Seiteninhalt

Ratzeburg ist Mitglied im bundesweiten Netzwerk »Engagierte Stadt«

Die Stadt Ratzeburg ist seit 2023 Mitglied im bundesweiten Netzwerk »Engagierte Stadt«. Das Programm »Engagierte Stadt« unterstützt den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in Städten und Gemeinden in Deutschland und fördert Kooperationen statt Projekte. Die Engagierte Stadt begleitet Menschen und Organisationen vor Ort auf ihrem gemeinsamen Weg zu starken Verantwortungsgemeinschaften. In einer Engagierten Stadt arbeiten überzeugte Menschen aus gemeinnützigen Organisationen, der öffentlichen Verwaltung und Unternehmen gemeinsam an dem Ziel, vor Ort gute Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung zu schaffen. Dadurch entwickeln sich solidarische Gemeinschaften, arbeiten Menschen und Organisationen aus verschiedenen Bereichen des städtischen Lebens zusammen und nicht nebeneinanderher. Gemeinsam werden Lösungen für die Herausforderungen vor Ort gefunden. Die Beteiligten vernetzen sich in städteübergreifenden Partnerschaften, lernen von- und miteinander und werden in ihrer Arbeit vor Ort durch professionelle Prozessbegleitung unterstützt.

Zusammen mit der Bürgerstiftung Ratzeburg und der Volksbank Raiffeisenbank eG möchte die Stadt Ratzeburg die vielfältigen Möglichkeiten dieses Netzwerkes nutzen, um insbesondere die Gestaltung des demografischen Wandels und die Zukunft der Innenstadtentwicklung stadtgesellschaftlich mit vielen engagierten Köpfen aus Zivilgesellschaft und Institutionen zukunftsweisend und impulsgebend zu bearbeiten. 

Gerade der Aspekt des voneinander Lernens ist aus Sicht von Bürgermeister Eckhard Graf eine wertvolle Ressource in dem Netzwerkprogramm »Engagierte Stadt«. "Wir Kommunen, ob klein oder groß, stehen alle vor den gleichen Herausforderungen, bewegen alle die gleichen Fragen. Gemeinsam kommen wir da sicherlich zu viel mehr Lösungsansätzen, als wenn wir alle nur innerhalb unseres Tellerrandes schauen", so Graf.

Ratzeburg wird für den Start in diese interkommunale Netzwerkarbeit eine Tandempartnerin bekommen, eine Kommune, die schon im Programm »Engagierte Stadt« aktiv ist und zu den gleichen Themenfeldern arbeitet. So soll der Einstieg reibungslos gelingen. "Wir freuen uns auf die Mitwirkungs- und Lernmöglichkeiten. Ratzeburg will eine 'Engagierte Stadt' sein und ist es auch schon", sagt Stadtpräsident Andreas von Gropper. 

Für Regionalvorständin Kerstin Andresen von der Volksbank Raiffeisenbank eG ist dies genau der richtige Ansatz für eine aktive Zukunftsgestaltung. „Eine engagierte Stadt braucht das Zusammenwirken von engagierten Köpfen. Denn was einer allein nicht schafft, schaffen viele“, sagt sie mit Verweis auf Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einem der Gründer des Genossenschaftswesens.

https://www.engagiertestadt.de/ 

Unsere Netzwerkarbeit als "Engagierte Stadt"

'Engagierte Stadt Ratzeburg'
Voller Erfolg der ersten Berufsorientierungsmesse an der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen

Mit Blick auf die Berufswelt hat am 9. Oktober 2025 die erste Ratzeburger Ausbildungsmesse Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen und der Pestalozzischule eine direkte Begegnung mit regionalen Unternehmen ermöglicht. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stadt Ratzeburg, der Raiffeisenbank Ratzeburg und der Gemeinschaftsschule – eine Kooperation, die das Ziel verfolgt, den Übergang von Schule in Ausbildung zu stärken. Rund 46 Ausbildungsbetriebe aus der Region nutzten die Möglichkeit, ihre Ausbildungsfelder, Einstiegsvoraussetzungen und Ausbildungswege direkt im großen Foyer der Gemeinschaftsschule vorzustellen. Die teilnehmenden Unternehmen spiegelten ein breites Spektrum von Berufen aus dem Dienstleistungsbereich und dem Handwerk wider. 

