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Politische Bildungs·reihe "SelbstVerständlich Politik" schaut auf 80 Jahre Demokratie in Ratzeburg

Die Volkshochschule Ratzeburg und Umland e. V. macht eine politische Bildungs·reihe.

Die Reihe heißt 'SelbstVerständlich Politik'.

In der Reihe gibt es jetzt ein Podiums·gespräch im Rats·saal im Ratzeburger Rathaus.

Bei einem Podiums·gespräch reden Menschen vor Zuschauern über ein bestimmtes Thema miteinander.

Das Podiums·gespräch ist am 15.09.2026.

Es beginnt um 19:00 Uhr.

Das Thema heißt '80 Jahre Demokratie in Ratzeburg … ein Blick zurück, ein Blick ins Heute'.

Am 15.09.1946 wählten die Menschen in Ratzeburg eine eigene Stadt·vertretung.

Das war vor genau 80 Jahren.

Es war die erste freie und demokratische Wahl nach der NS-Diktatur.

NS-Diktatur bedeutet hier die Zeit von dem National·sozialismus in Deutschland von 1933 bis 1945.

In dieser Zeit gab es keine Demokratie und viele Menschen wurden verfolgt.

Die Wahl 1946 fand unter sehr schweren Bedingungen statt.

Schleswig-Holstein und Ratzeburg waren damals völlig überlastet.

Es gab viele Millionen Geflüchtete.

Diese Menschen mussten in die Gesellschaft integriert werden.

Das war das wichtigste Thema im Wahl·kampf.

Viele der neuen Menschen durften aber noch gar nicht wählen.

Man musste nämlich eine bestimmte Zeit lang in der Gemeinde wohnen, um wählen zu dürfen.

Die Briten hatten die Neugründung von politischen Parteien erst ein Jahr zuvor erlaubt.

Das war ab September 1945.

Menschen, die in der NS-Diktatur aktiv waren, durften nicht wählen und nicht gewählt werden.

Die britischen Behörden strichen diese Personen streng von den Wahl·listen.

Die britische Militär·regierung wollte den Deutschen ihr eigenes Wahlsystem zeigen.

Das System war ein reines Mehrheits·wahl·system.

Wer in einem Wahlkreis die meisten Stimmen bekam, zog direkt in die Stadt·vertretung ein.

Alle anderen Stimmen für andere Kandidaten zählten nicht mehr.

Die Briten wollten, dass die Bürger bekannte Personen aus dem Ort wählen.

Die Bürger sollten keine Partei·listen wählen.

Dieses System führte zu verzerrten Wahl·ergebnissen.

Manche Parteien belegten die überall den zweiten Platz.

Trotzdem bekamen sie in vielen Gemeinden fast keine Sitze.

Die Partei mit den meisten Stimmen bekam dagegen fast alle Sitze.

Trotz all dieser Schwierigkeiten waren die Wahlen am 15.09.1946 ein wichtiges Fundament für die Demokratie.

Fundament bedeutet hier die feste Grundlage für etwas Neues.

Auf dieser Grundlage funktioniert die Kommunal·politik bis heute.

Kommunal·politik bedeutet die Politik in der eigenen Stadt oder Gemeinde.

Natürlich haben sich die Bedingungen seit damals stark verändert.

Aber auch heute gibt es große Herausforderungen in der Kommunal·politik.

Deshalb will man bei der Veranstaltung zurückblicken und nach vorn schauen.

Die Gesprächs·partner sind die Stadtarchivare Christian Lopau und Martin Münke.

Archivar bedeutet hier eine Person, die alte Dokumente und die Geschichte einer Stadt sammelt und aufbewahrt.

Gesprächs·partner sind aber auch Menschen, die heute in Stadt und Amt Politik machen.

Die Veranstaltung wird von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen gefördert.

Die Förderung kommt aus dem Bundesprogramm 'Demokratie leben!'.

Der Eintritt kostet nichts.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar.

Barrierefrei bedeutet hier: auch Menschen mit Behinderung könne ohne Hindernisse dorthin kommen.

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