhaltig ausgeweitet werden, auch in den ländlichen Raum, direkt vor die Haustür von jedermann und jedefrau sozusagen.

"Politische Bildung ist ein Kernanliegen der Erwachsenenbildung und wir freuen uns, dass es zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. immer wieder möglich ist, solche Angebote, die durchweg gut besucht werden, vorzuhalten und zunehmend auch auszuweiten in die Umgebung", sagt Holger Martens, Leiter der Ratzeburger Volkshochschule.

Das aktuelle politische Bildungsprogramm ist auf der gemeinsamen Webplattform "www.demokratie-leben.eu" einzusehen. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei.

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Kreativer Kunstnachmittag am »Interkulturellen Treffpunkt NATUR«

Die Elfriede und Hermann Hübnerstiftung hat im Rahmen des Projektes „Interkultureller Treffpunkt NATUR“ in den Sommerferien zu einem kreativen Kunstnachmittag in den MedizinWald Ratzeburg eingeladen. Dazu konnte die Stifterin, Frau Elfriede Hübner, 41 kleine und große Künstlerinnen und Künstler begrüßen.

 

Unter der Leitung der Künstlerin Friederike Otte und der Diplom-Sozialarbeiterin Constanze Otte entstanden an diesem Nachmittag viele wundervolle kleine Kunstwerke. Nach dem Sammeln verschiedener Naturmaterialien, wurde den Kindern an Beispielen die verschiedenen Techniken erläutert. Mit vielen kunterbunten Farben und Druckplatten aus Glas ging es dann an die Arbeit. Es war schon faszinierend, wie rasch die Kinder in die Welt der Kreativität eintauchten. Dabei entwickelten sie auch völlig eigene Techniken, die zu teilweise erstaunlichen Ergebnissen führten. Nebenher wurden im Rahmen eines kleinen Picknicks Getränke und Kleinigkeiten gereicht. Die Kinder waren so vertieft in die künstlerischen Arbeiten und mit so viel Freude und Spaß bei der Sache, dass der ursprünglich vorgesehene zweite Programmpunkt, nämlich der Bau des Seifenblasenstabes, ausfallen musste. Dieser wird aber im Rahmen eines weiteren Nachmittags nachgeholt werden. Wir bedanken uns bei allen Unterstützern, insbesondere beim Kleingartenverein Ratzeburg e.V., bei Frau Shirazi und Herrn Sauer von der Stadt Ratzeburg, bei Herrn Schneider von der BQG, bei Frau und Herrn Biller sowie unseren ehrenamtlichen Helfern. Das Projekt wird gefördert von der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Ratzeburger Jugendliche entwerfen ihr Friedensschild

Der Ratzeburger Jugendbeirat beteiligt sich aktiv an der Ausgestaltung der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ mit eigenen Jugendprojekten, für die das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine gesonderten Förderung in Form von Jugendforen bereithält, die von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden. Sie sollen gezielt zur Einbindung und Beteiligung von jungen Menschen an den „Partnerschaften für Demokratie“ beitragen.

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat die Aufgabe der Verwaltung des Jugendforums übernommen und bereits einige Projekte anstoßen können, wie den „Demokratielauf zur Landtagswahl“ oder jüngst die Idee des Künstlers Ebrahim Sharghi und des Vereins Miteinander leben e.V., mit jungen Menschen ein Friedensschild zu entwerfen. Mit Kunst politische "Botschaften setzen", dieses Ziel verfolgt Ebrahim Sharghi mit seinem „Mobilen offenen Kunstateliers“ an ganz unterschiedlichen Orten, in Stadt und Dorf und lädt Menschen jeden Alters, jeder Herkunft ein, zu wichtigen politischen Themen unserer Zeit Kunstobjekte in Schilderform mit politischer Aussagekraft, aktuell zum Thema „Frieden“, zu erschaffen. Dabei ist es ihm ein wichtiges Anliegen, auch junge Menschen für die politische Ausdrucksform der Kunst zu gewinnen und hat davon auch den Ratzeburger Jugendbeirat überzeugen können. 