Im Fokus der Messe stand die Förderung des direkten Kontakts zwischen Schülerinnen und Schülern und Arbeitgebern – Face-to-Face-Gespräche als Kernelement der Berufsorientierung. Die Jahrgänge 8, 9 und 10 sowie die Flex-Klasse hatten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Informationen über einzelne Ausbildungsberufe zu sammeln und erste Kontakte zu den Firmen zu knüpfen. So sollten alle Jugendlichen die gleichen Chancen erhalten, Einblicke in Berufsfelder zu gewinnen und individuelle Perspektiven für die Zukunft zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte waren begeistert von dem vielfältigen Angebot und nahmen dieses mit Freude an. Nach dem Besuch der Messe stand eine schulische Reflexion an, die den Jugendlichen helfen soll, individuelle Ausbildungsmöglichkeiten für sich zu erkennen und konkrete nächste Schritte zu planen. 

Die Organisatoren betonen, dass der Tag mehr als eine Informationsmesse sei. Sie sehen darin einen nachhaltigen Beitrag zur regionalen Nachwuchsförderung und Wirtschaftsentwicklung, welcher in das schulische Berufsorientierungsportfolio der Schülerinnen und Schüler integriert. Die Ausbildungsmesse zeigte auch, wie Städte und regionale Partner Jugend und Wirtschaft enger miteinander verzahnen können – und wie ein einziger Messetag dazu beitragen kann, den Übergang von Schule in Ausbildung konkret für die Jugendlichen greifbar zu machen.

"Für die Stadt Ratzeburg, als Impulsgeberin dieser Idee im Rahmen ihre Netzwerktätigkeit als 'Engagierte Stadt', ist dies äußerst positive Feedback seitens der Schule und der Raiffeisenbank Ratzeburg Bestätigung und Motivation für eine Fortführung der Messe. Sie ist ein aktiver Beitrag zur kommunalen Wirtschaftsförderung", sagte Bürgermeister Eckhard Graf.

'Engagierte Stadt' Flensburg unterstützt Ratzeburg bei der Entwicklung einer eigenen Engagementstrategie

Vereinfachter Text >>

Die Stadt Ratzeburg entwickelt aktuell als "Engagierte Stadt" zusammen mit dem Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg eine lokale Engagementstrategie. In einer solchen Strategie wird gemeinschaftlich festgelegt, was freiwilliges Engagement und Ehrenamt vor Ort braucht und wie sich möglichst viele Menschen dafür begeistern lassen. Im bundesweiten Netzwerk der 'Engagierten Städte' lassen sich dazu gute Referenzen und Beispiele finden. So auch in der 'Engagierten Stadt' Flensburg, die seit 2021 eine kommunale Engagementstrategie unter dem Titel 'Engagiert in Flensburg' mit viel Erfolg verfolgt. Ihr vorbildhaftes Wirken ist auch in Ratzeburg nicht unbemerkt geblieben und hat neugierig gemacht, wie dort der Prozess der Strategieentwicklung und deren Umsetzung vollzogen wurde. Eine Anfrage nach einer kollegialen Beratung im Rahmen des Netzwerkes der 'Engagierten Städte' wurde von Catarina Mierwald vom 'Team Engagement' in Flensburg spontan positiv und einladend beantwortet. Es wurde ein Besuch in Flensburg vereinbart, um dort vor Ort über die Entwicklungsschritte zu einer Engagementstrategie und die sich daraus ergebenden Potentiale zu sprechen.

Der Besuch kam Ende Juni zustande . Die Kolleginnen und Kollegen aus Flensburg, sowohl von der Stadtverwaltung als auch von dem mit der Engagementstrategie verbunden Netzwerk der Stadtgesellschaft, empfingen die Ratzeburger Delegation sehr offen und herzlich. Sie erläuterten ihre Entwicklungsschritte, das Erreichte, aber auch die Perspektiven, die sich aus der konzertierten Engagementarbeit ergeben. In ihren Beschreibungen wurde deutlich, dass eine kommunale Engagementstrategie, die Menschen ins Ehrenamt vermittelt, sie qualifiziert, die Räume für Engagement schafft, die eine Anerkennungskultur etabliert und die Verein berät, sich neuen Formen des Engagements zu öffnen, eine große Wirksamkeit entwickeln kann. In Flensburg, so die einhellige Meinung der Kolleginnen und Kollegen, ist die sichtbar und messbar. Bereitwillig beantworten sie die vielen Fragen der Ratzeburger Delegation und ermunterten sie, den dort begonnen Prozess fortzusetzen. "Es lohnt sich, für die Menschen und für die Stadt", sagte Catarina Mierwald. Karoline Michaelis vom Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg bedankte sich für die gewonnen Einblicke. "Uns hat der Besuch in Flensburg viel Klarheit vermittelt, wie eine Engagementstrategie aussehen kann. Vor allem aber hat sie uns in unserer Zielsetzung bestärkt, freiwilliges Engagement und Ehrenamt in dieser Weise zu unterstützen. So wie es dort gut für Flensburg funktioniert ist, wird es auch gut für Ratzeburg sein", sagte Karoline Michaelis. 

