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"Partnerschaft für Demokratie"

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben sich gemeinsam für eine »Partnerschaft für Demokratie« beim Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beworben – einem Förderprogramm, mit dem zahlreiche Projekte

  • zur Demokratiestärkung,
  • zur Extremismusbekämpfung,
  • zur Integration von Geflüchteten und
  • zur interkulturellen Begegnung

vor Ort gestartet werden können.


"Partnerschaften für Demokratie" sind dabei eine kommunale Variante, mit den vor Ort in den Städten und Gemeinden gearbeitet werden kann. Das Besondere an dieser Förderung, die mit rund 100.000 € jährlich viele Möglichkeiten bietet, ist, dass die Kommunen vor Ort entscheiden können, welche Schwerpunkte ihnen dabei in der eigenen Projektarbeit wichtig sind.

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben die Chancen, die dieses Förderprogramm bietet, gemeinsam erkannt und sich mit einstimmiger Unterstützung der jeweiligen politischen Gremien mit Erfolg dem umfangreichen Bewerbungsverfahren gestellt.

Im Rahmen einer Auftaktkonferenz haben rund 60 Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen der Zivilgesellschaft – aus Kommunalpolitik, Flüchtlingshilfe und Migrationssozialberatung, aus Sozialverbänden, Kultur, Schule und aus der Initiativarbeit gegen Rechtsextremismus – die zukünftigen Förderschwerpunkte zu beraten. Gemeinsam wurden drei Leitziele festgelegt:

»Wir Menschen in der Region Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen leben in einer friedlichen, demokratischen, aktiven und vielfältigen Gesellschaft, die von Zuversicht geprägt ist.«

»Uns leiten die Werte unseres Grundgesetzes und der Wille, dem Menschen gerecht zu sein und ihm auf Augenhöhe zu begegnen.«

»Wir fördern gegenseitiges Verständnis, Teilhabe sowie die Verantwortung für uns und unsere Gesellschaft und machen dies erfahrbar.«

Gefragt sind jetzt Ideen, mit denen die Ziele der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen umgesetzt werden können.Dabei hilft die hauptamtliche Fach- und Koordinierungsstelle der BQG-Personalentwicklung GmbH.

Interessierte Vereine, Institutionen, Initiativen, Schulen oder Einzelpersonen können sich auf der Webseite www.partnerschaftdemokratie.de informieren oder sich mit ihren Projektideen direkt bei der Fach- und Koordinierungsstelle der »Partnerschaft für Demokratie – Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen« vorstellen und beraten lassen:

Karl Schneider
Fon +49.4541.8080-27
Mobil +49.176.118080-16
Mail Schneider@BQG-Personalentwicklung.de

Berichte

Europäische Musiktraditionen erklingen in Ratzeburger Grundschulen

Europas Musiktraditionen finden in Coronazeiten kaum eine Chance, live zu erklingen. Alle öffentlichen Konzerte sind abgesagt oder auf unbestimmt verschoben. Die europäische Musikszene, auch die der Folk- und Weltmusiker, muss das Reisen einstellen und kann nicht der einnehmende Botschafter für die Vielfalt Europas sein. Nur eine Nische bleibt ihr noch erhalten, Schulkonzerte im allerkleinsten Rahmen bei strikter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandvorschriften. Das Möllner Folksfest arbeitet im Rahmen des Programms „Share my Music“ bereits seit vielen Jahren mit den Schulen im Lauenburgischen zusammen und bringt im Zuge des Festivals immer wieder europäische Musiker in die Sporthallen und Aulen der Region. „Dies war auch zum 16. Möllner Folksfest wieder ein fester Bestandteil unseres Programms“, weiß Jörg-Rüdiger Geschke vom Verein Miteinander leben zu berichten. Aber wie die gesamte Festivalplanung mit großer Flexibilität und vielen Einschränkungen durch die Wirren der Coronazeit gesteuert werden musste, erwiesen sich Schulkonzerte mit europäischen Musikern in der Realisation als sehr schwierig. „Englischen, irischen und auch dänischen Bands mussten immer wieder abgesagt werden aufgrund von Quarantänebedingungen und Einreiserestriktionen“, so Jörg-Rüdiger Geschke.

Er ließ sich allerdings von vielen Rückschlägen nicht entmutigen und über sein Netzwerk in die Szene konnte er schließlich in Deutschland ansässige Musiker gewinnen, die europäische Musiktraditionen präsentieren können. Das Duo Jan Budweis und Wolfgang Meyering sowie das Trio PABAMETO mit Pay Bandik, Melf Torge Nonn und Florian Ding übernahmen sehr professionell die Aufgabe, eine europäische Musikreise für Grundschulen in der Region zu planen. Parallel liefen mit den Schulleitungen und dem Schulamt intensive Gespräche, in welcher Form Schulkonzerte coronasicher durchgeführt werden können. Die Lösung, mehrfache Kleinkonzerte mit maximal zwei Klassen in den Sporthallen der Schulen, nach Kohorten getrennt. Auf dieses Konzertformat konnten sich schließlich alle Beteiligten einigen und es in der Folge sehr erfolgreich umsetzen. Zwei Konzerte mit der (halb-)britischen Early-Folk-Band wird es Ende November in Breitenfelde und Mölln noch geben, dann stehen mittelalterliche Instrumente und britische Weihnachtstraditionen auf dem Programm.

Bisher kamen die Grundschüler der beiden Ratzeburger Grundschulstandorte, der Grundschule Sterley und der Tanneck-Schule in Mölln zu einem besonderen Privileg, dass nahezu allen Erwachsenen verwehrt ist, Musik live zu erleben und zu erfahren, wie unterschiedlich schön Europa in all seinen Himmelsrichtungen klingt. Für einige Schüler wurden dabei sogar Urlaubserinnerungen wach, an die Strände Kroatiens oder die Seenlandschaft Schwedens. „Die sichere Umsetzung dieses Schulmusikprogramms war äußerst herausfordernd, aber im Ergebnis für alle Beteiligten ein großer Gewinn. Vor allem war es einmal ein bisschen Normalität für die Kinder jenseits ihres Coronaalltages, den Europas Musik hier schenken konnte. Die beteiligten Grundschulen wünschen sich unbedingt eine Wiederholung“, freut sich Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V. über die positive Resonanz aus den Schulen. Einziger Wermutstropfen bleibt, dass die geplanten Abendkonzerte in Ratzeburg und Mustin leider ausfallen müssen. Aber auch das soll nachgeholt werden, wie so vieles in Coronazeiten.

Die Schulkonzertreihe wird gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg/Amt Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch den Kreis Herzogtum Lauenburg.

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"Der politische Film ... ganz GROSS"
Burgtheater Filmclub zeigt »Vice - Der zweite Mann«

Der Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. zeigt am Mittwoch, den 28. Oktober, um 18:30 Uhr in der Reihe „Der politische Film … ganz GROSS“ in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen zum Thema „USA vor den Wahlen“ Porträt von Dick Cheney „Vice – Der zweite Mann“.

Wyoming im Jahr 1963: Der 22-jährige Dick Cheney (Christian Bale) schlägt sich durchs Leben, indem er Stromleitungen repariert. Er ist ein ungelernter Arbeiter, da er das Studium in Yale wegen seiner ständigen Sauferei geschmissen hat. Sein Trinkverhalten hat sich seitdem aber nicht geändert. Nachdem er wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt wird, zieht seine Ehefrau Lynne (Amy Adams) die Reißleine. Sie will ihn verlassen, wenn er sein Leben nicht auf die Reihe kriegt. Daraufhin ergattert Cheney ein Praktikum in Washington. An der Seite des Kabinettsmitglieds Donald Rumsfeld (Steve Carell) beginnt er schließlich eine politische Laufbahn und wird bald sogar zum Verteidigungsminister unter George Bush Sr. (John Hillner). Seine Karriere wird aber noch steiler und gipfelt in der Vizepräsidentschaftskandidatur an der Seite von George W. Bush (Sam Rockwell). Bald ist es auch Cheney, der nach dem 11. September die Pläne für einen Krieg gegen den Irak vorantreibt…

Der Eintritt ist für Jugendliche frei, Erwachsene zahlen nur 5,-€.

Weitere Infos unter www.filmclub-ratzeburg.de.

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"Afrika - Ein Kontinent in Bewegung"
Politisches Bildungsseminar mit Dr. Günther Rusch

Die gemeinsame politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. bietet am 24.10.2020 ab 09:30 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses die besondere Gelegenheit zu einem Tagesseminar mit dem ausgewiesenen Afrikaexperten und -kenner Dr. Günther Rusch. Im Fokus steht das wiederkehrend aktuelle Thema "Migration" auf dem afrikanischen Kontinent.

Kaum jemand in Europa weiß, dass die Wohngebiete der jetzigen Völker Afrikas und die geografische Lage seiner Staaten das Ergebnis unzähliger Wanderungen und auswärtiger Eingriffe seit Jahrtausenden sind. Natürlich gibt es Parallelen zu allen Kontinenten dieser Erde, aber in kaum einer Weltregion sind Migration und Flucht heutzutage so auffallend wie bei unserem südlichen Nachbarn. Der Versuch von Hunderttausenden Afrikanern auch diesseits des Mittelmeers eine neue Heimat oder zumindest Zuflucht zu finden, kann so auch als Fortsetzung verstanden werden. Dr. Rusch möchte die Wanderbewegungen in Afrika aus historischer Sicht und mit Blick auf die Gegenwart skizzieren und dabei vielfältige Fragen aufwerfen: Wohin zieht es Migranten und Flüchtlinge? Was lockt sie? Wie entwickelt sich das Verhältnis der Migranten zu ihren Herkunftsländern? Welche Rolle spielen Migrantengemeinschaften im Gastland? Wie ergeht es Rückkehrern? 

Das Seminar wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Der Eintritt ist frei, die Platzzahl jedoch coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung ist obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726.  

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"Demokratien in Afrika"
Politischer Bildungsvortrag mit Dr. Günther Rusch

Die gemeinsame politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. wird am 23.10.2020 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses mit einem Vortrag zum Thema "Demokratien in Afrika" fortgesetzt. Dr. Günther Rusch, langjähriger Afrikakenner und -experte, berichtet von gefährdeten Häfen und hoffnungsvollen Leuchttürmen.

Als in den Jahren um 1960 herum die meisten heutigen Staaten ihre politische Unabhängigkeit erhielten, erwarteten die neuen Führer und die westliche Welt, dass das demokratische Vorbild ihrer bisherigen Kolonialherren übernommen würde, gleichsam als allumfassende Aufholjagd. Doch war zuvor ‚Demokratie‘ jemals ein-geübt worden? Und wenn, wie viel und mit wem und für wen? Gab es angesichts der nach wie vor bestehenden wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Abhängigkeit von den alten Herrschern und neuen Mächten überhaupt eine Chance, die eigene Gesellschaft in demokratischer Weise zu entwickeln? Im Zuge einer vorsichtigen Bestandsaufnahme der Staatenwelt Afrikas werden Grundprinzipien von Demokratie wie Rechtstaatlichkeit, Mitsprache der Bevölkerung, Transparenz, Medien und mehr erörtert.

Das Seminar wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Der Eintritt frei, die Platzzahl jedoch coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung ist obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726. 

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Lesung mit Igal Avidan
"Mod Helmy" - die wahre Geschichte des "arabischen Schindler"

Das Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V., der Liberalen jüdischen Gemeinde Lübeck und der Ratzeburger Volkshochschule lädt am 21. Oktober 2020 um 19:00 Uhr zu einer thematisch außergewöhnlichen Lesung in den Ratssaal des Ratzeburger Rathaus. Autor und Journalist Igal Avidan trägt aus seinem Buch über den arabischen Arzt "Mod Helmy" vor, die wahre Geschichte des "arabischen Schindler". 

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.

Der Lesung wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Der Eintritt ist frei, die Platzzahl jedoch coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung ist obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726. 

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Ratzeburger Jugendliche sammeln Ideen gegen den Klimawandel im Bildungshaus "artefact"

"Rund um Energie" lautete das Motto einer Exkursion, die den Ratzeburger Jugendbeirat zusammen mit einem jungen Klimateam der Ratzeburger Jugendzentren GLEIS21 und STELLWERK für drei Tage in die ökologische Bildungsstätte "artefact" in Glücksburg führte. Im Vordergrund stand dabei, den Jugendlichen die Bedeutung von erneuerbaren Energien und von Konzepten der Energieeinsparung als wirksame Werkzeuge gegen den Klimawandel praktisch und handlungsorientiert näher zu bringen.

Im Fokus stand dabei ein Planspiel mit dem Titel „Changing the Game - Energie deiner Zukunft/Zukunft deiner Energie“. Hier stellte sich den 15 Ratzeburger Exkursionsteilnehmer*innen die Aufgabe, gemeinsam eine klimafreundliche Energiewende einzuleiten. In Spielgruppen musste dafür zunächst ein nachhaltiges und möglichst ökologisches sowie ökonomisches Energieszenario für das Jahr 2030 in vier verschiedene Regionen Europas entwickelt werden. Die verschiedenen Energieressourcen wurden dabei durch unterschiedlich farbige und je nach Emissionsmenge unterschiedlich große LEGO®-Steine dargestellt. So ergeben sich, ähnlich einem Balkendiagramm,  anschauliche Türme der unterschiedlichen Versorgungsbereiche von Elektrizitätsproduktion, Transport, Industrie und Wärmeversorgung.

Um das vorhandene System in ein akzeptiertes, umweltverträgliches und auch finanzierbares Versorgungssystem umzubauen, konnten  anschließend mit Spielkarten sowohl verschiedene technische als auch gesellschaftliche Veränderungen vorgenommen werden. So ergaben sich viele spannende Wege, um die Mechanismen von Energiesystemen, deren Veränderung, der gegenseitigen Abhängigkeit mit anderen Ländern sowie der persönlichen Einflussnahme auf politische Entscheidungen und der Partizipation, besser zu verstehen.


Mit viel Spaß ging es Wochenende aber auch den "Power Park" des "artefact". An den verschiedensten Stationen konnten die Jugendlichen durch „selber machen“ und „anfassen“ ihre Selbstwirksamkeit in Bezug auf Wind-, Wasser- und Sonnenergie erfahren. Ganz spielerisch und ohne Druck wurde der Gruppe so das Erleben der Energiewende ermöglicht. In diesem Sinne wurde auch Workshop unter dem Motto „Bauen mit Solar“ durchgeführt.  Jeder der Jugendlichen bekam sein eigenes, kleines Solarpaneel mit der entsprechenden Verkabelung und Motor. Nun waren der eigenen Kreativität und Phantasie keine Grenzen gesetzt. Mit Styropor, Holz, Heißkleber und einer Vielzahl weiterer Materialien entwarfen und bauten die Jugendlichen ihr ganz eigenes Objekt, angetrieben von Sonnenergie.

Die vielen Eindrücken sollen nun in der weiteren Arbeit der jungen Klimaschützer*innen in Ratzeburg einfließen, sowohl auf der politischen Ebene im Ratzeburger Jugendbeirat als auch bei dem mit Spenden geförderten Jugendklimaprojekt des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg in den Jugendzentren GLEIS21 und des STELLWERKS. Diese befruchtete Kooperation soll bereits Mitte November im Jugendzentrum GLEIS21 fortgesetzt werden, wenn es gilt einen "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" zu kreieren.

Die Klimaexkursion wurde über den Jugendfond der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.

Wahl zum Ratzeburger Jugendbeirat
Jetzt sind Kandidaten gesucht!

Mit einer großen Werbekampagne hat der Ratzeburger Jugendbeirat die anstehenden Neuwahlen eröffnet. Ziel ist es zunächst, möglichst viele Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen, die bereit sind, in diesem jugendpolitischen Gremium mitzuwirken und sich dafür zur Wahl stellen. Dazu wurden "Wahlbenachrichtigungskarten" an alle rund 2.200 wahlberechtigten Kinder- und Jugendlichen im Alter von 11 - 21 in Ratzeburg und den umliegenden Schulverbandsgemeinden geschickt, Plakate für die Schulen und Jugendeinrichtungen gedruckt, ein erstes Radiointerview zur Wahl geführt und sogar zwei Wahlwerbespots zusammen mit Videofilmer Jochen Wedding gedreht. Diese bringt Martin Turowski, Geschäftsführer des Ratzeburger Burgtheaters, jetzt sogar auch auf die große Kinoeinwand, im Werbelock vor jedem Film.

"Wir haben viel erreichen können in unserer zurückliegenden Amtszeit, die Jugendklimakonferenz, die Europaexkursion ins polnische Sopot oder die Planungen zur Einrichtung einer Parkour-Anlage auf der Jugendfreizeitfläche in der Riemannstraße. Dafür brauchen wir weiter engagierte Kinder und Jugendliche, die all diese Projekte auch fortführen oder neue Themen einbringen. Bewerben und mitmachen ist jetzt angesagt", sagt Marten Koch, aktuell Vorsitzender im Ratzeburger Jugendbeirat.

Noch bis zum 30.10.2020 können sich Kinder und Jugendliche unter jugendbeirat@ratzeburg.de melden und sich bewerben. Sie erhalten einen Kandidatenbogen, aus dem heraus anschließend ein Wahlplakat gestaltet wird. Die Wahlen selbst finden in der Woche vom 30.11. - 04.12.2020 in den weiterführenden Schulen, im Jugendzentrum STELLWERK und im Rathaus statt.

Politisches Bildungswochenende der Ratzeburger Volkshochschule mit einem düsteren Blick auf die USA

Ein politisches Bildungswochenende der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. führte vor wenigen Tagen zahlreiche Vortragsbesucher und Seminarteilnehmer ins Ratzeburger Rathaus, um mit Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger, einem profunden Kenner der US-Politik, die aktuelle US-amerikanische Innen- und Außenpolitik zu analysieren. Auftakt war dabei ein Vortrag zur aktuellen Situation der Weltpolitik nach der ersten Amtszeit der Trump-Administration. Hier zeichnete Dr. Metzinger das Bild eines großen Bruchs mit der vierhundertjährigen Tradition des Multilateralismus. Seit dem 30jährigen Krieg, so Metzinger, hätten große zivilisatorische Katastrophen immer wieder die Einsicht reifen und wachsen lassen, dass die auf Interessensausgleich bedachte Kooperation von Staaten der einzige Weg sei, um die internationale Ordnung friedlich gestalten zu können. Dazu seien aber unter anderem auch zwei Weltkriege als Lehrmeister notwendig gewesen. Unter der Administration Trump ist dieses Kooperationsgefüge, mit seinen auf "Win-Win-Situationen" ausgerichteten Prinzipien, einem "Win-Lose"-Dogma gewichen, das sich in Trumps Präsidentschaftsslogan widerspiegelt: "America first!", verstanden als "America first and above all!". Die Folge, so Metzinger, sei eine Weltpolitik, die den Aufstieg autokratischer oder diktatorischer Regime wie in Russland oder China begünstige und die Demokratien westlicher Prägung weltweit unter erheblichen Druck setzen würden. Es drohe ein Rückfall in eine Zeit von rivalisierenden Großmächten, wie sie sich geschichtlich am Vorabend des 1. Weltkrieges zeigte.


Metzingers Blick auf die amerikanische Innenpolitik im Rahmen eines nachfolgenden Ganztagesseminars, auf die bestehende Spaltung des Landes und die fortschreitende Polarisierung im aktuellen Wahlkampfgeschehen, fiel noch verheerender aus. Es sei zu erwarten, so Metzinger, dass Donald Trump einen Wahlerfolg seines Herausforderers Joe Biden nicht akzeptieren werde. Die Wahlentscheidung könnte mithin vor dem Supreme Court oder im Senat landen, mit der Hoffnung Trumps, über die dort vorherrschenden konservativen Mehrheiten im Amt bestätigt zu werden. Das jetzt schon von Trump vorbereitete Narrativ eines Wahlbetruges werde dabei, so die Einschätzung Metzingers, die Polarisierung zwischen den jeweiligen Anhängerschaften so sehr vertiefen, dass angesichts der vielen tausend schwerbewaffneten Milizgruppen im Land bürgerkriegsähnliche Gewaltakte nach dem Wahlgang nicht mehr ausgeschlossen werden können. Eine nie dagewesene Situation in den USA, für den die amerikanische Verfassung im Übrigen auch nicht ausgelegt sei, so Metzinger. Die Verfassung erwarte den friedlichen Übergang der Macht nach der Wahl in einem geordneten Verfahren, nicht aber einen Präsidenten, der sich möglicherweise weigert zu gehen. Was eine solche Situation für die westlichen Demokratien in der Welt bedeute, konnte Metzinger klar formulieren: "Dies werde der Blankoscheck für alle Autokraten und Diktatoren in der Welt, sich gegenüber Demokratien und demokratischen Bewegungen in ihren Land zu legitimieren."

Aus Sicht der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. war das erste politische Bildungswochenende im laufenden Herbstsemester, das über die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert wurde und kostenfreien Zugang bot, ein großer und motivierender Erfolg. "Wir haben bei beiden Veranstaltungen trotz bestehender Corona-Einschränkungen einen breiten Zuspruch erfahren", sagte Silva Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule  und hofft jetzt auf einen ähnlich guten Verlauf für das politische Bildungswochenende zum Thema "Afrika" im Oktober.

Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte einen »Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend« entwickeln

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte zusammen mit klima- und umweltinteressierten Jugendlichen aus Ratzeburg und dem Umland einen Ratzeburger Nachhaltigkeitspreis entwickeln. Dieser soll jährlich von der Ratzeburger Jugend an Institutionen und Unternehmen verliehen werden, die sich durch besonders nachhaltiges Handeln auszeichnen. Nach Vorstellungen des Kinder- und Jugendbeirates könnte so ein Nachhaltigkeitspreis verschiedene Kategorien umfassen, beispielsweise das beste „Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

„Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

Die Entwicklung des Nachhaltigkeitspreises soll im Rahmen eines Workshops am 14.10.2020 von 16:00 – 20:00 Uhr mit aktiver Unterstützung des Teams vom Ratzeburger Jugendzentrum GLEIS 21 erfolgen. Zusammen mit Imke Frerichs, Nachhaltigkeitsexpertin von „Brot für die Welt“ soll über Nachhaltigkeit diskutiert und dabei die Kategorien eines Preises und sein Vergabeverfahren entwickelt werden. Parallel zum Workshop soll eine jugendliche Kunstgruppe unter Leitung von Kulturpreisträger Ebrahim Sharghi gegründet werden. Sie bekommt die Aufgabe, das Format und Erscheinungsbild des Nachhaltigkeitspreises gemeinsam zu entwerfen.

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat kann und möchte diesen Nachhaltigkeitspreis nicht allein entwickeln und vergeben. Mit Unterstützung des Teams der offenen und interkulturellen Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg und möglichst vielen interessierten Jugendgruppen soll dieser Preis vielmehr ein Gemeinschaftsprojekt werden, auch mit dem Ziel, diesen zukünftig regelmäßig zu verleihen.

Wer Interesse hat, dabei mitzuwirken, kann sich unter jugendbeirat@ratzeburg.de oder auch unter sauer@ratzeburg.de (Tel: 04541-8000-114) für das Workshopwochenende anmelden. Das hilft sehr für die Vorbereitung. Bei der Einführung des Nachhaltigkeitspreises unterstützt die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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Burgtheater Filmclub - Der politische Film ... ganz GROSS »Aus dem Nichts«

Der Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. zeigt am Mittwoch, den 30. September, um 18:30 Uhr in der neuen Reihe „Der politische Film … ganz GROSS“ in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen zum Thema ALL LIVES MATTER Fatih Akin‘s Drama-Triller-Mix „Aus dem Nichts“. Katja (Diane Kruger) verliert ihren Mann Nuri (Numan Acar) und ihren Sohn Rocco (Rafael Santana) bei einem Bombenanschlag. Sie ist tief erschüttert. Es gibt niemanden, der ihre Trauer lindern kann – ihren Schmerz betäubt sie mit Drogen. Katja denkt daran, sich umzubringen.


Als die Polizei das Neonazi-Paar Edda (Hanna Hilsdorf) und André Möller (Ulrich Friedrich Brandhoff) verhaftet, weil ein entscheidender Hinweis von Andrés Vater (Ulrich Tukur) einging, schöpft Katja Hoffnung. Der Prozess, bei dem sie von Nuris bestem Freund Danilo Fava (Denis Moschitto) anwaltlich vertreten wird, ist anstrengend, doch die Aussicht auf eine Verurteilung der Täter gibt Katja Kraft. Nachdem Verteidiger Haberbeck (Johannes Krisch) geschickt Zweifel gesät hat, müssen Edda und André mangels eindeutiger Beweise freigesprochen werden. Katja ist wütend…


Der Eintritt ist für Jugendliche frei, Erwachsene zahlen nur 5,-€. Weitere Infos unter  www.filmclub-ratzeburg.de

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"Du Jude!" - Ausstellung zum alltäglichen Antisemitismus in Deutschland in der Stadtbücherei

Das Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V., der Liberalen jüdischen Gemeinde Lübeck und der Ratzeburger Volkshochschule zeigt ab dem 2. Oktober 2020 unter dem Titel "Du Jude!" eine Ausstellung der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. zum alltäglichen Antisemitismus in Deutschland in der Stadtbücherei. Judenfeindschaft wird häufig immer noch als historisches Phänomen betrachtet und vorwiegend mit dem Nationalsozialismus verknüpft. Dass Antisemitismus jedoch ein alltägliches Problem für Jüdinnen und Juden in Deutschland darstellt, er verschiedene, auch neuere Formen annimmt und in allen Schichten der Gesellschaft anzutreffen ist, darauf weisen empirische Studien seit Jahren hin. Daraus ergibt sich der Bedarf einer umfassenden politischen Bildungsarbeit. Mit der Ausstellung "Du Jude!", die nicht nur grundsätzlich über Antisemitismus informiert, sondern vor allem den Bezug zu Alltagswelten von Jugendlichen herstellt, werden aktuelle Formen der Judenfeindschaft zum Thema gemacht. Zahlreiche Beispiele, unter anderem aus den Bereichen Musik, Sport, Internet und natürlich Schule, machen dies plakativ erfahrbar. Dabei werden auch die Perspektiven und alltäglichen Erfahrungen von Jüdinnen und Juden sowie die Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland sichtbar gemacht.

Die Ausstellung "Du Jude!" wird für 14 Tage während der Öffnungszeiten in der Stadtbücherei zu sehen sein und anschließend an die Lauenburgische Gelehrtenschule für schulinternen Unterricht zum Thema Antisemitismus wandern. Sie wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".  Für den Zugang zur Ausstellung gelten die Coronabestimmungen der Stadtbücherei.

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Der politische Film ... ganz GROSS

Und wieder gibt es etwas Neues im Kino Burgtheater Ratzeburg. Dieses Mal haben sich die Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit der 'Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen' dem Thema Politik im Film gewidmet und präsentieren nun die vorläufigen Früchte ihrer Arbeit. Unter den Kategorien ALL LIVES MATTER, USA VOR DEN WAHLEN, FRAUEN IN DER POLITIK und WAS WÄRE, WENN..? werden von nun an bis in den Dezember hinein jeden Mittwoch politische Filme über die große Leinwand im Burgtheaters flimmern.

„Das Projekt „Der politische Film ... ganz GROSS“ möchte anregen, sich im besonderen Ambiente des Kinos cineastisch und dokumentarisch mit politischen Themen auseinanderzusetzen, ins Gespräch zu kommen und soll so zur Meinungsbildung zu aktuellen wie zeitlosen politischen Thematiken und Fragestellungen beitragen.“, sagt Martin Turowski. Dem politisch interessierten Cineasten ist es vor allem wichtig, zum Nachdenken über das Gesehene anzuregen. „Nirgends geht das so gut wie im Kino, man ist auf den Film fokussiert, Ablenkungen gibt es nicht. So wird der Film ganz anders erlebbar gemacht!“

Und das so Erlebte kann und soll im Nachgang des Programmes noch besprochen und diskutiert werden. Nach den jeweiligen Filmen sind moderierte Diskussionsrunden geplant, in denen die Zuschauer ihre eigene Meinung reflektieren können. „Ich bin schon sehr gespannt, welche tollen Dialoge dort entstehen werden.“, so Turowski weiter. „Wir haben ein Programm gestaltet, welches an einigen Stellen auch polarisieren wird, zum Beispiel wenn wir die Doku KLEINE GERMANEN zeigen, ein Film, der sich um Kinder dreht, die mit NS-Ideologien indoktriniert wurden und so aufgewachsen sind. Neben solchen Dokus gibt es aber auch Spielfilme wie beispielsweise DIE VERLEGERIN oder VICE- DER ZWEITE MANN.“

„Ich bin sicher, dass wir ein stimmiges Programm auf die Beine gestellt haben“, so Theaterleiterin Annika Tonn. „Es sind einige Filme dabei, die man einfach gesehen haben sollte. Durch Zufall auch einer meiner Lieblingsfilme!“, schmunzelt sie.

Doch nicht nur die Filmauswahl ist besonders, auch der Preis ist es. Um Jugendlichen einen Anreiz zu bieten, erhalten sie bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres freien Eintritt und für Erwachsene gilt ein vergünstigter Eintritt von 5€. Möglich wurde dies durch die Kooperation mit der 'Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen'. Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft freut sich: „Dieses Projekt hat mit größter Punktzahl die Zustimmung im Ausschuss gefunden. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot besonders für junge Menschen.“ Bis Ende des Jahres wird es dieses Angebot an jedem Mittwoch um 18:30 Uhr im Kino Burgtheater Ratzeburg geben. Das Projekt wird außerdem gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die anschließenden Diskussionsrunden sind kostenfrei.

