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Terminvereinbarungen unter 04541-8000-150 oder buergerbuero@ratzeburg.de. 

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Landesregierung beschließt Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Die Landesregierung hat wie angekündigt im Nachgang der Ministerpräsidentenkonferenz vom 5. Januar eine Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung beschlossen.

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg: "Eine präzise Einschätzung der Entwicklung des Infektionsgeschehens ist derzeit außerordentlich schwierig: Weiterhin registrieren wir auch in Schleswig-Holstein eine hohe Zahl an Infektionen. Deswegen gilt heute mehr denn je: Wir alle sollten auf sämtliche Kontakte verzichten, die nicht zwingend notwendig sind." Zugleich hat die Landesregierung auch die Corona-Quarantäneverordnung angepasst.

Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum

Kernpunkt der Änderungen der Corona-Bekämpfungsverordnung sind die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum: Zusammenkünfte zu privaten Zwecken sind nur noch mit Personen eines gemeinsamen Haushalts sowie einer weiteren Person zulässig (unabhängig vom Ort des Treffens). Ausnahmen sind möglich zur Sicherstellung der Betreuung von Kindern unter 14 Jahren oder von pflegebedürftigen Personen. So können beispielsweise zwei Haushalte die Betreuung der jeweiligen Kinder gemeinsam sicherstellen. Es sollte sich dabei möglichst jeweils um einen festen, nicht wechselnden Haushalt handeln.

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg: "Die Regeln ermöglichen, dass Kinder betreut und insbesondere hilfsbedürftige Menschen besucht und unterstützt werden können. Das ist wichtig und richtig. Auf private Treffen, die auch verschoben werden können, sollten wir alle aber angesichts der aktuellen Situation in den nächsten drei Wochen dringend verzichten."

Pflegeeinrichtungen: Besucherinnen und Besucher müssen Tests vorlegen

Für einige weitere Bereiche sind die Vorgaben gegenüber der Verordnung vom 16. Dezember verändert worden, hierzu zählen:

  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe dürfen weiterhin von zwei registrierten Personen besucht werden – diese müssen jetzt zum Besuch ein höchstens 24 Stunden altes negatives Corona-(Schnell-)Testergebnis vorlegen. Die Testungen sollen auch in den Einrichtungen vor Ort angeboten werden;
  • Betriebskantinen dürfen nur dann geöffnet bleiben, wenn dies für die Aufrechterhaltung der betrieblichen Abläufe erforderlich ist, beispielsweise in Kliniken;
  • Bibliotheken können unter bestimmten Bedingungen bestellte Medien ausgeben bzw. ausgeliehene zurücknehmen (Click und Collect);
  • Klargestellt wird, dass auch für überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen die Vorgaben für öffentliche berufsbildende Schulen gelten. Gleiches gilt für die von den Heilberufekammern durchgeführte überbetriebliche Berufsausbildung und ebenso für Vorbereitungskurse für berufliche Bildungsabschlüsse und für Meisterprüfungen.

Wieder Testpflicht bei Einreise aus Risikogebieten

Da aufgrund der Verbreitung von Mutationen des Virus‘ oder besonders hoher Inzidenzen ein besonderes Eintragsrisiko aus Risikogebieten besteht, wurde auch die Quarantäneverordnung angepasst. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Maßnahmen wird wieder eine Testpflicht bei der Einreise aus Risikogebieten eingeführt. Ziel dieser bundesweiten Maßnahme ist es, Einträge durch Virus-Mutationen möglichst frühzeitig zu erkennen. Reiserückkehrer können sich (kostenpflichtig) an den bestehenden Teststationen der Kassenärztlichen Vereinigung im Land testen lassen.

Daraus ergeben sich für Einreisende aus Risikogebieten in die Bundesrepublik Deutschland neue Vorgaben: Neben der bereits bestehenden Absonderungsverpflichtung besteht nun zusätzlich eine Testpflicht bei Einreise. Der Test muss den Anforderungen des Robert Koch-Instituts entsprechen. Der Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein. Sofern kein Test vor Einreise durchgeführt wurde, ist es auch möglich, sich bei der Einreise testen zu lassen. Dies kann sowohl am Ort des Grenzübertritts als auch in einem Testzentrum oder am Ort der Unterbringung geschehen. Für die Testpflicht gelten die aus der Absonderungspflicht bekannten Ausnahmen (z.B. „kleiner Grenzverkehr“).

Beide Verordnungen werden am Montag, 11. Januar, in Kraft treten – sie gelten bis einschließlich Sonntag, 31. Januar 2021.

Die Verordnungen werden im Internet veröffentlicht: www.schleswig-holstein.de/coronavirus-erlasse

Lockdown wird verlängert: So geht es weiter an Schulen und Kitas

Das Land wird im Januar 2021 die Beiträge für Kita und Ganztagsbetreuung an Schulen erstatten. Das haben Finanzministerin Monika Heinold, Sozialminister Dr. Heiner Garg und Bildungsministerin Karin Prien heute (6. Januar) in Kiel bekannt gegeben. "Zur Entlastung der Eltern stellen wir rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können wir den Januar beitragsfrei gestalten. Wir verbinden diesen Beschluss mit dem Ziel, die Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren", erklärte Finanzministerin Monika Heinold.

Die Landesregierung geht davon aus, dass für die Erstattung der Kita- und Ganztagsbetreuungsbeiträge an die Träger für einen Monat rund 25 Millionen Euro benötigt werden. Rund 15 Millionen Euro sollen über die noch freien Mittel für die Kompensation aus dem Frühjahr finanziert werden, die verbleibenden rund 10 Millionen Euro über den mit dem Notkredit aufgelegten Härtefallfonds.

Sozialminister Dr. Heiner Garg: "Angesichts der aktuellen epidemiologischen Lage ist es notwendig, den Lockdown fortzuführen. Wir setzen dabei alles daran, auch in dieser besonders schwierigen Situation Eltern und ihre Kinder weiterhin bestmöglich zu unterstützen. Deswegen werden wir die Eltern im gesamten Januar von den Kita-Beiträgen freistellen."