10 Jahre »Engagierte Stadt«
Gemeinsam für lebendige und zukunftsfähige Stadtgesellschaften

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums kamen vor wenigen Tagen 150 Vertreterinnen und Vertreter der 'Engagierten Städte' zum deutschlandweiten Netzwerktreffen 2025 in der Lutherstadt Wittenberg zusammen. Die Initiatoren und Partner zogen dort eine positive Bilanz des gemeinsam Erreichten: Über 100 'Engagierte Städte' sind inzwischen Teil des bundesweiten Netzwerks – sie alle eint das Ziel, Engagement zu fördern und gemeinsam ihre Stadtgesellschaft zukunftsfähig, solidarisch und lebendig zu gestalten. „Die 'Engagierte Stadt' steht für eine neue Kultur der Zusammenarbeit. Es geht nicht nur um Projekte, sondern um verlässliche Netzwerke und gemeinsame Verantwortung. Hier arbeiten Akteur*innen langfristig zusammen an gemeinsamen Themen“, betont Dr. Lilian Schwalb, Geschäftsführerin Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE), Trägerin des Programms. 

Beteiligung, die wirkt – vor Ort und darüber hinaus

Im Mittelpunkt des als Förderprogramm gestarteten Modells, das sich mittlerweile zu einem Engagement-Netzwerk entwickelt hat, steht die Überzeugung, dass Engagement ein zentraler Baustein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Durch die Vernetzung von Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft entstehen nachhaltige Strukturen, in denen Beteiligung und freiwilliges Engagement wachsen und wirken kann. Ob Bürgerwerkstätten, lokale Engagementstrategien oder innovative Formen der Mitbestimmung ... 'Engagierte Städte' zeigen eindrucksvoll, wie Teilhabe konkret gelebt werden kann. Dabei setzen sie auf sektorübergreifende Kooperationen und echte Entscheidungsspielräume für die Menschen vor Ort.

"Wir sind in Ratzeburg dem Netzwerk »Engagierte Stadt« mit der Überzeugung beigetreten, selbst eine engagierte Stadt mit einer engagierten Stadtgesellschaft zu sein. Auch wir wollen, ganz im Sinne des Leitbildes der »Engagierte Stadt«, den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch Teilhabe und Engagement aktiv fördern. In dem Netzwerk können wir dabei viel von anderen 'Engagierten Städten' lernen, aber auch unsere Erfahrungen teilen. Eine 'Engagierte Stadt' zu sein ist für uns, Inspiration, Verantwortung und Selbstverständnis", sagt Bürgermeister Eckhard Graf.

Gemeinsam geht es besser voran. Denn jeder Verein, jede Organisation, jedes Unternehmen und jede Stelle in der Verwaltung hat ihren eigenen Wirkungskreis. Und unter dem Dach der 'Engagierte Stadt' verzahnen sich diese Wirkungskreise mehr und mehr. Der gemeinsame Austausch und die Zusammenarbeit führen dazu, dass die Rahmenbedingungen für Ehrenamt und Engagement vor Ort verbessert werden. Die Fäden laufen zusammen, man kommt ins konkrete Handeln und kann auch strategisch gemeinsam die Zukunft gestalten. Doppelstrukturen werden vermieden und Ressourcen gebündelt. Die 'Engagierte Stadt' zeigt: Jede und jeder kann etwas bewegen, aber zusammen gelingt es besser! Sicher ist, das von Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam getragene Engagement macht Kommunen zukunftsfest und Stadtgesellschaften resilient.