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Zer"trump"elt - Politischer Bildungsvortrag über eine Weltpolitik in Scherben

Die politische Bildungsprogramm der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. startet ins Herbstsemester mit einem geschulten Blick über den Atlantik in die USA und in die Welt. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger möchte in einem Vortrag am 25.09.2020 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses eine außenpolitische Bilanz der vierjährigen Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ziehen.

"America first" tönte Donald Trump bei seiner Amtseinführung 2016. Vier Jahre später sind die Folgen dieser Politik sichtbar: von Nordkorea bis Venezuela liegt die Weltpolitik in Scherben. Statt auf kooperative Führung wie unter Obama setzen die USA unter Trump auf eine unausgegorene Mischung aus Isolationismus und Imperialismus. Auch die transatlantischen Beziehungen sind unter einem Präsidenten, der die EU als "Feind" Amerikas tituliert, nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre und analysiert die Folgen der Trump'schen Politik für die Welt.

Aufgrund der Coronaabstandsregeln können nur 28 Personen an diesem Vortrag teilnehmen. Eine Voranmeldung unter 04541-206726 oder volkshochschule@ratzeburg.de ist obligatorisch. Es wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Aus diesem Grund ist die Teilnahme kostenlos.

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"Biden vs. Trump" - Politikseminar zur Präsidentschaftswahl in den USA

Die politische Bildungsprogramm der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. startet ins Herbstsemester mit einem geschulten Blick über den Atlantik in die USA. Dort sind die Kandidaten bestimmt. Joe Biden gegen Donald Trump heißt das Duell der Präsidentschaftswahl. Wie wird es ausgehen in einem Land, das Land zutiefst gespalten ist? Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger möchte am 26.09.2020 in der Zeit von 09:30 - 16:00 Uhr in einem offenen Politikseminar im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses eine Prognose erarbeiten.

2016 haben selbst ausgewiesene USA-Experten einen Wahlsieg des Politikneulings Donald Trump für unmöglich gehalten. 2020 scheint niemand mehr an der Möglichkeit seiner Wiederwahl zu zweifeln. Dabei hat jedes US-Wahljahr seine ganz eigene Dynamik. Ein guter Anlass, einmal über Amerika, sein politisches System und den Wahlprozess nachzudenken. Welche Chancen bestehen für Joe Biden, das Land zusammenzuführen? Wird der Wahlkampf die besetehenden Gräben gar vertiefen? Was würde ein knapper Sieg einer der beiden Kandidaten bedeuten? Und mit welchen Mitteln und Inhalten wird der Wahlkampf geführt? Dies sind nur einige der Fragen, die in diesem spannenden Amerika-Seminar diskutiert werden sollen.

Aufgrund der Coronaabstandsregeln können nur 12 Personen an diesem Seminar teilnehmen. Eine Voranmeldung unter 04541-206726 oder volkshochschule@ratzeburg.de ist obligatorisch. Es wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Aus diesem Grund ist die Teilnahme kostenlos.

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"Vom Gehen und Ankommen" - Erfolgreicher Leseabend in der Stadtkirche St. Petri

Texte vom "Vom Gehen und Ankommen" standen vergangenen Freitag im Mittelpunkt eines unterhaltsamen, wie auch bewegenden Leseabends, zu der die Volkshochschule Ratzeburg in die Stadtkirche St. Petri eingeladen hatte. Rund einhundert Gäste konnten dazu begrüßt und nach Coronaregeln mit entsprechendem Abstand platziert werden. Rainer Voß, Christian Lopau, Monika Töppler, Karen Molkentin und Silvia Tessmer lasen Beiträge aus mehreren Jahrhunderten, die sich jeweils in sehr unterschiedlichen Perspektiven mit Flucht und Migration auseinandersetzen.

Es ging um Krieg und Vertreibung, um politisches Exil, um Auswanderung und die Hoffnung auf ein besseres Leben, um Heimweh und den Umgang mit Geflüchteten. Dabei boten sich dem Publikum immer wieder überraschende Perspektivwechsel, wie beispielsweise die Klage des Journalisten und Autoren Daniel Dafoe über die Hartherzigkeit der englischen Krone bei der Aufnahme geflüchteter Pfälzer im 18. Jahrhundert. Wechselvoll war auch die Stimmung des Abends, humorvoll zuweilen, wenn ein Mecklenburger über seine ersten Jahre in Amerika berichtet, bedrückend, wenn die Lebensgeschichte von Menschen in kriegerischen Auseinandersetzungen vorgetragen wurden.


Zusammengeführt wurden alle Beiträge in musikalischen Nachklängen des Duo PaBaMeTo. Die Zwillingsbrüder Pay Bandik Nonn und Melf Torge Nonn nahmen jedes Thema gefühlvoll und sensibel auf und trugen so zum beeindruckenden Gesamtkonzept des Abends bei, das Jörg-Rüdiger Geschke souverän moderierte.

Pröpstin Frauke Eiben zeigte sich begeistert über diesen Abend voller Kultur und Menschen in der Stadtkirche St. Petri, ein Zuspruch, den auch Organisatorin Silvia Tessmer so nicht erwartet hatte.

Mit dem Leseabend wurde unter gleichen Titel auch eine Kunstausstellung zu Flucht und Auswanderung eröffnet. Künstlerinnen und Künstler aus der Region haben sich in der Coronazeit in ihren Ateliers mit diesem Thema intensiv befasst und ganz unterschiedliche Ausdrucksformen gefunden. Ihre Werke können in den kommenden Wochen in St. Petri betrachtet werden.

Die musikalische Lesung wurde gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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Ratzeburger Jugendbeirat lädt zu einem "Energiewochenende" ins "artefact"

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat lädt vom 25.09. - 27.09.2020 zu einem Energiewochenende in das ökologische Jugendbildungshaus "artefact" in Glücksburg. Wie kann eine Energiewende gelingen, die den Klimawandel aufhält? Dieser Frage soll an zwei spannenden Workshoptagen nachgegangen werden, die das Team vom "artefact" vorbereitet hat. Es sollen Informationen vermittelt und Ideen entwickelt werden, die auch in Ratzeburg wirksam sein können.


Die Exkursion  startet am 25.09.2020 um 15:00 Uhr am Rathaus. Ein Bus bringt die Teilnehmer*innen in die Jugendbildungsstätte "artefact" und am Sonntag wieder zurück. Die Fahrt, wie auch die Übernachtung und Verpflegung ist aufgrund einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" kostenlos. 15 Plätze für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren sind zu vergeben. Eine Anmeldung wird erbeten unter sauer@ratzeburg.de oder 04541-8000-114. Die Coronaregeln werden sowohl auf der Fahrt als auch im Jugendbildungshaus eingehalten.

"Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte mit diesem Bildungsangebot seine Klimaschutzinitiative um einen Baustein erweitern und Kindern wie Jugendlichen vor Ort die Möglichkeit bieten, sich mit den Themen Klimawandel-Klimaschutz, Arten- und Umweltschutz vertraut zu machen, die globalen wie regionalen Zusammenhänge verstehen zu lernen und dabei eigene ökologische Ideen zu entwickeln, die vor Ort umsetzbar sein können", sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates.

Open-Air Musiksommer im Innenhof des Ratzeburger Rathauses

Seit über 5 Jahren finden in der Heuherberge in Ziethen unter dem Titel „Musik in der Scheune“ Konzertabende statt. Unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Regelungen sind solche musikalischen Veranstaltungen im Innenbereich derzeit allerdings nicht durchführbar.  Die Coronapandemie hat das kulturelle Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht. Gerade für Musiker*innen ist dadurch eine sehr schwierige Situation entstanden. So gut wie alle Auftrittsmöglichkeiten sind weggefallen, damit vielfach auch die Lebensgrundlagen. Aber auch Liebhaber*innen von Live-Musik sehnen sich nach dem realen Musikerlebnis.

„Musik in der Scheune“ will dagegen jetzt ein Zeichen setzen und veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Stadt Ratzeburg, dem Bundesprogramm „Demokratie Leben“ , „Grüneberg – Projekt & Event“ und 4b-Design Mediengestaltung an Stelle des herbstlichen Konzertprogramms einen „Open-Air Musiksommer“ im wunderschönen Innenhof des Ratzeburger Rathauses. All die Künstler*innen, die eigentlich für Herbstkonzerte gebucht waren, haben kurzentschlossen zugestimmt, sich und ihre Musik in den kommenden Wochen auf einer Open-Air-Bühne zu präsentieren. Entstanden ist innerhalb nur weniger Tage eine Konzertreihe, die acht musikalisch beeindruckende und entspannende Sommerabende verspricht. Ermöglicht wird dies durch ein großzügiges Kultursponsoring von Christian Grüneberg von „Grüneberg – Projekt & Event“. Er hat ebenso kurzentschlossen eine fste Bühne für acht Wochen als freies Kultursponsoring zugesagt.

Die Musiksommer-Bühne möchte allerdings nicht nur unterhalten. Zusammen mit den Musiker*innen soll sie auch Anregung geben, einen Blick in die Welt zu richten, gerade auf die aktuelle und so wichtige Rassismusdebatte. Sie ist damit auch Auftaktort einer Kampagne, die von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen initiiert wird und sich gegen Rassismus in den Haltungen und Einstellungen der Menschen zueinander richtet, etwas was gerade Musik wesensfremd ist.

Eine Teilnahme an den Konzertabenden ist coronabedingt allerdings nur mit einer Anmeldung möglich. Die Zuschauerzahl ist begrenzt. Sitzgelegenheiten, Essen sowie Getränke sind selber mitzubringen. Der Eintritt ist wie immer bei „Musik in der Scheune“ frei. Eine Hutspende zugunsten der auftretenden Musiker*innen wird aber erbeten.

Abschluss-Doppelkonzert, 28. August 2020, 20:00 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr), leider schon ausgebucht!

San Glaser

San Glaser ist die Tochter holländisch-indonesischer Eltern. Das musikalische Talent erbt sie von ihrem Vater, einem Jazzmusiker. Sie studiert Musik und Jazzgesang in Amsterdam und singt sich mit Bands und Galaformationen quer durch Europa – eine gute Schule für ihre Solokarriere. San Glaser spielte unter anderem auch vor König Willem Alexander der Niederlande, nämlich als dieser zur Feier seines 40sten Geburtstages einlud. Auf ihrem Weg liegen Formationen wie Jazzkantine, Stefan Gwildis oder Orange Blue. 2005 nimmt sie ihr erstes Soloalbum auf und erntet euphorische Kritiken. Das Nachfolge-Album „New Road“ dominiert 2009 wochenlang Platz 1 der deutschen iTunes Jazzcharts.

Reinhold Beckmann & Band

Was an am meisten verblüfft, ist die Selbstverständlichkeit seines musikalischen Auftretens. Reinhold Beckmann kommt so lässig, unbefangen und zwanglos daher, dass man glauben möchte, er mache eigentlich schon immer Musik. Das liegt vielleicht daran, dass er nicht nur ein Könner, sondern auch ein Kenner guter Musik ist, ein Singer/Songwriter mit Herzblut und feinem Gespür für gutes Storytelling. Charmant, nachdenklich und angenehm selbstironisch erzählt er seine Songgeschichten. Live wird diese Musik zum gemeinsamen Erlebnis. Reinhold Beckmann ist ganz dicht dran an seinem Publikum. Er holt die Menschen mit seiner Musik ab und zelebriert mit ihnen gemeinsam seine Songs. An diesem Abend wird er gemeinsam mit seiner Band auch Lieder seines neuen Albums „Auf Herz wär was gegangen“ präsentieren, das Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.

Informationen zu allen weiteren Konzerten und zur Anmeldung sind unter musiksommer-2020.de zu finden.

"Antisemitismus im Blick" - Angela Bertram und Maren Colell lesen für das Ratzeburger Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" aus "Empfänger unbekannt"

Mit zwei Lesungen startet am 10. und 11.09.2020 das lang geplante Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V., der Liberalen jüdischen Gemeinde Lübeck und der Ratzeburger Volkshochschule coronaverspätet endlich sein Ratzeburger Programm zu den Themenkomplexen "Antisemitismus" und "Jüdisches Leben heute". Mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten sollen Schlaglichter gesetzt werden, die zum Nachdenken über die vielen Facetten des Antisemitismus anregen oder auch Neugier wecken, jüdisches Leben in der Region kennenzulernen.

Für den Auftakt wurden Angela Bertram und Maren Colell von "Theater im Stall" gewonnen. Sie lesen an den genannten zwei Abenden musikalisch umrahmt von Peter Köhler jeweils ab 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses den Briefroman "Empfänger unbekannt!" von Kressmann Taylor. Dieser Text zählt zu den beeindruckendsten literarischen Zeitdokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Es ist eine messerscharfe Analyse, die zeigt, was mit Menschen, selbst mit Freunden passiert, wenn sie das Geistesgift des Antisemitismus in ihre Gedanken lassen. Seine Aussagen ist damit auch in unserer Gegenwart wieder hochaktuell und mahnend. Aufgrund der Coronaabstandsregeln können jeweils nur 28 Personen an dieser besonderen Lesung teilnehmen. Eine Voranmeldung unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de ist obligatorisch.

Das Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" wird in der Folge mit weiteren Angeboten die Themen vertiefen wollen, unter anderem im Oktober mit der Ausstellung "Du Jude!", die sich mit Antisemitismus in seiner aktuellen Form befasst und insbesondere junge Menschen ansprechen soll. Es wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

"Vom Gehen und Ankommen" - Musikalisch umrahmte Lesung zum Thema Flucht und Auswanderung

"Vom Gehen und Ankommen" ist der Titel eines außergewöhnlichen Leseabends, zu dem die Ratzeburger Volkshochschule am 04.09.2020 um 19:00 Uhr in der Stadtkirche St. Petri einlädt. Vorgetragen werden literarische Texte zum Thema Flucht und Auswanderung aus den letzten Jahrhunderten bis in die Neuzeit von Ratzeburger Persönlichkeiten. Mit Auszügen aus dem 1709 veröffentlichten Essay von Daniel Defoe die „Kurze Geschichte der Pfälzischen Flüchtlinge“ wird Rainer Voss den Abend eröffnen. Christian Lopau berichtet von der Überfahrt und den Erlebnissen des Amerikafahrers Jürnjakob Swehn, stammend aus der „griesen Gegend“ Mecklenburgs aus dem Jahr 1868. Karen Molkentin wird aus dem Leben Heinrich Heines referieren. Wer kennt nicht „Denk ich an Deutschland in der Nacht…“? Das Leben und die Flucht von Marion Gräfin Dönhoff ist das Thema in dem Text von Monika Töppler. Zum Abschluss wird Silvia Tessmer Ausschnitte aus dem Debütroman von Saša Stanišić „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ lesen. Es moderiert Jörg-Rüdiger Geschke.

Die Lesungen werden musikalisch umrahmt vom Duo PaBaMeTo. Das Zwillingsbrüder Pay Bandik Nonn (Kontrabass, Gitarre, Cittern, Mandoline, Banjo) und Melf Torge Nonn (Klarinette, Bassklarinette, Sopransaxophon, Irish Flute, Tin Whistle) spielen alt überlieferte Musik quer aus Europa in neuartigen Arrangements und komponieren ihre eigenen Stücke, inspiriert durch all die reichhaltigen Stilistiken unseres Kontinents.

Begleitend und nachfolgend für vier Wochen zu besichtigen werden im Rahmen einer Kunstausstellung Bilder unter dem Titel "Vom Gehen und Ankommen" in der Stadtkirche präsentiert. Künstlerinnen und Künstler aus der Region, wie Ebba Sakel, Gesine Biller, Susann Butt, Roman Goryczka, Barthold Dunker, Heino Meier und Thomas Biller haben Exponate eingebracht, ebenso internationale Teilnehmerinnen der interkulturellen Kunstwerkstatt des Fördervereins Volkshochschule Ratzeburg e.V..

Die Veranstaltung wird mit größtmöglicher Sicherheit unter Einhaltung von Corona-Vorschriften durchgeführt, mit Abstandsregeln, Desinfektionsmaßnahmen, Mund-Nase-Schutz beim Betreten der Stadtkirche und Erfassung der Besucher*innen zwecks Nachverfolgung. Der Eintritt ist frei, auch dank einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Ausstellung "Demokratie butten vör din Döör" erstmalig in der Ratzeburger Stadtbücherei zu sehen

"Demokratie butten vör din Döör" - "Demokratie draußen vor deiner Tür" ist der Titel einer Ausstellung, die im vergangenen Jahr vom Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit Fotograf und Autor Thomas Biller entwickelt wurde, aber bis heute nie gezeigt werden konnte. Es ist eine Zusammenschau von Demokratiebausteinen in der Region Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen. Sie dokumentiert anhand eines Jahresverlaufs, wo und vor allen von wem unsere Demokratie vor Ort getragen wird. Sie zeigt engagierte Menschen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einbringen, eine aktive Zivilgesellschaft, die für Menschrechte einzutreten weiß, junge Demokratinnen und Demokraten, die Verantwortung übernehmen für die Themen der Zukunft. Und sie zeigt, wie lebendig und facettenreich Demokratie vor Ort gelebt wird, ein starker Widerspruch zu populistischen Behauptungen, die Demokratie wäre am Ende. All das hat Thomas Biller in Bildern und Texten eingefangen und zusammen mit Grafiker Matthias Jörke auf 14 Roll-Ups gebannt.


Die Ausstellung sollte ursprünglich im Frühjahr in öffentlichen Gebäuden wie dem Ratzeburger Rathaus oder dem Kreishaus präsentiert werden. Die Corona-Pandemie durchkreuzte auch diesen Plan und ließ die Exponate vorübergehend ein Garagendasein fristen. Die Ratzeburger Stadtbücherei hat sich zur Freude der Initiatoren jetzt angeboten, die Ausstellung in ihren Räumen erstmalig zu zeigen. Vom 20. August 2020 an werden die Roll-Ups für 14 Tage dort verteilt stehen, zum "Demokratieentdecken" sozusagen. Ein durchaus passender Ort, finden Thomas Biller und Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V., ist doch die Stadtbücherei mit ihrem Bildungsauftrag ebenfalls sehr bedeutsam ist für unsere Demokratie. Beide hoffen aber auch auf weitere Ausstellungsorte in der Region.

Die Ausstellung wird am 20. August 2020 um 18:00 Uhr mit einer kleinen, abstandsgerechten Feier eröffnet. Thomas Biller wird von seiner Demokratie-Rundreise berichten, Jörg Rüdiger Geschke sorgt für die musikalische Begleitung. Die Ausstellung wurde ermöglicht und gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Demokratieförderung ... auch in Coronazeiten!

Demokratieförderung in Coronazeiten ist durchaus herausfordernd, aber immer notwendig und auch möglich. Auf diese Formel lässt sich die Erfahrung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen bringen, zurückblickend auf turbulente Wochen für die geförderten Projekte. "Unsere Projektarbeit ist nach einem vielversprechenden Start mit einer Reihe von Veranstaltungen ab Mitte März ins Stocken geraten. Zwei große Jugendbeteiligungsprojekte mussten leider abgesagt werden", resümiert Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle des Förderprogramms, zuständig für die Betreuung der verschiedenen Projektträger.

Allerdings habe ein Großteil der Projekte auch sehr flexibel reagieren und ihre Veranstaltungen in den Herbst organisieren können, so Schneider. Ob allerdings im Corona-Jahr die hervorragenden Teilnehmerzahlen aus 2019 erreicht werden, bleibt fraglich. Diese weist 6.500 Teilnehmer*innen in 33 Projektangeboten aus. "Das wird dieses Jahr nicht zu schaffen sein", weiß Karl Schneider und ist besonders traurig, dass die vom Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat im Jugendforum des Förderprogramms entwickelten Projektideen in Richtung einer Fortführung der Europaexkursionen, nicht stattfinden können.

Und doch stimmt der Ausblick auf die Zeit nach Sommerpause optimistisch. "Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind zumindest wieder Vortrags- und Seminarveranstaltungen möglich", sagt Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg, dort federführend für die Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zuständig. Immerhin sind auch neue Projektideen an die Partnerschaft für Demokratie herangetragen wurde, eine politische Filmreihe beispielsweise, die der Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V, durchführen möchte oder eine "Digitale Demokratiewerkstatt" des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V., die demokratiestärkende Projektarbeit im Allgemeinen mit Onlineformaten unterstützen will.

Ebenso ist seitens der Koordinierungs- und Fachstelle Ende November eine Fortbildungsreihe für Multiplikatoren zu den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Extremismus geplant, um mit erfahrenden Referent*innen neue, wirkungsvolle Projektideen zu entwickeln. Ein weiterer Fokus soll zudem auf die aktuelle Rassismusdebatte gelegt werden, im Rahmen einer dialogfördernden Kampagne. "Wir planen dieses, Thema in unterschiedlicher Weise in den öffentlichen Diskurs zu bringen, plakativ, überraschend, anstoßgebend und aussagekräftig. So wird es schon beim kommenden Musiksommerprogramm am Rathaus sichtbar und hörbar werden, auf der Bühne, wie online", führt Gesine Biller, Begleitausschussvorsitzende aus. 

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Mit dem Musiksommer in Ratzeburg startet die Kampagne zur aktuellen Rassismusdebatte

Seit dem Frühjahr ist das kulturelle Leben zum Erlahmen gekommen. Die Corona-Krise betrifft jeden. Auch die Projektträger, die mit Unterstützung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ihre geplanten Aktivitäten bislang nicht realisieren konnten. Für die Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen (PfD) bot sich jetzt durch den Musiksommer in Ratzeburg eine willkommene Gelegenheit, die aktuelle Rassismusdebatte aufzugreifen und Projektträgern Mut zu machen, in der zweiten Jahreshälfte sich mit neuen Projekten aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Das Motto des Musiksommers lautet: „Musik kennt keine Rasse – nur die Harmonie der Vielfalt“.

Die PfD startet eine Kampagne zur aktuellen Rassismusdebatte, mit dem Ziel, für diesen so wichtigen gesellschaftlichen Diskurs zu sensibilisieren. Die PfD fördert selbst Projektideen, die sich gegen Rassismus in der Gesellschaft und in den Köpfen der Menschen richten und hofft, das sich engagierte Menschen motivieren lassen, jetzt in diesem Thema aktiv zu werden“, sagt Karl Schneider von der Projekt- und Koordinierungsstelle.

Statt „Musik in der Scheune“ in Ziethen hat Veranstalter Jens Butz namhafte Künstlerinnen und Künstler gewinnen können, unter freiem Himmel aufzuspielen. Im Juli und August finden einmal in der Woche Konzerte hinter dem Ratzeburger Rathaus statt.

Die Corona-Pandemie hat das kulturelle Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht“, sagt Jens Butz. Seit fünf Jahren hat er die stets gut besuchten Konzerte in der Ziethener Heuherberge organisiert. Durch die Pandemie können die Konzerte in diesem Jahr nicht in geschlossenen Räumen stattfinden und den Künstlern sind die Auftrittsmöglichkeiten weggebrochen.

Die Musiker haben nachgefragt und ich wollte keinem Musiker absagen. Mit dem Musiksommer 2020 wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen, denn Musiker sind für ihre Auftritte auf den Sommer angewiesen“, sagt Butz. Mit „gemeinsam“ meint der Veranstalter die Künstler und die unterstützenden Partner. So stellt Grüneberg Projekt & Event GmbH aus Mölln die Bühne und das Equipment für die gesamte Spielzeit zur Verfügung, die Stadt Ratzeburg die Fläche, mobile Toiletten und Strom und Jens Butz selbst mit seiner Firma 4bdesign steht ehrenamtlich für die gesamte Organisation und Durchführung. Unterstützt wird der Musiksommer jetzt auch durch die Partnerschaft für Demokratie.

Unter Musikern gibt es keine Probleme mit Rassismus“, sagt Jens Butz, daher passe es gut mit „Demokratie leben!“ zusammen. So sollen im Laufe des Musiksommers immer mehr Statements der beteiligten Musiker an der Bühne und auf der Internetseite (https://musiksommer-2020.de/demokratie-leben/) erscheinen. „Musik ist der beste Katalysator für Gemeinsamkeit und um für Demokratie einzustehen“, sagt Butz.


In einem Gespräch mit Ratzeburgs Bürgermeister Gunnar Koech stieß Veranstalter Butz auf offene Ohren, so dass jetzt der Platz hinter dem Ratzeburger Rathaus bespielt werden kann. „Es hat eine halbe Woche gedauert, dann stand die Veranstaltung“, freut sich Jens Butz. Insgesamt sorgen acht Musiker und Bands für Unterhaltung und werden sich zu Demokratie und zur Rassismusdebatte öffentlich und online positionieren.

Viele Projektträger warten auf den Herbst und hoffen auf weitere Lockerungen“, sagt Mark Sauer von der PfD, „wir unterstützen den Musiksommer, um weitere Projektideen zu initiieren. Die Rassismuskampagne der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen wird sich im Verlauf des Herbsts auch plakativ und anstoßgebend zeigen.“

Musiksommer - wo und wie?

Unter den Linden 1, hinter dem Rathaus. Sitzgelegenheiten, Speisen und Getränke für den Eigenbedarf sind mitzubringen, Hutspenden für die Musiker werden erbeten, die Einnahmen gehen zu 100 Prozent an die Künstler. Die Standorte für Sitzgelegenheiten sind markiert. Eine Online-Anmeldung unter musiksommer-2020.de ist zwingend erforderlich; die Teilnehmerzahl ist wegen der aktuellen Abstandsregelungen begrenzt. Nach der Bestätigung erfährt man auch die jeweilige Anfangszeit des Konzertes. Es kann sich nur für das aktuell nächste Konzert angemeldet werden.

Das Programm:

Nach dem bejubelten Auftritt am 10. Juli von Robert Carl Blank folgen noch

Freitag, 17. Juli: Katharina Schwerk

Freitag, 24. Juli: Fidi Steinbeck

Sonnabend, 1. August: Madeleine Lang

Freitag, 7. August: David Blair

Freitag, 14. August: Ada Brodie

Freitag, 21. August: Jan Loechel

Freitag, 28. August: Reinhold Beckmann

Die jeweiligen Konzerte haben eine Dauer von etwa zwei Stunden. Infos und Videos zu den Künstlern unter musiksommer-2020.de/programm

Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft:Die Bühne des Musiksommers kann dankenswerterweise Auftaktort der Kampagne sein. Veranstalter, wie auch die Musiker*innen, haben sich von der Idee begeistert gezeigt, sich und ihre Musik in diese Debatte mit einzubringen. Gerade auch, um ein Beispiel zu geben, dass dieses Thema gesamtgesellschaftlich, jederzeit und überall angesprochen werden muss, um endlich nachhaltig von abwertenden Menschenbildern wegzukommen. Dabei muss sich gerade jene Mehrheit von Menschen berufen fühlen, die nicht befürchten müssen, unter Rassismus und Ausgrenzung zu leiden. Ihre Fürsprache ist entscheidend.“

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Open-Air Musiksommer im Innenhof des Ratzeburger Rathauses startet heute

Seit über 5 Jahren finden in der Heuherberge in Ziethen unter dem Titel „Musik in der Scheune“ Konzertabende statt. Unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Regelungen sind solche musikalischen Veranstaltungen im Innenbereich derzeit allerdings nicht durchführbar.  Die Coronapandemie hat das kulturelle Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht. Gerade für Musiker*innen ist dadurch eine sehr schwierige Situation entstanden. So gut wie alle Auftrittsmöglichkeiten sind weggefallen, damit vielfach auch die Lebensgrundlagen. Aber auch Liebhaber*innen von Live-Musik sehnen sich nach dem realen Musikerlebnis.

„Musik in der Scheune“ will dagegen jetzt ein Zeichen setzen und veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Stadt Ratzeburg, dem Bundesprogramm „Demokratie Leben“ , „Grüneberg – Projekt & Event“ und 4b-Design Mediengestaltung an Stelle des herbstlichen Konzertprogramms einen „Open-Air Musiksommer“ im wunderschönen Innenhof des Ratzeburger Rathauses. All die Künstler*innen, die eigentlich für Herbstkonzerte gebucht waren, haben kurzentschlossen zugestimmt, sich und ihre Musik in den kommenden Wochen auf einer Open-Air-Bühne zu präsentieren. Entstanden ist innerhalb nur weniger Tage eine Konzertreihe, die acht musikalisch beeindruckende und entspannende Sommerabende verspricht. Ermöglicht wird dies durch ein großzügiges Kultursponsoring von Christian Grüneberg von „Grüneberg – Projekt & Event“. Er hat ebenso kurzentschlossen eine fste Bühne für acht Wochen als freies Kultursponsoring zugesagt.

Die Musiksommer-Bühne möchte allerdings nicht nur unterhalten. Zusammen mit den Musiker*innen soll sie auch Anregung geben, einen Blick in die Welt zu richten, gerade auf die aktuelle und so wichtige Rassismusdebatte. Sie ist damit auch Auftaktort einer Kampagne, die von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen initiiert wird und sich gegen Rassismus in den Haltungen und Einstellungen der Menschen zueinander richtet, etwas was gerade Musik wesensfremd ist.

Eine Teilnahme an den Konzertabenden ist coronabedingt allerdings nur mit einer Anmeldung möglich. Die Zuschauerzahl ist begrenzt. Sitzgelegenheiten, Essen sowie Getränke sind selber mitzubringen. Der Eintritt ist wie immer bei „Musik in der Scheune“ frei. Eine Hutspende zugunsten der auftretenden Musiker*innen wird aber erbeten.