Kita-Notbetreuung wird fortgesetzt

Der Kita-Betrieb in Schleswig-Holstein wird sich an dem bekannten Stufenkonzept orientieren. Die Betretungsverbote werden fortgeführt. Eine Notbetreuung wird aber auch weiterhin zur Verfügung stehen, sodass folgende Zielgruppen betreut werden können, wenn Eltern keine alternative Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung haben:

  • Kinder, deren (mindestens ein) Erziehungsberechtigter in Bereichen der kritischen Infrastrukturen dringend tätig ist und
  • Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden und darüber hinaus
  • Kinder, die einen täglichen hohen Pflege- und Betreuungsaufwand haben,
  • Kinder, die aus Sicht des Kindeswohls besonders schützenswert sind.

Angebote der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege können durchgeführt, auf eine Notbetreuung beschränkt oder eingestellt werden. Auch wenn Kitas somit weiterhin im Rahmen einer Notbetreuung geöffnet haben, gilt der eindringliche Appell an die Eltern, wenn immer es möglich ist, ihre Kinder nicht in die Kita oder Kindertagespflege zu bringen, sondern Zuhause zu betreuen. Ziel der Landesregierung ist es, die Kitas wieder im Regelbetrieb zu öffnen, sobald das Infektionsgeschehen es zulässt

Erstattung der Elternbeiträge

Für den Monat Januar werden Eltern von den Kosten der Kindertagesbetreuung entlastet. So wird das Land unabhängig davon, ob die Eltern ihr Kind zu Hause betreuen oder die Notbetreuung in Anspruch nehmen müssen, die Kosten der Elternbeiträge übernehmen. Dies gilt auch für den Bereich der Kindertagespflege. Das konkrete Verfahren der Abwicklung soll analog des Verfahrens im Frühjahr 2020 erfolgen. Die Details wird das Land mit den kommunalen Landesverbänden und mit den Trägerverbänden klären.

Erhöhung des Kinderkrankengeldes

Der Bund wird gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil und 20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende gewährt wird. Dieser Anspruch soll – anders als bisher – auch dann gelten, wenn Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, weil die Betreuungseinrichtung pandemiebedingt geschlossen ist bzw. der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wurde.

Erstattung von Verdienstausfall

Die behördlich angeordneten Betretungsverbote ermöglichen es nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) außerdem, dass berufstätige Eltern 67 Prozent ihres entstandenen Verdienstausfalls für längstens zehn Wochen, Alleinerziehende für längstens 20 Wochen erstattet bekommen können.

Minister Dr. Garg: "Der Schutz von Kindern hat weiterhin höchste Priorität. So werden selbstverständlich auch weiterhin Eltern und Kinder, die besonders belastet sind mit den vorhandenen Angeboten der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe unterstützt."

Schulen

"Das Aussetzen des Präsenzunterrichtes hat ein Ziel: Möglichst schnell und dauerhaft unter eine landesweite Inzidenz von 50 zu kommen", betonte Bildungsministerin Karin Prien heute in Kiel. "Je eher wir dieses Ziel erreichen, desto eher können alle Schülerinnen und Schüler wieder in den Präsenzunterricht gehen. Mehr noch, wir streben diese niedrige Inzidenz insbesondere an, damit die Schulen wieder im Präsenzunterricht öffnen können."

Ab dem 11. Januar sollen die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein in der Distanz lernen, der Präsenzunterricht in den Schulen ist ausgesetzt. Man wolle allen Schülerinnen und Schülern im Land ermöglichen, dass sie ihre Bildungslaufbahnen wie geplant fortsetzen können. Deshalb würden die Abschlussjahrgänge ab Montag entsprechende Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen in Präsenz bekommen. "Die Angebote finden in Kleingruppen mit Abstand und Hygienekonzept statt und es gilt natürlich weiterhin die Maskenpflicht", betonte Prien. Wie schon im Frühjahr werde es auch nun eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1-6 geben.

Prien warnte vor falschen Erwartungen an die Digitalisierung. Schule sei darauf ausgerichtet, dass Kinder und Jugendliche persönlich zusammenkommen. Die Vielzahl der eingeleiteten Maßnahmen solle vor allem den Auswirkungen der Pandemie entgegensteuern: "Seit März 2020 haben wir mit unzähligen Maßnahmen versucht, die Schäden in Grenzen zu halten, die die Pandemie unserem Bildungssystem zufügt. Schule ist ein besonders wertvoller Ort. Der Unterricht im Klassenverband dient nicht nur dazu Wissen zu vermitteln. Er ist ein sozialer Raum, ein Lernraum und für manche Kinder und Jugendliche auch ein Schutzraum. Selbst das beste Lernmanagementsystem, selbst die perfekte Videokonferenz, können das Erlebnis gemeinsamen Lernens im Klassenraum nicht ersetzen". Am Ende dieser Phase wolle man daher die Erfahrungen im Lernen auf Distanz auch wissenschaftlich evaluieren.

"Ende Januar werden wir dann abhängig vom Infektionsgeschehen, den Inzidenzwerten und der Entwicklung der Mutationen des Virus sowie der Beschlusslage von Bund und Ländern sehen, ob und unter welchen Bedingungen wir die Schulen im Februar wieder schrittweise für den Präsenzunterricht öffnen können", sagte die Ministerin. Klar sei aber auch, dass es schon vorher zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts kommen könne, wenn in Schleswig-Holstein die Zahl der Neuinfektionen dauerhaft deutlich unter der Grenze von 50 pro 100.000 Einwohner liege.

Für die Zeit nach dem Lockdown habe das Bildungsministerium zudem, wie im Dezember angekündigt, den Corona-Reaktionsplan überarbeitet. "Zukünftig werden wir in Landkreisen, in denen die Inzidenz über 50 pro 100.000 Einwohner steigt, automatisch für die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 7 in den Wechselunterricht gehen, und selbstverständlich werden wir auch weiterhin eine Inzidenzabhängige Maskenpflicht in unseren Schulen haben", so Karin Prien.