10 Jahre – und der Blick nach vorn

Das Jubiläum ist auch Anlass, in die Zukunft zu blicken: Das Interesse am Netzwerk wächst stetig, viele Kommunen möchten Teil der Engagierten Stadt werden, weitere Bundesländer kommen als Partnerinnen hinzu. Umso wichtiger sei eine dauerhafte Unterstützung durch die Politik, so die einhellige Forderung aus dem Netzwerk. Denn: Eine zukunftsfähige Stadt braucht nachhaltige Engagementstrukturen – finanziell, personell und strategisch gut aufgestellt.

Bastian Sieler, Oberbürgermeister der Engagierten Stadt Stendal bringt folgenden Wunsch für das Netzwerk hervor: „Wir wollen Engagement stärken! Dauerhafte Strukturen und ihre Verstetigung sind dabei von großer Bedeutung. Wir brauchen Unterstützung in den Kommunen, um das zu erhalten. Wir wollen nicht an falschen Stellen sparen. Ich wünsche mir, dass Freiwilligenagenturen und ähnliche Orte wachsen. Und ich wünsche mir vor allem, dass die Empathie nicht verloren geht. Denn wir alle wollen doch Dinge zum Besseren verändern. Ich wünsche mir, dass die Engagierten Städte Orte des Miteinanders sind und bleiben!"

Beim Auftakt zum Netzwerktreffen in der Lutherstadt Wittenberg gab Dr. Prof. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister von Wuppertal einen Input. Auch er gratuliert dem Netzwerk: „Ich wünsche mir, dass die positive Energie in diesem Netzwerk weiter viral geht und wächst in den nächsten 10 Jahren. Dieses Zuvertrauen sollten wir haben und vor allem dazu beitragen, dass es künftig so bleibt.“

Über das Netzwerk „Engagierte Stadt“

Seit 2015 fördert das Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in ausgewählten Städten und Gemeinden Deutschlands. Es sind belastbare und gut aufgestellte Netzwerke in den beteiligten Städten entstanden. Engagierte Städte profitieren vom Austausch erprobter Praxislösungen und der Vielfalt lokaler Konzepte. Sie sind Teil eines Netzwerks, das gelungene Praxis vor Ort sichtbar macht und mit starken Partner*innen bürgerschaftliches Engagement auf allen Ebenen stärkt. Dadurch haben sich die Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung vor Ort nachweislich verbessert. Ziel ist es, vor Ort gute Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement und die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen dauerhaft zu schaffen.

Das Programm wird durch ein Konsortium auf der Bundesebene getragen, dem das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bertelsmann Stiftung, das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt und die Körber-Stiftung angehören.

Weitere Partner*innen sind die Länder Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, die Breuninger Stiftung, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag, sowie die Metropolregion Rhein-Neckar sowie die Offensive Mittelstand.

"Engagierte Stadt" war Thema beim parlamentarischen Abend der Stadt Ratzeburg

Auf ihrem diesjährigen parlamentarischen Abend Anfang November haben sich Ratzeburger Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter einen Eindruck von der aktuellen Arbeit des bundesweiten Netzwerks "Engagierte Stadt" machen können. Andreas Grau, Seniorexpert des Zentrums für Nachhaltige Kommunen bei der Bertelsmann Stiftung, skizzierte in einem Vortrag in der Ratzeburger Stadtbücherei die Ziele und Aufgaben des Netzwerkes und begründete die Motivation der Bertelsmann Stiftung, Kommunen durch einem vernetzten und kooperativen Ansatz stärken zu wollen. Er verwies dabei auf jüngste Studien der Bertelsmann Stiftung, in denen durchaus besorgniserregend eine Erosion des gesellschaftlichen Zusammenhalts nachgewiesen wurde. Diese Erosion begründet sich vor allem in einem wachsenden Vertrauensverlust in die Funktionsfähigkeit des Staates, aber auch in einem gefühlten Identitätsverlust vieler Menschen. Hier komme, so Andreas Grau, gerade den Kommunen eine besondere Verantwortung zu. Sie gestalten ganz maßgeblich die Lebensrealität und den Alltag von Menschen. In ihnen entscheidet sich, ob der Staat als funktionsfähig wahrgenommen wird und ob es ein Gefühl von Zugehörigkeit gibt. "Genau deshalb engagiert sich die Bertelsmann Stiftung seit 2015 im und für das bundesweite Netzwerk 'Engagierte Stadt', mit dem Ziel, bleibende Engagementlandschaften in mehr als 100 ausgewählten Städten und Gemeinden Deutschlands aufzubauen. Es ist eine strategische Arbeit am gesellschaftlichen Zusammenhalt, die wissenschaftlich belegt, Früchte trägt", sagte Andreas Grau. Kommunale Verantwortungsträger und engagierte Bürger finden in Engagementlandschaft zusammen und bündeln ihre Kräfte zielgerichtet und abgestimmt zum Wohle der kommunalen Entwicklung und aller Menschen in ihren Kommunen. 