Dieser stimmte einstimmig dafür, das Kunstprojekt zu unterstützen und bereits in der ersten Juliwoche konnte sich Ebrahim Sharghi im Rahmen des Patenprojektes „Ich zeig dir meine WELT“ mit einer Jugendgruppe aus ganz unterschiedlichen Nationen und auch ganz unterschiedlichen Erfahrungen zum Thema „Frieden“ zusammensetzen und die Projektidee dort kreativ und künstlerisch vorstellen. Dabei zeigte sich rasch, dass bei einigen Teilnehmer*innen die besondere Fragestellung ganz viel zu Tage treten lässt, was selbst erlebt wurde und zu großem Gesprächsbedarf führt. Obwohl so noch gar nicht geplant, entstanden bereits erste Entwürfe für das Friedensschild, die in der Folge Arbeitsgrundlage für weitere Workshops sein sollen. Geplant ist auch eine gemeinsame Ortsbegehung in Ratzeburg, um Inspiration an besonders friedvollen Orten der Stadt für das Kunstprojekt zu finden, andererseits auch um geeignete Standorte für das eigene Friedensschild zu finden. Nach den Sommerferien soll diese gemeinsame Kunstarbeit fortgesetzt werden und alle Entwürfe schließlich in einer Ausstellung zu sehen sein. Gerne können sich dabei weitere interessierte Kinder und Jugendliche melden. Künstler Ebrahim Sharghi freut sich über alle, die mitmachen und kreativ sein wollen.

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Buntes DaZ-Sommerfest lud zu Spiel und Begegnung an der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen

Mit einem bunten Sommerfest ließen auch die DaZ-Schüler*innen in Ratzeburg ihr erstes Schuljahr in Deutschland enden. "DaZ" bedeutet "Deutsch als Zweisprache" und ist für alle geflüchteten Kinder im schulpflichtigen Alter die erste Station an den Schulen im Kreis. Hier soll in ihrem ersten Schuljahr der Grundstein für den deutschen Spracherwerb gelegt werden. So auch an der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen, die mit ihrem zweitem Standort an der Lauenburgischen Gelehrtenschule das DaZ-Zentrum für Schüler*innen der Sekundarstufe I bildet, während die Grundschule Ratzeburg am Standort: St. Georgsberg als DaZ-Zentrum die Primarschüler*innen beschult. Erst im Anschluss an die einjährige DaZ-Ausbildung erfolgt eine Überleitung in den Regelschulunterricht. Aber nicht nur die Schüler*innen betreten mit dem DaZ-Unterricht schulisches Neuland in Unterrichts- und Umgangsformen, auch für die Eltern findet hier die erste Begegnung mit dem deutschen Schulsystem statt. In dieser Zeit der Neuorientierung bieten gerade niederschwellige Angebote wie ein Sommerfest gute Möglichkeiten des gegenseitigen Kennenlernens von Eltern, Schüler*innen und Lehrkräften gleichermaßen. Unterstützt durch Sprachmittler*innen kann sich die Schule dabei vorstellen und als offener Lernort präsentieren, der gerade auch vom Engagement und der Einbindung der Eltern lebt.

Wie gut dies funktionieren kann, bewies auch das zweite DaZ-Sommerfest in Ratzeburg, in diesem Jahr an der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen. Zahlreiche DaZ-Schülerinnen aus Grund- und Gemeinschaftsschule verbrachten zusammen mit ihren Lehrkräften und der Schulleitung einen unbeschwerten Nachmittag mit zahlreichen Spielen, einem gemeinsamen Buffet, Mitmachaktionen und vor allem mit Gesprächen, an den sich auch Schulleiter Henning Nitz sowie Bürgermeister Rainer Voß rege beteiligten.

"Mir war wichtig, dass die Eltern dabei waren und durch die Sprachmittler ein intensiver Austausch zwischen Eltern und Lehrern möglich wurde. Ebenso konnten die DaZ-Kinder der Grundschule schon mal ihre neue Schule sehen", sagte Schulsozialarbeiterin Barbara Stellingwerf, die zusammen mit ihrem Kollegen Peter Linnenkohl und einem engagierten Helferteam das DaZ-Sommerfest organisierte. Unterstützt wurden sie dabei durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen", die für das Ratzeburger DaZ-Sommerfest als Miniprojekt unter dem Förderschwerpunkt "Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft" Mittel des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bereit stellten.

