Ergebnisse der 26. Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses
Am 1. Juni 2026 kam der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss zu seiner jüngsten Sitzung zusammen, um über kommunale Projekte und aktuelle Infrastrukturmaßnahmen zu beraten. Ein wichtiger Punkt auf Tagesordnung war ein aktuelle Sachstandsbericht zur Sanierung der Seebadeanstalt. Durch ein neues Gutachten ist die Seebadeanstalt rechtlich als „Naturbad“ eingestuft worden. Dies bringt verschärfte Sicherheits- und Betriebsauflagen mit sich, weshalb während der gesamten Öffnungszeiten kontinuierlich qualifiziertes Rettungspersonal anwesend sein muss. Da diese Kapazitäten allein durch ehrenamtliche Kräfte nicht vollständig abgedeckt werden können, laufen derzeit entsprechende Stellenausschreibungen. Zudem wurde berichtet, dass jüngste wasserseitige Baggerarbeiten zu weichem Seegrund im Nichtschwimmerbereich geführt haben, was aktuell ein Sicherheitsrisiko darstellt. Die Verwaltung arbeitet mit Hochdruck an Lösungen zur Behebung dieser Mängel, um einen sicheren Badebetrieb zu gewährleisten. Die baulichen Maßnahmen an Land sind hingegen nahezu abgeschlossen. Zu weiteren Sport- und Freizeitstätten wurde mitgeteilt, dass beim Schwimmhallenneubau in Kürze Probebohrungen für Erdwärmesonden anstehen, während eine Erneuerung des Kunstrasenplatzes am Riemannsportplatz aktuell nicht vorgesehen ist.
Ein zentraler Beschluss der Sitzung betraf den Vorentwurf für den Ersatzneubau einer Kindertagesstätte an der Seedorfer Straße. Nach der Vorstellung der Planungen, die unter anderem eine strikte räumliche Trennung der verschiedenen Altersgruppen sowie Barrierefreiheit durch einen Personenaufzug vorsehen, stimmte das Gremium dem Vorentwurf mehrheitlich zu. Dabei wurde die Empfehlung festgehalten, die Gruppenräume für eine flexible zukünftige Nutzung geringfügig zu vergrößern. Energetische Details und die Gestaltung der Außenanlagen werden im Zuge der weiteren Fachplanungen ausgearbeitet.
Große Einigkeit herrschte bei der Weiterentwicklung des Areals "Am Güterbahnhof". Der Ausschuss billigte einstimmig sowohl die Entwürfe zur 72. Änderung des Flächennutzungsplanes als auch den Bebauungsplan Nr. 78. Die Pläne sehen in diesem Bereich unter anderem Verkehrsflächen und ein Sondergebiet vor, in dessen Rahmen später auch Wohnmobilstellplätze inklusive Stromversorgung und Straßenbeleuchtung entstehen sollen. Die Unterlagen werden nun nach den gesetzlichen Vorgaben öffentlich ausgelegt und im Internet zugänglich gemacht.
Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Übernahme der jährlichen Unterhaltungskosten für eine erweiterte Flutlichtanlage auf dem kommunalen Sportplatz an der Riemannstraße. Durch den Einsatz moderner Leuchtmittel wird eine Beeinträchtigung der angrenzenden Nachbarschaft ausgeschlossen. Ein Antrag bezüglich eines Nachtfahrverbots für Mähroboter sowie ein Antrag zur Treppenanlage am Stinkbüdelsgang wurden im Laufe der Sitzung zurückgezogen, da Letzterer bereits in der Ausführung begriffen ist. Zum Marktplatz wurde informiert, dass ein Förderantrag zur Begrünung vorliegt und die dortige Strandanlage maßgeblich durch Sponsoren finanziert wird.
Nach dem nicht-öffentlichen Teil der Sitzung wurden zudem zwei Beschlüsse bekannt gegeben: Für ein Bauvorhaben in der Möllner Straße stellt der Ausschuss niedrigere Bauhöhen in Aussicht, sofern ein Schallschutzgutachten den Schutz der dahinterliegenden Wohnbebauung nachweist. Andernfalls gelten die bisherigen Festsetzungen. Einem Antrag auf Befreiung für eine Zufahrt in der Ortelsburger Straße wurde hingegen nicht zugestimmt. Die nächste reguläre Sitzung des Ausschusses ist für den 17. August 2026 geplant.

