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Vereinfachter Text
"Süßer die Glocken nie klingen"
Spenden·aktion für eine neue Glocke in der Stadt·kirche St. Petri
In der Kirchen·gemeinde Sankt Petri in Ratzeburg gibt es eine Spenden·aktion.
Ihr Titel ist: "Süßer die Glocken nie klingen".
Das Geld ist für die Stadt·kirche St. Petri.
Dort muss eine defekte Glocke ausgetauscht werden.
Die Spenden·aktion hat im Advent begonnen.
Bisher haben fast 200 Menschen gespendet.
Es sind bereits 20.000 € zusammen·gekommen.
Die meisten Spender sind ältere Menschen.
Sie werden durch das Geläut an ihre Kind·heit erinnert.
Sie freuen sich, wenn sie die Glocken noch hören können.
Eine ältere Dame sagte: "Ich spende gerne, dann weiß ich, dass die Glocke auch noch zu hören sein wird, wenn ich nicht mehr da bin."
Es spenden nicht nur Gemeinde·mitglieder.
Auch andere Einwohner von Ratzeburg und auch jüngere Menschen spenden.
Viele freuen sich am Läuten der Glocken um 21 Uhr.
Es ist ein friedvoller Abschluss des Tages.
Es erinnert daran, dass wir in Ratzeburg gut miteinander umgehen
Und es gibt Hoffnung für Menschen, die in Krieg oder einer Krise leben müssen.
Pastor Rolf Martin von der St. Petri Gemeinde freut sich über die vielen Spenden.
Er hofft, dass die Reparatur der Glocken bald beginnen kann.
Es braucht aber noch viel Geld.
Bürger·meister Eckhard Graf ist Schutz·patron der Stadt·kirche St. Petri.
Er ruft die Menschen dazu auf, das einzig·artige Glocken·geläut von St. Petri zu bewahren.
Es ist eine wichtige Tradition in der Stadt
Es gibt dazu sogar eine eigene Sage.
Das Abendglöcklein in Ratzeburg
Jeden Abend um 9 Uhr läutet eine kleine Glocke in Ratzeburg.
Diese erinnert an die Rettung zweier Mädchen.
Sie hatten sich im Wald verirrt.
Die Mädchen beteten zu Gott und hörten dann die Kirchenuhr schlagen.
Sie folgten dem Klang und kamen sicher in Ratzeburg an.
Der Vater der Mädchen war sehr froh.
Er ließ eine kleine Glocke gießen, um Gott dafür zu danken.
Diese Glocke wird noch heute jeden Abend geläutet.
Einmal vergaß der Kirchen·diener das Läuten.
Am nächsten Tag bekam er von unsicht·barer Hand eine Ohrfeige.
Er wagte es nicht wieder, das Läuten zu vergessen.
Stadtkirche St. Petri © Jens Butz
Informationen zur Spenden·aktion