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"Ich zeig dir MEINE Welt" - Patenschaftsprojekt an der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen startet mit ersten Gemeinschaftsaktionen

Ein besonderes Patenschaftsprojekt soll an der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen Schüler*innen mit Migrationshintergrund den Übergang aus den sogenannten DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) in den Regelunterricht erleichtern. Unter dem Motto „Ich zeig dir meine Welt“ organisiert Schulsozialarbeiterin Barbara Stellingwerf mit Unterstützung von Bianca Marangi sowie DaZ Koordinator Tim Eggert, freiwillige Patenschaften von Schüler*innen und der 8. und 9. Klassen zu den neuen Mitschüler*innen aus aller Welt. Durch gemeinsame außerschulische Aktionen soll dabei zunächst ein gegenseitiges Kennenlernen ermöglicht werden, so wie jüngst bei einer ersten, gemeinsam geplanten Zeltfreizeit auf der Himmelswiese in Einhaus. 36 Kinder und Jugendliche aus 8 Nationen beteiligten sich bei bestem Wetter an einem umfangreichen Aktionsprogramm mit Spiel-, Sport- und Kunstaktionen, aber auch an den typischen Pflichten, wie dem gemeinsamen Zeltaufbauen, der Organisation eines Lagerfeuers und dem Aufbau einer großen Buffets und konnten sich so in all ihrer Vielfalt erstmals als eine Gemeinschaft erleben.

„Das war etwas ganz Besonderes, wir waren so viele und haben die ganze Zeit etwas gemeinsam gemacht. Das kannten wir so noch nicht“, sagte Barbara Stellingwerf.

Aufbauend auf diese Erfahrung möchte Barbara Stellingwerf diesen Prozess des Kennenlernens durch weitere Aktionen vertiefen, die vor allem auch die interkulturellen Kompetenz der Schüler*innen fördern und gegenseitige Einblicke in die jeweils fremde Kulturen ermöglichen soll. Langfristig sollen dadurch freundschaftliche Bindungen und die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung in Form Patenschaften entstehen, die auch den noch sich fremdfühlenden Schüler*innen einen einfachen Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe in ihrem Schulleben öffnen.

„Ich zeig dir meine Welt“ ist aus Sicht der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“, die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ das Projekt mit Mitteln des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert, ein besonders wichtiger Baustein für die kommunale Integrationsstrategie und hat viel Potential, zu einem wirklichen gelingenden Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft vor Ort beizutragen.

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Begleitausschuss der »Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen« beschließt weitere Projektförderung

Der Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ hat auf seiner jüngsten Sitzung in Buchholz den Weg für eine weitere Projektförderung geebnet. Unter dem Titel „AkzepTanz“ stellte Stefanie Petersen vom Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg die Idee eines integrativen Tanzprojektes vor, dass vor allem Begegnung zwischen einheimischen und zugewanderten Jugendlichen schaffen soll. In den Ratzeburger Kinder- und Jugendeinrichtungen Gleis21 und Stellwerk, Anlaufpunkte für zahlreiche Jugendliche unterschiedlicher Herkunft, werden die G-Breakers, eine regional renommierte Breakdance-Formation, in mehreren Tanz-Workshops Jugendliche und junge Erwachsene aus unterschiedlichen Kulturkreisen einladen, sich vielfältige Tanzstile zu erarbeiten. Dabei soll das gemeinsame Tanzprojekt vor allem Akzeptanz schaffen und tanzend Wege öffnen, um sich besser kennenzulernen und Vorbehalte im persönlichen Kontakt abzubauen. Am Ende der Workshopreihe sollen die Teilnehmer*innen in einer kleinen, öffentlichen Abschlussveranstaltung ihre Tanzerfolge und vor allem den entwickelten „Teamspirit“ präsentieren können. Der Projektvortrag von Stefanie Petersen überzeugte die Mitglieder des Begleitausschusses. Einstimmig wurde eine Förderung mit dem Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beschlossen.

Im Verlauf der Sitzung beschlossen die Mitglieder des Begleitausschusses weiterhin, zukünftig in öffentlichen Sitzungen zu tagen, damit potentielle Projektträger*innen sich ein Bild vom Ablauf einer Projektvorstellung und der Arbeit des Ausschusses machen können. „Wir hoffen damit, bei potentiellen Projektträger*innen Ängste abzubauen, sich und das eigene Projekt vor einem solchen Gremium zu präsentieren und wollen Mut machen, uns von ihren Ideen zu berichten. Dabei wird Karl Schneider von unser Fach- und Koordinierungsstelle immer auch beratend und wegweisend unterstützen können. Informationen zu unseren Fördermöglichkeiten sind unter www.partenerschaftdemokratie.de zu finden“, sagte Sami El-Basiouni, Vorsitzender des Begleitschauschusses.

