Ergebnisse aus der Sitzung der Stadtvertretung vom 5. Oktober 2026
In ihrer jüngsten Sitzung hat sich die Ratzeburger Stadtvertretung mit wichtigen Weichenstellungen für die kommende Badesaison, Infrastrukturmaßnahmen sowie aktuellen Berichten aus der Verwaltung und dem Schulwesen befasst. Ein zentraler und intensiv diskutierter Punkt der Sitzung war die Zukunft der Seebadeanstalt Schlosswiese. Um den Badebetrieb für die Saison 2027 rechtzeitig abzusichern, wurde nach ausführlicher Beratung und dem Abwägen verschiedener Alternativen beschlossen, die Anlage künftig als Badestelle weiterzubetreiben. Hierfür werden im Haushaltsjahr 2026 außerplanmäßige Investitionskosten in Höhe von rund 220.000 Euro bereitgestellt. Die erforderlichen Personalstrukturen für einen geordneten und sicheren Betrieb sollen im Rahmen des Haushalts- und Stellenplanverfahrens 2027 geregelt werden, wobei die Wasseraufsicht weiterhin in bewährter Form durch die DLRG erfolgen soll. Ergänzend wird eine gutachterliche Stellungnahme speziell zum Sprungturm eingeholt, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen zu schaffen.
Zudem gab die Verwaltung Einblicke in aktuelle Kennzahlen und die Haushaltslage. Laut der Bevölkerungsstatistik zum Stichtag 30. Juni 2026 liegt die Einwohnerzahl der Stadt Ratzeburg mit 14.912 Personen weiterhin unter der Marke von 15.000. Der vorläufige Jahresabschluss 2025 weist im Ergebnisplan einen Überschuss von rund 2,9 Millionen Euro aus, und die geplante Kreditaufnahme in Höhe von rund 5,0 Millionen Euro musste bisher nicht in Anspruch genommen werden. Positiv hervorgehoben wurde darüber hinaus die Beteiligung der Stadt am internationalen Austausch zur Antirassismusarbeit in Palermo, die auf großes Interesse stieß.
Auch im Bereich der Infrastruktur und der Finanzen wurden wichtige Beschlüsse auf den Weg gebracht. Die Neufassung der städtischen Verwaltungsgebührensatzung inklusive der dazugehörigen Gebührentabelle wurde einstimmig beschlossen. Für notwendige Maßnahmen zur Verkehrssicherung im Forst wurden überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 40.000 Euro genehmigt. Ebenfalls grünes Licht gab es für überplanmäßige Mittel in Höhe von 130.000 Euro für den Ausbau der Straße „Am Graben“. Darüber hinaus wurde der Sperrvermerk für eine Ingenieursstelle im Fachdienst Tiefbau aufgehoben, sodass die zeitnahe Besetzung der Position erfolgen kann.
Abschließend informierte die Schulleitung die Stadtvertretung über einen Vorfall an der Lauenburgischen Gelehrtenschule, bei dem heimliche Videoaufnahmen durch Schüler angefertigt worden waren. Die Täter sind geständig, und die Kriminalpolizei ermittelt. Seitens der Schule, der Schulsozialarbeit und der Verwaltung werden umfassende Unterstützungs- und Gesprächsangebote für die Schulgemeinschaft bereitgestellt, um die Verunsicherung vor Ort bestmöglich aufzuarbeiten.

