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Vereinfachter Text
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Ratzeburg
Nach dem Krieg 1870-1871 pflanzten Menschen in vielen Orten Bäume.
Das waren die "Friedens·eichen".
Sie bauten auch Denkmäler für gefallene Soldaten.
Der Ratzeburger Bürger-verein wollte auch ein Denkmal für den Kaiser bauen.
Sie sammelten Geld dafür.
Am 18. Oktober 1879 legten sie den ersten Stein für das Denkmal in der Mitte des Ratzeburger Markt-platzes.
Dieses Datum war wichtig, weil eine bekannte Schlacht stattfand und ein Prinz Geburtstag hatte.
Ein Jahr vorher baute Mölln ein anderes Denkmal.
Das Ratzeburger Denkmal dauerte lange.
Der Kaiser erlaubte es nicht sofort.
Erst als Kaiser Wilhelm I. starb, baute man weiter.
Das Denkmal erinnerte jetzt an die Verbindung von Lauenburg und Preußen im Jahr 1865.
Eine Gruppe aus Ratzeburg reiste nach Berlin.
Sie suchten das beste Denkmal-Modell aus.
Es war von Professor Robert Bärwald.
Robert Bärwald war ein berühmter Bildhauer.
Er baute viele Denkmäler von Kaiser Wilhelm in verschiedenen Städten.
Das Denkmal kostete 22.000 Mark.
Der Sockel und andere Teile kosteten 8.000 Mark.
Es hatte Bilder von wichtigen Personen und war 6,30 Meter hoch.
Ein Zaun mit Adlern und Wappen umgab das Denkmal.
An den Ecken waren Lampen.
Diese waren zuerst Gaslampen und wurden später elektrische Lampen.
Das Denkmal kostete insgesamt 34.065,96 Mark.
Vereine, Gemeinden und Menschen spendeten 10.254,05 Mark.
Der Kreis bezahlte den Rest.
Die Einweihung war am 26. September 1890.
Das war 25 Jahre nachdem in der Kirche in Ratzeburg die Verbindung mit Preußen gefeiert wurde.
Im Ersten Weltkrieg blieb das Denkmal stehen.
Im Zweiten Weltkrieg zerstörte man es.
Ein Foto zeigt, dass es 1941 oder 1942 abgebaut wurde.
Der Sockel wurde später abgetragen.
Nur das Fundament blieb auf dem Markt-platz.
2007 und 2008 bauten Arbeiter auf dem Markt-platz.
Sie fanden das alte Fundament.
Ein Bauarbeiter fand eine Zink-dose im Fundament.
Sie war alt und hatte den Inhalt von vor 129 Jahren bewahrt.
Archivale 03/2025 - Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Ratzeburg © Stadtarchiv Ratzeburg
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