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Gemeinsam auf den Spuren der deutschen Politik und Geschichte

Ankommen in Deutschland ist für zugewanderte Menschen, insbesondere aus anderen Kulturkreisen, häufig mit vielen Fragen verbunden, die das gesellschaftliche Leben, bestehenden Normen und Werte, geschlechtliche Verhaltensmuster, aber auch das politische System und aus der Geschichte begründete Traditionen betreffen. Ein enormer Lernprozess wird hier von den Migrant*innen erwartet, manchmal verbunden mit wenig Geduld und Verständnis seitens der aufnehmenden Gesellschaft. Umso hilfreicher ist es, wenn sich Einheimische sich den Neuankömmlingen als Lotsen zur Seite stellen, die Geduld aufbringen, um zu erklären, zu zeigen und Deutschland so erfahrbar zu machen. Als solch eine Lotsin versteht sich Anngret Hümpel, die bereits seit langer Zeit in der Ratzeburger Willkommenskultur aktiv ist und dort geflüchteten Menschen hilft, sich in Deutschland zu Recht zu finden. So hat sie in Eigeninitiative auch eine Studienreise für eine Kleingruppe von Geflüchteten nach Berlin organisiert, um dort Stätten deutscher Geschichte und Politik aufzusuchen und gemeinsam zu erkunden.

Der Reichstag stand dabei genauso auf dem Programm, wie der Checkpoint Charlie, der Berliner Dom und das Mahnmal zur Ermordung der Juden Europas. Ebenso wurde der Breitscheidplatz besucht, ein Ort des islamistischen Terrors, der sich gegen unschuldige Menschen und die freiheitlich-demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft richtete. An allen Stationen entspannen sich rege Gespräche und Diskussionen, die Anngret Hümpel gut vorbereitet mit Sachinformationen ergänzen konnte. Deutschland zu erklären kann auf diese Weise so einfach sein, so ihr Fazit nach einer für beide Seiten sehr befruchteten Studienfahrt. Das gilt umso mehr, wenn mit der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ (www.partnerschaftdemokratie.de) ein Partner im Hintergrund wirkt, der solche hochmotivierten Kleinprojekte im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unbürokratisch mit finanzieller Förderung unterstützen kann.

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Im Ratzeburger Medizinwald entsteht ein »Interkultureller Treffpunkt NATUR«

Auf dem Gelände des Medizinwaldes Ratzeburg geht es schon seit geraumer Zeit sehr interkulturell zu. Menschen aus verschiedenen Kulturen, darunter auch Geflüchtete, die in Ratzeburg Aufnahme gefunden haben, beteiligen sich an der Ausgestaltung dieses Naturraumprojektes der „Elfriede und Hermann Hübner Stiftung“. Aus dieser punktuellen Mitwirkung ist jetzt ein gemeinsames Projekt erwachsen, die Schaffung eines naturnahen, interkulturellen Begegnungsraumes. Unter dem Titel „Interkultureller Treffpunkt NATUR“ planen und arbeiten Künstler*innen aus der Region zusammen mit Menschen aus verschiedenen Kulturen auf einer noch ungenutzten Fläche des Areals an der Entwicklung eines Skulpturenpfades.

„Wir wollen im Medizinwald Kunst und Natur als ”Mittler*in” zwischen den Kulturen wirken lassen. Jede*r ist eingeladen, nach eigenen Möglichkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten dabei mitzuhelfen und mitzuwirken, unseren „Interkulturellen Treffpunkt NATUR“ zu gestalten. Dabei sollen vor allem Kontakte entstehen, aus denen heraus weitere Kontakte erwachsen und gegenseitiges Kennenlernen gefördert wird“, beschreibt Detlef Otte von der „Elfriede und Hermann Hübner Stiftung“ den Projektansatz.

Unter Mitwirkung der Künstlerin Birgit Waniorek startete die „Elfriede und Hermann Hübner Stiftung“ eine erste Gemeinschaftsaktion. Frau Waniorek arbeitet selbst an einer der Holzskulpturen, die den Skulpturenpfad künftig bereichern werden. Zusammen mit Menschen aus anderen Kulturkreisen und unterschiedlichen Altersgruppen hat sie sich im Rahmen des Projektes an die Herstellung von Trittsteinen gemacht. Dazu wurde in vorbereitete Formen Beton gegossen, der anschließend mit Mosaiksteinen verziert wurde. Die Scherben für die Mosaike werden dabei durch die Teilnehmer*innen selbst hergestellt. Die Arbeit schaffte wie erhofft viele Begegnungen. Einige Kleingärtner*innen aus der benachbarten Kleingartensiedlung erklärten sich bereits im Vorfeld bereit, für das leibliche Wohl der rund 30 Gäste zu sorgen. Es entwickelte sich ein reger Austausch über sprachliche Grenzen und über kulturelle Begebenheiten hinweg.