Berufliche Schulen

Für die Beruflichen Schulen teilt das fachlich zuständige Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus folgende Regelungen für die Zeit nach dem 11. Januar mit: Auch in den berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren findet bis Ende des Monats im Grundsatz kein Präsenzunterricht statt. Ausnahmen gibt es in dieser Zeit für Unterricht in Abschlussklassen, für die Durchführung von Prüfungen und das Schreiben wichtiger Klassenarbeiten.

Der seit dem 1. Januar 2021 für die Berufliche Bildung zuständige Minister Dr. Bernd Buchholz erklärte, dass ab 1. Februar wieder Präsenzunterricht vorgesehen sei, wenn das Infektionsgeschehen dies ermögliche. In Kreisen mit einem Inzidenzwert von über 50 gilt allerdings die Einschränkung, dass maximal 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Präsenzform unterrichtet werden dürfen. Bei Klassengrößen von über 15 Jugendlichen sei durch Teilung der Gruppe oder entsprechend große Räume sicherzustellen, dass ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird.

"Mit dieser Regelung schaffen wir für die Schulen einen klaren Handlungsrahmen, gewähren ihnen zugleich aber auch die erforderliche Flexibilität, um den Schulbetrieb sachgerecht gestalten zu können", so Buchholz.

Corona-Impfung: Anmeldeverfahren für 15 Impfzentren in Schleswig-Holstein startet ab 29.12.2020

Ab heute (29.12.2020) können sich berechtigte Personen zu Impfungen in 15 Impfzentren in Schleswig-Holstein anmelden. Das Gesundheitsministerium veröffentlicht dazu heute (28.12) umfangreiche Fragen und Antworten zum Verfahren, die auch über die Internetseite www.impfen-sh.de erreichbar sein werden. Die Fragen und Antworten finden Sie unten.

Bereits gestern sind die ersten mobilen Impfteams in Schleswig-Holstein erfolgreich im Einsatz gewesen, so auch die Rückmeldung der KVSH. Am gestrigen Sonntag konnten mit Hilfe u.a. der ersten mobilen Impfteams mehr als 800 Personen geimpft werden und dabei das vorgesehene Verfahren in der Praxis erstmals angewendet werden. Der Großteil der am Sonntag durch geimpften Dosen wurde an Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, aber auch an Pflegekräfte und medizinisches Personal, verimpft. Enthalten in der Summe sind auch Impfungen in den Kliniken für besonders exponiertes Personal.

Gesundheitsminister Heiner Garg: „Mein Dank gilt allen Beteiligen für den bislang guten Impfstart in Schleswig-Holstein. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg aus dieser Pandemie, auch wenn der Weg noch anstrengend ist und uns allen noch viel abverlangen wird. Angesichts des begrenzt verfügbaren Impfstoffes bitte ich herzlich alle Menschen um Geduld, die denjenigen, die besonders gefährdet sind, den Vortritt lassen müssen. Diese Solidarität insbesondere mit der Generation unserer Eltern und Großeltern sollte selbstverständlich sein.“

Fragen und Antworten zum Impfverfahren

Wann starten die Impfungen in Schleswig-Holstein?

Am 27.12. starteten die mobilen Impfteams entsprechend der Priorisierung der Ständigen Impfkommission in Pflegeeinrichtungen mit der Impfung hochbetagter Personen und Pflegekräften. Die Inzidenzzahlen der Kreise/ kreisfreien Stadt können ebenfalls in die Priorisierung einfließen, so dass zunächst Gebiete mit hoher Inzidenz Berücksichtigung finden, da das Risiko dort höher ist.  Auch in den ersten Kliniken im Land wurde parallel mit dem Impfen für priorisiertes Klinikpersonal begonnen, das einem besonderen Risiko ausgesetzt ist.

Ab wann wird in den Impfzentren geimpft?

Ab dem 4. Januar werden die ersten 15 Impfzentren mit dem Impfen von Berechtigten der Gruppe 1 nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommissionen beginnen.

Welche Personen sind berechtigt, bzw. haben derzeit Priorität und können somit einen Termin anfragen (Berechtigte Gruppe1)?

Gemäß den Festlegungen der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums derzeit:

  1. Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  2. Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind,
  3. Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  4. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren im sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
  5. Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.“

Wie kann ich prüfen, ob ich berechtigt bin?

Stellen Sie sich als Hilfe dazu folgende Fragen – wenn Sie mit „Ja“ antworten können, können Sie einen Termin in einem Impfzentrum anfragen:

  • Sind sie 80 Jahre oder älter?
  • Arbeiten Sie
    • in einer Einrichtung der ambulanten oder stationären Altenpflege?
    • in der Notfallrettung?
    • in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung?
    • in einer medizinischen Einrichtung, in der primär onkologische, immunsupprimierte oder dialysepflichtige Patienten behandelt werden oder in der für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten i.S.d. § 2 CoronaImpf-VO durchgeführt werden?

Wie können sich Impfberechtigte zu einer Impfung anmelden?

Impfberechtigte können ab dem 29. Dezember

  • unter der Rufnummer 116117
  • oder online unter www.impfen-sh.de einen Termin anfragen, bzw. bei Verfügbarkeit buchen.

Welche Nachweise benötige ich, um meine Berechtigung glaubhaft zu machen?

Das hängt jeweils von der Art der Berechtigung ab:

  • Alter: Personalausweis
  • Tätigkeit: Geben Sie den Namen der Einrichtung oder des Dienstes an. Zum Impftermin müssen Sie eine Bestätigung Ihres Arbeitgebers mitbringen. Sie können als Angehöriger der berechtigen Berufsgruppen dazu auch ein Formular nutzen, dass auf über die Seite www.impfen-sh.de unter „grundlegende Information“ zum Download eingestellt werden wird. Dem Rettungsdienst SH wurde ein solches Formular bereits übermittelt.

Woher erhalte ich die beruflichen Nachweise?