Auftaktkonzert mit Robert Carl Blank (bereits ausgebucht)
10. Juli 2020, 20:00 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr)

Das Auftaktkonzert gestaltet am heutigen Freitag um 20:00 Uhr Robert Blank. Zwischen Himmel und Erde passieren viele unterschiedliche Dinge, die niemand erklären kann. Unter anderem wie Robert Carl Blank es alleine nur mit seiner Gitarre und Stimme schafft, eine Masse von mehr als 1000 Menschen so zu verzaubern, als würde er für jeden einzelnen singen. Mal sanft mit einem Schuß Melancholie, mal treibend stürmisch bewegt sich der Songwriter in den Gewässern des Folk, Soul und Blues. An diesem Abend tritt Robert Carl Blank mit seinem Duo Partner Chris Drave auf, der mit seiner Violine perfekt harmoniert und eine besondere Note beiträgt. Robert Carl Blank spielt das zweite Konzert im Rahmen von Musik in der Scheune und ist zu Recht einer der beständigsten Musiker. Einlass ist um 19:30 Uhr. Das Konzert ist allerdings bereits ausgebucht.

Informationen zu allen weiteren Konzerten und zur Anmeldung sind unter www.musiksommer-2000.de zu finden.

Ratzeburger Volkshochschule setzt auch in Zeiten von Corona weiter auf politische Bildung

Die Ratzeburger Volkshochschule will auch in Zeiten von Corona ihr Vortragsangebot zur politischen Bildung zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. aufrecht erhalten. "Gerade im Zuge der verfügten und auch gebotenen Grundrechtseinschränkungen ist es aus unserer Sicht für die demokratische Zivilgesellschaft wichtig, dass es weiterhin Orte der politischen Diskussion gibt. Natürlich immer unter dem gebotenen Gesundheitsschutz!", sagt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule. So ist es ihr ein Anliegen, frühzeitig das  Herbstprogramm zu präsentieren, auch um das Signal zu geben, dass politische Vortragsangebote in diesem Jahr fortgesetzt werden. "Bislang mussten wir nur eine gemeinsame Veranstaltung absagen und noch unbestimmt in den Herbst verschieben, der sozialpolitische Vortrag von Prof. Dr. Harald Ansen zum Thema "Wie arm ist Deutschland", so Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V..

Politisches Bildungsprogramm der Volkshochschule RatzeburgFest geplant sind ab September zwei Vorträge und Seminare, mit dem Afrika-Experten Dr. Günther Rusch und mit dem Fachdozenten für Amerika Dr. Udo Metzinger. Es wird um Themen wie Migration, Demokratieentwicklung und die US-Präsidentschaftswahl gehen. Zu allen Angeboten informiert wie immer ein Flyer, der aktuell im Rathaus ausliegt oder als Online-Dokument auf der Webseite www.vhs-ratzeburg.de heruntergeladen werden kann. Überlegt wird auch, vermehrt digitale Angebote zur politischen Bildung zu nutzen, in Form von Online-Vorträgen oder Webinaren. "Wir wollen diese schwierigen Zeiten nutzen, auch verstärkt andere Angebotsformate in den Vordergrund zu stellen", sagt Silvia Tessmer. 

Wie immer werden diese Angebote gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Ratzeburger Volkshochschule lädt zum "Social Media Training"

Die Ratzeburger Volkshochschule bietet erstmalig ein "Social Media Training" zum bewussten Umgang mit sozialen Medien, gerade in Problemfällen wie Cybermobbing, Hate Speech oder Fake News. Das Training mit dem Titel "CyberRight!" basiert auf einem vom Deutschen Volkshochschulverband in Zusammenarbeit mit dem Grimme-Institut entwickelten Methodenkoffer „Politische Medienbildung“ der im Januar 2019 in Bonn erstmals vorgestellt wurde und für den sich Ercan Kök, Dozent beim Verein Miteinander leben e.V. in Mölln, im Rahmen eines zweitägigen Seminars hat ausbilden lassen.

Schwerpunktmodule bilden Cybermobbing und Menschenrechte, Nutzung sozialer Medien, Hate Speech widersprechen und Fake News erkennen. Die Teilnehmer*Innen sollen auf alltägliche Situationen vorbereitet werden, in denen der bewusste Umgang mit sozialen Medien gefordert ist. Dazu werden Handlungsoptionen und Bewältigungsstrategien für den zivilcouragierten Umgang mit Demokratiefeindlichkeit und Diskriminierung im Netz aufgezeigt, immer auf der Grundlage, geltende Menschenrechte zu wahren. Der Workshop wird am Samstag, 21.03. oder Samstag 28.03.2020  von 10.00 – 17.00 Uhr durchgeführt. Durch eine Förderung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg / Amt Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", um die sich der Förderverein der Volkshochschule Ratzeburg e.V. erfolgreich beworben hatte, ist der Workshop für Teilnehmer*innen völlig kostenfrei. Anmeldungen sind möglich bei der VHS Ratzeburg unter vhs.ratzeburg@gmx.de oder 04541-8000146.

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"Create your future" - Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!?

„Create your future“ bietet neben einem tollen Freizeitprogramm mit Sport, Lagerfeuer, Disco und Ausflügen viele verschiedene Workshops, in denen sich junge Menschen kreativ, lebhaft und actionreich mit ihren Vorstellungen einer gemeinsamen Zukunft auseinandersetzen. Schließlich heißt die Freizeit im Untertitel auch „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“. Und wie diese Welt aussehen soll, können die Teilnehmenden in einem Film und in verschiedenen Texten eines Poetry Slams darstellen. Es können aber auch eigene Songs aufgenommen und eigene Modelle gebaut werden. Hierfür haben die beiden Kooperationspartner Fachleute aus Kiel, Hamburg und Nordrhein-Westfalen engagiert. „Wir finden es extrem wichtig, dass verschiedene Jugendliche sich über ihre gemeinsame Zukunft austauschen und Ideen entwickeln. Und auch deshalb haben wir Profis auf diesen Gebieten gewinnen wollen“, so die Vertreter und Vertreterinnen der Diakonie und des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg (KJR). Die Ideen der jungen Menschen bei „Create your future“ sollen dann aber nicht verschwinden. Gemeinsam wird  dann geschaut, wie die Ideen auch in die Tat umgesetzt werden kann.

„8 Tage lang mit Gleichaltrigen verbringen, Spaß haben und gemeinsam Zukunft gestalten“, fasst Jens Pechel, 1. Vorsitzender des KJR, die Ferienfreizeit der besonderen Art in den Osterferien zusammen. „Eigene Ideen entwickeln und sie dann in einem Film, einem Rap oder HipHop Song umsetzen oder einen Poetry Slam gestalten – wo kann man dies schon?“, fragt Karo Michaelis, Mitarbeiterin in den Ratzeburger Jugendzentren des Diakonisches Werkes, und beantwortet ihre Frage gleich selbst: „Bei Create your future in den Osterferien!“

Beide gehören zu dem achtköpfigen Team, das zusammen mit Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren in der Zeit vom 2. bis 9. April an den Plöner See fahren werden. Aktuell gibt es noch freie Plätze. „Die acht Tage mit Unterkunft, Vollverpflegung, Busanreise und dem tollen Programm kosten 120,- €“, so Julian Schlicht vom KJR. „Wenn es Teilnehmende gibt, die diese Summe nicht aufbringen können, besteht die Möglichkeit den Teilnahmebeitrag auch auf 30,- € zu senken. Dafür kann man uns einfach ansprechen, auch wenn es andere Bedenken oder Fragen gibt“, ergänzt Virgina Flint-Wengler vom Gleis21 und Stellwerk.

Gemeinsam entwickelten das Gleis21 und das Stellwerk der Diakonie mit dem KJR diese Fahrt, die u.a. durch die Partnerschaften für Demokratie des Kreises Herzogtum Lauenburg und der Stadt Ratzeburg mit dem Amt Lauenburgische See des Bundesprogramm „Demokratie leben“ gefördert wird.

Weitere Informationen zu „Create your future“ gibt es auf www.kjr-herzogtum-lauenburg.de.

Du willst Dich anmelden oder hast Fragen:

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg
Tel: 04542-843784
Mail: info@kjr-herzogtum-lauenburg.de

oder

Gleis 21
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Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte einen »Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend« entwickeln

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte zusammen mit klima- und umweltinteressierten Jugendlichen aus Ratzeburg und dem Umland einen Ratzeburger Nachhaltigkeitspreis entwickeln. Dieser soll jährlich von der Ratzeburger Jugend an Institutionen und Unternehmen verliehen werden, die sich durch besonders nachhaltiges Handeln auszeichnen. Nach Vorstellungen des Kinder- und Jugendbeirates könnte so ein Nachhaltigkeitspreis verschiedene Kategorien umfassen, beispielsweise das beste „Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

„Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

Die Entwicklung des Nachhaltigkeitspreises soll im Rahmen eines Workshop-Wochenendes erfolgen. Geplant ist, am 13.03.2020 von 16:00 – 19:00 Uhr im Jugendzentrum GLEIS 21 zunächst Einführungsgespräch zum Thema „Was ist nachhaltig?“ mit Nicole Ronnespieß, Nachhaltigkeitsexpertin von „Brot für die Welt“. Am 14.03.2020 soll an gleicher Stelle von 10:00 – 16:00 Uhr im Rahmen eines moderierten Workshops der Nachhaltigkeitspreis in seinen Kategorien und seinem Erscheinungsbild entwickelt werden, ebenso ein einfaches Verfahren, wie würdige Preisträger aus der Region gefunden werden können.

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat kann und möchte diesen Nachhaltigkeitspreis nicht allein entwickeln und vergeben. Mit Unterstützung des Teams der offenen und interkulturellen Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg und möglichst vielen interessierten Jugendgruppen soll dieser Preis vielmehr ein Gemeinschaftsprojekt werden, auch mit dem Ziel, diesen zukünftig regelmäßig zu verleihen.

Wer Interesse hat, dabei mitzuwirken, kann sich unter jugendbeirat@ratzeburg.de oder auch unter sauer@ratzeburg.de (Tel: 04541-8000-114) für das Workshopwochenende anmelden. Das hilft sehr für die Vorbereitung. Bei der Einführung des Nachhaltigkeitspreises unterstützt die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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"Rechtspopulismus - Eine antidemokratische Versuchung"

Die Volkshochschule Ratzeburg setzt am 10. März 2020 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses die politische Reihe "Demokratie=infomiert+engagiert" mit einem Vortrag zum Thema ""Rechtspopulismus - Eine antidemokratische Versuchung" fort. Zu Gast ist Elvin Hülser, Geschäftsführer und Referent für Friedensfragen des Antikriegshauses im Friedens- und Nagelkreuzzentrum Sievershausen.

Populistische Bewegungen und Parteien erhalten in den letzten Jahren enormen Zulauf, sei es in verschiedenen Ländern Europas oder auch in den USA. Während Deutschland lange Zeit immun gegenüber populistischen Strömungen zu sein schien, zeugen die Erfolge der AfD bei Landtagswahlen, der Bundestagswahl und den Wahlen zum Europäischen Parlament, aber auch Phänomene wie die PEGIDA-Bewegung davon, dass insbesondere der Rechtspopulismus auch in Deutschland dabei ist, sich zu etablieren. Die einen sehen hierin eine akute Gefahr für die westlich-liberalen Demokratien, andere wiederum einen womöglich heilsamen Weckruf für die Demokratie. Die als Populisten bezeichneten behaupten selbst von sich, die wahren Vertreter ihres jeweiligen Volkes zu sein und als einzige deren Interessen wahrzunehmen. Was macht den Populismus aus, wodurch ist er gekennzeichnet? Was macht den Rechtspopulismus heute so attraktiv? Inwiefern stellt er eine Versuchung in Zeiten der Verunsicherung dar – und woher rührt diese Verunsicherung und Unzufriedenheit in immer größeren Teilen der Bevölkerung? Warum stellt der Populismus eine Gefährdung der Demokratie dar und warum lohnt es sich überhaupt, diese zu verteidigen? Diesen Fragen wird Elvin Hülser nachgehen und zur Diskussion stellen.

Die gemeinsame Vortragsreihe mit dem Verein Miteinander leben e.V. wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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"Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" fördert viele neue Projekte

Die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" ist mit vielfältigen, demokratiestärkenden Projektideen in das neue Förderjahr 2020 gestartet. Dem zuständigen Begleitausschuss wurden auf seiner ersten Sitzung insgesamt sieben Projektanträge vorgestellt, denen allesamt entsprochen werden konnten. So erhielt der Förderverein der Volkshochschule Ratzeburg e.V. eine Zusage für zwei Projekte. Unter dem Titel "Zusammen leben - zusammen gestalten" plant dieser die Fortführung der offenen Kunst- und Kulturwerkstatt mit einem neuen Fokus auf den Menschrechtskatalog des Grundgesetzes. Im Rahmen des Social-Media-Trainings "CyberRight!" soll Themen "Fake News", "Hate Speech" und "Cybermobbing" bewegt werden.

Auch der Verein Miteinander leben e.V. konnte den Begleitausschuss mit zwei Projektangeboten überzeugen. Unter der Gleichung "Demokratie=informiert+engagiert" wurde ein politisches Bildungsprogramm vorgestellt, das sowohl Informationsveranstaltungen wie auch Bürgerwerkstätten zu aktuellen Themen umfassen soll. Einen Europaschwerpunkt legt hingegen das Projekt "Was uns verbindet". Es zielt auf eine dialogfördernde, musikalische Vermittlung europäischer Kulturtraditionen in Grundschulen und Dorfgemeinschaftshäusern im Fördergebiet. Die Ratzeburger Ortsgruppe des BUND stellte ein kombiniertes Natur- und Demokratieprojekt vor, in welchem besondere Apfelbäume für Meinungsfreiheit und Erinnerung gesetzt werden sollen. Der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg warb überzeugend für ein Selbstkompetenz stärkendes Jugendprojekt mit den Schwerpunkten "Eigeninitiative", "Respekt" und  "Jugendbeteiligung". Schließlich bewilligte der Begleitausschuss erneut die Einrichtung eines Fördertopfes für Kleinprojekte bis zu einer Förderhöhe vom maximal 500 € bei der BQG Personalentwicklung GmbH, der auch von Projektträgern ohne Trägerschaft, wie Einzelpersonen oder Schulklassen, mit spannenden Ideen zur Demokratieförderung, zur Extremismusprävention oder zur Förderung des Zusammenlebens in der Einwanderungsgesellschaft angefragt werden kann.

"Es war ein sehr ermutigender Auftakt in unsere neue Förderperiode. So viele Institutionen und Personen engagieren sich mit ganz beeindruckenden Projekten im Sinne unserer "Partnerschaft für Demokratie". Mit unseren Möglichkeiten zur Projektförderung helfen wir gern dabei", sagte Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zum Sitzungsverlauf.

Bereits am 27. Februar 2020 wird der Begleitausschuss zum zweiten Mal zusammenkommen, um weitere Projekte auf den Weg schicken zu können. Interessenten sollten sich unter www.partnerschaftdemokratie.de über diese  lokalen Fördermöglichkeiten im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend getragenen Bundesprogramms "Demokratie leben!" informieren. Gerne hilft hier auch Karl Schneider von der prgrammbegleitenden Kordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH unter schneider@bqg-personalentwicklung.de.

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»Klimaneutral!? - Was eine Kommune tun kann?!«

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt im Frühjahrssemester 2020 die politische Bildungsarbeit in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. fort. Ein facettenreiches Vortragsprogramm wird bis zum Frühsommer wieder aktuelle politische Entwicklungen und Probleme aufgreifen, fachkundig beleuchten und zur Diskussion darüber einladen. Zum Auftakt wird eines der drängendsten Themen in Politik und Gesellschaft in den Fokus genommen, der Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Umwelt- und Techniksoziologe Dr. Mario Neukirch von Center for Sustainable Society Research der Universität Hamburg wird in seinem Vortrag „Klimaneutral!?“ am 11.02.2019 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses erläutern, was sich hinter diesem plakativen Begriff verbergen mag und wie er Einfluss nimmt, auf gesellschaftliches wie politisches Handeln.

„Klimaneutralität“ - d.h. Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 -dieses Ziel wurde nun auf nationaler wie europäischer Ebene beschlossen. Für eine Klimapolitik der es gelingt, die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden, ist die Klimaneutralität unerlässlich. Allerdings bestehen über die Wege dorthin sowohl diverse Unklarheiten, als auch grundlegende Konflikte. Damit Klimaneutralität keine abstrakte Vision ferner Zukunft bleibt, gilt es, die Bedeutung der Zwischenziele in der Reduktion für 2020 und 2030 zu betonen und diese konsequent zu verfolgen. Vor diesem Hintergrund geht es im angekündigten Vortrag darum, mehr Transparenz hinsichtlich der Möglichkeiten und Barrieren in diesem komplexen Themenfeld zu erreichen: Was ergeben sich aus den Zielvorgaben für konkrete Handlungsforderungen an den Staat, an die Wirtschaft, an die Bürger*innen? Was kann und soll beispielswiese die Kommune, tun, welche Aufgaben könnten ihr angetragen werden? Wo und wie gilt es hier aktiv zu werden?

Der Vortrag, in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e. V., wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ und ist für Besucher kostenlos.

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Ratzeburger Volkshochschule setzt politische Bildungsreihe fort

Die Ratzeburger Volkshochschule richtet auch in diesem Jahr wieder ein vielschichtiges Vortrags- und Seminarprogramm zur politischen Bildung aus. Allein im jetzt beginnenden Frühjahrssemester sind drei Vortragsveranstaltungen geplant. Das Themenspektrum ist dabei hochaktuell. So wird es zum Auftakt  am 11.02.2020 um 19:00 Uhr um den Begriff der "Klimaneutralität" gehen. Dr. Mario Neukirch vom Center for Sustainable Society Research der Universität Hamburg wird dabei die Klimadebatte analysieren und die Frage aufwerfen, was insbesondere Kommunen tun können, um das Ziel der "Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050" zu erreichen. Im Märzvortrag, am 11.03.2020 um 19:00 Uhr, steht das Phänomen des Rechtspopulismus im Mittelpunkt. Elvin Hülser, Geschäftsführer des Antikriegshauses Sievershausen, möchte dessen Wesenszüge aufzeigen  und seine Attraktivität erläutern, vor allem aber auch die antidemokratischen Tendenzen, die von ihm ausgehen, Ein sozialpolitisches Thema wird am 16.04.2020 um 19:00 Uhr von Prof. Dr, Harald Ansen, Hochschullehrer für Soziale Arbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), bewegt. "Wie arm ist Deutschland?" lautet der Titel seines Vortrages, der sich mit Verteilung von Wohlstand, mit Gerechtigkeitsfragen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt befassen wird.


"Für die Ratzeburger Volkshochschule haben die Angebote der politischen Bildung einen besonderen Stellenwert. Es ist wohl eine der vornehmsten und wichtigsten Aufgabe in der Erwachsenbildung und wir sind froh, dies mit Unterstützung des Vereins Miteinander leben e.V. immer wieder anbieten zu können"
, sagt Volkshochschulleiter Holger Martens, bereits mit einem ersten Verweis auf das kommende Herbstsemester. Dort werden das Thema "Afrika" und natürlich der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf im Fokus stehen. 

Alle Vorträge finden im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses statt. Sie sind gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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"Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen startet neue Förderrunde

Die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen kann mit 125.000 € in das neue Förderjahr 2020 starten. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" erreichte das Ratzeburger Rathaus in der Vorweihnachtszeit. 112.500 € stellt der Bund darin für demokratiestärkende Projektarbeit zur Verfügung, kofinanziert um jeweils 6.250 € durch die Stadt und das Amt. Gefördert werden können damit unter anderen Projektideen, die sich entsprechend der Ziele der "Partnerschaft für Demokratie" gegen jede Form von Extremismus wenden, das gute Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft ermöglichen oder demokratische Prozesse in Stadt und Land stärken. Dafür steht ein Aktionsfond in Höhe von 60.000 € zur Verfügung, über dessen Mittelvergabe ein Begleitausschuss mit Vertreter*innen aus Stadt und Amt entscheidet. Projektträger wie Vereine, Stiftungen, Institutionen, können sich hier mit ihren Projekten vorstellen und einen Zuschuss auch ohne Eigenmittelbeteiligung beantragen. Ebenso wird ein Jugendfond mit 10.000 € bereitgestellt, der vom Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg in Eigenregie gezielt für demokratiefördernde Jugendprojekte eingesetzt wird. Auch hier können Projektanträge mit gezieltem Kinder-  und Jugendbezug eingereicht werden.

"Wir konnten im ablaufenden Förderjahr insgesamt 14 Groß- und 19 Kleinprojekte über die "Partnerschaft für Demokratie" fördern, mit einem breiten Spektrum von Aktivitäten und vielen Beteiligten in Stadt und Umland", sagt Mark Sauer, der das Bundesprogramm federführend bei der Stadt Ratzeburg verantwortet. "Der Begleitausschuss freut sich auf viele neue und ideenreiche Projektanträge im kommenden Jahr, die unsere Demokratie bürgernah, stärkend, bunt und einladend gestalten wollen", ergänzt Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller.

Bereits am 23. Januar 2020 möchte der Begleitausschuss erste Projekte für das neue Förderjahr auf den Weg schicken. Projektanträge können ab sofort bei der Koordinierungs- und Fachstelle der "Partnerschaft für Demokratie" eingereicht werden. Karl Schneider von der BQG Personalentwicklung GmbH ist hier der erste Ansprechpartner für alle potentiellen Projektträger. Er steht bei der Beantragung mit Rat und Tat zur Seite und nimmt insbesondere Neulingen im Antragswesen die Angst vor den Formularen. Alle Informationen zu den Förderrichtlinien, zu Projektanträgen und zu den laufenden Projekten finden sich unter www.partnerschaftdemokratie.de.

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Weihnachten schafft Begegnung - Weihnachtsparty im Stellwerk

Am Freitag dem 13. Dezember fand eine große Weihnachtsparty im Kinder- und Jugendzentrum Stellwerk statt. Unter dem Motto „Weihnachten schafft Begegnung“ kamen über 250 Menschen unterschiedlichen Alters zusammen um miteinander zu feiern. Von Stelzenläufern begrüßt ging es mit dem sehr vielfältigen und bunten Bühnenprogramm los. Dort gaben junge Künstler aus der Kinder- und Jugendeinrichtung ihr Bestes. So durften sich die Zuschauer an Gesangseinlagen, einem Geigenspiel, der Trommlergruppe „Drumsound“, einem Anspiel an der Saz sowie den Beatboxern und Rappern erfreuen. Auch war noch Platz für kleine Sketch- und Quizeinlagen zum Thema Weihnachten und für spontane Auftritte auf der open stage.

Ein Highlight war die Feuershow. Die Feuerkünstler verzauberten die Gäste mit einer spektakulären Performance aus Feuer und Trommelrhythmen in eine magische Traumwelt und beeindruckenden mit ihren Feuereffekten. 


Auch beeindruckte das sehr vielfältige Buffet mit vielen Köstlichkeiten aus ganz unterschiedlichen Kulturen, welches von den Familien der Jugendlichen mit zubereitet wurde. So richtig ging die Party los mit der guten Musik von drei jungen DJ´s, die  für ordentlich Stimmung gesorgt haben. In fröhlicher und ausgelassener Stimmung wurde viel getanzt und gefeiert. Für diejenigen die es etwas ruhiger angehen lassen wollten, gab es die Möglichkeit sich im Café- und Spielebereich zurückzuziehen oder sich draußen gemütlich am Feuer zu unterhalten sowie mit einem Künstler etwas Kreatives zu gestalten. Während der Fotosession hatten die Gäste die Gelegenheit, viele fröhliche und lustige Augenblicke mit nach Hause zu nehmen.   Weihnachten schafft Begegnung, eine tolle Veranstaltung die von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen gefördert wurde.

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"Yalda-Nacht" - Eine altpersisch Wintertradition

Begegnungen schaffen ist ein Kernanliegen der Ratzeburger Willkommenskultur, um das gegenseitige Kennenlernen von Einheimischen und Zugewanderten zu fördern. Dabei bieten Feste und Traditionen immer eine gute Gelegenheit, um voneinander zu erfahren, von kulturellen Besonderheiten, die jede Nationalität mitbringt. Eine solche Begegnungsmöglichkeit bietet sich am 20.12.2019 um 18:00 Uhr im Jugendzentrum GLEIS21 im Rahmen der "YALDA-Nacht", eine altpersische Wintertradition, die im Iran, in Afghanistan und den Kurdengebieten Iraks und der Türkei bis heute verbreitet ist. Es ist ein klassisches Fest zur Wintersonnenwende, wie so viele Feste weltweit sich am Jahreslauf der Sonne ausrichten. Die Ratzeburger Willkommenskultur lädt auf wiederholte Bitten ein, den Hintergrund der Yalda-Nacht in ihrer traditionelle Form zu erkunden und dabei Menschen aus diesem Kulturkreis, die seit kurzem oder schon länger in Ratzeburg leben, kennenzulernen. Die Veranstaltung wird gefördert von der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", so dass der Eintritt ist frei ist.

"YALDA-NACHT" - Eine altpersisch Wintertradition

Die Yalda Nacht – das persische Weihnachten (persisch Šab-e Yald) ist eines der vier großen altpersischen Feste des indoiranischen Kulturkreises, die gemäß dem iranischen Sonnenkalender begangen werden. Es handelt sich um die Nacht der Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres. Das Fest wird mehrheitlich in muslimischen Völkern des iranischen Kulturkreises und Zentralasiens gefeiert. Yalda ist ursprünglich ein aramäisches Wort mit der Bedeutung „Geburt“. Im iranischen Kulturkreis wird Yalda als Geburt des Lichts bzw. der Sonnengottheit Mithra verstanden. Die Yalda-Nacht wird auch Tschelle-Nacht wörtlich „Nacht der vierzigtägigen Periode“, genannt. Im Rahmen des Mithraskultes kam das Fest als „Fest des Lichtes“ durch Legionäre auch in das römische Reich. Manche christlichen Historiker sind der Meinung, dass Weihnachten eine Weiterentwicklung dieses Festes sei.

In der Yalda-Nacht finden sich Freunde und Verwandte in den Häusern der Ältesten zusammen, wo sie die Nacht über gemeinsam feiern. Traditionell werden zu diesem Anlass vor allem Melonen, Granatäpfel, rote Trauben in Kongina genannten luftdichten Tonschalen konserviert und Backobst gegessen. Meist sitzt man um das Korsi und liest aus dem Divan des persischen Dichters Hafez vor. Hierbei handelt es sich um das Fal-e Hafez also um eine Art Orakelbefragung oder Weissagung anhand der Hafez-Gedichte. Ein weiterer Brauch ist das Entzünden eines großen Feuers, das Licht und Hoffnung repräsentiert. Die Menschen freuen sich, dass das Licht neu geboren wird und sich gegen die Dunkelheit durchsetzt, denn nach der Yalda-Nacht werden die Tage wieder länger. In der altpersischen Tradition kam der Herrscher in der Yalda-Nacht vom Thron herab und begab sich in die Wüste. Er schickte Diener und Wächter in den Urlaub und ging in ein Dorf, um dort die Nacht mit einfachen Bauern zu verbringen und ihnen zuzuhören.

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11. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung machte Station in Lauenburg

Aktuelle Entwicklungen zum Rechtsextremismus im Blick behalten und den Austausch zwischen engagierten Demokratinnen und Demokraten zu diesem Themenkomplex ermöglichen ist Ziel und Aufgabe der Regionalkonferenzen Rechtsextremismus & Demokratieförderung, die seit 2012 in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an jeweils unterschiedlichen Orten Station machen. In diesem Jahr bot sich Lauenburg an als Gastgeber für die rund 120 Akteure aus Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik, Verwaltung, Schule, Sozialverbänden und Kirche. So wurde vorvergangenen Samstag die Albinus-Gemeinschaftsschule Lauenburg zu einem Ort der Information zu, der Diskussion über und des Netzwerkens gegen Rechtsextremismus in Norddeutschland, mit einem Teilnehmerkreis aus allen norddeutschen Bundesländern.

Von "Rechtsterrorismus" über "Rechtsextremismus in der DDR  und "Antisemitismus in der Neuen Rechten" bis hin zu "Rechtspopulismus in der Parlamenten" und "Rechtem Korpgeist in waffentragenden Organisationen" reichte das Themenspektrum dieser nunmehr 11. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung, gemeinschaftlich organisiert durch den Verein Miteinander leben e.V., die Partnerschaft für Demokratie Lauenburg - Büchen -Lütau, das RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, das Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Lübeck der AWO-SH, den Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V., dem Ratzeburger Bündnis sowie den Fachdienst Familie und Schule Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung unterstütze ihre Ausrichtung.

Einführend begrüßte Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede die Konferenzteilnehmer und die Dozenten der Workshop und betonte die Notwendigkeit des persönlichen Einsatzes eines jeden für die demokratischen Grundwerte unsere Gesellschaft, gerade in Zeiten, wo sie zunehmend offen in Frage gestellt werden. Dass Haltung finden dabei immer auch ein Entwicklungsprozess ist, den man einüben muss, erläuterte nachfolgend Dr. Constanze Jaiser, Projektleiterin „zeitlupe. Stadt.Geschichte&Erinnerung“ bei RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V. an verschiedenen Beispielen von Erinnerungsprojekten in Mecklenburg-Vorpommern. Gerade junge Menschen, so Jaiser, müssen die Möglichkeiten und den Lernraum haben, um sich selbstbestimmt positionieren zu können, gegenüber der Geschichte, aber auch in der Demokratie selbst. Dabei können authentische Orte des Nationalsozialismus vor der eigenen Haustür mit ihren oftmals verborgenen und vergessen Geschichten wichtige Reflexionsräume sein, die durchaus auch in die Erwachsenwelt hineinstrahlen und dort zu Haltungen oder deren Überdenken herausfordern kann.

In diesem Sinne herausfordern wurden auch die anschließenden Workshops gestaltet. Angeleitet von namhaften Expertinnen und Experten wurden die verschiedenen Themenfeldern erörternd und aktiv erarbeitend in einer Tiefe ausgelotet, für die im alltäglichen Engagement allzu oft zu wenig Zeit bleibt. Entsprechend positiv zeigten sich die Konferenzbesucher in ihren Bewertungen und dem Feedback. Dies schloss explizit auch Ausstellung „Einige waren Nachbarn – Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ des UNITED STATES HOLOCAUST MEMORIAL MUSEUM in Washington/DC, die erstmalig in ihrer deutschen Ausgabe im norddeutschen Raum zu sehen war.

"Durch Kinderhand erblüht das Land"
Kinder-Pflanzaktion im MedizinWald Ratzeburg

Anfang November folgten rund 70 Kinder des Städtischen Kindergarten zusammen mit ihrer Leiterin, Petra Zabel, und ihren Betreuerinnen einer Einladung der Elfriede und Hermann Hübner Stiftung in den MedizinWald Ratzeburg und legten dort mit viel Spaß und voller Tatendrang eine rund 700 m² große Blühwiese an. Sie soll den angrenzenden und bereits vorhandenen Blühwiesenabschnitt auf 1000 m² erweitern. "Wir alle haben doch schon vom Insekten- und Bienensterben gehört", erklärte die Stifterin, Ellfriede Hübner, den Kindern. "Es ist schön, dass ihr alle uns helfen wollt, im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas dagegen zu tun." 


Landwirt Volker Greve hatte sich bereit erklärt, den Kindern zu zeigen, wie eine Wiese für eine Aussaat vorbereitet wird. Für die anwesenden Kinder war es richtig spannend, ja fast ein kleines Abenteuer. Nach der Geländevorbereitung und der Treckervorführung gab es ein gemeinsames Frühstück. Dieses wurde von Bettina Greve vom Spargel - und Kartoffelhof Greve aus Schmilau liebevoll vorbereitet. Nach dieser Stärkung wurden an alle Anwesenden  kleine Saatgutbeutelchen ausgegeben und dann ging es auch schon auf die künftige Blühwiese.  Auch der Bürgermeister der Stadt Ratzeburg, Gunnar Koech, der dieses Projekt sehr unterstützte,  ließ es sich in seiner zupackenden Art nicht nehmen, kräftig mitzuwirken. Angeleitet wurden die Kinder von Heinrich Meyer vom Grünflächenamt Ratzeburg. Es war eine große Freude mit anzusehen, mit welchem Eifer nicht nur die Kinder bei der Sache waren. Nach der Aussaat konnte dann auch noch der Trecker ganz aus der Nähe bestaunt werden.

Unterstützt und gefördert wurde dieses Projekt über das Landesprogramm „Schleswig Holstein blüht auf“ und von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen. Der Projektbetreuer der Stiftung, Detlef Otte, bedankte sich bei allen Beteiligten für die fantastische Unterstützung bei der Projektumsetzung. Nun soll bald der zweite Akt folgen.  Die für die Aussaat genutzten Leinenbeutel sollen in den kommenden Tagen im Städtischen Kindergarten bemalt werden. Die Kinder erhalten so die Gelegenheit, ihre Eindrücke von dem erlebnisreichen Vormittag auch noch bildhaft festzuhalten. Die bemalten Beutelchen werden anschließend öffentlich ausgestellt.

Jahresschau »Zusammen leben - zusammen gestalten«

Die interkulturelle Kunstwerkstatt des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V. zeigt einen Querschnitt durch die Arbeiten eines Jahres. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen. 57 KünstlerInnen mit Wurzeln in 10 verschiedenen Nationen konnten mit diesem Projekt erreicht werden und zeigen Werke aus den 10 Projektthemen des Jahres 2019. Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses während der allgemeinen Öffnungszeiten zu sehen.


„Es ist in diesem Jahr die 7. Ausstellung der interkulturellen Kunstwerkstatt“
, stellen Gesine Biller und Susann Butt, die das Projekt betreuen erstaunt fest. Neben Ausstellungen, die nur einen Tag dauerten, hat die Gruppe ihre Werke im Rahmen von „Dörfer zeigen Kunst“ in Groß Sarau und in Kittlitz zeigen dürfen. Im Finanzamt wurde eine Werkschau über einige Wochen präsentiert und im Ratzeburger Rathaus stellt man jetzt zum zweiten Male aus. Hocherfreut sind die Teilnehmer über die Wertschätzung, die ihnen mit jeder Ausstellung entgegen gebracht wird.

Derart motiviert, hat sich eine kleine Gruppe zusammen gefunden, die jetzt Werke für den Weihnachtsbazar am 7./8. Dezember anfertigt. „Erstmalig können wir unsere Werke als Unikate-Weihnachtskarten verkaufen.“ freuen sich die TeilnehmerInnen. Der Erlös ist für die Arbeit des Fördervereins der VHS Ratzeburg e.V. bestimmt.

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„Wenn der Islam zum Feindbild wird“ - Politischer Bildungsvortrag der Ratzeburger Volkshochschule

In der politischen Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule legt der letzte Vortrag dieses Herbstsemesters, am 21.11.2019 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses. den Blick auf den Umgang mit und die Haltung zu Menschen mit muslimischen Glauben in unserer Gesellschaft. „Deutschland und der Islam – wie passt das zusammen?" – Durch diese oder ähnliche Aussagen wird im postmigrantischen Deutschland heute - unbewusst oder bewusst - immer wieder ein Gegensatz zwischen „muslimisch sein“ und „Deutsch sein“ konstruiert. Die Vereinbarkeit von Islam und Deutschland, die nicht nur für viele deutsche Muslim*innen selbstverständlich ist, wird hier als Gegensatz konstruiert und antimuslimische Ressentiments salonfähig gemacht. Islamfeindlichkeit in Deutschland ist kein abstraktes Konstrukt, sondern eine Realität, die schon Menschenleben gekostet hat. Doch was zeichnet  Islamfeindlichkeit in Deutschland aus? Was und Wer definiert das Deutsche bzw. deutsch sein? Wer darf die Gesellschaft mitgestalten und wer nicht? Diesen Fragen geht Mirjam Gläser von Ufuq e. V. Berlin in ihrem Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde nach.

Der Vortrag, in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e. V., wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

"Wir sind nicht still!" - Eindrucksvolle Kundgebung für Mitmenschlichkeit und Respekt in Ratzeburg

Rund 1.000 Menschen folgten zum Reformationstag in Ratzeburg dem gemeinsamen Aufruf vom Ratzeburger Bündnis, dem Verein Miteinander leben e.V., dem Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg und der Willkommenskultur Berkenthin, für Mitmenschlichkeit und gegenseitigen Respekt auf die Straße zu gehen. Unter dem Motto "Wir sind nicht still", das bereits im vergangenen Jahr in Berkenthin viele Menschen in Bewegung brachte, setzte sich vom Ratzeburger Rathaus ein langer Demonstrationszug entlang der südlichen Sammelstraße in Richtung Marktplatz in Bewegung. Begleitet von Musik des Chorprojektes "POLITICALied", einer politischen Plakatkampagne sowie einer bewegten Kunstaktion von Künstler Ebrahim Sharghi wurden auf der Strecke positive, wie nachdenkliche Akzente für die inhaltlichen Anliegen gesetzt. So auch in Höhe des Theaterplatzes, wo eine Trommel- und Stelzengruppe des Diakonischen Werkes den Demonstrationszug im Vorbeiziehen lautstark und fröhlich begrüßte.

Auf dem Marktplatz erwartete die Demonstranten zahlloses Schlagzeug, vorbereitet für einen "Drum Circle" durch Helga Reihl aus Lübeck. Dieser bildete sich intuitiv und gab dem Motto "Wir sind nicht still" eine weit hörbare Resonanz. Eingebettet in dieses gruppendynamische Trommeln wurden die verschiedene Wortbeiträge begrüßt, von Bürgermeister Gunnar Koech, Amtsvorsteher Heinz Dohrendorf, Kreispräsident Meinhard Füllner, Pröpstin Frauke Eiben und dem Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz. Alle warnten eindringlich vor Rassismus und Rechtsextremismus, die gerade über den politischen Rechtspopulismus zunehmend Geisteshaltungen prägen, immer tiefer in die Gesellschaft vordringen und diese nachhaltig zu spalten drohen. Betont wurde dabei die Bedeutung der zunehmend verrohten Sprache, vor allem in den sozialen Medien, die als Einfallstor für Hassgedanken beschrieben wurde, aus denen dann all zu oft auch böse Taten erwachsen würden. Umso wichtiger sei es, so der Tenor alle Redebeiträge, selbst Haltung zu zeigen, dem Hass zu widersprechen und aktiv Partei zu ergreifen für Demokratie, Mitmenschlichkeit, Respekt und Toleranz.


Dass dies auch mit Leichtigkeit geschehen kann, demonstrierte der nimmermüde "Drum Circle", wie auch die abschließenden Musikbeiträge vom Lukas Kowalski, die zum Mitmachen und Mitfeiern einluden. Ebenso wir die kulinarischen Spezialitäten der Ratzeburger Willkommenskultur, die das Team vom Esmat Shirazi vorbereitet hatte. Gesine Biller und Mark Sauer, die seitens der unterstützenden "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen die Kundgebung moderierten, präsentierten zum Abschluss einen Staffelstab, um symbolisch diese Kundgebung zum nächsten Reformationstag an einem anderen Ort im Lauenburgischen zu tragen. "Wir sind ganz sicher, dass die Initiative "Wir sind nicht still" auch am Reformationstag 2020 fortgeführt wird und freuen und uns schon, dort mitmachen zu können", zeigten sich beide Mitorganisatoren der Ratzeburger Kundgebung überzeugt. 

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1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz entwickelt Maßnahmenpaket zum Klimaschutz in Ratzeburg

Wissensvermittlung, gemeinsame Diskussionen und Zielfindungen standen im Mittelpunkt der 1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz am letzten Samstag im Oktober in der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Rund 50 Kinder und Jugendliche nutzten sehr rege und offen das Gesprächsangebot mit Verwaltung, Experten und Stadtpolitik. Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat hatte nach der "Friday for Future"-Demonstration vor dem Ratzeburger Rathaus ein solches Format angeregt und mit Unterstützung des Bauausschussvorsitzenden Werner Rütz sowie der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen organisiert.

Im ersten Schritt erhielten die jungen Konferenzteilnehmer die Möglichkeit, sich in den Themenfeldern "Energie/Energieeffizienz", "Mobilität", "Abfall und Recycling" und "Artenvielfalt" über aktuelle Vorhaben, begonnene und umgesetzte Maßnahmen oder angestrebte Ziele in der Stadt zu informieren. Neben Mitarbeitern des städtischen Bauamtes standen auch Experten von der VSG-Netz, der AWSH und der Kreisforst Rede und Antwort, auch für viele kritische Fragen.

Im Anschluss übernahm es Moderator Lars Hartwig aus Lübeck, zusammen mit den Jugendlichen das Erfahrene zu reflektieren. Die Erwachsenen verfolgten diesen Prozess nur zuhörend, ohne sich einzumischen. In einem Rollenwechsel konnten danach die Stadtvertreter, Experten und Verwaltungsmitarbeiter ihre Erfahrungen der Informationsrunde zusammenfassen, mit den jungen Zuhörern als Publikum. Beide Gruppen erfuhren so die jeweilige Sichtweise zur Informationsrunde, aber auch die jeweils positive Wertschätzung der sehr offen geführten Gespräche. Lars Hartwig ließ danach in Kleingruppenarbeit Themenfelder bestimmen und Ziele erarbeiten, die den Jugendlichen wie auch den Erwachsenen besonders wichtig erschienen. Im Fokus dieser Diskussionen standen ganz konkrete Forderungen wie die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, die Ausweitung von Mülltrennung in Schulen und im öffentliche Raum, die Installation von Solarthermie auf den Dächern der Ratzeburger Schulen sowie gemeinsame Baumpflanzaktionen. In einer ersten Bewertung wurden viele dieser Idee als durchaus umsetzbar, zielführend und verfolgenswert eingestuft.


Bürgermeister Gunnar Koech und Bauausschussvorsitzender Werner Rütz zeigten sich vom Verlauf der Konferenz und der sehr praxisorientieren Diskussion mit den Jugendlichen sehr beeindruckt und regten an, solche befruchtenden Diskussionsformate mit der Ratzeburger Jugend häufiger durchzuführen. Diese positive Bewertung spiegelte sich auch in den abschließenden Wortbeiträgen der Jugendlichen. Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates sagte: "Wir haben auf dieser Jugendklimakonferenz mit den Kommunalpolitikern und den Experten auf Augenhöhe sprechen und diskutieren können. Unsere Fragen und Ideen wurden ernst genommen. Dass sich so viele Jugendliche daran beteiligt haben, war dabei wirklich entscheidend. Ich hoffe, wir setzten diese Gespräche fort."

Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat auf Europaexkursion im polnischen Sopot

Mit vielen Eindrücken von proeuropäischer Begeisterung und ganz unterschiedlichen Formen von Zivilcourage ist der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat von seiner Europaexkursion in die polnische Partnerstadt Sopot zurückgekehrt. 20 Teilnehmer*innen hatten in Eigenregie diesen viertägigen Besuch vor den Herbstferien geplant und im Rahmen des Jugendfonds der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" selbständig umgesetzt.

Empfangen wurden sie in Sopot mit offenen Armen und der Zusicherung, das jedwede Form des partnerschaftlichen Austausches dort hoch willkommen ist. Bürgermeister Jacek Karnowski betonte auf einem Empfang der Ratzeburger Jugendlichen im Sopoter Rathaus, wie wichtig es ist, diese partnerschaftlichen Bande zu pflegen, gerade auch in einer Zeit, in der nationalistische Haltungen in Europa populistisch wieder Einzug halten in Politik und Gesellschaft. Wozu dies führen kann, erläuterte Karnowski am Beispiel der Ermordung seines Freundes, des Bürgermeisters von Danzig, Pawel Adamowicz, der im Januar diesen Jahres von einem verwirrten Täter unter mutmaßlich nationalistischen Motiven getötet wurde. Vorangegangen war eine mediale Hetzkampagne gegen den Bürgermeister und dessen eindeutig proeuropäischen und liberalen Haltung, an denen sich auch höchste politische Würdenträger aktiv beteiligten. Karnowski, der am Tage dieser Empfangs zusammen mit der Witwe des Ermordeten eine öffentliche Petition wider der Hasssprache in Politik und Gesellschaft gestartet hatte, warnte eindringlich davor, mit bösen Worten die Grundlage für noch bösere Taten zu legen.

Im Geist eines solchen Dialoges und der europäischen Kooperation, trafen die Ratzeburger Jugendlichen auch Sopoter Schüler zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde zum Thema "Unsere Zukunft in Europa". In polnisch-deutschen Kleingruppen wurde über Zukunftsfragen, Verbindendes und Trennendes sowie Lösungsmöglichkeiten zu Problemen, die eher global als national zu beantworten sind, engagiert auf Englisch miteinander gesprochen und Ideen, wie Anregungen dokumentiert. Dabei zeigten sich durchaus Unterschiede, was die Schüler von Europa erwarten. Während aus Ratzeburger Sicht Europa gerade bei drängenden globalen Fragen, wie dem Klimawandel eine hohe Bedeutung zu kommt, wurde aus polnischer Sicht zuvorderst das Thema Sicherheit mit Blick auf den russischen Nachbarn genannt. Einig war man sich darin, dass Nationalismus keine Antwort, sondern ein Problem ist und dass Rassismus wie auch Hass in den sozialen Medien gerade darin gedeiht.


Wie tief die polnische Gesellschaft selbst gespalten ist, konnten die Ratzeburger Jugendlichen während einer Stadtführung durch das benachbarte Danzig erfahren. Stadtführer Andreas Kasperski beschrieb einen Stadt-Land-Konflikt, der in Polen durchaus bewusst geschürt werde. Die Städte, so Kasperski, würden sich fast durchweg proeuropäisch, liberal zeigen und den nationalistischen Bestrebungen der Zentralregierung massiv widersprechen. Er zeigte dies eindrucksvoll am Beispiel der Geschichtsaufarbeitung in Danzig, eine Stadt, die sich zunehmend auf ihre deutschen Wurzeln besinnt, ohne dabei ihre polnische Identität in Frage zu stellen. "Es geht in Danzig vor allem um geschichtliche Wahrheit, die wir wieder hervorbringen. Damit ziehen wir aber den Zorn der Zentralregierung auf uns, die Danzig als urpolnisch darstellen möchte", so Kasperski. Er zeigte auch, wie intensiv dieser Streit inzwischen ausgefochten wird, beispielsweise wenn die Zentralregierung versucht, über die Drohung, staatliche Zuschüsse zu streichen, Einfluss auf die inhaltliche Arbeit von Museen, wie die dem renommierten Europäischen Solidaritätsmuseum zu bekommen. Die Antwort darauf sei, so Kasperski, engagierte und kreative Zivilcourage. So hätten Danzigs Bürger in kurzer Zeit über ein Crowdfunding die fehlenden Mittel selbst aufgebracht, um einen unabhängigen Museumsbetrieb aufrecht zu erhalten. Das Museum der "Westerplatte", dem Ausbruchsort des zweiten Weltkrieges, verlor Danzig hingegen nach einer Gesetzesänderung an die polnische Zentralregierung, die dort eine patriotische Geschichtsdarstellung installieren möchte. So wurde während dieses Stadtrundganges auch deutlich, warum an so vielen öffentlichen Gebäuden oder Plätzen die Europaflagge zu sehen ist, zuvorderst immer als Zeichen des Widerstandes gegen einen bewusst geschürten und instrumentalisierten polnischen Nationalismus. Durch diese Eindrücke stellte sich für die Ratzeburger Jugendlichen das in den Medien von Polen gezeichnete nationalistische Bild sehr in Frage. Danzig und Sopot zeigten sich offen, tolerant und sehr lebensfroh, Orte die man gerne besucht und an denen man auch seine Freizeit mit vielen spannenden Aktivitäten gestalten kann. Katarzyna Choczaj, vom Stab des Sopoter Bürgermeister, begleitete die Jugendlichen hier zur Seebrücke, zum Bowlen und sogar zum Basketballbundesliga zwischen Sopot und Stettin in der beeindruckenden ERGO Arena.



"Wir haben auf unser Europaexkursion so viel erfahren, gerade wie wichtig es ist, als Bürger auch Haltung zu zeigen für Demokratie und Freiheit"
, sagte Jugendbeiratsvorsitzender Marten Koch rückblickend auf den Besuch in Sopot. "Und die Herzlichkeit, mit der man sich dort um uns gekümmert hat, war für mich besonders beeindruckend. Ihnen liegt in Sopot so viel an diesen Begegnungen", ergänzte Tabea Schudde vom Jugendbeirat. Insgesamt zieht der Ratzeburger Jugendbeirat damit eine sehr positive Bilanz seiner Europainitiative und den erfolgten Besuchen in Brüssel, Esneux und Sopot und möchte auch im kommenden Jahr in diesem Sinne weiterarbeiten.

"PIMP YOUR TOWN! Ratzeburg" - Der Film

Im Juni nahmen rund 90 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen am Planspiel „Pimp Your Town! Ratzeburg“ teil. Für drei Tage schlüpften sie unter Anleitung des Vereins „Politik zum Anfassen e.V.“ aus Niedersachsenin die Rolle von Kommunalpolitikern und berieten städtische Themen und Ideen, die ihnen wichtig waren.


Begleitet wurde das Planspiel von einem Medienteam, ebenfalls bestehend aus Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule. Sie übernahmen die in der Demokratie so wichtige Aufgabe, eine Öffentlichkeit herzustellen und den Verlauf der kommunalpoltischen Beratungen zu dokumentieren. Entstanden ist neben dem obligatorischen Protokoll, einer Fotosequennz und ein sich noch in Redaktion befindlichen Magazin auch ein Dokumentarfilm, der jetzt veröffetlicht wurde. Er zeigt sehr gut, mit welchem Elan die beteiligten Schülerinnen und Schüler sich in die Rolle als Ausschussmitglieder und Stadtvertreter*innen einarbeiteten und wie sie das Planspiel für sich erlebten.

Aus Sicht der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen", die im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" das Planspiel „Pimp Your Town! Ratzeburg“ fördern konnte, war dies motivierende Projekt besonders geeignet, junge Menschen für die Belange in ihrer Stadt und für Demokratie in der Kommune zu interessieren. Der Film bestätigt dies eindrucksvoll.

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Jugend trifft Kommunalpolitik zur Ratzeburger Jugendklimakonferenz

Die "Friday for Future"-Demonstration vor dem Ratzeburger Rathaus im Mai diesen Jahres gab Ausschlag für ein Dialogprozess zum "Klimaschutz in Ratzeburg", der vom Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat in die städtischen Gremien getragen worden ist und am 26. Oktober 2019 in eine Ratzeburger Jugendklimakonferenz münden soll. An einem Tag, von 09:30 - 16:30 Uhr, wollen sich Kinder und Jugendliche mit der Ratzeburger Kommunalpolitik in der Lauenburgische Gelehrtenschule über dieses entscheidende Zukunftsthema eingehend informieren und anschließend beraten, was für Ziele in Ratzeburg verfolgt werden sollen und auch können. "Es geht uns vor allem erst einmal darum zu erfahren, wo wir in Ratzeburg stehen in Fragen der Energieeffizienz und CO²-Reduktion, der klimaneutralen Mobilität, beim Schutz von  Artenvielfalt und bei den Thema wie Müllvermeidung und Recycling", beschreibt Marten Koch, Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirates, die erste Aufgabenstellung der Ratzeburger Jugendklimakonferenz. "Erst wenn wir hier einen Sachstand haben und auch wissen, wofür wir in Ratzeburg verantwortlich sind, können wir doch über gemeinsame Ziele sprechen“, ergänzt Lucca Rosenkranz, stellvertretender Vorsitzender des Beirates und skizziert damit auch den geplanten Verlauf der Konferenz.

Diese wurde zusammen mit Mitgliedern des für Umweltfragen zuständigen städtischen Bauausschusses und der Verwaltung unter Leitung vom Ausschussvorsitzenden Werner Rütz zusammen mit Vertretern des Kinder- und Jugendbeirates entsprechend geplant. Die Konferenz leiten wird Moderator Lars Hartwig aus Lübeck, der die geplante Vorgehensweise in Ratzeburg sehr begrüßt. "Die Idee, erst eine Bestandsanalyse vorzunehmen, bevor man sich dann konkrete Ziele setzt, halte ich für einen guten Weg, um sich in Kommunen mit diesem so umfassenden Thema konstruktiv zu befassen." Werner Rütz selbst freut sich über die Initiative des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates und deren Ansinnen, den berechtigten Protest der Klimabewegung "Friday for Future" auf diese Weise in die städtischen Gremien zur demokratischen Beratung zu tragen: "Die Kinder und Jugendlichen haben recht, dieses Thema einzufordern und uns Kommunalpolitik damit aktiv zu befassen, gerade mit diesem ganzheitlichen Blick auf die Umweltbilanz unserer Stadt und die Frage, was wir in unser Kompetenz tun können."

Teilnehmen und mitdiskutieren können alle interessierten Kinder- und Jugendlichen aus Ratzeburg und dem zugehörigen Schulverband und natürlich kommunalpolitische Vertreterinnen und Vertreter sowie Mitglieder aus den städtischen Beiräten. Für ein gemeinsames Mittagessen wird gesorgt. Dafür würde eine kurze Anmeldung helfen, unter jugendbeirat@ratzeburg.de. Die Ratzeburger Jugendklimakonferenz wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".


Chorprojekt "POLITICALied" übertrifft alle Erwartungen

"Es wurden alle Erwartungen übertroffen!" So bilanzierte Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. den Verlauf des Chorprojektes "POLITICALied", zu dem am Wochenende vor rund 14 Tagen über 50 Sängerinnen und Sänger in der Aula der Ernst-Barlach-Schule zusammen kamen, um gemeinsam mit Chorleiter des Hamburger Weltmusik-Chores, Nathaniel Damon, Lieder mit politischer Aussagekraft einzustudieren. "Wir hatten bei der Projektplanung mit einem Zuspruch von vielleicht 10 bis 15 Teilnehmern gerechnet", ergänzte Silvia Tessmer von der Volkshochschule Ratzeburg, die als Kooperationspartner für den organisatorischen Rahmen des politischen Chorprojektes sorgte. Übertroffen wurde allerdings nicht nur die Teilnehmerzahlen, sondern vor allem auch die Erwartungen an das gesangliche Ergebnis.

Nathaniel Damon schaffte es mit einer beeindruckenden Liedauswahl und einer hochkonzentrierten, wie hochsensiblen Anleitung, die heterogene Gruppe aus erfahrenen Sänger*innen und notenunkundigen Anfänger*innen in kurzer Zeit zu einem wirklichen Chor zusammenzuführen und selbst anspruchsvolle, mehrstimmige Lieder mit ihnen nach Übungen und eingängigen Demonstrationen sicher zu intonieren. Vor allem vermittelte Damon in jedem Moment des Workshops die gemeinsame Freude am Singen und schaffte so eine Arbeitsatmosphäre, die von Motivation, Achtsamkeit und Spaß geprägt war. Welche Kraft in der eigenen Stimme verborgen ist, gerade auch um politische Botschaften gesanglich auszudrücken, überraschte vor allem jene Teilnehmer*innen, die sich erstmalig in solch einen Chorworkshop gewagt hatten. Schon Aufwärmübungen, in denen die Stimmen nahezu das gesamte Schulgebäude ausfüllten und in einem Klangkörper verwandelten, ließen diese Kraft erahnen und schließlich auch nahtlos in die einstudierten Lieder übertragen. Diese handelten von Freiheit, von Mitmenschlichkeit und dem Protest gegen Ungerechtigkeiten und überspannten in ihren immer aktuellen Botschaften mehrere Jahrhunderte.

Die Spannung des Chorworkshops wuchs im Verlauf des Wochenendes, als das selbstgesteckte Ziel eines ersten Konzertes mit Unterstützung des Hamburger Weltmusik-Chores näher rückte. Vor, hinter und im Ratzeburger Rathaus wurden schließlich die einstudierten Lieder im Rahmen eines "Fensterkonzertes" dargeboten und beeindruckten die rund 70 Zuschauer*innen, aber mehr noch die Chormitglieder selbst, die text- wie stimmsicher das Repertoire mit Kraft und Überzeugung erklingen ließen und sich dabei ganz neu wahrnahmen.


Aus dieser Erfahrung heraus wurde die Erwartung der Projektinitiatoren ein letztes Mal übertroffen: "Wir hatten es gewünscht und gehofft, dass dieser Chorworkshop eine Initialzündung sein könnte für einen dauerhaften Chor, der Freude und Ansporn darin findet, politische Botschaften anzustimmen. Diesen Chor gibt es jetzt mit 38 Sängerinnen und Sängern, die regelmäßig und auch projektbezogen weiter zusammen singen wollen", beschrieb Mark Sauer Ergebnis wie Ausblick dieses Projektes, das von der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert wurde. Besonders erfreut zeigte er sich auch darüber, dass man an diesem Wochenende mit Anna Bertram eine ortsnahe Chorleiterin begeistern konnte, die zukünftig die Leitung des Chorprojektes "POLITICALied" übernehmen möchte. Zu seiner ersten Probe trifft sich der neue Chor am Dienstag, den 1. Oktober 2019 um 19:30 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Weitere Stimmen sind herzlich willkommen, insbesondere die seltenen Männerstimmen, die noch etwas vermisst werden.

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Erfolgreiches Markt-Soccerturnier 2019 im Zeichen von Vielfalt und Toleranz

Seit 2010 veranstaltet das Team der offenen und interkulturellen Kinder- und Jugendeinrichtungen Gleis21 und Stellwerk das Soccerturnier auf dem Ratzeburger Marktplatz, um ein klares Zeichen für bunte Vielfalt und ein friedliches Miteinander zu setzen! Sich sportlich fair miteinander zu messen, Spaß zu haben und um fröhliche Begegnungen, darum ging es auch in diesem Jahr bei diesem Sport- und Spaßevent, das eingebunden war in die Interkulturellen Wochen des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“. Insgesamt beteiligten sich 19 bunt gemischte Mannschaften im Alter ab 6 Jahren aus dem gesamten Kreis an den von Fairness geprägten Matches. Auch Gastspieler aus Flensburg und Bremen waren extra angereist um an dem Turnier teilzunehmen.


Neben den Spielen wurden jede Menge Aktionen geboten. So konnten die Spieler und Besucher parallel zu dem Turnier eigene Buttons beim Stand des Ortsjugendringes kreieren, jede Menge Spiele an dem Spielmobil der Stadtjugendpflege ausprobieren, die Schiesskraft an dem Fußballradar messen und sich am Tischkicker XXL ausprobieren.    

Starke Unterstützung erhielt das Organisationsteam, zu dem auch der Jugendmigrationsdienst und die Respekt Coaches gehören, von vielen weiteren Kooperationspartnern, wie z.B. der Kreissportjugend, der Stadtjugendpflege, der Schul- und der Straßensozialarbeit, der DLRG, dem DRK, dem Ortsjugendring sowie vielen jungen engagierten Ehrenamtlichen und weiteren Fachbereichen des Diakonischen Werkes. Dank zahlreicher Spenden der Geschäfte und Firmen aus Ratzeburg, gab es jede Menge schöner Preise.    

Das interkulturelle Rahmenprogramm wurde die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert. Die Teilnehmer*innen der Kreativ- und Schneiderwerkstatt aus dem Stellwerk war mit vor Ort um an ihrer schon 40 Meter langen Wimpelkette weiterzuarbeiten. Diese wurde an dem Tag mit vielen Teilnehmer*innen  erweitert und schmückte feierlich den Marktplatz um die bunte Vielfalt und das Zusammenwachsen zu symbolisieren.  


Höhepunkt des Soccerturnieres war auch in diesem Jahr wieder das V.I.P. Spiel zwischen dem Team des Diakonischen Werkes und der Rathaus-Mannschaft der Stadt Ratzeburg. In diesem Jahr führte erstmals Gunnar Koech als neuer Bürgermeister die städtische Mannschaft an und gewann erneut in einem fröhlichen und sportlichen Wettkampf den heißbegehrten Wanderpokal. Trotz dieser Niederlage fällt das Resümee zum Markt-Soccerturnier2019 bei den Veranstaltern äußerst positiv aus. Die Teilnehmer aus unterschiedlichen Kulturen und sozialen Bezügen erlebten auf spielerische und sportliche Weise Gemeinschaft und ein rücksichtsvolles Miteinander und hatten die Chance, zusammen zu kommen und mögliche Vorbehalte untereinander abzubauen. Dabei stand der gegenseitige Respekt und Akzeptanz im Vordergrund. Vielfalt und Toleranz werden innerhalb dieser Veranstaltung als Werte vermittelt.

Werkschau der Kunstwerkstatt "Zusammen leben - Zusammen gestalten" im Ratzeburger Finanzamt

Eine Werkschau der Kunstwerkstatt "Zusammen leben - Zusammen gestalten" wird aktuell im Ratzeburger Finanzamt für die Öffentlichkeit ausgestellt. Sie wurde vor einigen Tagen im Rahmen einer von Thomas Biller musikalisch begleiteten Vernissage unter regem Publikumsinteresse von Amtsvorsteher Dirk Thomsen eröffnet. Die Werkschau unter dem Titel "Ein kleines Stücken Heimat - Ratzeburg in Fotoschnipseln" zeigt neben einem aktuellen Collagenprojekt mit Ratzeburger Motiven auch weitere Exponate aus Ton, in Aquarell oder in Form von künstlerisch gestalteten Köpfen, die in dieser interkulturellen Kunstwerkstatt des Fördervereins der Ratzeburger Volkshochschule e.V. in den vergangenen Monaten entstanden sind.

Bürgermeister Gunnar Koech dankte zur Eröffnung der Ausstellung dem Förderverein der Volkshochschule e.V., vertreten durch dessen Vorsitzende Karen Molkentin, und Werkstattleiterin Gesine Biller für das unermüdliche Engagement, über die Kunst interkulturellen Begegnungen zu eröffnen und so ganz maßgeblich zur Integrationsarbeit in Ratzeburg beizutragen. Dass solch eine Arbeit möglich ist, so Koech, sei aber ebenso auch ein Verdienst der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen", die seit 2017 unter dem Leitziel "Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft" solche Begegnungsprojekte über Mittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" finanziell fördert.


Die Ausstellung der Kunstwerkstatt "Zusammen leben - Zusammen gestalten" ist noch bis zum 4. November 2019 während der Öffnungszeiten des Finanzamtes zu sehen. Derweil gehen die künstlerischen Arbeiten unentwegt weiter. Jeden Dienstag trifft sich diese offene Kunstgruppe von 16:00 - 18:00 Uhr im Willkommenscafé der Ernst-Barlach-Schule und entscheidet basisdemokratisch über die Kunstformate, die man zusammen gestalten möchte. "Wir sind eine sehr lebhafte Gruppe aus unterschiedlichen Nationen, jung und alt, die jederzeit Neugierige und Interessierte willkommen heißt, sei es für nur ein Projekt, sei es auch dauerhaft. Wer vorbeischaut, ist einfach willkommen und kann sofort mitmachen. Auch Menschen, die sagen ich kann nicht malen sind immer wieder überrascht über die selbst geschaffenen Werke. Ich hole sie alle an die Staffelei. ", beschreibt Gesine Biller die Arbeitsatmosphäre in der Kunstwerkstatt.

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"Chinas Investitionsschlacht in und um Afrika" - Vortrag mit Dr. Günther Rusch

Unter dem Motto "Demokratie bütten vor din Döör" lädt die Ratzeburger Volkshochschule zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. auch in diesem Herbst wieder zu politischen Bildungsvorträgen ein. Zum Auftakt der Reihe soll sich der Blick nach Afrika richten und die aktuelle Rolle Chinas auf diesem Kontinent beleuchtet werden. "Chinas Investitionsschlacht in und um Afrika" lautet der Titel des Vortrages von Afrikaexperten Dr. Günter Rusch, der Freitag, den 27.09.2019 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses zu Gast sein wird.

China beherrscht heute den Waren- und Güterverkehr aller afrikanischen Staaten. Das, was die westlichen Länder in den 1980er und 1990er Jahren an beginnender Industrialisierung Afrikas durch Weltbank und Internationalen Währungsfonds (IMF) plattgemacht hatten, geriet in den letzten fünfzehn Jahren mehr oder weniger ins chinesische Visier. Man kann es fast eine Investitionsschlacht nennen: in nahezu allen Staaten Afrikas hat China Milliarden und Abermilliarden von Dollars für Infrastrukturmaßnahmen investiert oder bereitgestellt … als Gegenleistung für afrikanische Rohstoffe und politischen Einfluss. Afrikanische Studierende befinden sich zu Hunderttausenden in China. Und für die afrikanischen Einkäufer wurde eigens eine Stadt in China gegründet. Dies wirft viele Fragen auf im Hinblick auf Chinas Ambitionen, auf Menschrechte in Afrika, auf die Art dieser Handelsbeziehungen. Der vorgesehene Vortrag ist ein Versuch des Referenten, die seit Jahren in ganz Afrika beobachtete chinesische Präsenz zu beschreiben und zu diskutieren.

Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen, als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

Der Vortrag wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" und kann somit kostenfrei angeboten werden.

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"Der verbindende Faden"
Ein interkulturelles und interreligiöses Begegnungsprojekt

Junge Frauen und alte Frauen und drumherum eine wuselige Kinderschar - bei einem gemeinsamen Frühstück haben sie sich in der interkulturellen Schneiderwerkstatt des Diakonischen Werks in Ratzeburg zusammengefunden, um an einem sonnigen Junimorgen ihre Erfahrungen auszutauschen. Zwölf junge Frauen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak und drei ältere Frauen aus der Ukraine erzählten von ihrer Herkunft, von ihren Wünschen und Zielen und fanden sich trotz aller Unterschiede schnell vereint in der großen Herausforderung, sich in einem fremdem Land in einer fremden Sprache verständlich machen zu müssen. Der mit den vielfältigsten Leckereien und Spezialitäten der jeweiligen Länder gedeckte Tisch unterstrich das Motto der Zusammenkunft: Tischkultur im jeweiligen Brauch des Landes.

Hintergrund des Treffens war ein interkulturelles und interreligiöses Begegnungsprojekt, das aus einem Bedarf der noch im Aufbau befindlichen Liberalen Jüdischen Gemeinde Lübeck entstanden war. Sie mietet bei der evangelischen Domgemeinde zu Lübeck an festzulegenden Terminen einen Raum, in dem sie sich zu Gottesdiensten und anderen Anlässen treffen kann. Dieser Raum wird von der Domgemeinde ebenfalls für Jugendfreizeiten und andere Versammlungen genutzt. Um jüdische Feste nach üblichem Brauch zu begehen, ist es notwendig, die Tische festlich zu decken. Der Talmud vergleicht den gedeckten Tisch mit einem Altar.

Und so entstand die Idee, die benötigten weißen Tischdecken nicht einfach zu kaufen, sondern sie im Rahmen eines Begegnungsprojekts gemeinsam mit jungen Flüchtlingsfrauen selber herzustellen. Auch der Umstand, dass die jüdischen Frauen selbst vor längerer Zeit als Kontingentflüchtlinge nach Deutschland gekommen sind und ähnliche Erfahrungen in einem für sie zunächst fremdem Land gemacht haben, erschien dabei als ein hilfreich verbindendes Element der Begegnung.

Dank der Begeisterung an der Idee wurden über den Sommer hinweg pünktlich zum bevorstehenden jüdischen Neujahrsfest "Rosch ha-Schana" zwölf Tischdecken fertiggestellt, und dies trotz Ramadan und Id, das islamische Zuckerfest als feierlicher Abschluss der Fastenperiode. Die Gestaltungsfreude war offensichtlich nicht zu bremsen, wie sich die Mitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde Lübeck mehrfach überzeugen konnten. Bei einem feierlichen Übergabetermin am vergangenen Dienstag wurde das die getane Arbeit dankend bewundert und gleich demonstriert, wie ein geschmückter jüdischen Festtisch aussehen wird.

Das Projekt des „verbindenden Fadens“ wurde gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, ein sogenanntes Kleinprojekt mit nur geringfügiger Fördersumme, aber großer interreligiöser und interkultureller Strahlkraft.

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Fenster-Chor-Konzert für Mitmenschlichkeit und Respekt

Das vom Verein Miteinander leben e.V. und der Volkshochschule Ratzeburg initiierte Chorprojekt für Mitmenschlichkeit und Respekt im Rahmen der politischen Musikkampagne ”POLITICALied” ist auf große Resonanz gestoßen. Über 40 Teilnehmer*innen haben sich bislang gemeldet, um zusammen mit dem Leiter des Hamburger Weltmusikchors Nathaniel Damon auf einem kostenfreien Wochenend-Chorworkshop vom 13. - 15.09.2019 politische Lieder gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit einzustudieren. Angesichts der Anmeldezahlen und eines Angebotes von Mitgliedern des Hamburger Weltmusikchores, die Entstehung dieses Chorprojektes gesanglich zu begleiten, haben die Veranstalter der Mut gefasst, sich bereits am Ende des gemeinsamen Workshops am 15.09.2019 um 16:00 Uhr mit einem kostenlosen "Fenster-Konzert" im ... am ... und vor dem Ratzeburger Rathaus zu präsentieren.

Die Neugier auf das zu erwartende Programm ist dabei gleichermaßen groß bei den Teilnehmer*innen des Workshops, der Chorleitung sowie den Veranstaltern. Die allerdings hoffen, dass mit diesem Konzert der Chor auch Lust auf regelmäßiges Singen bekommt und weitere demokratiestärkende Auftritte ganz im Sinne der fördernden "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" und des Bundesprogramms "Demokratie leben!" folgen können. Wer übrigens noch Mitsingen möchte, kann sich weiterhin unter www.vhs-ratzeburg.de für den Wochenend-Chorworkshop anmelden. Bevorzugt werden noch Männerstimmen in Tenor- und gerne auch in Basslage gesucht.

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Hör- und Kostproben aus Armenien im Ländersalon der Familienbildungsstätte Ratzeburg

Am Freitag, den 13. September um 19.00 Uhr öffnet die Familienbildungsstätte Ratzeburg ihre Türen zum 5. "Ländersalon" und lädt zum wiederholten Mal Gäste zu einer Hör-und Kostprobe unterschiedlicher Herkunftsländer ein. An diesem Abend geht die kulinarische und informative Reise nach Armenien. Durch den Salon führt Liliya Petrosyan, die sich mit viel Engagement auf den Abend vorbereitetet, um ihr Herkunftsland kulinarisch, optisch und akustisch abwechslungsreich zu präsentieren. Unterstützt wird sie dabei von Marion Behrens, die die Armenierin seit langem aus dem interkulturellen Café der Familienbildungsstätte kennt.

Die Ländersalons werden durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Interessierte können sich ab sofort in der Ev. Familienbildungsstätte unter www.fbs-rz.de oder 04541/5262 anmelden, es sind noch wenige Plätze frei.

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Sommerfest im "Garten der Begegnung" brachte den Sommer zurück

Dass der Sommer 2019 nach einer kühlnassen Schwächeperiode doch noch einmal zu schweißtreibenden Höchstformen zurückfand, wird von versierten Meteorologen lediglich als eine erneute Umstellung der Wetterlage beschrieben. Die Mitglieder des neugegründeten Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V. sehen hingegen als Grund zweifelsfrei ihr Sommerfest, das am vorvergangenen Sonntag trotz großer meteorologischer Bedenken und der Vorhersage enormer Regenmengen mit unerschütterlicher Zuversicht im "Garten der Begegnung" auf dem Gelände des MedizinWaldes Ratzeburg ausgerichtet wurde.


Die schiere Anzahl von rund 100 Gästen, zum Teil ausgelassen im Regen tanzend, zu orientalischen Klängen und jugendlichen Trommelrhythmen des "Drumsound"-Projektes des Diakonischen Werkes schien die Regenwolken durchaus zu beeindrucken. Die wurden im Verlauf des Nachmittags im geringer und weniger bedrohlich. Beeindruckt zeigte sich aber auch Ratzeburgs Bürgermeister Gunnar Koech über das lebendige Treiben und freundschaftliche Miteinander auf dem Festgelände. Er nahm sich viel Zeit, um mit den Organisatorinnen des Sommerfestes und der Projektleiterin des "Gartens der Begegnung", Susann Butt, ins Gespräch zu kommen. Zum Ausklang sorgte die allseits sommerliche Stimmung am Kaffeebuffet und bei der Betrachtung der ausgestellten Exponate der interkulturellen Kunstwerkstatt "Zusammen leben - zusammen gestalten" schließlich auch für die ersehnte Rückkehr der Sonne, die uns seitdem wieder einen schönen Altweibersommer beschert.

Politische Bildungsangebote im Herbst

Die Ratzeburger Volkshochschule und der Verein Miteinander leben e.V. bieten auch im kommenden Herbst wieder eine Reihe politischer Bildungsangebote im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses. Den Auftakt macht Dr. Günther Rusch, ausgewiesener Afrikaexperte, der am 27. September 2019 um 19:00 Uhr über "Chinas Investitionsschlacht in und um Afrika" berichten wird. Am 25. Oktober 2019 um 19:00 Uhr folgt ein Vortrag von Dr. Udo Metzinger zum Thema "Die digitale Revolution", ein auch in Bildungsperspektive wichtes und immes großes Aufgaebenfeld der Vorlkshochschule. Dr. Metzinger wird am nachfolgenden Samstag, den 27.10.2019, zudem ein ganztäges Seminar in der Ernst-Barlach-Schule unter dem Titel "Das deutsche Dilemma" im Kontext des "Tag der Deutschen Einheit" anbieten, um einmal intensiv über Deutschland und über seine Rolle in der Welt nachzudenken und zu diskutieren.

Hierzu ist eine Anmeldung unter volkshochschule@ratzeburg.de erforderlich. Die Bildungsreihe wird abgeschlossen durch einen Vortrag von Mirjam Gläser aus Berlin am 21. November 2019 um 19:00 Uhr, die den Fragen nachgeht, warum der Islam zunehmend zum Feindbild wird und wie Vorurteile gegenüber Muslimen den gesellschaftlichen Hass schüren und schüren sollen. Das politische Bildungsprogramm der Ratzeburger Vorlkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. wird ermöglicht durch eine Förderung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und ist durchweg kostenfrei.

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Offenes Chorprojekt für Mitmenschlichkeit und Respekt lädt zum Mitsingen ein

Im Rahmen der politischen Musikkampagne ”POLITICALied” möchte der Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit der Volkshochschule Ratzeburg im September ein Chorprojekt für Mitmenschlichkeit und Respekt starten. Gesucht werden dafür alle Menschen mit Freude am Singen, die bereit sind, auch einmal politische Lieder gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit einzustudieren und diese situationsbezogen oder wenn notwendig in Kleinkonzerten, Platzkonzerten oder einfach auch ohne Anlass an öffentlichen Orten darzubieten. Das können bekannte politische Lieder sein, aber auch moderne Lieder des Mainstreams mit politischer und/oder menschenfreundlicher Aussage. Es sollen vor allem aber Lieder sein, die Spaß machen, gesungen zu werden und die Zuhörerschaft zu begeistern vermögen. Als Initialzündung für dieses Chorprojekt, aus dem sich nach Möglichkeit ein stetiger Chor mit fester Chorleitung entwickeln soll, ist vom 13. - 15.09.2019 ein kostenfreier Wochenend-Chorworkshop mit dem Leiter des Hamburger Weltmusikchors Nathaniel Damon geplant.

Nathaniel Damon stammt aus dem US-Bundesstaat Vermont und gründete 2004 den Hamburger Weltmusik-Chor. Er liebt es, die besondere Klänge der unterschiedlichen Gesangskulturen zu erforschen und leitet seit vielen Jahren Workshops, in denen auch ohne Notenkenntnisse durch Vor- und Nachsingen in das mehrstimmige Singen eingetaucht wird. Die Idee, einmal aktuelle Lieder mit politischer Aussagekraft in den Fokus solch eines Workshops zu stellen, reizt ihn dabei nach eigenen Angaben sehr und er freut sich, dieses in Ratzeburg einmal ausprobieren zu können. Nathaniel Damon wird Mitglieder seines Weltmusik-Chors motivieren, den Workshop zu unterstützen, so dass von Beginn an effektives und „stressfreies“ mehrstimmiges Singen möglich ist.

Zum Abschluss des dreitägigen Chorworkshops werden zusammen mit Stimmen des Hamburger Weltmusik-Chores die Arbeitsergebnisse und mehr im Rahmen eines erstes kleinen Konzertes öffentlich präsentiert.

Start des Chorworkshops ist am 13.09.2019 um 17:30 Uhr in der Aula der Ernst-Barlach-Schule. Zur Planung des begleitenden, kostenfreien Caterings wird um eine kurze Anmeldung gebeten unter volkshochschule@ratzeburg.de oder unter miteinander.leben@t-online.de per Email oder telefonisch unter 04541-8000-146.

Das offene Chorprojekt "POLITCALied" wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

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Integratives Kunstprojekt »Zusammen leben - zusammen gestalten« stellt aus

Seit Jahresbeginn treffen sich interessierte Menschen, Jung und Alt, männlich, weiblich, divers, international in lockerer Atmosphäre der offenen Kunstwerkstatt des Fördervereins der VHS Ratzeburg e.V. Unter Anleitung gemeinsam kreativ zu sein, integrative Kunstprojekte zu planen und sie umzusetzen ist die Idee dahinter.


Dazu werden Eindrücke und Ideen aus der unmittelbaren Umgebung gesammelt, die in den Gestaltungsprozess einfließen und so zu ganz unterschiedlichen Kunstformaten führen. Durch das Kennenlernen verschiedener Materialien und Techniken entstehen auf kreative Art und Weise Kunstwerke für die Präsentation im öffentlichen Raum, die aus jeweils ganz unterschiedlichen Blickwinkeln stammen. Diese vielfältigen Sichtweisen führen dabei während des gemeinsamen Arbeitens immer zu persönlichen Gesprächen und zeigen einmal mehr, wie kraftvoll und behutsam zugleich Kunst verschiedene Kulturen zusammenzubringen vermag.


Aktuell bereitet die offene Kunstgruppe eine Ausstellung im Finanzamt Ratzeburg vor. Neben einer Werkschau wird das aktuelle Gemeinschaftsprojekt „Ein kleines Stückchen Heimat – Ratzeburg in Fotoschnipseln“ im September dort zu sehen sein. Die Exponate für die Ausstellungsreihe „Dörfer zeigen Kunst“ liegen bereit und werden in Kittlitz und Groß Sarau ausgestellt.

Die Teilnehmer freuen sich auf neue Themen und auf weitere Interessierte an der Mitgestaltung.

Die offene Kunstgruppe trifft sich außer in Ferienzeiten immer dienstags von 16 bis 18 Uhr im Begegnungscafé der VHS Ratzeburg, ehemalige Ernst-Barlach-Schule, Seminarweg 1 in Ratzeburg. Die Teilnahme ist kostenlos, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und Kinder dürfen mitgebracht werden.

Das Projekt des Fördervereins der VHS Ratzeburg e.V. wird durch die Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

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"PIMP YOU TOWN! Ratzeburg"
Schüler der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen wurden zu Kommunalpolitikern

Eigene Ideen diskutieren. Die Stadt verändern. Und dabei ganz viel über Kommunalpolitik erfahren. Rund 90 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen schlüpften Anfang Juni im Planspiel „Pimp Your Town! Ratzeburg“ für drei Tage in die Rolle von Kommunalpolitikern, das auf Einladung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" in der Ernst-Barlach-Schule vom Verein „Politik zum Anfassen e.V.“ aus Niedersachsen durchgeführt wurde.


Angeleitet durch die durchweg jungen Teamer des Vereins bildeten die 9. und 10. Klässler nach einem einführenden Crashkurs zur Kommunalpolitik eigene Fraktionen und sammelten zunächst in einer Traumwolke ganz unstrukturiert ihre Wünsche, Ideen und Vorstellungen für eine aus ihrer Sicht lebenswerten Stadt. Anschließend wurde diese Sammlung in Themenfeldern strukturiert und so ganz analog zur echten Ratsarbeit für eine Beratung in den gebildeten Ausschüssen „Schule, Jugend und Sport“, „Planen, Bau und Umwelt“ sowie „Tourismus und Stadtmarketing“ vorbereitet. Dabei galt es zu lernen, dass nicht alles, was Wünschenswert ist, auch in der Stadt entschieden werden kann. Manchmal müssen andere Ebene darüber entscheiden, manches kann nicht so ohne weiteres finanziert werden. Ebenso wichtig zu verstehen war, dass man sich auch immer wieder in der eigenen Fraktion überlegen muss, wie man zu Ideen steht, um dann in den Ausschussdiskussionen eine gemeinsame Haltung zu finden. Hierbei unterstützten Kommunalpolitiker*innen aus Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen nach Kräften und brachten ihre Erfahrung strukturgebend in die Ausschussarbeit ein. Entsprechend lichtete sich auf diese Weise das Themenfeld für die abschließende Stadtvertretersitzung am dritten Tag des Planspiels. Unter dem Vorsitz des Ersten Stadtrates Martin Bruns wurden in einer über dreistündigen Sitzung 45 Tagesordnungspunkte beraten und einem Beschluss zu geführt.

Dabei zeigte sich, dass die von den Jugendlichen eingebrachten Themen ganz häufig auch in der realen Stadtvertretung zur Diskussion stehen und die Lebenswirklichkeit junger Menschen sich immer auch in der Kommunalpolitik wiederfindet. Beispielsweise wenn es um die Verbesserung des Marktplatzes ging, um bessere Radwege, saubere Toiletten, mehr Kotbeutel für Hunde oder mehr Mülleimer in der Stadt, die Überarbeitung der Buslinien, die Umgestaltung des Schwimmbades "Aqua Siwa" oder die Investition in Schulen und deren Ausstattung. Aber es wurden auch zu Themen diskutiert, die im Alltag der Jugendlichen besonders bedeutsam sind, wie über freies WLAN an öffentlichen Orten, Klimaanlagen in Schulen, mehr Freizeitangebote und Freizeitflächen für Jugendliche, wie Parkour oder Skatebahn, die Aufstockung der Badeattraktionen oder mehr attraktive Ausbildungsangebote. Dazu kamen aber auch konkrete Verbesserungsvorschläge für die Stadt, die oftmals sehr durchdacht, zuweilen auch überraschend waren, wie das Aufstellung von Liegen im Kurpark, mehr Solaranlagen in der Stadt, eine Schwimmlernpflicht, Displayspiele an Ampelübergängen, eine Wasserskianlage oder gar der Bau einer städtischen Straßenbahn. Alle Anträge wurden ernsthaft und auf hohem Niveau diskutiert und abgewogen und schließlich gut begründet angenommen oder abgelehnt.

Im Ergebnis aber wurden mit „Pimp Your Town! Ratzeburg“ nicht nur viele Ideen beraten, sondern vor allem eines vermittelt, was gerade im Tagesordnungspunkt "Politische Förderung für Jugendliche" besonders zum Ausdruck kamen. So führte ein Schüler hierzu aus: "Seit zweieinhalb Tagen weiß ich, was Kommunalpolitik mit meinem Alltag wirklich zu tun hat." Einstimmig votierte die jugendliche Stadtvertretung dafür, dass es mehr solcher Begegnungsmöglichkeiten zwischen Schule und Stadtpolitik geben müsste. Überdies zeigte sich auch, dass eine Beschäftigung mit kommunalen Themen unvermittelt zu einem Blick für öffentliche Belange führt. So wies beispielswiese ein Schüler bei der Beratung des Tagesordnungspunktes "Weniger Ampeln und mehr Zebrastreifen" darauf hin, dass er am Vortage eine gefährliche Situation auf der Bundestraße 208 beobachtet habe, die doch mit einem Zebrastreifen entschärft werden könnte.

"PIMP YOUR TOWN! Ratzeburg" - Dokumentation
© »Pimp Your Town! Ratzeburg« - Politik zum Anfassen e.V. 
PIMP YOUR TOWN! Ratzeburg« - Dokumentation >>


Seitens der beteiligten Stadtvertreter*innen und der Gemeinschaftsschule kamen durchweg lobende Worte für den Verlauf des Planspiels, für die gute Organisation des Teams von „Politik zum Anfassen e.V.“ und vor allem für die engagierte Beteiligung der Schüler*innen. "Unsere Aufgabe als Stadtvertreter ist es immer auch, junge Menschen an die die Kommunalpolitik heranzuführen. Dafür war dieses Planspiel bestens geeignet und im Ergebnis sehr erfolgreich", sagte Bürgervorsteher Ottfried Feußner. Dies bestätigte Heinz Dohrendorf, Amtsvorsteher des Amtes Lauenburgische Seen, der das Planspiel aktiv begleitete: „Ein tolles Projekt mit sehr erfrischender und engagierter Beteiligung aller Teilnehmer/innen, das Mut macht und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen lässt“. Stadtvertreter und Erster Stadtrat Martin Bruns sagte: „Die Stadtvertretersitzung des Planspiels zu leiten war sehr beeindruckend. Die Schüler diskutierten alle samt engagiert, äußerst diszipliniert und kamen so zu abgewogenen Entscheidungen.“ Ganz ähnlich fasste Ratzeburgs Stadtvertreter Andreas von Gropper seine Eindrücke zusammen: „Es war erfreulich und für mich überraschend, wie lange die Jugendlichen konzentriert bei der Sache waren. Sowohl die Ausschuss- aber besonders die Stadtvertretersitzung hatten umfangreiche Tagesordnungen, wo wir Erwachsene schon an unsere Aufmerksamkeitsgrenzen kommen. Das lag natürlich auch an den wirklich gut geschulten Trainern des Veranstalters – die ja aber auch noch alle ziemlich jung sind.“ Und Stadtvertreter Thomas Kuehn sagte: "Das Engagement der Schülerinnen und Schüler war beeindruckend. Ich fand vor allem interessant, dass sie sich oft mit den Themen beschäftigt haben, die uns auch in der Stadtvertretung wichtig sind. Die kritische Haltung der Schülerinnen und Schüler zum Bau einer Skater-Bahn wird sicherlich Auswirkungen auf mein zukünftiges Abstimmungsverhalten haben, wenn wir dieses Thema wieder diskutieren."

Auch Schulleiter Henning Nitz lobte das Planspiel: "Das Projekt "PIMP YOUR TOWN! Ratzeburg" stellt ein hervorragendes Mittel dar, Schülerinnen und Schülern die wichtige Demokratiebildung konkret und vor Ort erlebbar zu machen. Die Schülerinnen und Schüler rücken ab von Aufgabenkonstruktionen in Schulbüchern und streben hin zu Einflussmöglichkeiten in die unmittelbare Umgebung ihres täglichen Lebens. Sie erfahren auch, dass hierzu Regeln einzuhalten sind, Mehrheiten gefunden werden müssen, aber auch Kompromissbereitschaft vorhanden sein muss, alles Grundqualifikationen für den Umgang miteinander in unserer Gesellschaft. Durch dieses "Lernen am anderen Ort" findet der Unterricht in der Schule eine wichtige Ergänzung und macht zusätzlich auch noch Spaß." Barbara Stellingwerf, Schulsozialarbeiterin an der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen, zeigte sich "sehr berührt und beeindruckt, mit welcher hohen Motivation die Schülerinnen und Schüler an den demokratischen Prozessen beteiligt werden wollen". 

Positiv resümierte auch Gesine Biller, Gemeindevertreterin in Mustin und Begleitausschussvorsitzende der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" den Verlauf des Planspiels: "Es wirkt so, als wäre hier ein großes Interesse an kommunaler Politik geweckt. Bei so demokratischen, engagierten und bürgernahen, politischen Nachwuchs freue ich mich auf die Zukunft in Ratzeburg und dem Umland." Auch das Team des Vereins "Politik zum Anfassen e.V. schloß sich dieser Bewertung an, so Lars Englert: "Die Ratzeburger Schüler waren super motiviert und interessiert!"

Der Ratzeburger Jugendbeirat, der das Planspiel in den Wochen zuvor mit Stadteilbegehungen aus den Jugendzentren heraus vorbereitet hatte, wird sich in den kommenden Wochen eingehend mit den Ideen der Gemeinschaftsschüler auseinandersetzen und entsprechend der protokollierten Beschlusslagen Vorschläge für eine weitere Beratung in den echten kommunalpolitischen Gremien machen. „Die Protokolle der Sitzungen sind für uns eine wahre Ideenfundgrube von jungen Menschen“, sagte Marten Koch, Jugendbeiratsvorsitzender.

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"Drumsound" in Ratzeburg - Neues integratives Trommelprojekt für Jugendliche

Zusammenkommen und Trommeln!!! Einmal die Woche gibt es im „Stellwerk“ ein neues Trommelprojekt für Jugendliche. Immer freitags in der Zeit von 16:00 – 18:00 Uhr, in der Riemannstraße 1, in der Ferien nur nach vorheriger Absprache.

Trommeln ist aktives Musizieren, es ist Bewegung und laut, Trommeln ist Rhythmus-Power, macht Spaß und gibt Lebensfreude. Beim Trommeln erleben die jungen Menschen Gemeinschaft, in der sie ein rücksichtsvolles Miteinander und auch mal ein mutiges Solo auf spielerische Weise erlernen. Die unterschiedlichen Begabungen und Neigungen können innerhalb der Gruppe berücksichtigt und miteingebracht werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Durch das gemeinsame Trommeln sollen junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und sozialen Bezügen die Chance haben, zusammen zu kommen und mögliche Vorbehalte untereinander abzubauen. In einem vertrauten Rahmen haben sie die Möglichkeit, sich auszuprobieren, sich im Trommeln weiterzuentwickeln und voneinander zu lernen. Neben dem Trommeln treten die Jugendlichen in den Austausch miteinander und durch das gemeinsame Tun lernen sie sich besser kennen und bauen Vorbehalte und Vorurteile gegenüber dem Anderen ab. Dabei stehen der gegenseitige Respekt und Akzeptanz im Vordergrund, Vielfalt und Toleranz werden innerhalb des Angebotes als Werte vermittelt.

Gefördert wird das Projekt von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen, im Rahmen des Bundesprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen, Jugend. 

Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Frau Stephanie Petersen, Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg, Fachbereich offene und interkulturelle Kinder- und Jugendarbeit  04541 – 857 228.

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Bundesprogramm "Demokratie leben!"

 

Integratives Kunstprojekt in Ratzeburg
"Zusammen leben - zusammen gestalten"

Seit Jahresbeginn treffen sich interessierte Menschen, Jung und Alt, männlich, weiblich, divers, international in lockerer Atmosphäre der offenen Kunstwerkstatt des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V., um unter Anleitung gemeinsam kreativ zu sein, integrative Kunstprojekte zu planen und umzusetzen.


Es werden dafür Eindrücke und Ideen aus der unmittelbaren Umgebung gesammelt, die in den Gestaltungsprozess einfließen und so zu ganz unterschiedlichen Kunstformaten führen. Durch das Kennenlernen verschiedener Materialien und Techniken entstehen auf kreative Art und Weise Kunstwerke für die Präsentation im öffentlichen Raum, die aus jeweils ganz unterschiedlichen Blickwinkeln stammen. Diese vielfältigen Sichtweisen führen dabei während der gemeinsamen Arbeit immer zu persönlichen Gesprächen und zeigen einmal mehr, wie kraftvoll und behutsam zugleich Kunst verschiedene Kulturen zusammenzubringen vermag. Derzeit bereitet die offene Kunstgruppe eine Ausstellung im Finanzamt Ratzeburg vor. Neben einer Werkschau wird das aktuelle Gemeinschaftsprojekt „ Ein kleines Stückchen Heimat – Ratzeburg in Fotoschnipseln“ im September zu sehen sein. Die Exponate für die Ausstellungsreihe „Dörfer zeigen Kunst“ liegen bereit und werden in Kittlitz und Groß Sarau ausgestellt.

Seit dem 11. Juni wird in der offenen Kunstwerkstatt mit Ton gearbeitet. Der Keramiker Hans Kuretzky aus Borstorf ist bekannt durch die Restaurierungsarbeiten im alten Hamburger Elbtunnel und begleitet das neue Projekt „Kunst im Garten“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen sich auf die neue Aufgabe und auf weitere Interessierte an der Mitgestaltung.

Die offene Kunstgruppe trifft sich immer dienstags (außer in den Ferien) von 16 Uhr bis 18 Uhr im Begegnungscafé der VHS Ratzeburg (alte Ernst-Barlach-Schule), Seminarweg 1 in Ratzeburg. Die Teilnahme ist kostenlos, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Kinder dürfen mitgebracht werden.

Das Projekt des Fördervereins der VHS Ratzeburg e.V. wird durch die Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

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"Tag des Grundgesetzes" in Ratzeburg

Bereits zum zweiten Mal wurde in Ratzeburg der "Tag des Grundgesetzes" begangen und am 23. Mai mit einer öffentlichen Wissensaktion an dessen Verkündung vor nunmehr 70 Jahren erinnert. Der Verein "Politik zum Anfassen e.V" aus Hannover lud zu einem spielerischen Stationenprogramm, an dem zunächst zahlreiche Schüler*innen in der Lauenburgischen Gelehrtenschule und nachfolgend auch viele Bürger*innen vor MARKTKAUF-Süllau ihr Wissen zum Grundgesetz testen konnten.


Dabei zeigte sich erfreulicherweise, dass Fragen zum Grundrechtskatalog von allen Teilnehmer*innen mit großer Sicherheit beantwortet werden konnten. Hingegen taten sich bei Fragestellungen zur "Ewigkeitsgarantie" oder zu den Beziehungen der staatlichen Ebenen doch die ein oder andere Lücke auf, die allerding schnell mit einem Blick in das "kleine Buch" geschlossen werden konnten. Die Reaktionen auf diesen "(Aktions-)Tag des Grundgesetze" waren durchweg positiv und führten insbesondere bei den Erwachsenen auch zu zahlreichen Diskussionen zum Grundgesetz, dass sich, so der einhellige Tenor, bis heute als Fundament der deutschen Demokratie bewährt habe. Allerdings wurde wiederkehrend auch auf die verpasste Chance verwiesen, im Zuge der Wiedervereinigung gemäß Artikel 146 aus dem Grundgesetz eine gesamtdeutsche Verfassung zu entwickeln. Dass dabei das Grundgesetz wohl immer Vorbild gewesen wäre, wurde jedoch nie in Zweifel gezogen, da es doch alle grundlegenden staatlichen System- und Wertentscheidungen trifft und jedem einzelnen die größtmögliche Freiheit für seine individuelle Lebensgestaltung einräumt.


Der "(Aktions)Tag des Grundgesetzes" würde auf Initiative des Vereins Miteinander leben e.V. und mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen durchgeführt.

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"Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen glänzt mit außergewöhnlicher Teilnehmerbilanz

Die Erfolge von geleisteter Arbeit zeigen sich häufig erst in einer bewussten Rückschau oder in statistischen Auswertungen, oftmals überraschend für diejenigen, die sich im Jahresverlauf ganz alltäglich damit befasst haben.  Eine vergleichbare Überraschung zeigte jetzt bei der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen (PfD), die turnusmäßig dem fördernden Bundesprogramm "Demokratie leben!" einen Jahresbericht zu ihren Aktivitäten in 2018 vorlegen muss. Dazu gehört auch die obligatorische Teilnehmerstatistik, die in der Tat eine große Überraschung bot. "Bei der Zusammenstellung der Teilnehmermeldungen aus allen geförderten Projekte, die einem vorgegebenen statistischen Raster des Bundesprogramms folgen muss, stellten wir fest, dass sich im Jahresverlauf 2018 4.134 Personen an den verschiedenen Angeboten unserer "Partnerschaft für Demokratie" beteiligten. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 120%", resümierte Mark Sauer, der die lokale PfD federführend für Stadt und Amt gegenüber dem Bundesprogramm vertritt.


Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses, der über die Mittelvergabe an Projektträger vor Ort entscheidet, zeigte sich begeistert: "Natürlich wissen wir, dass viele interessante und wirklich gute Projekte in unseren Zielbereichen "Demokratiestärkung", "Extremismusbekämpfung" und "Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft" in 2018 von uns gefördert wurden. Dass diese allerdings auch so viele Menschen ansprechen und erreichen konnten, ist einfach unglaublich. Ich danke all den Projektträgern, für ihren Mut, sich mit ihren Ideen bei uns vorzustellen und um eine Förderung zu bemühen und vor allem für ihre engagierte Arbeit, diese auch zu solch einem Erfolg zu führen." Für Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle des PfD, der Projektträger bei der Antragstellung und der Durchführung berät und begleitet, war diese Entwicklung hingegen nicht ganz so überraschend. "Ich sehe in meiner täglichen Arbeit mit der stetig steigenden Projektträgern schon, wie viele Menschen erreicht werden, sowohl bei den großen ganzjährigen Projekten der beteiligten Vereine und Verbände, wie auch vor allem auch bei den sogenannten Kleinprojekten, die auch von Einzelpersonen, Kleingruppen oder Schulklassen durchgeführt werden können. Dies allerdings statistisch bestätigt zu bekommen ist sehr motivierend"


Dass sich der Erfolg des Jahres 2018 auch in diesem Jahr wiederholen lassen kann, da zeigen sich die Verantwortlichen des PfD Ratzeburg/ Amt Lauenburgische Seen sehr zuversichtlich. "Wir haben auf unser letzten Begleitausschusssitzung im Mai schon wieder drei Projekte auf den Weg schicken können, im Themenfeld "Zusammenleben in der Eiwanderungsgesellschaft". Damit haben wir aktuell 9 Großprojekte sowie 14 Miniprojekte in der Förderung und unser Fördertopf des Bundesprogramms und der beteiligten Kommunen mit seinen 105.000 € neigt sich langsam dem Ende", sagte Gesine Biller, hocherfreut über die Entwicklung, die die "Partnerschaft für Demokratie" in Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen nimmt.

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Plakataktion des Ratzeburger Jugendbeirates zur Europawahl

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat mit einer Plakataktion seine Initiative zur Europawahl gestartet, die eine simple Botschaft beinhaltet: "Aktiv sein und wählen gehen!". In diesem Sinne werben die Plakate mit den Hinweis, dass ein gemeinsam gestaltetes Europa gerade für die junge Generation ein besonderer Gewinn ist: "Wir kennen Europa nur offen, friedlich, ohne Grenzen, mit europäischen Begegnungen schon in der Schulzeit und mit vielen Möglichkeiten für Ausbildung, Studium und Beruf.


Damit dies auch so bleibt, sollte jeder wählen gehen", beschreibt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates die Ziele der Plakataktion. Parallel dazu verteilt der Ratzeburger Jugendbeirat "Wahlstifte" an wahlberechtigte Schüler*innen, als Erinnerungsstütze und lädt am Wahlsonntag ganz aktiv zu einem weiteren "Europa"-Demokratielauf um 10:00 Uhr vor dem Ratzeburger Rathaus. "Wir können immer wieder nur motivieren, sich an Wahlen und insbesondere an dieser Europawahl zu beteiligen, gerade auch im Interesse von jungen Menschen, die noch keine Stimme abgegeben dürfen, obwohl Europa vor allem ihre Zukunft ist", so Marten Koch. Die Idee zu diesen Aktionen entwickelte der Ratzeburger Jugendbeirat im Jugendforum der „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, dass Fördermittel des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ für genau solche Aktionen und Eigeninitiativen junger Menschen bereit hält.

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Ratzeburg begeht den "Tag des Grundgesetzes"

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 und hat sich bis heute als Fundament der deutschen Demokratie bewährt. Die Artikel des Grundgesetzes stehen über allen anderen deutschen Rechtsnormen. In ihnen sind die grundlegenden staatlichen System- und Wertentscheidungen festgelegt. Daran erinnern soll am 23.05.2019 der "Tag des Grundgesetzes", 2019 sogar zu einem runden 70jährigen Jubiläum.

Die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen greift diese Erinnerung gerne auf und plant zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V.  einen gemeinsamen Aktionstag in Ratzeburg.  Dafür haben sie, wie schon im Vorjahr, das junge Team des Vereins "Politik zum Anfassen e.V." aus Niedersachsen um Unterstützung gebeten. Sie werden am Vormittag des Jubiläumtages zunächst eine Mitmachaktion in Form von kleinen Info- und Wissensspielen in der Lauenburgischen Gelehrtenschule organisieren. Schülerinnen und Schüler sollen dabei angesprochen werden, ihr Wissen rund um das Grundgesetz zu testen. Am Nachmittag wird das Team von "Politik zum Anfassen e.V." mit ihren Angeboten vor EDEKA Süllau am Viehmarkt in der Ratzeburger Vorstadt Station machen und dort auch die Bürgerinnen und Bürger an Quizstationen zum kleinen Büchlein befragen, das seit 70 Jahren unser Leben in Freiheit, Vielfalt, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit gestalten hilft.

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Eine "Europabank" macht sich auf den Weg

"Europa" ist in diesem Frühjahr ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" (PfD). Mit Blick auf die anstehende neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament sollen nach Willen des verantwortlichen Begleitausschusses viele Möglichkeiten geschaffen werden, um über Europa ins Gespräch zu kommen. "Wir möchten Bürgerinnen und Bürger motivieren, doch einmal über das Projekt der Europäischen Union nachzudenken und für sich zu entscheiden, ob es nicht der eigenen Stimme wert ist", sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses. Sie selbst hat dies zusammen mit weiteren Vertreter*innen von "Partnerschaften für Demokratie" in Schleswig-Holstein bereits im Rahmen einer Demokratiekonferenz getan und dabei Ideen entwickelt, um den Bürgerdialog über Europa zu befördern. Eine davon ist bereits in Aktion getreten, die "Europabank" des iranischen Künstlers Ebrahim Sharghi. Inspiriert von den "Politischen Klönbänken" der Ratzeburg Volkshochschule ist auf der Demokratiekonferenz der Vorschlag einer wandernden "Europabank" aufgebracht worden, die immer dort auftauchen soll, wo Menschen über Europa reden, diskutieren oder streiten wollen. Sie soll einladen, um vis-a-vis ins Gespräch zu kommen. Ebrahim Sharghi, selbst Mitglied im Begleitausschuss, hat diese Idee begeistert aufgenommen und sie umgehend mit künstlerischer Vorstellungskraft in seinem kleinen Atelier umgesetzt.

Entstanden ist in der Tat ein einladendes Kunstwerk, verziert mit einem Zitat Konrad Adenauers, das sich bereits auf den Weg gemacht hat, um seinen Zweck zu erfüllen ... Menschen zum Gespräch über "Europa" einzuladen. Eine erste Station war dabei das Ratzeburger Rathaus. Dort lud die VHS-Ratzeburg zu einem Europaforum mit Enrico Kreft von der Europa Union. Anschließend reiste die Bank nach Salem, zum "Salemer Dialog" zur Europawahl und wartet jetzt auf weitere Einsätze.


Die "Europabank" darf und soll gerne angefragt werden, wenn das Thema "Europa" besprochen werden soll. Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle der PfD vermittelt sie gerne unter der Rufnummer 04541-808027 oder schneider@bqg-personalentwicklung.de.

"Wir haben in der Vergangenheit viel zu sehr über Banken in Europa geredet. Wir finden, dass wir auf unserer Bank lieber miteinander über die Menschen in Europa sprechen sollten", sagt Gesine Biller, für die es keine Frage ist, ob sie am 26. Mai 2019 ihre Stimme abgeben wird. Schließlich ist für sie Europa vor allem ein großes Friedensprojekt, über das noch viel zu wenig gesprochen wird.

Die Europainitiative der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" wird sich in den kommenden Wochen weiter entfalten und auch vom angeschlossenen Jugendforum mit eigenen Beiträgen unterstützt. Gerade aus Sicht der Jugendlichen wird Europa in besonderem Maße als eigenes Zukunftsprojekt wahrgenommen, das so  viele Möglichkeiten für Ausbildung, Studium und Begegnung bietet.

Ratzeburg feiert altpersisches Neujahrsfest "Nouruz" in familiärer Atmosphäre

In familiärer Atmosphäre wurde vergangene Woche das altpersische Neujahrsfest "Nouruz" im Ratzeburger Café Lydia begangen. An zwei Tagen folgten rund 200 Gäste der Einladung von Flüchtlingskoordinatorin Esmat Shirazi, die mit einem internationalen Team von engagierten Helferinnen und Helfern, die Festtage einmal mehr in Ratzeburg organisiert hatte. Persische Spezialitäten wurden als Mittagstisch geboten, ebenso wie allerlei Landestypisches zum Probieren.

Auch die traditionelle Festtafel, die "Sofreye Haft Sin", die mit sieben Dingen beginnend mit einem "S" geschmückt wird, wie Weizen oder Linsen als das gekeimte Grün (Sabzi), Apfel (Sib), Essig (Serkeh), Knoblauch (Sir), Gewürzsumach (Somagh), eine Süßspeise (Samanu) oder Mehlbeeren (Senjed), gab es zu bewundern. Ein iranisches Trio begleitete das festliche Miteinander mit traditioneller Musik, die immer wieder auch Passanten von der Straße ins Café Lydia lockte. Über "Nouruz" informierte zudem ein Infostand mit Schautafeln auf dem Marktplatz. Bei einem Glas heißem Tee wurde über die weitumspannende Tradition dieses Festes, welches den Frühling willkommen heißt und auch außerhalb des Irans in vielen benachbarten Kulturen gefeiert wird, erzählt und auf das Angebot im Café Lydia aufmerksam gemacht.


"Für Menschen aus der Region rund um Persien ist "Nouruz" von großer Bedeutung und immer auch mit einladender Gastfreundschaft verbunden. Viele Geflüchtete, die aus dieser Region stammen, freuen sich jedes Jahr wieder, dass wir hier in Ratzeburg dieses Fest gemeinsam begehen und auch viele Einheimische dabei sind"
, sagte Esmat Shirazi, die sich insbesondere für die Unterstützung durch das Café Lydia und die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See bedankte. 

Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zeigte sich einmal mehr begeistert, wie viele Menschen sich im Rahmen eines sogenannten Kleinprojektes zusammenbringen lassen: "Unsere Förderung von Kleinprojekten ermöglicht auch Einzelpersonen und Gruppen ohne Vereinsbindung, von unseren Projektmitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" zu profitieren. Bis zu 500 € können so für solch wunderbare Ideen wie dieses Begegnungsfest oder auch für demokratiestärkende Aktionen in einem einfachen Antragsverfahren bereit gestellt werden."

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Forum "Zeit für Europa!?"
Europas Perspektiven vor der Wahl - Diskussionsabend mit Enrico Kreft

Wird es Zeit für Europa? Angesichts von Migration, BREXIT, Populismus und Nationalismus, von Werteerosion und autoritären Bestrebungen? Angesichts von Plastikmüll, Digitalisierung, von Handelskrieg und neuen Herausforderungen der internationalen Sicherheit?

Europas Perspektiven vor der Wahl stehen im Fokus des Forums "Zeit für Europa!?", zu dem die Volkshochschule Ratzeburg zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. am 28. März 2019 um 19:00 Uhr in den Ratssaal des Ratzeburger Rathauses einlädt. Es soll Bürger*innen motivieren, im Kontext der Europawahl im Mai 2019 über europäischen Fragen und Fragstellungen zu diskutieren. Enrico Kreft, Präsidiumsmitglied der Europa Union, wird diese Diskussion fachkundig und mit viel Hintergrundwissen anleiten. Worüber diskutiert werden soll, entscheiden die Gäste des Forums. Haben Sie Zeit für Europa?

Das Forum "Zeit für Europa!?" wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

Der Eintritt ist frei!

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Landesweite Fachtagung der "Partnerschaften für Demokratie" fand in Ratzeburg statt

Sie setzen sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander ein: Regionale „Partnerschaften für Demokratie“ (PfD) unterstützen zahlreiche demokratiefördernde Einzelprojekte vor Ort. Bei der jährlichen Demokratiekonferenz der PfD Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen (LS) kamen die landesweiten PfD zusammen und erhielten Besuch aus dem Berliner Bundesministerium.

Das Programm ist unter dem Dach des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angesiedelt. Thomas Heppener leitet dort das Referat „Demokratie und Vielfalt“. Dass Heppener zur Konferenz nach Ratzeburg kam, hatte mehrere Gründe: Die gastgebende PfD hatte alle Partnerschaften für Demokratie in Schleswig-Holstein eingeladen, um Konzepte für eine hohe Wahlbeteiligung bei den Wahlen zum Europäischen Parlament – in Deutschland am 26. Mai – zu erarbeiten, und eine perspektivische Botschaft hatte der Referatsleiter auch im Gepäck. „Schon heute möchten 30 Prozent der Parteien im Europäischen Parlament dieses Europa abschaffen“, sagte Thomas Heppener. Nach seinen Worten geht es um Antworten auf die Fragen, wie es gelingt, Menschen zusammenzubringen und Interessen abzuwägen. Heppener: „Demokratie entsteht nicht von allein, sie muss immer wieder neu gestaltet werden.“ Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß, selbst im Begleitausschuss der PfD aktiv, machte sich in seinem Grußwort „Sorgen um das Abstimmungsverhalten und die Beteiligung bei der Europawahl“. Voß unterbrach seinen Urlaub, um zur Demokratiekonferenz in die Lauenburgische Gelehrtenschule zu kommen.

Bundesweit sind 300 Partnerschaften für Demokratie aktiv, berichtete Thomas Heppener. Mark Sauer, federführendes Amt der PfD Stadt Ratzeburg-Amt LS, ergänzte, dass es in ganz Schleswig-Holstein bislang nur sechs Zusammenschlüsse gebe, drei allein im Kreis Herzogtum Lauenburg. „Das muss besser werden“, meinte Sauer und so war die Demokratiekonferenz in Ratzeburg auch konzipiert: Neben den Konzepten zur Europawahl ging es bei dem Treffen auch um den Austausch der PfD untereinander und mit Interessierten, die eine Gründung planen.

In den jeweiligen regionalen Begleitausschüssen der PfD wird über die Förderung von Projekten zur Demokratieförderung beraten und entschieden. Gesine Biller, Vorsitzende des Ausschusses der gastgebenden PfD appellierte an alle Teilnehmer: „Es gilt, noch mehr Menschen für unsere Demokratie zu begeistern, denn es geht auch anders, als mit reinem Populismus.“

Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des überwiegend ehrenamtlich geleisteten Engagements sind gut, denn während bislang jährlich über eine Fortsetzung von „Demokratie leben!“ entschieden wurde, brachte Thomas Heppener aus Berlin die Nachricht mit: „Die Bundesministerin Frau Dr. Franziska Giffey hat entschieden, dass Demokratieförderung eine Daueraufgabe sei und das Förderprogramm entfristet.“

Somit ist zumindest für die nächsten Jahre eine Fortführung und eine Stärkung des Engagements möglich.

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Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen“ berät über weitere Förderanträge

Der Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ tritt am 27.02.2019 um 18:30 Uhr im Rathaus der Stadt Ratzeburg zusammen, um über weitere Projektanträge im Förderjahr 2019 zu beraten. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die beteiligten Kommunen stellen wiederum 44.000 € bereit, um demokratiestärkende Initiativen, Extremismusprävention sowie Projekte, die das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen fördern, in Stadt und Umland zu finanzieren.

Interessierte Vereine und gemeinnützige Institutionen sind weiterhin aufgefordert, sich mit ihren Projektideen beim Begleitausschuss zu präsentieren und Anträge einzureichen. Dabei unterstützt Karl Scheider von der Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH. Alle Informationen zum Antragsverfahren und den Förderrichtlinien sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden.

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Ratzeburger Volkshochschule wieder unterwegs in Sachen politischer Bildung

Die Ratzeburger Volkshochschule legt auch in diesem Jahr wieder einen besonderen Schwerpunkt auf die politische Bildung. Zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V., der als anerkannter Träger der politischen Bildung, Vortrags- und Seminarangebote im Kreis organisiert, ist eine weitere Vortragsreihe geplant, die im Frühjahrssemester drei Vorträge umfassen soll.


Den Beginn macht 28.02.2019 Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger mit einem Vortrag über das Konfliktpotential von Rohstoffen im 21. Jahrhundert im Ratzeburger Rathaus. Einen besonderen Fokus auf die Europa und die anstehende Europawahl legt nachfolgend Enrico Kreft von der Europa-Union, der am 28.03.2019 im Ratzeburger Rathaus und am 30.04.2019 im Gemeindezentrum Salem, zu improvisierenden Diskussionsabenden rund um das gesamten Spektrum europäischen Themen einlädt, frei nach dem Motto: "Besprochen wird, was gefragt wird!" Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.

"Für uns als Ratzeburger Volkshochschule sind politische Bildungsangebote in Stadt und Umland eine Verpflichtung in unserem Programm. So freut es uns sehr, dass wir zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. und der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" immer wieder entsprechende Angebote setzen können", sagte Volkshochschulleiter Holger Martens, auch schon mit Blick auf das kommende Herbstsemester, das nach Wunsch des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holstein e.V. ganz im Zeichen der politischen Bildung stehen soll. "Natürlich bringt sich die Ratzeburg Volkshochschule dabei wieder mit zahlreichen Angeboten ein", versicherte Holger Martens.

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"Gemeinsam leben - gemeinsam gestalten"
Integratives Mitmach-Kunstprojekt der Volkshochschule gestaltet Karnevalsmasken

Die Ratzeburger Volkshochschule startet in der Reihe "Gemeinsam leben - gemeinsam gestalten" ein weiteres integratives Kunstprojekt für begegnungsinteressierte Menschen - jung, alt, männlich, weiblich, divers, international, die sich einmal wöchentlich treffen mögen, um gemeinsam kreativ zu sein. "Masken" ist dabei das neue Thema, Karnevalsmasken im Besonderen, entsprechend der Jahreszeit, die mit verschiedenen Materialien vielseitig und farbenfroh gestaltet werden sollen. Das Kunstprojekt findet den gesamten Februar über immer dienstags von 16:00 - 18:00 Uhr im Begegnungscafé in der ehemaligen Ernst-Barlach-Schule, Seminarweg 1, statt. Start ist am kommenden Dienstag, den 05.Februar 2019. Anmeldungen und Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist dank einer Förderung durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" kostenlos.

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Ausstellung »Kopfsache« ... wir sind nicht alle gleich!

Unter dem Motto "Zusammen leben – zusammen gestalten" haben viele Menschen - jung, alt, einheimisch, zugezogen - aus Ratzeburg und der Umgebung in den vergangenen Wochen in einem offenem Kunstprojekt der Volkshochschule Ratzeburg weiße Styropor-Köpfe nach ihren Vorstellungen gestaltet. An den bunten Ergebnissen erkennt man die uniforme Einheit des Ausgangsmateriales nicht mehr und auch nicht, wer die Künstler sind. Ob erfahrene Künstlerin, ob Mann, ob Kind, ob Einheimischer? Diese Frage stellt sich bei der bunten Vielfalt nicht. Vielmehr regen die teilweise kritischen Werke zum Nachdenken an.


In der Zeit vom 1. bis 28. Februar 2019 präsentieren sich die rund 40 farbfrohen und ausdrucksstarken Exponate interessierten Besucher*innen im Ratssaal des Rathauses während der Öffnungszeiten in einer Ausstellung mit dem Titel "Kopfsache". Zu deren  Eröffnung am 31.Januar 2019 um 17 Uhr stehen die Erschaffer*Innen dieser Werke selbst gerne für Gespräche zu ihren Köpfen bereit, bei musikalischer Begleitung und kleinen kulinarischen Besonderheiten.

Gefördert wurde dieses Kunstprojekt aus Bundesmitteln des Förderprogrammes „Demokratie leben!“ über die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen".

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Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen" eröffnet Förderjahr 2019 mit ersten Projekten

Der Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen"(PfD) hat auf seiner ersten Sitzung im neuen Förderjahr 2019 zwei demokratiestärkende Projekte beraten und auf den Weg bringen können. So erhält der niedersächsische Verein "Politik zum Anfassen e.V." die Möglichkeit, zusammen mit der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen das Beteiligungsprojekt "PIMP YOUR TOWN!" durchzuführen. In diesem Planspiel schlüpfen Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern. Sie beraten ihre eigenen Ideen aus ihrer konkreten Lebenswirklichkeit als Anträge und treffen lösungsorientierte Entscheidungen. Dabei lernen die Schüler nicht nur handlungsorientiert und nachhaltig die Abläufe in der Kommunalpolitik kennen, sondern können ihre eigenen Ideen in die lokale Politik einbringen. Bei der Arbeit werden die Schüler von den "echten" Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern unterstützt und die Anträge den "echten" politischen Gremien am Ende als Drucksache vorgelegt. Parallel produzieren die Schüler einen Film und ein Magazin über das Planspiel, um ihre dreitätige kommunalpolitische Arbeit zu dokumentieren. Die Initiative, "PIMP YOUR TOWN" auch in Ratzeburg stattfinden zu lassen, ging von Schulsozialarbeiterin Barbara Stellingwerf aus. Sie hatte von diesem Projekt, das bereits in zahlreichen Kommunen mit großem Erfolg durchgeführt wurde, aus erster Hand erfahren und in ihrer Schule den Vorschlag unterbreiten, einmal daran teilzunehmen. Ein Ansinnen, das sowohl bei der Schulleitung, aber auch beim Begleitausschuss der PfD auf sehr offene Ohren traf und dort zu einem positiven Förderentscheid führte. Anfang Juni kann "PIMP YOUR TOWN!" mit Schüler*innen des neunten Jahrganges damit durchstarten.

Ein weiteres umfangreiches Demokratieprojekt stellte der Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit der Volkshochschule Ratzeburg vor. "Demokratie butten vör din Döör" ist der Titel des Projektes, das politische Bildungs- und Mitmachangebote wie Vorträge oder Aktionstage umfasst, aber auch eine Ausstellung konzipieren will, die politisches Engagement und die handelnden Demokrat*innen vor unser Haustür in Stadt und Umland sichtbar machen soll.

Ebenfalls eingerichtet wurde wieder ein Fond für sogenannte "Kleinprojekte", um auch Einzelpersonen, Schulklassen oder Initiativen ohne rechtsfähigen Vereinsstatus die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen für eine starke Demokratie, gegen extremistische Einstellungen oder für ein gelingendes Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft umsetzen zu können. Bis zu 500 € können aus diesem Topf für solche Kleinprojekte in einem einfachen Antragsverfahren bereit gestellt werden, wobei der Begriff "Kleinprojekte" irreführend ist, wie Projektberater Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle der PfD zu berichten wusste: "Im vergangenen Jahr haben wir in 17 geförderten Kleinprojekten beinahe mehr Menschen erreicht als in den 9 Großprojekten aus unserem Aktionsfond."

Der Begleitausschuss wird bereits Ende Februar erneut tagen, um weitere Förderanträge zu beraten und dafür Mittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend bereit zu stellen. Interessierte Vereine und gemeinnützige Institutionen sind also weiterhin aufgefordert, sich mit ihren Projektideen beim Begleitausschuss zu präsentieren und Anträge einzureichen. Dabei unterstützt Karl Scheider von der Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH. Alle Informationen zum Antragsverfahren und den Förderrichtlinien sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden.


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Selbsthilfe als erklärtes Ziel der interkulturellen Fahrradwerkstatt der Ratzeburger Willkommenskultur

Seit nunmehr drei Jahren hilft ein ehrenamtliches, kulturell bunt gemischtes Team unter der Anleitung von Hauke Thomsen und Tarek Al Shadidi in der interkulturellen Fahrradwerkstatt der Ratzeburger Willkommenskultur, Geflüchteten in Ratzeburg und Umland mobil zu werden. Gespendete Fahrräder oder abgelaufene Fundfahrräder werden dort aufbereitet und gegen eine geringe Gebühr zur privaten Nutzung abgegeben. Selbsthilfe wird dabei groß geschrieben, bei der Instandsetzung, wie auch bei anfallenden Reparaturen. "Wir wollen, dass jeder sein Fahrrad auch selbst in Schuss halten kann und das geht am besten, wenn man die fachmännischen Handgriffe einmal selbst ausprobiert", sagt Hauke Thomsen. An mehr als 20 Terminen hatte die Werkstatt allein in 2018 geöffnet, in der Regel alle 14 Tage samstags in der Ernst-Barlach-Schule. "Im Schnitt kamen pro Termin 8 Besucher*innen, entweder um ein Fahrrad zu erfragen, um Reparaturen selbst durchzuführen oder sich anleitend helfen zu lassen", weiß Tarek Al Shadidi zu berichten und zitiert eine stolze Bilanz des fünfköpfigen Teams: ca. 100 Fahrräder wurden im abgelaufenen Jahr instand gesetzt, rund 60 Fahrräder neu ausgegeben und über 100 Mal technische Hilfe und Anleitung für Reparaturen gegeben. Dabei betonen Thomsen und Al Shadidi, dass die interkulturelle Fahrradwerkstatt immer auch ein Begegnungsraum ist, offen für alle Menschen, die ein technisches Problem an ihrem Fahrrad haben.

Denn nirgends, so die Überzeugung der Initiatoren, klappen gegenseitiges Kennenlernen und Integration besser als beim gemeinsamen Arbeiten. Eine Einschätzung, die auch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen (PfD) teilt, die im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" das Projekt finanziell unterstützt. "Obwohl die Werkstatt eine wirklich große Wirkung entfaltet, gilt es für uns als "Miniprojekt", sagt Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle des PfD. "Lediglich 500 € im Jahr werden dort für Ersatzteile benötigt, um so vielen Menschen zu helfen und zusammenzubringen. Ein tolles Beispiel, was ehrenamtliches Engagement zu leisten vermag." Hauke Thomsen und Tarek Al Shadidi wollen angesichts der stetig hohen Besucherzahlen das Angebot der interkulturellen Fahrradwerkstatt auch in 2019 aufrecht erhalten, wie immer mit offenen Türen für alle Probleme rund ums Fahrrad.

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„Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ startet ins neue Förderjahr

Der Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ tritt am 16.01.2019 um 18:30 Uhr im Rathaus der Stadt Ratzeburg zusammen, um über erste Projektanträge im Förderjahr 2019 zu beraten. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die beteiligten Kommunen stellen wiederum 44.000 € bereit, um demokratiestärkende Initiativen, Extremismusprävention sowie Projekte, die das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen fördern, in Stadt und Umland zu finanzieren. 

Interessierte Vereine und gemeinnützige Institutionen sind ab sofort aufgefordert, sich mit ihren Projektideen beim Begleitausschuss zu präsentieren und Anträge einzureichen. Dabei unterstützt Karl Scheider von der Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH. Alle Informationen zum Antragsverfahren und den Förderichtlinien sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden.

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Ratzeburger Volkshochschule blickt auf ein Jahr voller politischer Bildung

Zufrieden blickt die Ratzeburger Volkshochschule auf ein informationsreiches, politisches Bildungsjahr zurück. Zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. und gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" konnte sie im Jahresverlauf einmal mehr sechs Vortragsveranstaltungen zu ganz unterschiedlichen Themen der politischen Bildung anbieten und durchführen. Von ”Reichsbürgern” über ”Putins Russland”, ”Afrikanische Migration”  und ”Märtyrern im Meinungskrieg” bis zum ”Iran” und der ”Europäischen Union” reichte das Themenspektrum.

”Über zweihundert Besucher in Ratzeburg, aber auch im benachbarten Buchholz, nutzten die Möglichkeit, sich politisch zu bilden und mit durchweg gut informierten Dozenten intensiv zu diskutieren. Aus Sicht der Volkshochschule ein großartiges Ergebnis unser Bemühungen, die politische Bildung im ländlichen Raum zu verankern”, sagte Volkshochschulleiter Holger Martens und verwies auch auf das ausgesprochen positive Ergebnis einer Evaluation, die parallel zur Vortragsreihe erhoben wurde. 98,81% der befragten Besucher gefiel die Vortragsreihe, 94,05%  gaben an, etwas dazu gelernt zu haben und 96,43% würden den Besuch der Vortragsreihe weiterempfehlen.

Für Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. bestätigt diese Umfrage den Bedarf für politische Bildungsangebote im ländlichen Raum: ”Wir sehen an den unterschiedlichen Standorten im Lauenburgischem immer wieder großes Interesse an politischen Bildungsveranstaltungen im Vortragsformat und vermitteln als freier Träger der politischen Bildung gerne geeignete Dozentinnen und Dozenten an unsere Kooperationspartner. Das Engagement der Ratzeburger Volkshochschule ist dabei wirklich vorbildlich. Dort konnten die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr mit Ausbau des Vortragsangebotes um 46% gesteigert werden.“


Dass politische Diskussion und Debatte dabei nicht nur in den Vortragsräumen stattfinden muss, sondern auch trefflich im öffentlich Raum möglich ist, versinnbildlichte die Ratzeburger Volkshochschule mit der Aktion der ”Politischen Klönbänke”. Im Stadt- und Amtsgebiet sind metallene Plaketten mit politischen Zitaten an Sitzbänken montiert worden, als Anregung zum Gespräch und Meinungsaustausch oder einfach auch zum Gedankenanstoß. Und sollten diese weitere Fragen aufwerfen, gibt es immer noch die Möglichkeit, sich weitergehend zu informieren, wenn die Reihe politischer Bildungsvorträge auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird. Schließlich soll nach Willen des Landesverbandes der Volkshochschulen 2019 landesweit ein ”Jahr der politischen Bildung” werden, wie es die Ratzeburger Volkshochschule schon seit Jahren beispielhaft praktiziert.

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Ratzeburger Jugendbeiratswahlen 2018 - Das Endergebnis

Die Wahlen zum Ratzeburger Jugendbeirat wurden am vergangenen Freitag mit der letzten Wahlmöglichkeit im  Ratssaal des Rathauses beendet. Insgesamt haben 253 Kinder und Jugendliche an den verschiedenen Wahlstandorten in den Schulen, im Jugendzentrum STELLWERK und im Rathaus ihre Stimmen abgegeben. Im Vergleich zur Jugendbeiratswahl 2016, die noch stationär und nur an einem festen Termin durchgeführt wurde, ergab sich damit eine fulminante Steigerung der Wahlbeteiligung von rund 940 %. Rund 11% aller wahlberechtigten Kinder und Jugendlichen aus Ratzeburg und dem Schulverbandsumland haben mithin dieses Mal von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht.

Im Ergebnis wurden 707 gültige Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf:

Lucca Rosenkranz 118 Stimmen
Marten Koch 93 Stimmen
Tabea Schudde 87 Stimmen
Phoebe Wiese 87 Stimmen
Melina Godehardt 67 Stimmen
Julian Godehardt 45 Stimmen
Nikola Nikolov 45 Stimmen
Luc Petzold 41 Stimmen
Johann Tessmer 40 Stimmen
Anna Sophie Morgenroth 37 Stimmen
Paul Tessmer 32 Stimmen
Kenneth Dorian Heickendorf 15 Stimmen


Damit sind im neuen Jugendbeirat (9 Plätze) vertreten:

Julian Godehardt
Melina Godehardt
Marten Koch
Nikola Nikolov
Luc Petzold
Lucca Rosenkranz
Tabea Schudde
Johann Tessmer
Phoebe Wiese

Nachrücker*innen in folgender Reihenfolge:

Anna-Sophie Morgenroth
Paul Tessmer
Kenneth Dorian Heickendorf

 

"FrauenGesichter - FrauenGeschichten - FrauenWelten"
Großer Andrang zur Ausstellungseröffnung im Ratzeburger Ratssaal

Etwas überwältigt von der Publikumsresonanz zeigten sich die Organisatorinnen des Ausstellungsprojektes "FrauenGesichter - FrauenGeschichten - FrauenWelten" bei der Vernissage im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses am vergangenen Freitag. "Wir haben mit bis zu 30 interessierten Besucher*innen gerechnet. Das ist fast 100 geworden sind, ist überwältigend für uns, vor allem aber für die beteiligten Frauen, die sich vielfach erstmalig mit ihren Portraits in die Öffentlichkeit wagen", sagte Silvia Tessmer von der Volkshochschule Ratzeburg, die zusammen mit dem Soroptimist International Club Ratzeburg das Projekt gemeinschaftlich getragen hat. Claudia Bormann, Vorsitzende der Ratzeburger Soroptimistinnen, und als Künstlerin und Kunstpädagogin auch Initiatorin des Projektes präsentierte sichtlich erfreut die beeindruckenden, künstlerischen Ergebnisse und lobte den Mut der beteiligten Frauen aus sechs Nationen, sich in dieser besonders intimen Form der künstlerischen Darstellungen zu versuchen und schließlich auch zu zeigen.


Möglich, so Claudia Bormann, wurde dies durch die professionelle und behutsame Anleitung von Künstlerin und Kulturvermittlerin Barbara Engel. Sie begleitete zusammen mit Susanne Butt und Gesine Biller die immer wieder unterschiedlich zusammengesetzte Frauengruppe über drei Monate hinweg und führte sie mit unterschiedlichsten Übungen nicht nur in die Kunst der Portraitmalerei ein, sondern auch in die Herstellung von Farben. Begleitend erarbeitete Thomas Biller, als einziger Mann in der Projektgruppe, zusammen mit den Frauen Lebenstexte, die als Teil der Ausstellung zu den Portraits und Skizzen gezeigt werden.


Dabei zog sich durch die gesamte Projektarbeit als roter Faden die positive Erfahrung aller Beteiligten, welch enorme Kraft Kunst entfalten kann, um Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen zusammenzubringen. Die Vernissage war dafür ein besonderes beeindruckendes Beispiel und die anregenden Begegnungen und Gespräche vor dem Hintergrund der gezeigten Exponate für alle Organisatorinnen dieses Gemeinschaftsprojektes ein großer Lohn. Aber auch ein Ansporn, in diesem Sinne weiterzuarbeiten. So ist bereits ein Nachfolgeprojekt mit dem Titel "Kopfsache" geplant, das ebenfalls über die Förderung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" ermöglicht werden kann, als Beitrag zum Themenschwerpunkt "Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft. Das Projekt startet am 27.11.2018 um 15.00 Uhr im Begegnungscafé in der Ratzeburger Volkshochschule und ist wiederum offen und kostenfrei für Frauen aller Nationen ... und dieses Mal sogar auch für Männer. Die Ausstellung "FrauenGesichter - FrauenGeschichten - FrauenWelten" ist noch bis zum 14.12.2018 während der Öffnungszeiten im Ratzeburger Rathaus zu besichtigen.

Forum "Zeit für Europa!?"
Europas Perspektiven vor der Wahl - Diskussionsabend mit Enrico Kreft

Wird es Zeit für Europa? Angesichts von Migration, BREXIT, Populismus und Nationalismus, von Werteerosion und autoritären Bestrebungen? Angesichts von Plastikmüll, Digitalisierung, von Handelskrieg und neuen Herausforderungen der internationalen Sicherheit?

Europas Perspektiven vor der Wahl stehen im Fokus des Forums "Zeit für Europa!?", zu dem die Volkshochschule Ratzeburg zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. erstmalig am 29. November 2018 um 19:00 Uhr ins „Dörphuus“ in Buchholz einlädt. Es soll Bürger*innen motivieren, im Kontext der Europawahl im Mai 2019 über europäischen Fragen und Fragstellungen zu diskutieren. Enrico Kreft, Präsidiumsmitglied der Europa Union, wird diese Diskussion fachkundig und mit viel Hintergrundwissen anleiten. Worüber diskutiert werden soll, entscheiden die Gäste des Forums. Haben Sie Zeit für Europa?

Das Forum "Zeit für Europa!?" wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

Der Eintritt ist frei!

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10. Regionalkonferenz zu Rechtsextremismus und Demokratieförderung in Ratzeburg

Einführende Worte am Vormittag und verschiedene Workshops am Nachmittag: Die 10. Regionalkonferenz, die am Sonnabend in Ratzeburg mit rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfand, setzte neue Impulse im Umgang mit Rechtsextremismus, Populismus und stärkte bei den Teilnehmern offensichtlich die Energie, die Demokratie aktiv zu fördern und sich weiter zu vernetzen. Zugleich war diese Veranstaltung die jährliche Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie (PfD) der Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen.

„Unsere Demokratie nach vorne bringen“, appellierte Dr. Daniel Trepsdorf, Leiter des RAA-Zentrums für demokratische Kultur Westmecklenburg, bereits eingangs. Mit-Organisator Mark Sauer, Vorsitzender Verein Miteinander leben e.V. und Koordinator des Ratzeburger Bündnisses, berichtete den teils von weither angereisten Teilnehmern von der Demonstration „Wir sind laut!“ am Reformationstag in Berkenthin. Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß dankte für das zivilgesellschaftliche Engagement in der Region, das sich auch exemplarisch in der kontinuierlichen,  vielfältigen und demokratiestärkenden Projektarbeit der Partnerschaften für Demokratie zeige, die durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" vor Ort ermöglicht werde.


Landtagspräsident Klaus Schlie beeindruckte die Teilnehmer mit einer sehr engagierten Rede. Es gäbe im Land Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und ebenso Ideen um Methoden der Demokratieförderung. „Beides gehört zusammen; es ist wichtig, Zeichen zu setzen“, sagte Schlie. Und: „Die, die wegsehen oder mitlaufen sind ein Problem. Wir müssen alle gemeinsam aufpassen“. Bürger, ob alteingesessen oder zugezogen, ob Jung oder Alt sollten sich zusammenfinden, um für unserer Demokratie einzutreten. „In einzelnen Gemeinden in Norddeutschland hat der Rechtsextremismus Wurzeln geschlagen, das dürfen wir nicht zulassen“, so Schlie. Die Erscheinungsformen seien vielfältig und unter Berufung auf eine aktuelle Studie warnte der Landtagspräsident auch vor dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Dass wir es, überwiegend in den Städten, auch mit anderen Formen zu tun haben, „auch von Links und von islamistischen Extremisten“, ließ Schlie nicht unerwähnt. Es mache ihn „fast auch wütend“, wenn heutzutage in den Parlamenten Stimmungen geschaffen werden, die historische Begebenheiten relativieren. Zu den Äußerungen von Alexander Gauland (AfD) zur Verharmlosung der Zeit des Nationalsozialismus sagte Klaus Schlie: „Das ist ein Skandal, solch ein Mann gehört nicht in den Deutschen Bundestag!“ Die Teilnehmer der Regionalkonferenz quittierten diese Äußerung mit minutenlangem Applaus.

Pröpstin Frauke Eiben meinte, es sei „eigentlich ein Skandal, dass wir uns nach zehn Jahren Ratzeburger Bündnis im Jahre 2018 immer noch treffen müssen, aber es ist ein Segen, dass es diese Netzwerktreffen gibt! Hin und wieder heißt es, ´die Kirche hat sich aus der Politik herauszuhalten´; das stimmt, wenn es um Parteipolitik geht, aber es ist nicht möglich, sich immer herauszuhalten, wenn christliche Werte gefährdet sind.“

Der Hauptteil der Konferenz, die wie in den Vorjahren gemeinsam vom RAA-Zentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck der AWO Schleswig-Holstein, dem Fachdienst Jugend des Kreises Stormarn, dem Verein Miteinander leben e.V. und dem Ratzeburger Bündnis konzipiert und organisiert wurde, beschäftigte die Teilnehmer in Workshops mit verschiedenen Themenschwerpunkten ... von Rechtspopulismus über völkischen Rechtsextremismus und die "Neue Rechte" bis hin zu Antisemitismus und Verschwörungstheorien, Vielfalt in Organisationen, rassistische Meinungsmache im Netz und dem Toleranztraining im Rahmen eines Jugendworkshops.

Austausch und Begegnung waren neben den Fortbildungsinhalten ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der 10. Regionalkonferenz und die Ausstellung "Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute" im Foyer der Lauenburgischen Gelehrtenschule bot Anlass für viele anregende Gespräche, die zum Abschluss auch im Rahmen einer einstündigen, offenen Fragerunde aus dem Plenum mit den Referent*innen der Workshops am späten Nachmittag fortgesetzt wurden.

„Ich kandidiere…“  - 12 Kinder und Jugendliche stellen sich zur Wahl für den Ratzeburger Jugendbeirat

In der kommenden Woche wird der Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg in mehreren Etappen neugewählt. 12 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich für die Mitarbeit in der Kinder- und Jugendvertretung bei neun zu vergebenen Plätzen. Der amtierende Jugendbeirat hat mit einer großen postalischen Werbeaktion über die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Vorwege versucht, alle wahlberechtigten Kinder und Jugendlichen im Alter von 11- 21 Jahren, die in Ratzeburg oder den Gemeinden des Schulverbandes zu erreichen und zur Teilnahme an der Wahl zu motivieren. Ziel war es, möglichst viele Kandidat*innen zu bekommen und natürlich eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen.

Neben bereits erfahrenen Jugendbeiratsmitgliedern, wie Kenneth Dorian Heickendorf, Marten Koch, Anna Sophie Morgenroth, Tabea Schudde, Johann Tessmer und Phoebe Wiese konnten tatsächlich neue Kandidat*innen werden, wie Julian Godehardt und Melina Godehardt, Nikola Nikolov und Luc Petzold, Lucca Rosenkranz und Paul Tessmer. Auf Plakaten und der Webseite der Stadt Ratzeburg stellen sich alle Bewerberinnen und Bewerber persönlich vor, ihre Person, ihre Motivation, sich zur Wahl zu stellen und ihre Ziele und Schwerpunkte für die Arbeit im Ratzeburger Jugendbeirat.

Die Wahl beginnt am 20.11.2018 in der Lauenburgischen Gelehrtenschule, wird am 21.11.2018 in der Pestalozzischule sowie am 22.11.2018 in der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen  fortgesetzt und durch zwei offene Wahltermine im Jugendzentrum STELLWERK, Riemannstraße 3, am 21.11.2018 von 15:30 Uhr – 17:30 Uhr sowie im Ratssaal des Rathaus am 23.11.2018 von 17:30 – 18:30 Uhr ergänzt. Die mit Spannung erwartete Auszählung erfolgt direkt nach Schließung der letzten Wahlmöglichkeit am 23.11.2018 mit einer Ergebnisbekanntgabe ab 19:30 Uhr.

Wahl zum Ratzeburger Jugendbeirat - Ich kandidiere!

Julian Godehardt

Mein Name ist Julian Godehardt und ich besuche die 7. Klasse der Lauenburgischen Gelehrtenschule. In meiner Freizeit spiele ich Gitarre und Tischtennis. Ich mag die Natur und halte mich auch gern dort auf. Außerdem liebe ich das Lesen von Comics.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Damit die Interessen der Kinder und Jugendlichen der Stadt Ratzeburg vertreten werden, möchte ich mich engagieren.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Ich möchte mich für einen naturnahen Parkourpark für Jung und Alt sowie einen Skatepark einsetzen.

Melina Godehardt

Zurzeit gehe ich in die 10. Klasse der Lauenburgischen Gelehrtenschule. In meiner Freizeit spiele ich Klavier und Fußball. Außerdem treffe ich mich gern mit Freunden und verreise gern.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Es ist wichtig, dass die Anliegen von uns Jugendlichen in der Stadtvertretung Gehör finden. Dafür setze ich mich ein.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Ich möchte mich dafür einsetzen, dass mehr öffentlicher Raum für Jugendliche geschaffen wird.

Kenneth Dorian Heickendorf

Ich gehe auf die Lauenburgsiche Gelehrtenschule in die 10. Klasse. Meine Hobbys sind Handball und Bogenschießen und ich interessiere mich für die Stadt Ratzeburg.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Politik ist heutzutage ein brisantes Thema, aber die Jugendlichen von heute interessieren sich nicht dafür. Deshalb will ich beim Jugendbeirat mitmachen, um dies zu verstehen und auch die Stadt Ratzeburg schöner zu gestalten.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Ich möchte mich für den Medienausbau innerhalb der Stadt und den Ausbau des Aquaparks einsetzen.

Marten Koch

Ich gehe in die 12. Klasse der Lauenburgischen Gelehrtenschule und mache dieses Jahr mein Abitur. In meiner Freizeit laufe ich, fahre Fahrrad, singe und bin stellvertretender Vorsitzender im jetzigen Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg. Im Sommer arbeite ich im Eispavillon Pelz. Ich interessiere mich sehr für Wirtschaft und Politik und könnte mir vorstellen, später als Unternehmensberater tätig zu sein.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Ich habe die vorherige Amtsperiode des Jugendbeirates sehr genossen und finde es toll, etwas in der Region verändern und mich für die Interessen meiner jungen Mitmenschen einsetzen zu können.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Für den Ausbau des Wasserparks an der Schloßwiese, weiteres freies WLAN, Aktionen für und mit jungen Menschen.

Anna Sophie Morgenroth

Seit fünf Jahren besuche ich die Lauenburgische Gelehrtenschule. In meiner Freizeit koche ich, treffe mich mit Freunden im Kino und gehe schwimmen. Außerdem fahre ich gerne Fahrrad und verreise viel. Besonders interessant finde ich, wie vielseitig doch Deutschland ist.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Ich möchte etwas verändern, meinen Beitrag zur Demokratie leisten und das Gefühl haben, ein Teil des Ganzen zu sein. Immer weniger Menschen gehen zur Wahl, weil sie die Politik aufgegeben haben. Ich möchte zeigen, dass wir etwas bewegen können. Jeder einzelne, wenn Du nur willst.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Neben unserem aktuellen "Parkour"-Projekt, für welches wir Anfang des Jahres die "Halle Hamburg" besuchten und bis jetzt einen Standort so wie diverse Gestaltungsmöglichkeiten erarbeitet haben, sind die Schloßwiese und die Skatebahn zu meinen Herzensprojekten geworden. Besonders schade ist die Tatsachen, dass von der Stadt Lübeck gesponsorte Skateelemente seit Jahren auf dem Gelände des Bauhofs stehen und dieses Vorhaben bislang einzig am Standort scheitert.

Nikola Nikolov

Ich heiße Nikola und bin 20 Jahre alt. Ich gehe in Lübeck zur Berufsschule und absolviere eine Ausbildung zum Mechatroniker bei Mercedes Benz in Mölln. Ich bin ein fröhlicher junger Mann, der gerne anderen Leuten hilft und seine Unterstützung anbietet. In meiner Freizeit mache ich viel Sport, u.a. spiele ich Fußball. Ich unterstütze das Jugendzentrum Gleis21 und Stellwerk in meiner Stadt Ratzeburg. Immer wenn wir Jugendlichen im offenen Treff etwas planen, bin ich dabei und versuche mich gut einzubringen.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Ich möchte gerne im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen, weil ich es total spannend finde, mich zu engagieren und mit vielen jungen Menschen an Ideen zu arbeiten. Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Ideen, wie z.B. eine Skaterbahn oder mehr Plätze für junge Menschen in Ratzeburg zu schaffen, umgesetzt werden.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Zusätzlich möchte ich mich gerne für alle Kinder und Jugendlichen einsetzen. Ein besonderes Augenmerk lege ich auf die Chancengleichheit von Migranten. Ich stamme aus Bulgarien und weiß, wie schwer es mir gefallen ist, in Deutschland einen guten Start hinzubekommen. Mich haben auf meinen Weg immer wieder Leute unterstützt, die mir Mut zugesprochen haben.

Luc Petzold

Schule: Lauenburgische Gelehrtenschule, 10. Klasse/ Sportprofil

Hobbys: Leichathletik, Turnierleitung für Jugendliche, Computer zusammenschrauben und Kochen

Interessen: sich für die Gemeinschaft verschreiben, in jeder Hinsicht, für Flüchtlinge, für die Badestellen

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Ich habe jetzt durch die Junge Union kennen gelernt, wie schön es ist, sich in einer Gruppe für die Gemeinschaft einzusetzen und das möchte ich jetzt auf einer größeren Ebene betreiben. Ich möchte einfach, dass Kinder/ Jugendliche sich in Ratzeburg wohlfühlen und Spaß haben. Deswegen bin ich dies Jahr auch in die Schülervertretung meiner Schule gegangen, um Leuten eine Freude zu machen und zu verstehen, warum einiges geht und einiges nicht.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

  • Modernisierung von Ratzeburg (WLAN) Hotspots
  • Verschönerung der Badestellen

Ich möchte Ratzeburg für die Kinder/ Jugendliche schöner zu leben machen und nach der Schule vielleicht sogar hier bleiben.

Lucca Rosenkranz

Hey, ich bin Lucca, 14 Jahre, aus Ratzeburg und gehe auf die LG. In meiner Freizeit fotografiere ich gerne und mache viel Sport.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Ich würde gern im Jugendbeirat mitarbeiten, weil ich mich auch schon in unser SV und der Jungen Union bestmöglich probiere zu engagieren und Interesse an gemeinnütziger Arbeit gefunden habe.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Ich würde mich besonders für einen neuen Jugendtreff, wie beispielsweise Ratzeburgs sagenumwobene Skaterbahn und mehr Festivals und Events in der Stadt einsetzen.

Tabea Schudde

Ich wohne in Ratzeburg und mache eine Berufsausbildung als Pflegeassistentin. Ich bin schon seit 4 Jahren im Jugendbeirat und bin ebenfalls in der DLRG tätig. In der DLRG mache ich die Jugendarbeit und Schwimmausbildung. Mir macht es sehr viel Spaß.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Ich interessiere mich sehr für die Politik und möchte Ratzeburg so verändern, dass es attraktiv für Jugendliche wird.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Ich möchte den Aquapark an der Schloßwiese erweitern. Ich bin offen für Vorschläge von euch, die ich dann versuche umzusetzen.

Johann Tessmer

Ich gehe auf die Lauenburgische Gelehrtenschule, bin 16 Jahre alt und interessiere mich für Parkour und Technik.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Ich bin bereits seit zwei Jahren im Jugendbeirat und es hat viel Spaß gemacht. sich für Projekte in und um Ratzeburg einzusetzen.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Ich werde mich für die entstehende Parkour-Anlage, den Aquapark und für mehr WLAN in der Stadt eisetzen.

Paul Tessmer

Meine Name ist Paul Tessmer aus Ratzeburg. Ich bin 12 Jahre alt und gehe auf die Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen. Meine Hobbys sind Angeln, Schwimmen, Golfen, Bogenschießen und Umweltschutz. Ich interessiere mich für Themen, die Ratzeburg zu einem besseren Ort machen.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Um neue Sachen oder Events zu planen und mitzuhelfen, aber auch andere Dinge, wie Ratzeburg aufräumen oder beim Parkour-Platz mitplanen. Ich bin auch offen für neue Ideen.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Für mehr freies WLAN in Ratzeburg, Flüchtlingen zu helfen, für den Parkour-Platz und für Umweltschutz, wie Lebensräume für Tiere schaffen, Plastik sammeln und dass in Ratzeburg aufgeräumt wird und nicht so viel Müll ist.

Phoebe Wiese

Ich gehe in Ratzeburg auf die Lauenburgische Gelehrtenschule in die 8. Klasse. In meiner Freizeit bin ich in der DLRG Ratzeburg tätig, wo ich im Sommer Wachdienst an den Badestellen mache und einmal in der Woche auch bei der Schwimmausbildung tätig bin. Ein weiteres Hobby ist in den letzten Jahren das Mithelfen und Mitreden beim Jugendbeirat geworden.

Warum ich im Ratzeburger Jugendbeirat mitmachen möchte?

Ich möchte im Jugendbeirat mitmachen, da ich Spaß daran habe, mich für die Kinder und Jugendlichen aus Ratzeburg einzusetzen und die Stadt noch mehr für die Jüngeren attraktiver zu machen.