Damit wurde ein zweites Ziel des Projektes, das von der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, bereits realisiert. Der naturnahe, interkulturelle Begegnungsraum soll nach Willen „Elfriede und Hermann Hübner Stiftung“ in Zukunft zu einem Ort der Verständigung ausgestaltet werden, in dem Aktivitäten stattfinden, die in entspannter Naturatmosphäre Gelegenheiten zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen schaffen.

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Bundesprogramm "Demokratie leben!"

Gute Stimmung beim "Demokratielauf" des Ratzeburger Jugendbeirates

Rund 25 laufbegeisterte Demokrat*innen schlossen sich am gestrigen Wahlsonntag dem Ratzeburger Jugendbeirat vor dem Rathaus zu einem "Demokratielauf" durch das Stadtgebiet an. Unter dem Motto "Demokrat*innen bei der Arbeit" forderten die Teilnehmer*innen mit ihrem Aktions-T-Shirt, mit selbstgestalteten Karten des kreisweiten Jugendforums und auf Zuruf im Vorbeilaufen Bürger*innen auf, unbedingt von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und wählen zu gehen. Die gute Stimmung in der zumeist jungen Laufgruppe traf bei Passanten auf durchweg positive Resonanz, ebenso wurde das Engagement der Kinder und Jugendlichen vielfach lobend honoriert. Der Rundlauf führte über eine Strecke von rund 11 Kilometern an allen Wahllokalen vorbei, wo jeweils kurz Station gemacht wurde, um den Läufer*innen auch die Möglichkeit zur Stimmabgabe zu geben. Für einige der Jugendbeirätler war es auch das erste Mal, dass eine Stimmabgabe möglich war. Nach über zwei Stunden traf die Gruppe wieder an ihrem Startpunkt ein, müde zwar, aber motiviert, diese Aktion zur Bundestagswahl am 24.09.2017 zu wiederholen und sich erneut als "Demokrat*innen bei der Arbeit" zu zeigen.

Die kreisweite Kampagne "Demokrat*innen bei der Arbeit" wurde vom Verein Miteinander leben e.V. angestoßen, um das vielfältige demokratische Engagement von Bürger*innen im Kreisgebiet sichtbar machen. Sie wird unterstützt von den lokalen "Partnerschaften für Demokratie" des Kreises Herzogtum Lauenburg, der Stadt Lauenburg, des Amtes Büchen und des Amtes Lütau sowie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen als Aktion für das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der "Demokratielauf" war der erste Beitrag des Ratzeburger Jugendbeirats im Rahmen dieser Kampagne und wurde mit eigenen Mitteln aus dem selbstverwalteten Jugendfond des genannten Förderprogramms umgesetzt.

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Bundesprogramm "Demokratie leben!"

Ratzeburger Jugendbeirat lädt zum "Demokratielauf"

Der Ratzeburger Jugendbeirat lädt im Rahmen der Kampagne "Demokrat*innen bei der Arbeit" am Wahltag zum Schleswig-Holsteinischen Landtag, dem 07. Mai 2017, zu einem Demokratielauf durch das Ratzeburg Stadtgebiet. Die Laufstrecke soll zu allen Wahllokale führen. Unterwegs werden Grundgesetze verteilt. Jede "Mitläuferin" und jeder "Mitläufer" erhält ein passendes Lauf-T-Shirt zu dieser Aktion.  Es soll kenntlich machen, dass an diesem Tag ganz viele "Demokrat*innen bei der Arbeit" sind. Der "Demokratielauf" startet um 10:30 Uhr vor dem Ratzeburger Rathaus, wo sich das Wahllokal des Wahlbezirks 1 befindet. Die Strecke zu allen Wahllokalen beträgt rund 7 km und soll im lockeren Trab bewältigt werden. Das Laufen kann auch mit dem Wählen verbunden werden. Vor jedem Wahllokal ist eine Pause eingeplant.

Die kreisweite Kampagne "Demokrati*innen bei der Arbeit" wurde vom Verein Miteinander leben e.V. angestoßen und soll das vielfältige demokratische Engagement von Bürger*innen im Kreisgebiet sichtbar machen. Sie wird unterstützt von den lokalen "Partnerschaften für Demokratie" des Kreises Herzogtum Lauenburg, der Stadt Lauenburg, des Amtes Büchen und des Amtes Lütau sowie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen als Aktion für das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der "Demokratielauf" ist das erste eigene Jugendprojekt des Ratzeburger Jugendbeirats im Rahmen dieses Förderprogramms.