Bitten Sie Ihre Arbeitgeberin/er darum oder drucken Sie ein im Netz bald verfügbare Formular aus und legen es Ihrer Arbeitgeberin/ Ihrem Arbeitgeber vor zum Ausfüllen/ bestätigen. (Das Formular ist in Arbeit und wird auf der Internetseitewww.impfen-sh.de unter „grundlegende Information“ eingestellt werden).

Wie wird kontrolliert, ob ich die Nachweise habe?

Die Nachweise müssen von Ihnen im Impfzentren vorgelegt werden. Liegen diese nicht vor, kann keine Impfung durchgeführt werden.   

Wenn Menschen in Pflegeeinrichtungen unter Betreuung stehen -  beispielsweise bei einer Demenzerkrankung - wie wird das Einverständnis der Betreuerin/ des Betreuers den mobilen Impfteams nachgewiesen?

Die Einrichtungen, die von mobilen Impfteams aufgesucht werden, werden vorher über die organisierende Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein informiert. Den Einrichtungen wird auch eine spezielle Einwilligungserklärung für Betreuende zur Verfügung gestellt. Diese Erklärung ist dann vor der Impfung im Original der Einrichtungsleitung zur Verfügung zu stellen. Diese wird dann gesammelt der Impfärztin/Impfarzt des mobilen Teams vorlegt.

Werde ich schnell einen Termin bekommen, wenn ich zu den Berechtigten gehöre?

Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffes werden erst nach und nach berechtigte Personen einen Termin bekommen können. Zu Beginn werden also viele Menschen trotz der Berechtigung noch keinen Termin erhalten können, da noch nicht für alle berechtigten Personen der Impfstoff verfügbar ist.

Welche Termine werden vergeben?

Zunächst werden voraussichtlich nur wochenweise Termine vergeben können. Also für Anfragen, die in der laufenden Woche gestellt werden, werden i.d.R. jeweils für die kommende Woche Termine vergeben usw. Damit soll zum einen eine tatsächliche Wahrnehmung der Termine sichergestellt werden und zum anderen soll die Verfügbarkeit des Impfstoffes sichergestellt werden.

Wird auch der Termin für die zweite notwendige Impfung vergeben werden?

Ja, Termine werden ausschließlich paarweise vergeben, da es wichtig ist, beide Impfungen zu machen. Das Robert-Koch-Institut teilt dazu mit: Für eine vollständige Immunisierung sind mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech zwei Impfstoffdosen im Abstand von 21 Tagen notwendig. Nach Auskunft des Impfstoffherstellers ist dabei der Abstand von 21 Tagen einzuhalten.

In welchen Impfzentren wird eine Impfung zu Beginn möglich sein?

Aufgrund der zu Beginn begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffes werden in Abstimmung mit den jeweiligen Kreisen/ kreisfreien Städten von den 29 Zentren in Schleswig-Holstein zunächst 15 Zentren an folgenden Standorten ab 4. Januar eröffnen:

  • Kiel
  • Flensburg
  • Neumünster
  • Lübeck
  • Heide (Kreis Dithmarschen)
  • Alt-Mölln (Kreis Lauenburg)
  • Husum (Kreis Nordfriesland)
  • Eutin (Kreis Ostholstein)
  • Prisdorf (Kreis Pinneberg)
  • Schönberg (Kreis Plön)
  • Gettorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde)
  • Kropp (Kreis Schleswig-Flensburg)
  • Kaltenkirchen (Kreis Segeberg)
  • Itzehoe (Kreis Steinburg)
  • Bad Oldesloe (Kreis Stormarn)

Kann ich als Schleswig-Holsteiner bei der Terminanfrage ein Impfzentrum auswählen – auch wenn es nicht in meinem Wohnortkreis liegt?

Ja. Den Standort können Sie als Schleswig-Holsteinerin/er bei der Terminanfrage/ -buchung selbst auswählen.

Wie werden Corona-Impfberechtigte informiert, wer berechtigt ist?

Mit den Pflegeeinrichtungen und den medizinischen Einrichtungen, in denen Menschen der ersten Prioritätsstufe beschäftigt sind, steht das Land und die Kassenärztliche Vereinigung bereits im Austausch, um den Einsatz der mobilen Teams zu koordinieren und mögliche Impftermine abzustimmen. Bundesregierung und Landesregierung werden fortlaufend über Presseinformationen, auf ihren Internetseiten und über ihre Auftritte in den Sozialen Medien informieren, wann welche Personen impfberechtigt sind.

Die Empfehlungen der Ständige Impfkommission (STIKO) sowie häufig gestellte Fragen zum Thema Impfen und COVID-19 finden Sie auf der Seite des Robert Koch-Instituts.

Wann kann ich mich auch bei meinem Hausarzt/ Hausärztin impfen lassen?

Das ist aufgrund der besonderen logistischen Anforderungen des Impfstoffes der Firma BioNTech nicht möglich derzeit. Die speziellen Anforderungen an Lagerung und Transport (Tiefkühlung u.a.) bedingen die Impfung dieses Impfstoffes in Impfzentren, durch mobile Impf-Teams oder in Kliniken. Derzeit befinden sich noch weitere Impfstoffe im Zulassungsverfahren, deren Anforderungen vergleichbar mit denen herkömmlichen Impfstoffes sind. Sobald diese zugelassen und verfügbar sind, können diese auch in der Hausarztpraxis verimpft werden. Wann das ist, kann derzeit noch nicht abgesehen werden.

Wie kann eine pflegebedürftige Person, die zu Hause betreut wird, und älter als 80 Jahre ist, derzeit geimpft werden?

Auf Basis der Vorgaben der ständige Impfkommission und der bundesrechtlichen Festlegungen werden derzeit Pflegeeinrichtungen – in denen ein höheres Ansteckungsrisiko besteht - priorisiert. Der derzeit ausschließlich eingesetzte Impfstoff von Biontech muss zur Verimpfung aufbereitet werden. Einmal aufbereiteter Impfstoff kann nicht mehr transportiert werden, daher ist das auch nicht einfach möglich. Sofern die Möglichkeit besteht, kann in einem Impfzentrum ein Termin angefragt und gebucht werden, zu dem Angehörige/Betreuer dann die pflegebedürftige Person bringen können. 

