"Gut für Ratzeburg! – Gemeinsam engagiert"
Inselstadt wird offizielle Programmkommune des Landes Schleswig-Holstein
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Große Freude in der Inselstadt: Ratzeburg wurde erfolgreich in das begehrte Landesförderprogramm »Gesamtstrategie Ehrenamt« des Landes Schleswig-Holstein aufgenommen. Als offizielle 'Programmkommune' erhält die Stadt durch das Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung für drei Jahre maßgebliche Unterstützung, um ihre im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg entwickelte Engagementstrategie in die Praxis umzusetzen. Unter dem Leitmotiv »Gut für Ratzeburg! – Gemeinsam engagiert.« sollen die ehrenamtlichen Strukturen vor Ort gestärkt und zukunftssicher ausgebaut werden.
Ratzeburgs Bürgermeister zeigt sich begeistert über den Zuschlag aus Kiel: „Die Aufnahme als Programmkommune ist eine großartige Anerkennung für das enorme Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger. In Ratzeburg ist das Ehrenamt kein reines Freizeitangebot, sondern der unverzichtbare Motor für Zusammenhalt und Lebensqualität. Gemeinsam mit dem Diakonischen Werk und unserer lebendigen Zivilgesellschaft werden wir diese Förderung nutzen, um dem Ehrenamt feste, dauerhafte Strukturen zu geben, Bürokratie abzubauen und neue, flexible Wege des Mitwirkens zu schaffen. Wir wollen Ratzeburg zu einem noch resilienteren, zukunftsfähigen Ort machen, an dem Gemeinschaft spürbar gelebt wird.“
Ein starkes Fundament für die Zivilgesellschaft
Die Stadt verfügt bereits über eine vitale Engagementlandschaft – von Sportvereinen, Rettungsorganisiationen, Bildungseinrichtungen und Kulturinitiativen über soziale Verbände mit Angeboten, wie die 'SeniorTrainer' und das Projekt ‚Allein muss nicht sein!‘ bis hin zu den städtischen Beiräten. Wichtige Fundamente bilden zudem die aktive ‚Partnerschaft für Demokratie‘, die Bürgerstiftung sowie die Mitwirkung im bundesweiten Netzwerk der 'Engagierten Stadt und der »Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus« (ECCAR). Bisher fehlte es jedoch an einer dauerhaften, gebündelten Struktur, um die Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels zu bewältigen. Der demografische Wandel, der Wunsch nach flexiblerem, projektbezogenem Engagement statt starrer Vereinsstrukturen und die zunehmende Bürokratie belasten viele Ehrenamtliche. Genau hier setzt die neue Strategie an.
Vier konkrete Leitziele für das erste Jahr
Durch die Landesförderung kann Ratzeburg nun im ersten Jahr vier konkrete und praxisnahe Maßnahmen umsetzen, die direkt aus den Ideen der Bürgerwerkstatt entstanden sind:
- Aufbau einer zentralen Servicestelle Ehrenamt: Zusammen mit dem Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg wird eine feste Anlaufstelle für Beratung, Vermittlung und Fortbildung aufgebaut.
- Strukturiertes Onboarding: Neue Ehrenamtliche werden künftig durch Patenschaftsprogramme und eine praktische 'Willkommensmappe' beim Einstieg begleitet.
- Digitale Engagementplattform: Eine barrierefreie Online-Freiwilligenbörse wird als transparenter 'Marktplatz des Engagements' alle Angebote und Gesuche bündeln.
- Flexible Raumbörse für Begegnungen: Da Engagement auch physische Räume braucht, sollen bestehende Treffpunkte, wie beispielsweise die Stadtbücherei, als 'Dritte Orte' gestärkt und neue Räume in allen Stadtteilen gefunden werden.
Mit der Umsetzung dieser Meilensteine sorgt Ratzeburg dafür, dass freiwilliges Engagement für alle Generationen leicht zugänglich, sichtbar und wertgeschätzt bleibt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich schon jetzt auf der Website www.ratzeburg-engagiert.de über die Hintergründe und den Fortschritt der Ratzeburger Engagementstrategie informieren.