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Weitere Projekte der "Partnerschaft für Demokratie" gestartet

Der Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" hat auf seiner jüngsten Sitzung für zwei weitere Projekte Fördermittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bereit gestellt. Schulsozialarbeiterin Barbara Stellingwerf stellte für den Schulverein der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen ein Patenprojekt mit dem Titel "Ich zeig dir MEINE Welt" vor. Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen werden ermuntert, freiwillig eine Patenschaft für geflüchtete Mitschüler*innen zu übernehmen, ihnen im Schulalltag helfend zur Seite zu stehen, aber auch Einblicke in fremde Kulturen und Verständnis für die Situation der Geflüchteten aus ihrer Perspektive zu erfahren. Dazu sollen gemeinsame Aktivitäten organisiert werden, die Beziehungen zwischen den Kindern und Jugendlichen erwachsen lassen.

Die Mitglieder des Begleitausschusses überzeugte dieser Projektansatz, ebenso auch der des zweiten Projektantrages. Künstler Ebrahim Sharghi stellte seine Idee eines mobilen Kunstateliers vor, das zu drängenden Fragen unserer Zeit mit künstlerischen Mitteln Botschaften kreieren will. Menschen allen Alters, aller Herkunft sollen an unterschiedlichen Orten, in Stadt und Dorf, dazu eingeladen werden, um zuerst gemeinsam zum Thema "Frieden" zu arbeiten. Ziel soll es sein, für ihren Ort ein frei gestaltetes Friedensschild zu entwerfen. Dieses Schild soll eine individuelle Friedensbotschaft sein, aus diesem Ort und dem Ort entsprechend, eine Botschaft, der man nach Ansicht von Ebrahim Shargi und dem Verein Miteinander leben e.V., der zusammen mit dem Lauenburgischen Kunstverein dieses Projekt trägt, in unserer Zeit nie genug Ausdruck geben kann.

Neben den Projektbewertungen einigte sich der Begleitausschuss auch auf ein eigenes Logo für die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen", der Region entsprechend ein bunt gestalteter "Ruderachter", der sich "mit Respekt auf Kurs" setzt.


Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" bewilligt erste Projektförderungen

Erste konkrete Wegzeichen hat die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" am vergangenen Donnerstag gesetzt und mit ihrem Begleitausschuss begonnen, zivilgesellschaftliche Projekte zur Stärkung von Demokratie, zur Bekämpfung von Extremismus sowie zur Förderung von Integration und dem Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft mit finanziellen Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" aktiv zu fördern.

Gleich drei Projektträger stellten sich dem 21-köpfigen Gremium vor, das die Aufgabe hat, über die Förderungswürdigkeit von Projektideen zu beraten und zu entscheiden. Maßgeblich dabei ist eine selbstgesteckte Zielpyramide, die beschreibt, wohin die lokale "Partnerschaft für Demokratie" bis 2019 steuern möchte, welche Wege sie beschreiten will und welche Projekte dabei konkret mitwirken können. Um diese ehrenamtliche Arbeit gewissenhaft, ausgewogen und transparent durchführen zu können, musste der Begleitausschuss zunächst eine eigene Geschäftsordnung zum Abstimmungsprozedere entwickeln und natürlich einen Vorsitzenden benennen, der die Sitzungen zukünftig leiten soll. Sami El Basoiuni, Stadtvertreter der Stadt Ratzeburg, wurde einstimmig vom Gremium, für diese Aufgabe gewählt und wird unterstützt durch Gesine Biller aus Mustin und Vanessa Mahnke vom Amt Lauenburgische Seen, die als stellvertretende Vorsitzende bestimmt wurden.

Nach einer kurzen Einführung in das Bewertungsverfahren von Projektvorstellungen konnte der Begleitausschuss dieses gleich in der eigenen Praxis erproben und die Projektidee der "Elfriede und Hermann Hübner Stiftung", im Medizinwald einen naturnahen, interkulturellen Begegnungsraum entstehen zu lassen, der von Künstlern auch unter Beteiligung von Geflüchteten gestaltet werden soll, beraten. Sorgfältig wurde das Projekt mit den Zielpyramide verglichen und Fragen zur Umsetzung und Finanzierung an den Projektträger gerichtet. In der internen Beratung zeichnete sich eine breite Befürwortung für das Projekt ab, so dass die beantragten Finanzmittel zur großen Freude des Projektträgers schließlich freigegeben wurden. Auch ein weiterer Antrag vom Verein Miteinander leben e.V. und der Volkshochschule Ratzeburg zum Thema "Politische Bildung im ländlichen Raum" wurde für förderungswürdig erachtet. Der BQG Personalentwicklung GmbH, die hauptamtlich die Fach- und Koordinierungsstelle der "Partnerschaft für Demokratie" leitet und Projektträger bei ihren Antragstellungen unterstützt, wurde schließlich der Auftrag erteilt, ein Budget der Fördermittel als Aktionsfond für Mini-Projekte zu verwalten. Über Miniprojekte können auch Einzelpersonen ihre Projektideen vorstellen und sich um eine Förderung bewerben.