Kreisgesundheitsamt bittet um Mithilfe bei der Kontaktverfolgung

Seit Ende Oktober 2020 steigen die Zahlen der Neuinfektionen am SARS-CoV-2-Virus im Kreis Herzogtum Lauenburg an. Das Kreisgesundheitsamt muss im Rahmen der Pandemiebekämpfung nicht nur die positiv getesteten Personen kontaktieren um eine häusliche Absonderung anzuordnen. Darüber hinaus müssen auch die jeweiligen Kontaktpersonen ermittelt und kontaktiert werden um die Kontaktintensität und –dauer zu erfragen und gegebenenfalls eine Quarantäne anzuordnen. Sie können den Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes helfen, indem Sie benötigte Daten für den Fall eines Anrufes durch das Gesundheitsamt bereitlegen beziehungsweise vorbereiten.

Sollten Sie selbst positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet werden, wird das Gesundheitsamt über Ihren Befund informiert und nimmt schnellstmöglich Kontakt mit Ihnen auf. Erfahrungsgemäß dauert die Übermittlung von Laborbefunden an das Gesundheitsamt jedoch länger als zu Ihnen, so dass Sie bereits vorher über Ihr Testergebnis informiert sind. Während dieser Zeit sollten Sie bereits eine Liste mit Ihren letzten Kontakten vorbereiten. Diese Liste sollte bis 2 Tage vor Symptombeginn oder, falls Sie keine Symptome haben, bis 2 Tage vor Abstrichnahme zurückgehen. Listen Sie nach Möglichkeit alle Kontaktpersonen möglichst mit Kontaktdaten auf. Empfehlenswert ist in jedem Fall das Führen eines Kontakttagebuches. Sollten Kinder betroffen sein, sollten Sie ebenfalls die Schule oder Kita über den Befund informieren, damit die Einrichtung entsprechende Sofortmaßnahmen ergreifen kann, bereits bevor das Gesundheitsamt den Kontakt herstellen konnte. Begeben Sie sich möglichst ohne Umwege direkt in häusliche Isolation, vermeiden Sie Kontakt zu anderen Menschen und warten auf den Anruf des Gesundheitsamtes. Falls möglich informieren Sie auch Ihre letzten Kontaktpersonen über Ihren Befund und, dass sich das Gesundheitsamt demnächst auch bei diesen melden wird.

Grundsätzlich sollten Sie zur Unterstützung des Gesundheitsamtes stets folgende Daten bereithalten:

  • Name, Anschrift und Telefonnummer Ihres Hausarztes und eines Ansprechpartners bei Ihrem Arbeitgeber
  • Bei Dialyse-, Strahlen-, Chemotherapie oder ähnlichen fortdauernden Behandlungen, halten Sie bitte auch die Kontaktdaten Ihrer behandelnden Praxis oder Klinik bereit.

Damit könnten die Bearbeitungszeiten für die Kontaktpersonenermittlung erheblich verkürzt und ansonsten erforderliche Rückrufe vermieden werden. Seit 1. Dezember wurden 1148 Kontaktpersonen zu 301 Indexfällen kontaktiert, also etwa 100 Erstanrufe am Tag, auch an den Wochenenden.

Am Mittwochnachmittag, 16. Dezember um 13 Uhr gab es im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt 1383 labordiagnostisch bestätigte Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion und damit 30 mehr als noch am Vortag. Davon gelten 967 Personen wieder als genesen, 26 waren im Zusammenhang mit einer Infektion verstorben. Der Inzidenzwert lag am Mittwoch bei 70,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in 7 Tagen, Tendenz steigend.

Alle aktuellen Informationen zu Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.kreis-rz.de/corona.

Corona-Bekämpfung: Allgemeine Maskenpflicht in Teilen des Ratzeburger Innenstadtbereichs verfügt

Auf Verfügung des Kreises Herzogtum Lauenburg gilt ab sofort für die Herrenstraße und den Marktplatz in Ratzeburg die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Diese Verpflichtung gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr und Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können und dies glaubhaft machen können. Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und für die eine Ausnahme nicht zutrifft, sind das Betreten, der Aufenthalt und die Nutzung dieser öffentlich zugänglichen Bereiche nicht gestattet. 

Dies ist eine Maßnahme zur Eindämmung der sich auch im Kreis Herzogtum Lauenburg ausweitenden Coronapandemie. Dort ist es in den letzten Tagen vermehrt zu Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus gekommen. Dabei sind nicht alle Infektionsketten nachvollziehbar, allerdings lassen sich zahlreiche Infektionsketten zu Feiern, Partys und nahe Kontakte bei Sportveranstaltungen zurückführen. Die 7-Tage Inzidenz der SARS-CoV-2 Fälle liegt aktuell (28.10.2020) bei 54,5 Fällen je 100.000 Einwohner. Eine örtliche Konzentration der Infektionen auf bestimmte Städte oder Gemeinden innerhalb des Kreisgebiets ist nicht möglich. Dies lässt erkennen, dass sich das SARS-CoV-2-Virus diffus im Kreis Herzogtum Lauenburg ausgebreitet hat.

"Diese angeordnete Maskenpflicht ist aus meiner Sicht ein durchaus mildes Mittel des Eingriffs in die persönlichen Freiheiten des Einzelnen, gerade angesichts der auch im Kreis deutlich steigenden Fallzahlen. Sie appelliert an die Eigenverantwortung aller, sich aktiv und umsichtig an der Bekämpfung dieser Pandemie zu beteiligen, um uns gerade diese Freiheiten so weit wie möglich zu erhalten und verwundbare Personengruppen wirksam zu schützen", sagt Bürgermeister Gunnar Koech.