Die Stadt Ratzeburg war zu Jahresbeginn als "Engagierte Stadt" in dieses Netzwerk aufgenommen worden, nachdem sie erfolgreich ein Bewerbungsverfahren mit den Themen "Demografische Stadtplanung" und "Innenstadtentwicklung" durchlaufen hatte und einen einstimmigen Beschluss der Stadtvertretung für die Bewerbung vorweisen konnte. Inzwischen haben sich bereits erste wichtige Impulse aus dieser Netzwerkarbeit ergeben. So konnte sich Ratzeburg als "Engagierte Stadt" eine Landesförderung zur Unterstützung von ehrenamtlichen Strukturen im kommunalen Raum sichern. Anfang November nahm Ratzeburgs Bürgermeister Eckhard Graf erstmalig am "Treffen der (Ober)Bürgermeister*innen der Engagierten Städte" im Stadion am Bieberer Berg in Offenbach teil. Dort wurden gemeinschaftlich zentrale Themen rund um bürgerschaftliches Engagement in den Kommunen erörtert. Unter dem Motto "Gemeinsam für ein starkes Engagement" stand die Veranstaltung ganz im Zeichen von Engagement und Bürgerbeteiligung, nachhaltiger Stadtentwicklung und der Stärkung demokratischer Prozesse. Es wurden erfolgreiche Beispiele der Zusammenarbeit von verschiedener Akteuren aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft vorgestellt. 

Für viele Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter vertiefte sich durch den Vortrag von Andreas Grau das Potenzial des bundesweiten Netzwerks "Engagierte Stadt" bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für das Gedeihen einer engagierten Stadtgesellschaft. 


'Engagierte Stadt' Ratzeburg erstmalig beim bundesweiten Vernetzungstreffen der 'Engagierten Städte' vertreten

Die Stadt Ratzeburg hat erstmalig an einem bundesweiten Vernetzungstreffen der "Engagierten Städte" teilnehmen können. Sie gehört seit Jahresbeginn 2024 diesem Netzwerk an und bringt sich dort mit den Themen "Demografische Stadtplanung" und "Innenstadtentwicklung" ein. Begrüßt wurden die rund 150 Teilnehmenden von ihrem diesjährigen Gastgeber, Oberbürgermeister Christian Schuchardt von der 'Engagierten Stadt' Würzburg, und von der parlamentarischen Staatssekretärin Ekin Deligöz, die sich für das außerordentliche Engagement bedankte und die Teilnehmenden ermutigte, weiterhin mit ihrer Arbeit den Zusammenhalt in ihren Städten und Kommunen zu stärken. "Das Netzwerkprogramm "Engagierte Stadt" mit über 100 Engagierten Städten in ganz Deutschland zeigt, dass Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft zukunftsweisend ist und Stadtgemeinschaften ungemein stärkt", so Ekin Deligöz. 

In Workshops arbeiteten Expertinnen von u.a. Smarte Region Würzburg, Acker e.V. und betterplace lab mit den Teilnehmenden an Fragestellungen zu gelingender Netzwerkarbeit, Storytelling, Wirkungsfragen und sozialer Resilienz. In gemeinsamen Sessions brachten Koordinatorinnen und Koordinatoren der 'Engagierten Städte' Themen wie "digitale Ehrenamtsvermittlung", "Bürgerbeteiligung", "Raum für Engagierte" und "'Engagierte Stadt' als Dach für alle" ein. Im großen Plenum ging es auch um Entwicklungsfragen für das Netzwerk. Denn die 'Engagierten Städte' haben sich zu einer Bewegung gemausert – sie sind gewachsen aus einem Förderprogramm hin zu einem bundesweiten engagierten Netzwerk. Es galt, gemeinsam zu erarbeiten, wie weiterhin Engagementstrukturen auf lokaler und regionaler sowie auf Landes- und Bundesebene durch den Ansatz der 'Engagierten Stadt' konkret gestärkt und gefördert werden können. Für Schleswig-Holstein haben die 'Engagierten Städte' Ahrensburg, Büsum-Wesselburen, Elmshorn, Flensburg, Itzehoe, Kiel, Lübeck und Ratzeburg einen engen Austausch auf Landesebene vereinbart. 