Nach dem erfolgreichen Auftakt hofft der Begleitausschuss auf viele weitere interessante Projektvorstellungen, die zu den gemeinsamen Leitzielen beitragen können. Hinweise zum Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zum Antragsverfahren und zu den Förderrichtlinien erhalten Interessierte auf der Webseite www.partnerschaftdemokratie.de oder direkt bei Projektberater Karl Schneider von der Fach- und Koordinierungsstelle unter 04541-808027.

 

 

"Partnerschaft für Demokratie" gründet Jugendforum

Das Förderprogramm "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" ist vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit einem Jugendfond ausgestattet worden. 5.000 € stehen jährlich für Jugendprojekte bereit, die sich mit Demokratie,  den Herausforderungen des Extremismus oder Fragen von Integration und dem Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft befassen. Das Besondere an diesem Jugendfond ist, dass Jugendliche dabei selbst über die Mittelverwendung und ihre Projekte entscheiden sollen. Dazu wird ein Jugendforum gegründet, an dem sich zum einem der Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg beteiligt, das allerdings auch immer offen ist für interessierte Jugendliche, die auch mitgestalten wollen, sowie Vertreter*innen von Jugendgruppen oder Jugendeinrichtungen. Dem Jugendforum können in der Folge Projektideen zur Finanzierung vorgestellt werden, die dort beraten und entschieden werden. Ebenso kann das Jugendforum auch eigene Projektideen entwickeln und gemeinsam umsetzen. Mitmachen wird dabei groß geschrieben.

Das Jugendforum der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" trifft sich am 22. März 2017 um 17:30 Uhr erstmalig im Rathaus der Stadt Ratzeburg zu einer konstituierenden Sitzung und freut sich über zahlreiche junge Mitgestalter*innen.

 

"Partnerschaft für Demokratie" startet durch - Fach- und Koordinierungsstelle nimmt ihre Arbeit auf

Das Förderprogramm "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" hat mit der Einrichtung einer Fach- und Koordinierungsstelle seine Arbeit aufgenommen. Ab sofort stehen Karl Schneider und Birga Klein von der BQG Personalentwicklung GmbH als hauptamtliche Programmberater*in allen potentiellen Projektträgern zur Seite, um ihre Ideen zur Stärkung von Demokratie, zur Bekämpfung von Extremismus, zur Förderung von Integration oder zur Verbesserung des Zusammenlebens in der Einwanderungsgesellschaft mit den Mitteln aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den kommenden drei Jahren erfolgreich umzusetzen. Die BQG Personalentwicklung GmbH hatte sich für die Aufgabe der Fach- und Koordinierungsstelle mit ihren Beratungskompetenzen und Erfahrungen im Bereich von öffentlicher Projektförderung beworben und seitens der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische einmütig den Zuschlag bekommen.

Mit dem Förderprogramm "Partnerschaft für Demokratie" stehen in den kommenden drei Jahren jeweils 40.000 € an Bundesmitteln zur Verfügung, um zivilgesellschaftliche Projekte in Stadt und Umland zu ermöglichen. Über die Mittelvergabe wird ein sogenannter Begleitausschuss beraten, der sich aus Vertreter*innen aus Gesellschaft, Kommunalpolitik und  Verwaltung zusammensetzt. Die Fach- und Koordinierungsstelle berät und unterstützt dazu alle Projektträger bei der Antragstellung, der Präsentation ihres Projektes im Begleitausschuss sowie auch bei der Projektumsetzung. Im ersten Schritt hat sie dafür eine Webseite zum Fördergramm unter www.partnerschaftdemokratie.de eingerichtet, auf der die Kontaktdaten zum Beratungsteam sowie alle wesentlichen  Informationen zur Projektförderung und zur Antragstellung zu finden sind. Antragsberechtigt sind vor allem rechtsfähige, gemeinnützige Institutionen, aber auch für Einzelpersonen oder Initiativen kann die Fach- und Koordinierungsstelle Antragswege öffnen.