Begründung der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

Ihre Rechtsgrundlage findet die oben beschriebene Maßnahme in § 28 Abs. 1 Satz 1 und 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Sie wird in der 24. Allgemeinverfügung des Kreises Herzogtum Lauenburg zu SARS-CoV-2 wie folgt begründet:

"Die getroffenen Anordnungen des Tragens von Mund-Nasen-Bedeckungen sind ins-besondere erforderlich, weil Personen bereits infektiös sind, bevor diese selbst Krankheitssymptome zeigen. Es kann also bereits vorkommen, dass Personen selbst durch das Sprechen und Atmen virusbelastete Aerosole ausscheiden, bevor eine Infektion bei diesen Personen selbst festgestellt wird. Aufgrund des Risikos einer verdeckten Verbreitung des SARS-CoV-2 sind die angeordneten Maßnahmen bereits jetzt zu treffen. Die angeordneten Maßnahmen wirken frühzeitig im direkten Kontakt zwischen den Personen. Die angeordnete Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch diese Allgemeinverfügung stellt zwar einen Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Bürge-rinnen und Bürger dar, weniger einschneidende gleich geeignete Mittel sind aber nicht ersichtlich. Dies hat seinen Grund darin, dass die Pandemie nach wie vor nicht in dem Umfang zum Stillstand gebracht werden konnte, der Beschränkungen entbehrlich gemacht hätte. Vielmehr ist in den letzten Tagen und Wochen ein kreisweiter, aber auch bundesweiter kontinuierlicher Anstieg der Infektionsfälle zu vermerken. Es bedarf deshalb auch grundrechtseinschränkender Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion. Die hier angeordneten Maßnahmen stellen sich hierbei als verhältnismäßig dar.

Durch eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den bezeichneten Bereichen können Infektionsketten wirksam unterbrochen werden und den Bürgerinnen und Bürger bleibt die Möglichkeit zur Wahrnehmung des öffentlichen Lebens dennoch erhalten. Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Meinungsstand ist die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung eine geeignete Schutzmaßnahme, um die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 zu verhindern. Selbst einfache Stoffmasken sind bei korrekter Anwendung geeignet, Tröpfchen des Trägers beim Sprechen, Husten und Niesen aufzufangen und andere so vor einer Infektion zu schützen. Des-halb kann selbst das Tragen einer Behelfsmaske bei bereits erkrankten Personen dazu geeignet sein, das Risiko der Ansteckung anderer Personen zu reduzieren. Angesichts des Umstandes, dass nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, dies auch bemerkt, er aber trotzdem Erreger übertragen kann, kann das Tragen von Behelfs-masken das Übertragungsrisiko vermindern.

Grundsätzlich bleiben eine gute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten von mindestens 1,5 Metern die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen. In Situationen jedoch, in denen Maßnahmen der physischen Distanzierung nur schwierig eingehalten werden können, ist der Einsatz von Mund-Nasen-Bedeckungen ein zusätzlicher Baustein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Denn bereits 1 bis 3 Tage vor Auftreten der COVID-19-Symptome kann es zu einer Ausscheidung von hohen Virus-mengen kommen. Eine teilweise Reduktion dieser unbemerkten Übertragung von infektiösen Tröpfchen durch das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen kann zu einer weiteren Verlangsamung der Ausbreitung bei tragen. Dies betrifft besonders die Übertragung im öffentlichen Raum, wo mehrere Menschen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten oder der physische Abstand von mindestens 1,5 Meter nicht immer eingehalten werden kann. Weniger einschneidende Maßnahmen sind nicht ersichtlich."

Die Allgemeinverfügung regelt überdies, dass ...

  • Gastronomiebetriebe in der Zeit von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr des Folgetags geschlossen zu halten sind;
  • der Verkauf von alkoholhaltigen Getränken ist in allen Verkaufsstellen (insbesondere in Tankstellen und Supermärkten) in der Zeit von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr des Folgetags untersagt ist;
  • Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum mit mehr als 10 Personen untersagt sind;
  • Veranstaltungen im öffentlichen Raum (auch in den Räumen von Gastronomiebetrieben) mit Gruppenaktivität gemäß § 5 Abs. 3 Satz 1 der Landesverordnung, bei denen feste Sitzplätze nicht vorhanden sind oder nicht nur kurzzeitig verlassen werden und bei denen der Teilnehmerkreis nicht wechselt, wie Feste, Empfänge, Führungen und Exkursionen, insbesondere private Feiern, eine Teilnehmerzahl von 10 Personen außerhalb und innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten dürfen
  • Märkte und vergleichbare Veranstaltungen mit wechselnden Teilnehmerinnen und Teilnehmern im öffentlichen Raum wie Messen, Flohmärkte oder Landmärkte gemäß § 5 Abs. 4 Satz 1 der Landesverordnung, eine gleichzeitige Teilnehmerzahl von 100 Personen außerhalb oder innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten dürfen
  • Veranstaltungen im öffentlichen Raum, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feste Sitzplätze haben, die sie höchstens kurzzeitig verlassen (Sitzungscharakter), wie Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater, Kinos und Autokinos gemäß § 5 Abs. 5 Satz 1 der Landesverordnung eine gleichzeitige Teilnehmerzahl von 100 Personen außerhalb oder innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten dürfen;
  • Veranstaltungen im privaten Wohnraum und dazugehörigem befriedeten Besitztum gemäß § 5 Abs. 6 Satz 1 der Landesverordnung  eine Gesamtteilnehmerzahl von 10 Personen außerhalb und innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten dürfen

Sportliche Betätigung

Zudem wird für sportliche Aktivitäten geregelt, dass die Teilnehmerzahlen für die Ausübung von Sport werden auf 10, für Sportveranstaltungen auf 100 Personen angepasst wird. Ergänzend gilt, dass Zuschauer ständig und Sportler in den Pausen, in denen es auch zu Kontakten mit Zuschauern kommen kann, gehalten sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Nachbarschaftshilfe:

Bürgertelefon "Ratzeburger hilft einander!"

