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10.06.2026

Innenministerium verbessert Schwimmstätteninfrastruktur im Land - sechs Standorte erhalten insgesamt 25 Millionen Euro für Neubau und Sanierung

Sechs Standorte im Land erhalten insgesamt 25 Millionen Euro für Neubau oder Sanierung von Schwimmstätten. Die Mittel stammen aus dem Landesanteil des vom Bund geschaffenen Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität. Eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern von Innenministerium, Kommunalen Landesverbänden und Landessportverband hat aus den insgesamt 17 eingegangenen Anträgen jetzt die Projekte und Standorte ausgewählt, die Fördermittel erhalten werden.

„Das ist ein guter Tag für den Schwimmsport in Schleswig-Holstein“, erklärt Innenministerin Magdalena Finke. „Wir stärken mit unserer Förderung die Schwimmsportinfrastruktur im Land. Sehr positiv ist, dass die Jury auch Projekte ausgewählt hat in Regionen, in denen es derzeit einen hohen Bedarf an zusätzlichen Angeboten gibt. Das ist ein wichtiger Schritt zu einer besseren Versorgung mit modernen Schwimmsportstätten, auch in bisher unversorgten Gebieten unseres Landes.“ Insgesamt werden etwa 1.570 Quadratmeter neue Schwimmfläche entstehen.

Beim Bau oder der Sanierung werden folgende Kommunen unterstützt:

  • Flensburg - 4,5 Millionen Euro für die Erweiterung des Campusbads um ein Lehrschwimmbecken und ein Sportbecken mit 557 qm
  • Husum - 4 Millionen Euro für den integrierten Neubau einer Schwimmhalle mit 150 qm
  • Laboe - 4 Millionen Euro für den Neubau des Strand-Bades mit 250 qm
  • Ratzeburg - 4,5 Millionen Euro für den Neubau des Aqua-SiWa mit 513 qm
  • Wedel - 4 Millionen Euro für den Umbau des Erlebnisbeckens zu einem Lehrschwimmbecken in der „Badebucht“ mit 100 qm.
  • Aufgrund der herausgehobenen sportpolitischen Bedeutung wird das vom Landessportverband (LSV) getragene Schwimmbad im Sport- und Bildungszentrum Malente als Landesleistungszentrum außerhalb der Jury-Entscheidung bedacht. Für die Sanierung stehen ebenfalls vier Millionen Euro bereit.

Für die Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Landesverbände erklärt der Geschäftsführer des Städteverbandes Schleswig-Holstein, Marc Ziertmann: „Die Förderung der Schwimmsportstätten ermöglicht die Schaffung dringend benötigter zusätzlicher Wasserflächen. Besonders erfreulich ist die ausgewogene regionale Verteilung sowie die Stärkung der Versorgung an zentralen Standorten. Mit den bereitgestellten 25 Millionen Euro an Fördermitteln lösen wir kommunale Investitionen von rund 90 Millionen Euro aus. Diese Investitionen leisten einen entscheidenden Beitrag, um die Schwimmausbildung flächendeckend zu stärken und die Zukunft des Schwimmsports nachhaltig zu sichern.“

Steffen Weber, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Schwimmverbandes und Vorstandsmitglied des Landessportverbandes, lobt die Jury-Entscheidung: „Dies ist ganz im Sinne des Schwimmsports. Mit der Verteilung der Mittel auf die sechs Standorte und die dadurch auch neu hinzukommenden Wasserflächen, stärken wir nachhaltig die Ausbildungsmöglichkeiten unserer Vereine vor Ort. Auch die Ausbildung für den Bereich des Rettungsschwimmens wird davon maßgeblich profitieren.“

"Ich freue mich sehr darüber, dass die Stadt Ratzeburg zugunsten des Bauprojektes des neuen Aqua Siwas eine Förderung des Landes Schleswig-Holstein zur Mitfinanzierung erhält. Auch mit dieser Förderung wird die Umsetzung eines der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen in der Kreisstadt gelingen. Mit Zuversicht blicke ich gemeinsam mit den Mitgliedern der Stadtvertretung auf die kommenden Monate und sehe einer Umsetzung der Baumaßnahme entgegen", sagt Ratzeburgs Bürgermeister Eckhard Graf.

Insgesamt waren 17 Anträge nach dem im Januar veröffentlichten Projektaufruf im Innenministerium eingegangen. Kriterien waren insbesondere die Schaffung zusätzlicher Schwimm- und Schwimmlernflächen, das Vorliegen von Baurecht und die Absicherung der Gesamtfinanzierung. Eine Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln, wie zum Beispiel der sogenannten "Sportmilliarde" oder des Bundesprogramms "Sanierung kommunaler Sportstätten" war möglich. Die Kommunen haben Zeit bis 2030, um die Maßnahmen umzusetzen.

„Ich danke allen Kommunen, die innerhalb kurzer Zeit sehr gute Anträge eingereicht hatten. Die Standorte, die von der Jury jetzt nicht ausgewählt worden sind, haben noch bis 19. Juni 2026 die Möglichkeit, Anträge im Rahmen des Bundesprogramms ‚Sanierung kommunaler Sportstätten‘ zu beantragen“, so Finke. Bei dem Bundesprogramm werden überjährige investive Maßnahmen zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder gefördert. Für den Projektaufruf 2026 stehen Bundesmittel in Höhe von 250 Millionen Euro zur Verfügung.


Quelle: Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein