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10.03.2026

Finanzausschuss der Stadt Ratzeburg berät über neue Übernachtungssteuer und mobile Skateranlage

In seiner jüngsten Sitzung im Ratzeburger Ratssaal befasste sich der Finanzausschuss unter dem Vorsitz von Heinz Suhr mit zentralen Weichenstellungen für das laufende Haushaltsjahr. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Beratungen war die Einführung einer Satzung über die Erhebung einer Übernachtungssteuer. Während der Entwurf der Verwaltung ursprünglich einen Steuersatz von 4 Prozent vorsah, sprachen sich die Ausschussmitglieder nach intensiver Diskussion für eine moderatere Lösung aus. Auf Antrag empfahl das Gremium mehrheitlich, den Steuersatz auf 3 Prozent festzusetzen, was einer Belastung von etwa 2,20 Euro pro Übernachtung entspricht. Die Verwaltung betonte dabei, dass die Erhebung auf Vertrauensbasis und ohne ein umfangreiches neues Kontrollsystem erfolgen soll

Ein weiteres Thema der Sitzung war die geplante Anschaffung einer mobilen Skateranlage für die städtische Jugendpflege. Trotz vereinzelter Bedenken hinsichtlich des Aufbaus und der Zuständigkeiten folgte der Finanzausschuss der Empfehlung des Ausschusses für Soziales, Jugend und Sport. Die Investitionskosten für die Anlage inklusive Anhänger belaufen sich auf unter 20.000 Euro, wobei der städtische Eigenanteil nach Abzug von Fördermitteln lediglich 4.000 Euro beträgt. Die mobile Anlage soll als Übergangslösung dienen, bis die Realisierung einer festen Skateranlage möglich ist.

Zudem erörterte der Ausschuss den Jahresbericht der Stadtbücherei für das Jahr 2025. In der Diskussion wurde die erfolgreiche Entwicklung der Bücherei hin zu einem modernen Bildungs- und Kommunikationsort gewürdigt. Kritische Anmerkungen zur Kostenbelastung durch zusätzliche Veranstaltungen wurde seitens der Verwaltung entgegnet, dass Angebote von Vereinen und Verbänden grundsätzlich nicht durch städtisches Personal begleitet werden und somit keine zusätzliche Arbeitszeitbelastung für die Stadt entsteht.

Hinsichtlich der Haushaltsführung für 2026 informierte die Verwaltung über technische Verzögerungen bei der Erstellung der Finanzrechnung, die auf ein Software-Update zurückzuführen seien. Die vollständigen Unterlagen werden voraussichtlich bis Ende Februar vorliegen, was jedoch Auswirkungen auf den Zeitplan zur Vorlage bei der Kommunalaufsichtsbehörde hat. Die Sitzung schloss mit verschiedenen Anfragen aus dem Personalbereich, bevor der Vorsitzende den öffentlichen Teil der Versammlung beendete.


Quelle: Stadt Ratzeburg