Beim Netzwerktreffen in Würzburg zeigte sich wieder, wie wertvoll der kollegiale Austausch ist – die Teilnehmenden brachten vielfach ihre Fragen zu aktuellen Herausforderungen ein und bekamen Rat und konkrete Ideen von ihren Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Kommunen und Städten. Alle Teilnehmenden vor Ort arbeiteten vertrauensvoll und im Sinne des Gemeinwohls zusammen und bewiesen, wie konstruktiv und zukunftsorientiert sektorenübergreifende Kooperation funktionieren kann als 'Engagierte Stadt'.

Über das Netzwerk "Engagierte Stadt"

Seit 2015 fördert das Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in ausgewählten Städten und Gemeinden Deutschlands. Seitdem sind belastbare und gut aufgestellte Netzwerke in den beteiligten Städten entstanden. Engagierte Städte profitieren vom Austausch erprobter Praxislösungen und der Vielfalt lokaler Konzepte. Sie sind Teil eines Netzwerks, das gelungene Praxis vor Ort sichtbar macht und mit starken Partner*innen bürgerschaftliches Engagement auf allen Ebenen stärkt. Die Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung vor Ort haben sich nachweislich verbessert. Seit 2020 öffnet sich das Netzwerkprogramm für neue Städte und Partnerschaften.

Das Programm wird durch ein Konsortium auf der Bundesebene getragen, dem das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bertelsmann Stiftung, das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt und die Körber-Stiftung angehören.

Weitere Partner sind die Länder Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein, die Auridis Stiftung, die Breuninger Stiftung, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag sowie die Metropolregion Rhein-Neckar.

Weitere Informationen finden sich auf https://www.engagiertestadt.de.

Staatssekretärin Schiller-Tobies besucht die "Engagierte Stadt" Ratzeburg

Staatssekretärin Silke Schiller-Tobies vom Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein besuchte vor wenigen Tagen auf ihrer Sommertour in Schleswig-Holstein das Ratzeburger Rathaus. Sie ließ sich dort von Stadtpräsident Andreas von Gropper, Bürgermeister Eckhard Graf und Regionalvorständin Kerstin Andresen von der Volksbank Raiffeisenbank eG über die Initiative der Stadt Ratzeburg informieren, im Netzwerk 'Engagierte Stadt' tätig zu werden. Ratzeburg war dem bundesweiten Städtenetzwerk zu Jahresbeginn als 10. Stadt aus Schleswig-Holstein beigetreten, um sich dort mit denen Themen "Demografischer Wandel" und "Wirtschaftliche Stadtentwicklung" einzubringen. Dieser Beitritt wurde auch im Kieler Ministerium registriert, gerade mit Blick auf die Engagementstrategie des Landes Schleswig-Holstein. Entsprechend interessiert ließ sich die Staatssekretärin erläutern, welche Ziele Ratzeburg mit dem Beitritt langfristig verfolgen möchte und inwieweit auch eine Beteiligung im Landesnetzwerk von Programmkommunen der Engagementstrategie angedacht ist.

Bürgermeister Graf skizzierte neben den genannten Themenschwerpunkten vor allem die Idee, eine lokale Strategie zur Förderung des Ehrenamtes für Ratzeburg zu entwickeln und hierbei auch die Möglichkeiten Engagementstrategie Schleswig-Holstein zu nutzen. Er konnte dabei auf bereits bestehende Initiativen der Stadt verweisen, wie beispielsweise die Trägerschaft einer 'Partnerschaft für Demokratie' oder die auch Mitgliedschaft in der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR). Staatssekretärin Schiller-Tobies zeigte sich vom vielschichtigen Engagement in Ratzeburg, das sich zwischen Stadtpolitik, Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft in vertrauensvoller Zusammenarbeit entwickelt hat, beeindruckt. Sie ermunterte die Anwesenden, dabei auch die Möglichkeiten der Engagementstrategie des Landes für sich auszuloten, um im vernetzten Schulterschluss den beispielhaften Weg fortzusetzen und die eigenen Erfahrungen auch für andere Kommune zugänglich zu machen.