Archivale 01/2025 - Denk·mal für die in Süd·west·afrika gefallenen Soldaten des Ratzeburger Jäger·bataillons
Ratzeburg hat kaum Dinge aus der deutschen Kolonial·zeit.
Die Kolonial·zeit war von 1880 - 1919 im Kaiser·reich.
In dieser Zeit hatte das Deutsche Reich Kolonien in Afrika.
Es gab in Ratzeburg ein ein Denk·mal aus dieser Zeit.
Das Denk·mal war bei der alten Dom·kaserne.
Auf dem Denkmal stand:
"Für Kameraden In Südwest·afrika
Leut·nant Fürbringer
Unter·offizier Gass
Reiter Berkling
Von der 4. Kompanie"
Es gibt keine Quellen über den Bau vom Denkmal.
Aber der historische Kontext ist klar.
Am 12. Januar 1904 gab es einen Aufstand.
Die Gruppe Herero in Afrika kämpfte gegen die deutsche Herr·schaft.
Die deutschen Soldaten haben viele Herero getötet.
Historiker nennen das heute Völker·mord.
Die drei Soldaten auf dem Denk·mal starben bei diesem Kampf.
Sie waren vorher im Jäger·bataillon in Ratzeburg.
Für die Toten gab es Anzeigen in der Zeitung.
Ein Soldat war Leutnant Edzard Fürbringer.
Er war der Sohn vom Bürger·meister von Emden.
Das Denk·mal stand bis nach dem Zweiten Welt·krieg bei der Dom·kaserne.
Im Frühjahr 1948 wurde es entfernt.
Am 14. Mai 1948 fragte ein Rats·herr, warum das Den·kmal weg sei.
Die Stadt wusste nicht, dass das Denkmal weg ist.
Die Kreis·verwal·tung musste gefragt werden.
Man dachte, das Denk·mal erinnerte an den Ersten Welt·krieg in Afrika.
Mehr steht nicht in den Protokollen der Stadt.
Ehemaliger Gedenkstein für die in Südwestafrika gefallenen Soldaten des Ratzeburger Jägerbataillons auf dem Grundstück der ehemaligen Domkaserne
(Foto von Albert Hannig 1926. Glasplattennegativ im Kreismuseum in Ratzeburg)