Liebe Ratzeburgerinnen und Ratzeburger,

die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränken auch in Ratzeburg das öffentliche Leben zunehmend ein. Es steigt die Sorge, dass von der Infektion auch Personen betroffen sein werden, die ein erhöhtes Risiko tragen, ernsthaft und schwer zu erkranken. Dieses gilt es als oberste Priorität zu minimieren. Betroffene sollten sich hier weitgehend und verantwortungsbewusst in eine Selbstisolation begeben. Wir alle sollten sie dabei nach Kräften unterstützen, durch eine gelebte Nachbarschaftshilfe. So können Einkäufe und notwendige Besorgungen aus Arztpraxen und Apotheken sichergestellt werden, ohne dass sich jemand in erhöhte Gefahr begeben muss. In diesem Sinne erhalten wir im Rathaus derzeit viele Angebote in solch nachbarschaftlicher Solidarität.

Mit einem Bürgertelefon wollen wir jetzt sicherstellen, dass diese Hilfe auch zu den Unterstützungsbedürftigen kommt. Wir wollen mit unseren Ressourcen im Rathaus die zielgerichtete Koordination von Nachbarschaftshilfe erleichtern und ein Bürgertelefon unter dem Motto „Ratzeburg hilft einander!“ einrichten. Unter 8000-288 und 8000-289 können sich ab kommenden Montag in der Zeit von 08:00 - 16:00 Uhr (Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr) Hilfswillige wie auch Hilfesuchende melden und so zueinander finden. Wir schlagen dabei bewusst diesen analogen Weg ein, wissend, dass gerade viele ältere Menschen keinen Zugang in die sonst sehr effektiven sozialen Medien haben. Dieses Angebot ist aber mit dem dringenden Appell verbunden, dass besonders gefährdete Personen auch wirklich zuhause bleiben. Das würde insbesondere unseren medizinischen Einrichtungen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so sehr helfen. Sie fordern gerade zu recht in einer Kampagne: "Wir bleiben da für Dich! Bleib du aber bitte daheim!"

Ebenso erreichen uns im Rathaus besorgte Anfragen zu den verfügten Einschränkungen und Maßnahmen in der Stadt. Hierzu wollen wir über das Bürgertelefon informieren.

Auch Gewerbetreibende haben aktuell viele Fragen, zum Kurzarbeitergeld, zu staatlichen Liquiditätshilfen oder Notfonds. Hier können wir über das Bürgertelefon Wege weisen und vermittelnd mit Informationen helfen. Wir wollen in dieser Zeit keines unserer Unternehmen und unserer Geschäfte verlieren.

Bleiben Sie gesund, bleiben Sie besonnen und helfen Sie einander!

Ihr Bürgermeister Gunnar Koech

Informationen für Gewerbetreibende:

Informationen und Unterstützung für Unternehmen in Schleswig-Holstein >>

Informationen der Investitionsbank Schleswig-Holstein zur Unterstützung für Unternehmen >>

IHK-Schleswig-Holstein - Informationen für Unternehmen >>

Hinweise der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg mbH >>

Hinweise zum Alltagsleben:

Rathaus der Stadt Ratzeburg für den Publikumsverkehr vorübergehend geschlossen

Das Rathaus der Stadt Ratzeburg ist aufgrund der Corona-Pandemie für Bürgerinnen und Bürger nur noch eingeschränkt geöffnet. Für alle Anliegen im Bürgerbüro (Meldeamt/ Sozialamt/ Standesamt/ Ordnungsamt) wird um eine Terminvereinbarung gebeten.

Terminvereinbarungen unter 04541-8000-150 oder buergerbuero@ratzeburg.de. 

Für Auskünfte ist das Bürgerbüro Montag bis Freitag geöffnet. Ansprechpartner*innen in den anderen Fachbereichen entnehmen Sie bitte der Telefonliste. Auch hier gilt eine individuelle Terminvereinbarung.

Ratzeburger Stadtbücherei öffnet mit eingeschränktem Leihverkehr

Die Ratzeburger Stadtbücherei startet ab sofort wieder mit einem eingeschränkten Leihverkehr. Die neue Landesverordnung zur Bekämpfung der Coronapandemie erlaubt eine Ausgabe von bestellten Medien und die Rücknahme von ausgeliehene Medien, sofern die Nutzerinnen und Nutzer hierzu geschlossene Räume nur einzeln betreten oder die Ausgabe oder Rücknahme außerhalb geschlossener Räume erfolgt. Das heißt für Leserinnen und Leser der Ratzeburger Stadtbücherei, dass sie über den Onlinekatalog der Stadtbücherei, per Telefon oder E-Mail die von ihnen gewünschte Medien vormerken und diese dann in der Bücherei zu den Öffnungszeiten abholen und auch zurückgeben können. Die Ausgabe und Rückgabe wird vom Büchereipersonal entsprechend der Coronavorgaben organisiert.

Bestellungen

Onlinekatalog: https://eopac.net/BGX429571/   
Telefon: 04541 / 8000 301, -303
E-Mail: stadtbuecherei@ratzeburg.de

Öffnungszeiten

Mo - Sa:   09:30 bis 12:30 Uhr
Mo – Do:  14:30 bis 18:00 Uhr
Fr:             09.30 bis 18:00 Uhr
Mi: geschlossen.

Schauen Sie auch auf die Homepage: https://eopac.net/BGX429571/ und melden Sie sich für die Ausleihe digitaler Medien ,,Onleihe zwischen den Meeren‘‘ an, die bis Ende Januar 2021 kostenfrei angeboten wird.


Ratzeburger Tourist-Information bleibt geschlossen

Die Tourist-Information Ratzeburg im Ratzeburger Rathaus ist aufgrund der aktuellen Coronaentwicklungen bis mindestens 31.01.2021 geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jedoch während der Öffnungszeiten per Telefon (04541 / 8000-886) oder E-Mail (tourist-info@ratzeburg.de) erreichbar.





Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bekämpfung des Coronavirus wird in den kommenden Wochen auch das Ratzeburger Stadtleben beeinflussen und einschränken. Die vorgesehenen Strategien der Eindämmung und Verlangsamung von Infektionsketten sowie des Schutzes von Personengruppen, die von besonders schweren Krankheitsverläufen bedroht sein können, haben dabei oberste Priorität. Die Stadt Ratzeburg ist hierbei eingebunden in alle Maßnahmen, die das Kreisgesundheitsamt dazu veranlasst. Als Bürgermeister ist es mir hierbei ein besonderes Anliegen, dass sich unsere Stadt gerade mit diesen gefährdeten Personengruppen solidarisch zeigt. Es sind vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, denen unsere besondere Sorge und Fürsorge gelten muss. Hier halte ich es für angezeigt und wünschenswert, dass diese Personengruppen in den kommenden Woche zum eigenen Schutz möglichst auf Sozialkontakte verzichten, sich aus dem Stadtgeschehen fernhalten und vorwiegend zuhause bleiben. In diesem Sinne hat sich auch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel aktuell geäußert. Das würde auch unseren örtlichen medizinischen Einrichtungen ungemein helfen und mögliche Überlastung zu vermeiden. Geringe Infektionen gerade in den Risikogruppen bedeuten auch weniger Intensivbehandlungen in den Krankenhäusern.

Natürlich stellt es einen enormen Einschnitt in die Lebensqualität der Menschen dar und wirft vielleicht auch die Frage nach der eigenen Versorgung auf. Hier hoffe ich als Bürgermeister inständig, dass wir uns in Ratzeburg als solidarische Stadtgesellschaft erweisen und uns gemeinsam, familiär oder nachbarschaftlich umeinander kümmern. Bitte bieten sie Menschen aus den genannten Risikogruppen an, Einkäufe oder andere Besorgungen für sie zu erledigen. Sprechen Sie dabei auch proaktiv Menschen an, von denen Sie in ihrer Nachbarschaft wissen, dass sie allein leben, auch wenn man noch nicht direkt miteinander bekannt ist. Seine Hilfe anzubieten ist ein Akt von Mitmenschlichkeit und wird sicher ganz überwiegend auch dankbar angenommen werden. Wichtig ist aus meiner Sicht auch, Menschen aus den Risikogruppen immer wieder anzusprechen und zu bitten, sich etwas zurückzuziehen, auch wenn es schwer fällt. Unsere Ärzte und Pflegekräfte werden gerade dafür sehr dankbar sein. Bitte seien Sie in dieser Zeit besonders achtsam aufeinander und halten Sie sich informiert. Auf unserer städtischen Webseite ist ein Link zu aktuellen Informationen des Landes geschaltet. Auch die Verfügungen des Kreises werden jederzeit eingespielt. So werden wir diese schwierige Zeit in Ratzeburg gemeinsam und ohne Hysterie, zu der keinerlei Anlass besteht, gut bewältigen.

Bleiben Sie gesund und helfen Sie einander!

Ihr Bürgermeister Gunnar Koech


Mit den ersten Erkrankungen in Deutschland und in Schleswig-Holstein haben alle Kreise und so auch der Kreis Herzogtum Lauenburg Maßnahmen ergriffen, um die weitere Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 möglichst aufzuhalten oder diese wenigstens zu bremsen. So wurden zunächst Betretungsverbote für Reiserückkehrer ausgesprochen, öffentliche Veranstaltungen eingeschränkt und später komplett verboten. Schulen und Kitas wurden landesweit geschlossen und auch der Einzelhandel auf die Grundversorgung zurückgefahren.

All diese Maßnahmen sollen durch Reduzierung der sozialen Kontakte dazu dienen, die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen. Die Wirksamkeit der Maßnahmen ist aber maßgeblich von der Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet abhängig. Landrat Dr. Christoph Mager appelliert daher an die Menschen im Kreis: „Die wichtigste Verhaltensregel für die kommenden Tage und Wochen lautet: Bleiben Sie zu Hause! Vermeiden Sie soziale Kontakte wo es nur geht, gerade zu Menschen aus Risikogruppen.“

Die eigene Wohnung sollte nach Möglichkeit nur verlassen werden, um Einkäufe des täglichen Bedarfs zu erledigen oder um zur Arbeit zu gelangen. „Je konsequenter sich alle an die geltenden Regeln halten, desto wahrscheinlicher und schneller werden wir diese Krise überwinden,“ so Mager weiter. „Es kann nicht sein, dass man nach wie vor Menschen in fröhlicher Geselligkeit in der Öffentlichkeit antrifft. Offenbar ist noch nicht allen klar, worum es bei den getroffenen Regelungen geht.“

Tatsächlich ist das neue Coronavirus nicht nur für Risikogruppen, also ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen, einen Gefahr. „Die Bilder aus Italien sind erschreckend. Menschen sterben auf den Fluren von Krankenhäusern, das italienische Gesundheitssystem arbeitet schon längst über dem Limit. Auch wenn unser Gesundheitssystem zu einem der besten der Welt gehört, können auch unsere Krankenhäuser keine Flut von Patienten gleichzeitig behandeln. Wir müssen die Ausbreitung des Virus daher so lange es geht verzögern. Nur so haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitssystem, die sich täglich für Ihre Gesundheit einsetzen, überhaupt eine Chance.“

Laut Weltgesundheitsorganisation steigt die Zahl der Infektionen in Deutschland nach wie vor exponentiell an. Das Kreisgesundheitsamt versucht derweil noch über die Zurückverfolgung von Infektionsketten möglichst alle Träger des Virus zu isolieren und die Ausbreitung so früh wie möglich zu stoppen. „In Anbetracht des Verhaltens einiger Mitmenschen muss man sich fragen, wozu diese Arbeit überhaupt noch geleistet wird. Es sollte doch mittlerweile jedem klar sein, dass die Verbreitung nur mit persönlichen Einschränkungen aufgehalten werden kann. Vor einer Wochen hätte ich nicht daran geglaubt, dass wir in Schleswig-Holstein tatsächlich einmal über Ausgangssperren sprechen müssen. Aber offenbar werden wir in Anbetracht des unsolidarischen Verhaltens einiger Weniger, diesen Schritt diskutieren müssen.“