Bürgervorsteher Ottfried Feußner, Bürgermeister Rainer Voß und Amtsvorsteher Heinz Dohrendorff zeigten sich erfreut, dass die "Partnerschaft für Demokratie" nach langer Vorbereitungszeit endlich starten kann und hoffen auf vielfältige und nachhaltig wirkende Projekte ganz im Sinne des selbstgesteckten Leitziels: »Wir Menschen in der Region Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen leben in einer friedlichen, demokratischen, aktiven und vielfältigen Gesellschaft, die von Zuversicht geprägt ist.«

 

Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen schließen "Partnerschaft für Demokratie"

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben sich gemeinsam für eine "Partnerschaft für Demokratie" beim Bundesprogramm "Demokratie leben!" beworben, einem Förderprogramm, mit dem ab dem kommenden Jahr zahlreiche Projekte zur Demokratiestärkung, zur Extremismusbekämpfung, aber auch zur Integration von Geflüchteten und zur interkulturellen Begegnung gestartet werden können. Das Bundesprogramm "Demokratie leben!" wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend getragen und hat sich zum Ziel gesetzt, bundesweit Projekte der Demokratie­förderung und der Extremismusprävention zu fördern in jeweils unterschiedlichen Ansätzen. "Partnerschaften für Demokratie" sind dabei eine kommunale Variante, mit den vor Ort in den Städten und Gemeinden gearbeitet werden kann. Das Besondere an dieser Förderung, die mit rund 100.000 € jährlich viele Möglichkeiten bietet, dass die Kommunen vor Ort entscheiden können, welche Schwerpunkte ihnen dabei in der eigenen Projektarbeit wichtig sind.

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben die Chancen, die dieses Förderprogramm bietet, gemeinsam erkannt und sich mit einstimmiger Unterstützung der jeweiligen politischen Gremien dem umfangreichen Bewerbungsverfahren gestellt. Parallel zur Antragstellung wurden im Rahmen einer Auftaktkonferenz bereits inhaltliche Weichenstellungen getroffen.

Lars Hartwig moderiert den Bau einer "Zielpyramide" ...

 

 ... in der sich die zukünftigen Ziele "Partnerschaft für Demokratie" für Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen widerspiegeln soll

Rund 60 Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen der Zivilgesellschaft, aus Kommunalpolitik, Flüchtlingshilfe und Migrationssozialberatung, aus Sozialverbänden, Kultur, Schule und  aus der Initiativarbeit gegen Rechtsextremismus, kamen dafür einen Tag lang in der Ratzeburger Jugendherberge zusammen, um die zukünftigen Förderschwerpunkte zu beraten. Unter Anleitung des Lübecker Moderators Lars Hartwig wurde eine «Zielpyramide« gebaut, die genau Auskunft geben kann, was mit diesen Fördermitteln in den kommenden drei Jahren erreicht werden soll und wie die dies umzusetzen ist. Auf drei Leitziele konnte sich die Konferenzteilnehmer*innen dabei verständigen:

"Wir Menschen in der Region Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen leben in einer friedlichen, demokratischen, aktiven und vielfältigen Gesellschaft, die von Zuversicht geprägt ist."

"Uns leiten die Werte unseres Grundgesetzes und der Wille, dem Menschen gerecht zu sein und ihm auf Augenhöhe zu begegnen. "

"Wir fördern gegenseitiges Verständnis, Teilhabe sowie die Verantwortung für uns und unsere Gesellschaft und machen dies erfahrbar."

Die Arbeit der gemeinsamen "Partnerschaft für Demokratie" soll nach Willen der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen möglichst zügig im neuen Jahr, nach der jetzt erfolgten Zulassung durch das Bundesprogramm, beginnen, zunächst mit der Einsetzung eines Begleitausschusses, der zukünftig über die Vergabe von Projektmitteln entscheiden soll. Zudem muss eine Koordinierungs- und Fachstelle eingerichtet werden, die potentielle Antragsteller bei ihren Projekten und Projektideen und deren konkreten Umsetzung berät und unterstützt. Eine entsprechende Ausschreibung ist auf der Webseite der Stadt Ratzeburg veröffentlicht.

Auf einer eigenen Webseite wird dann über die Förderrichtlinien der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" informiert und ein erster Projektaufruf gestartet, damit noch im Frühjahr möglichst vielfältig am gemeinsamen und respektvollen Miteinander und für eine starke Demokratie vor Ort gearbeitet werden kann.  

https://www.demokratie-leben.de/

 

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