Wofür ich mich besonders einsetzen möchte?

Ich möchte mich gern für die allgemeinen Veranstaltungen vom Jugendbeirat und vor allem auch für die Erweiterung des Aquaparks an der Schloßwiese einsetzen.

"Oh eine Dummel!" - Erfolgreicher Ausstellungsauftakt in der Kreisverwaltung

Seit nunmehr einer Woche lädt die Ausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire” zur Besichtigung in die Ratzeburger Kreisverwaltung ein und nach Beobachtung von Landrat Dr. Christoph Mager durchaus mit Zuspruch von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die ganz offensichtlich nicht mit einem Verwaltungsanliegen ins Kreishaus kamen. Bereits vor der Eröffnung sei ihm ins Auge gefallen, so Mager in seiner Eröffnungsansprache am vergangenen Dienstag vor rund 30 Ausstellungsbesucher*innen, dass zahlreiche Menschen doch sehr neugierig die ca. 60 aktuellen Karikaturen von namenhaften Künstler*innen sowie die satirischen Fernseh- und Filmbeiträge an den drei Medienstationen im Erdgeschoss und im ersten Stock des Foyers betrachten und immer wieder auch ein nachdenkliches Schmunzeln zu entdecken war.

Offensichtlich erfüllen die Exponate damit genau den Zweck, den Marcus Laube von der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Celle als Mitinitiator der Ausstellung den Anwesenden erläutern konnte. "Es ging uns bei der Entwicklung der Ausstellung vor allem darum, die Themen "Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit" in einer ganz niederschwelligen Form, ohne viele pädagogische Texte, aber doch inhaltsstark darbieten und so gerade junge Menschen auch selbst entdecken lassen zu können. Zudem sollte die Ausstellung auch Ängste abbauen, sich mit Rechtsextremismus aktiv auseinanderzusetzen, der meist sehr martialisch und bedrohlich wirken will. Was hilft da besser, als darüber auch mal zu lachen?", sagte Laube in seiner Einführung. Dass diese Verbindung von Humor und Nachdenklichkeit anregend und gut umgesetzt ist, konstatierten sowohl Landrat Dr. Mager als auch Bürgermeister Rainer Voß. Beide betonten einmal mehr, wie wichtig es gerade in der heutigen Zeit für alle Bürgerinnen und Bürger ist, klar und deutlich für die Werte des Grundgesetzes einzutreten. Diese, so Voß, sähen sich vielen Herausforderungen ausgesetzt, denen Demokrat*innen beherzt und engagiert entgegentreten müssen. Solch Engagement kann sich dabei im persönlichen Zwiegespräch, im öffentlichen Widersprechen gerade auch in virtuellen Räumen, in Projekten wie der vom Verein Miteinander leben und dem Ratzeburger Bündnis organisierten Ausstellung oder auch auf einer Demonstration wie jüngst in Berkenthin zeigen.  Und natürlich immer auch musikalisch, wie Liedermacher Klaus Irmscher dies während der Eröffnung tat und sein neuesten Lied "Nacheilendes Verhalten" zu den rechtsradikalen Vorgängen in Chemnitz vorstellte.

Wie solche Herausforderungen gerade aus der rechten Szene aktuell aussehen, skizzierten zwei Beiträge vom RAA Regionalzentrum Westmecklenburg und vom Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel an einigen Beispielen. Beide schlossen mahnend, diese Szene keinesfalls aus dem Blick des zivilgesellschaftlichen Engagements zu lassen. Eine Botschaft, die auch die Ausstellung "Oh, eine Dummel!" transportiert, zu sehen im Kreishaus noch bis zum 23.11.2018 während der Öffnungszeiten. Sie wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


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»FrauenGesichter - FrauenGeschichten - FrauenWelten«

Am Welttag der Toleranz, Freitag 16. November um 17 Uhr, werden im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses die Ergebnisse eines kooperativen Kunstprojektes erstmalig gezeigt.

Die Ausstellung zeigt Portraits von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, die in den vergangenen Wochen in einem Workshop gemeinsam gemalt haben und fotografiert wurden. Einige Frauen haben sich erstmalig mit Malerei beschäftigt. Barbara Engel, Kulturvermittlerin und freie Malerin und Thomas Biller, bekannt als freier Fotograf und Autor, haben sich seit August wöchentlich mit Frauen aus verschiedenen Kulturen getroffen. Mütter konnten ihre Kinder in den betreuten Workshop mitbringen, was vielen Frauen überhaupt erst die Möglichkeit einer Teilnahme ermöglicht hat. Einige Frauen berichten etwas von ihrer Geschichte und ihren Hoffnungen für unsere Welt.

Das Projekt wurde von Soroptimist International Club Ratzeburg und Umgebung und der Volkshochschule Ratzeburg realisiert und von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

Zur Eröffnung wird Bürgermeister Rainer Voß in die Ausstellung mit einem Grußwort einleiten, musikalisch wird der Gitarrist Mohammad al Rubah die Veranstaltung begleiten. Die syrische Autorin Raifa al Masri hält eine kurze Lesung in arabischer und deutscher Sprache. Eine Diashow von Thomas Biller zeigt die Chronologie des Kunstprojektes.

Die Organisatorinnen und Teilnehmerinnen freuen sich auf eine spannende Veranstaltung mit vielen interessanten Begegnungen.

Die Ausstellung ist bis zum 14. Dezember zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Der Zugang zum Ratssaal ist barrierefrei.

10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Die Regionalkonferenz "Rechtsextremismus & Demokratieförderung", das bedeutendste, überregionale Plattform für Wissensvermittlung, Austausch und Vernetzung zum Themenkomplex "Rechtsextremismus & Rechtspopulismus" im norddeutschen Raum,  macht am 10.11.2018 ab 09:30 Uhr zu ihrem 10. Jubiläum auf Einladung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen erneut Station in Ratzeburg. In der Lauenburgischen Gelehrtenschule werden wieder bis zu 120 Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft erwarten, die sich einen Tag lang zu aktuellen Entwicklungen in der rechtsextremen Szene informieren, über geeignete und wirksame Strategien gegen solche Strukturen und die damit verbundenen menschenfeindlichen Haltungen diskutieren und sich im wichtigen länderübergreifenden Austausch vernetzen wollen. Die Regionalkonferenz steht dabei nicht nur einem Fachpublikum offen. Auch interessierten Bürger*innen, die sich erstmalig mit diesen Themen befassen, sollen mit dem Workshopangebot angesprochen werden.

"In den letzten Jahren kam es in Deutschland zu einem deutlichen Anwachsen von Rassismus, Muslimfeindschaft, Antisemitismus und menschenfeindlichen Einstellungen gegenüber Minderheiten. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger Menschen, die demokratische Werte leben und fördern, zusammen zu bringen, in ihrem Handeln zu stärken und zu qualifizieren. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Stärkung demokratischer Akteure und Ideen in den ländlich geprägten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins zu", sagte Dr. Daniel Trepsdorf vom RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, der zusammen mit dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck der AWO S.-H., dem Ratzeburger Bündnis, dem Verein Miteinander leben e.V. und dem Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn einmal jährlich diese bundesländerübergreifende Konferenz an jeweils unterschiedlichen Orten ausrichtet. Über 1.300 Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Akteure gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus konnten im Rahmen der Regionalkonferenz, bereits handlungsorientiert geschult, überregional vernetzt und fachlich-inhaltlich fortgebildet werdet. Ein Anspruch, dem sich die Organisatoren auch in diesem wieder stellen, mit einem umfangreichen Workshopprogramm, dass völkischen Rechtsextremismus ebenso beleuchtet, wie die Verschränkungen zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, rassistische Meinungsmache im Netz oder das Phänomen der "Neuen Rechten". Überdies wird unter dem Titel "Vielfalt in Organisationen" darüber diskutiert, warum sich die Realität der Migrationsgesellschaft nicht Politik, Verwaltung, Bildung und Medien widerspiegelt und inwiefern Verschwörungstheorien als im Kern stark antisemitisch entlarvt werden können. Zusammen mit dem Ratzeburger Jugendbeirat wird zudem ein Jugendworkshop angeboten. Ercan Kök vom Verein Miteinander leben e.V. lädt zu einem aktiven und interaktiven Toleranztraining ein.


Die 10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung wird eröffnet mit einem Grußwort von Landtagspräsident Klaus Schlie und einer Eröffnungsrede von Pröpstin Frauke Eiben. Dabei wird soll der Blick zurückgeworfen werden auf die Bedeutung der Konferenz bei der Vermittlung erprobter Konzepte zur Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Einstellungen und die damit verbundenen konkreten Erfolgen beim Zurückdrängen von Rechtsextremismus in unseren Regionen aufgezeigt und gewürdigt werden.

"Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland aber auch in ganz Europa, wo über rechtspopulistische Strömungen rechtsextremen und rassistische Haltungen und Einstellungen Gehör und Eingang  in die Mitte der Gesellschaft finden, ist es wichtiger denn je, an dieser Arbeit festzuhalten",beschrieb Bürgermeister Voß als einer der Initiatoren der Regionalkonferenz deren immer noch hochaktuellen Auftrag. 

Die Teilnahme an der 10. Regionalkonferenz "Rechtsextremismus & Demokratieförderung" wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung und die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und ist somit für alle Teilnehmer*innen kostenlos. Sie ist allerdings mit einer obligatorischen Anmeldung verbunden. Unter www.raa-mv.de/regionakonferenz2018 können Interessierte ihren Workshop online auswählen. Allerdings behalten sich die Veranstalter vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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Auftakt zur Jugendbeiratswahl 2018 - Die Kandidatenkür beginnt

Mit einer ersten Kandidateninformation hat der Ratzeburger Jugendbeirat am vergangenen Dienstag die heiße Phase der Jugendbeiratswahl 2018 eröffnet. Vorsitzender Niclas Ulrich begrüßte die ersten beiden Kandidaten, Lucca Rosenkranz und Paul Tessmer, und informierte sie über die Arbeit des Jugendbeirates sowie über den Ablauf der anstehenden Wahlen. Auch aus den Reihen des amtierenden Jugendbeirates gingen die erste Kandidatenerklärungen für eine mögliche Wiederwahl ein.


Noch bis zum 11.11.2018 können sich Kinder und Jugendliche zwischen 11- 21 Jahren, die seit mindestens 6 Monaten in Ratzeburg oder den Gemeinden des Schulverbandes leben, als Kandidat*innen aufstellen lassen. Dazu ist ein ausgefüllter und unterschriebener Kandidatenbogen, der auf der Webseite der Stadt Ratzeburg als PDF-Download erhältlich ist, sowie  ein Foto (digital an sauer@ratzeburg.de) einzureichen. Sie werden nach Eingang auf der Webseite der Stadt Ratzeburg und auf der Facebook-Seite des Ratzeburger Jugendbeirates vorgestellt.

Die Wahl selbst findet vom 20.11. - 23.11.2018 in mehreren Etappen statt. Gewählt wird zum einen in den weiterführenden Schulen und zwar:

  • Lauenburgische Gelehrtenschule am 20.11.2018
  • Pestalozzischule am 21.11.2018
  • Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen am 22.11.2018

… jeweils in den großen Pausen … und weiterhin im ...

  • Jugendzentrum STELLWERK, Riemannstraße 3, am 21.11.2018 von 15:30 Uhr – 17:30 Uhr
  • Ratssaal des Rathaus am 23.11.2018, 17:30 – 18:30 Uhr
    anschließend Auszählung und Bekanntgabe des Ergebnisses

 

»Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire«

Anlässlich der 10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung am 10.11.2018 in Ratzeburg wird in der Zeit vom 06.11 – 23.11.2018 auf Betreiben des Vereins Miteinander leben e.V. und des Ratzeburger Bündnisses die Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire” in der Kreisverwaltung, Barlachstraße 2, während der Öffnungszeiten zu sehen sein.

Die Wanderausstellung »Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire«, unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Kultusministers Grant Hendrik Tonne, ermöglicht einen besonders jugendgerechten Zugang zu den Themen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit: Anhand von ca. 60 aktuellen Karikaturen von namenhaften Künstlern_innen, sowie satirischen Fernseh- und Filmbeiträgen, können sich die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher mit den typischen, allzu simplen rechtspopulistischen und rechtsextremen Problemlösungsversuchen und Argumentationsweisen auseinandersetzen und so deren gefährlichen Gehalt offenlegen. Dem Betrachtenden bleibt hier das Lachen förmlich im Halse stecken und dies soll zum Ausgangspunkt genommen werden, um über die Entstehung und über Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nachzudenken und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie man dem etwas entgegensetzen kann. Das speziell für diese Ausstellung erarbeitete didaktische Material begleitet diese Prozesse. Die Wanderausstellung ist kostenfrei zu besuchen und eignet sich insbesondere für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9 oder Jugendgruppen - aber auch für Erwachsene.

Konzipiert und realisiert wurde die Wanderausstellung bereits 2015 von der CD-Kaserne gGmbH in Kooperation mit dem Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle. „Die Idee zur Ausstellung kam uns, nachdem wir nach einer passenden Ausstellung für Jugendliche im Rahmen der Celler Aktionswochen gesucht hatten. Wir wollten hierbei einen anderen, emotionaleren und jugendgerechteren Zugang zu der Thematik und wurden auf dem Ausstellungsmarkt nicht fündig. So haben wir kurzerhand beschlossen, selbst eine Wanderausstellung zu konzipieren.“, so Kai Thomsen, Projektleiter der Wanderausstellung. Bereits in der Zeit von April 2016 bis März 2018 ist die Ausstellung sehr erfolgreich in Niedersachsen und darüber hinaus gezeigt worden, an insgesamt 21 Standorten hat sie über 25.000 Besucher_innen erreicht. Seit April 2018 tourt nun die Aktualisierung der Ausstellung, gefördert durch das Niedersächsische Kultusministerium, die Stiftung Niedersachsen und die Klosterkammer Hannover,  bundesweit durch Schulen, Museen, Kulturzentren, Rathäuser, Jugendeinrichtungen,  Galerien usw.

Die in der Ausstellung gezeigten Karikaturen sind verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und Satire-Magazinen entnommen und stammen u.a. von Ralph Ruthe, Harm Bengen, Paolo Calleri, Christian Eckert (Ecki), Martin Erl, Timo Essner, Marcus Gottfried, Achim Greser & Heribert Lenz, Marian Kamensky, Thomas Körner, Kostas Koufogiorgos, Kricke, Martina Laser (Martinchen), Piero Masztalerz, Schwarwel, Martin Perscheid, Andreas Prüstel, Klaus Plaßmann, Josef Schewel, Karsten Schley, André Sedlaczek, Klaus Stuttmann und Freimut Woessner. Die satirischen Beiträge setzen sich vor allem aus Beiträgen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (z.B. NDR, Extra3 / ZDF, Die Anstalt etc.) zusammen. Abgerundet wird die Ausstellung durch gegenständliche, „real“-satirische Auseinandersetzungen mit dem Thema Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit.

Eröffnet wird die Ausstellung, die durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird, durch Landrat Dr. Christoph Mager am 06.11.2018 um 17:00 Uhr im Foyer des Kreishauses. Dort wird es zudem Informationen zur aktuellen Arbeit des Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck und des RAA Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg geben, die mit ihrer Praxiserfahrung maßgeblich die 10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung mitgestalten. Klaus Irmscher wird die Eröffnung musikalisch begleiten.

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Erste "Politische Klönbank" auf dem Marktplatz eingeweiht

Über politische Themen informieren, sprechen, diskutieren oder auch streiten zu können ist sowohl dem Verein Miteinander leben e.V. als freier Träger der politischen Bildung wie auch der Ratzeburger Volkshochschule ein wichtiges Anliegen. Die gemeinsame politische Bildungsreihe mit Vorträgen und Seminaren zu den unterschiedlichsten Themen, von internationaler Politik, über Gesellschaftspolitisches bis hin zur Extremismusprävention, entspringt dieser Motivation. Dabei geht es immer darum, Menschen zu politischen Fragen ins Gespräch zu bringen und dabei die Grundwerte des politischen Diskutierens, Respekt voreinander, zuhören wollen und können sowie kritisch eine eigene Meinung bilden und vertreten, zu praktizieren. Etwas, das aus Sicht beider Träger in der heutigen Zeit viel zu wenig passiert, da politische Auseinandersetzung immer stärker in die neuen Medien abrutscht, wo gegenseitiges, respektloses Niederschreiben, das bösartige Verbreiten von Fake News oder hemmungslose Aufrufe zu Extremismus ganz offensichtlich und leider zum Standardrepertoire gehören. Vielleicht gerade in diesem Sinne ist der neueste Ansatz zu verstehen, den Verein Miteinander leben e.V. und die Ratzeburger Volkshochschule jetzt erstmalig vorgestellt haben, um eine politische Gesprächskultur (wieder) zu beleben. Ganz altbacken und analog ist es die Wiederentdeckung der Parkbank als Ort menschlicher Begegnung und persönlichen Dialoge, insbesondere auch für politische Themen als "Politische Klönbank". Solche Bänke zeichnen sich neben ihrer Sitzqualität dadurch aus, dass messingschilderne Aussprüche mit politisch anregenden Zitaten allein zum Nachdenken, zu zweit vielleicht sogar auch zum Reden einladen.


"Die Idee zu solcherlei Nutzung von Bänken haben wir von unseren dänischen Nachbarn bekommen. Dort gibt es auf der Insel Møn das  Projekt der "Lyrischen Klönbänke", mit Zitaten namhafter dänischer Dichter*innen. Auch diese laden zum nachdenkendem Verweilen und zu Gespräch ein. Mit Erfolg, wie uns berichtet wurde. Warum also dies nicht auch für die Förderung einer politische Gesprächskultur nutzen?", beschreibt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Volkshochschule, die Initialzündung zum Projekt. Eine Idee, die auch den Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische überzeugt und Mittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" für die Einführung von zehn solcher Bänke im Fördergebiet zusagte.

"Die größte Schwierigkeit dabei ist es, geeignete Zitate zu finden, von denen es so viele gibt. Wir bräuchten eigentlich hundert Bänke", ergänzt Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. . Allerdings war die Einigung für das erste Zitat schnell gefallen. Kein geringer als Albert Einstein kommt dort mahnend zu Wort: "Es ist leichter, einen Atomkern zu spalten als ein Vorteil." Für alle Beteiligten ein Ausspruch, der gerade in der jetzigen Zeit wirklich einmal intensiv durchdacht werden sollte und der jetzt die erste "Politische Klönbank" ziert, zu finden auf dem Ratzeburger Marktplatz. Weiter neun sollen in Kürze folgen. Vorschläge für geeignete Standorte werden gerne entgegen genommen.

Wahl zum Ratzeburger Jugendbeirat - Jetzt sind Kandidat*innen gefragt!

Im November wird der Ratzeburger Jugendbeirat zum dritten Male neugewählt. Kinder und Jugendliche im Alter von 11 – 21 Jahren, die seit mindestens 3 Monaten in der Stadt Ratzeburg und der umliegenden Gemeinden des Schulverbandes wohnen, sind aufgerufen, die neun Mitglieder und gewonnen werden, sich zur Wahl zu stellen. In diesem Sinne hat der amtierende Ratzeburger Jugendbeirat einen Wahlaufruf gestartet und mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" rund 2.000 Wahlkarten an alle Wahlberechtigte mit dem Aufruf verschickt, Kandidatin oder Kandidat für den neuen Jugendbeirat zu werden.

 

"Mitmachen beim Jugendbeirat kannst du, wenn du zwischen 11 – 21 Jahre bist, seit mindestens 6 Monaten in Ratzeburg oder den Gemeinden des Schulverbandes lebst, dich schriftlich beim Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de meldest und/oder am kommenden Dienstag, den 23.10.2018 um 17:30 Uhr in den Ratssaal des Rathauses kommst und dich dort bereit erklärst. Ist nicht schwer!", sagt Niclas Ulrich, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirats und hofft auf viele Bewerbungen. Beim diesem Termin zum Wahlauftakt werden alle Kandidat*innen oder die, die es vielleicht noch werden wollen, über die Mitarbeit im Ratzeburger Jugendbeirat sowie über den Wahlablauf informiert. Nach Möglichkeit sollen dabei auch Fotos der einzelnen Kandidat*innen entstehen, damit klar wird, wer sich zu Wahl stellt.

"Mitbestimmen heißt mitmachen! Das geht nicht von selbst, sondern nur, wenn Ihr bereit seid, zu wählen und auch, Euch wählen zu lassen. Dafür wollen wir werben! Dass Du mitmachst in unserem Jugendbeirat! Wir beraten zusammen, schauen uns Projektbeispiele an, sprechen mit der Stadtpolitik über unsere Ideen … wie die Skateranlage (immer noch nicht da!), eine Parkour-Landschaft oder auch über gemeinsame Aktionen. Wie wäre es?", so Niclas Ulrich.

Die Wahl selbst findet vom 20.11. - 23.11.2018 in mehreren Etappen statt. Gewählt wird zum einen in den weiterführenden Schulen und zwar:

  • Lauenburgische Gelehrtenschule am 20.11.2018
  • Pestalozzischule am 21.11.2018
  • Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen am 22.11.2018

… jeweils in den großen Pausen … und weiterhin im ...

  • Jugendzentrum STELLWERK, Riemannstraße 3, am 21.11.2018 von 15:30 Uhr – 17:30 Uhr
  • Ratssaal des Rathaus am 23.11.2018, 17:30 – 18:30 Uhr
    anschließend Auszählung und Bekanntgabe des Ergebnisses

»Grenzen überwinden«

In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien haben die Jugendlichen der DaZ Klasse und der 7c der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen gemeinsam drei Tage mit tollen Aktionen zum Thema „Grenzen überwinden“ gemeistert. Am Montag ging es in gemischten Teams los. Mit Spielen wie „Drachenschwanz-Klau“, „Turmbau“, „Platz ist in der kleinsten Hütte“ und „Gordischer Knoten“ haben die Schüler die ersten Berührungsängste überwunden. In sechs, bunt gewürfelten, Teams mit sechs bis sieben Mitgliedern ging es mit einem Aufgabenzettel durch Ratzeburg. Dort mussten an sechs Stationen Selfies gemacht und bestimmte Fragen beantworten werden. Am Ende gab es bei der Eisdiele Bruhn die Koordinaten, die den Schülern den Zielort verrieten. Am Zielort gab es Geflügel-Hotdogs und die Siegerehrung. Das Siegerteam hat einen „Gruppen-Kino-Gutschein“ gewonnen.


Am Dienstagmorgen trafen sich alle Teilnehmer am Ratzeburger Bahnhof und  43 Jugendliche und vier Betreuer fuhren nach Scharbeutz in den Hochseilgarten. Dort war es für alle ein Abenteuer, denn manche Jugendliche waren nicht groß  genug, so dass Frau Rieger und Frau Grützmacher die Klassenlehrerinnen beider Klassen  mit in die Bäume steigen mussten. Am Ende waren alle begeistert – auch die höhenangstgeplagte Frau Grützmacher.


Am Mittwoch hieß es „das Wandern ist des Schülers Lust“ und die Gruppe wanderte (mit ein paar kleinen Umwegen, da sich die Lehrerinnen nicht beirren ließen) von Ratzburg nach Mustin.  An der Schule war der Treffpunkt, an dem alle Schüler eine Zutat für das Buffet in das Auto von Herrn Eggert, einem der Lehrer, gelegt haben. Der brachte alle Leckereien unversehrt und gekühlt zum Badesee. Dort angekommen gab es Essen und Trinken, Bocca, Tischtennis und Wikinger Schach. Doch die meisten wollten ans oder ins Wasser. Zum Glück konnten drei Schüler, die bei der DLRG den Rettungsschwimmer-Schein gemacht haben, die Gruppe begleiten. So hatten alle ein sicheres Gefühl.

Unterstützt wurden die tollen und erlebnisreichen Tage durch den Schulverein der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen und einer Miniprojekt Förderung durch "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

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Wahl zum Ratzeburger Jugendbeirat - Kandidat*innen gefragt!

Der Jugendbeirat – „Wir für Eure Ideen“

In Ratzeburg dürfen Kinder und Jugendliche mitbestimmen. Das ist unser Recht! Dafür gibt es den Jugendbeirat, seit nunmehr sechs Jahren. Neun Mitglieder sind wir und kümmern uns um all Eure Ideen, die wir nur zusammen mit der Stadtpolitik und der Stadtverwaltung umzusetzen können. Wir sorgen dafür, dass man dort unsere Wünsche kennt und auch ernst nimmt. Das funktioniert durchaus … wie das freie WLAN auf dem Marktplatz zeigt, oder die neuen Wasserspielgeräte am Strandbad.

Mitbestimmen heißt mitmachen! Das geht nicht von selbst, sondern nur, wenn Ihr bereit seid, zu wählen und auch, Euch wählen zu lassen. Dafür wollen wir werben! Dass Du mitmachst in unserem Jugendbeirat! Wir beraten zusammen, schauen uns Projektbeispiele an, sprechen mit der Stadtpolitik über unsere Ideen … wie die Skateranlage (immer noch nicht da!), eine Parkour-Landschaft oder auch über gemeinsame Aktionen. Wie wäre es?

Niclas + Marten + Tabea + Phoebe + Johann + Kenneth + Thilo +  Sophie + Pauline = Euer Jugendbeirat


Die Wahl

Im November wird der Ratzeburger Jugendbeirat zum dritten Male neugewählt. Kinder und Jugendliche im Alter von 11 – 21 Jahren, die seit mindestens 3 Monaten in der Stadt Ratzeburg und der umliegenden Gemeinden des Schulverbandes wohnen, sind aufgerufen, die neun Mitglieder und möglichst zahlreiche Stellvertreter*innen für zwei Jahre zu bestimmen. Gewählt wird in Euren Schulen und zwar:

  • Lauenburgische Gelehrtenschule am 20.11.2018
  • Pestalozzischule am 21.11.2018
  • Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen am 22.11.2018

… jeweils in den großen Pausen …

  • Jugendzentrum STELLWERK, Riemannstraße 3, am 21.11.2018 von 15:30 Uhr – 17:30 Uhr
  • Ratssaal des Rathaus am 23.11.2018, 17:30 – 18:30 Uhr
    anschließend Auszählung und Bekanntgabe des Ergebnisses

Wie werde ich Kandidat*in?

Mitmachen beim Jugendbeirat kannst du, wenn …

… du zwischen 11 – 21 Jahre bist

… seit mindestens 6 Monaten in Ratzeburg oder den Gemeinden des Schulverbandes lebst

… dich schriftlich beim Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de meldest

… und/oder am 23.10.2018 um 17:30 Uhr in den Ratssaal des Rathauses kommst und dich dort bereit erklärst

Ist nicht schwer!

"Märtyrer im Meinungskrieg"
Vortrag der Ratzeburger Volkshochschule mit Dr. Dirk Burmeister

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt am 25.09.2018 um 19:00 Uhr die Vortragsreihe zur politischen Bildung im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses fort und spürt mit Dr. Dirk Burmeister der Frage nach "Warum das Sagbare im aktuellen Meinungskrieg für Rechtspopulisten so wichtig ist? Und für alle anderen auch?"

Die sozialen Medien haben die Deutungshoheit gesellschaftlicher Eliten erodiert – und Gegenöffentlichkeiten für Andersdenkende geschaffen. Davon profitieren gegenwärtig vor allem Rechtspopulisten und neurechte Strömungen. Erst im Digitalen ist ihre Behauptung politisch korrekter Zensur und eingeschränkter Meinungsfreiheit zu einer scharfen Waffe im Kampf gegen den „Mainstream“ geworden. Welche Gefahren drohen hieraus dem gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und wie kann die demokratische Mehrheit dem entgegenwirken?

Dr. Dirk Burmester ist Politikwissenschaftler. Er arbeitet für die Freie und Hansestadt Hamburg und ist nebenberuflich Dozent an der Uni Hamburg. Beruflich ist er Referent für den Medien- und Digitalstandort im Amt Medien der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Zuvor war er Journalist bei der "Financial Times Deutschland".

Der Vortrag wird in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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"Suffragetten - Damenwahl" - Szenische Lesung mit Angela Bertram und Maren Colell

Die Volkshochschule Ratzeburg zeigt im Rahmen der Plakatausstellung "100 Jahre Frauenwahlrecht" am kommenden Freitag, den 21.09.2018 um 19:30 Uhr die szenische Lesung "Suffragetten - Damenwahl" mit Angela Bertram und Maren Colell vom Ensemble des "Theater im Stall" im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass der Kampf um die Einführung des allgemeinen Frauenwahlrechts vor 100 Jahren keineswegs beendet war, sondern über viele Jahre insbesondere in den Köpfen von Männern um gleichberechtigte Frauenbilder und Frauenrollen fortgeführt werden musste. Das Thema Gleichberechtigung und Selbstbestimmung muss auch heute unablässig eingefordert werden, wie aktuelle Frauenrechtsbewegungen, denke man an die „Women’s Marches“ oder die „Me too“-Debatte, vor Augen führen. Die Lesung gibt einen Ein- und Überblick in und über die Geschichte des Frauenwahlrechts. Die Fakten  werden dem Zuhörer durch sehr überraschende Zitate, einen lebendigen Vortrag, durch Monologe und Dialoge sowie durch Gesang nahe gebracht. Sie wird gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen". Der Eintritt ist frei.

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Ratzeburger Volkshochschule zeigt Ausstellung zu "100 Jahre Frauenwahlrecht"

Die Volkshochschule Ratzeburg zeigt vom 18.09. bis zum 26.10.2018 eine Plakatausstellung zum Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht" im Ratzeburger Rathaus, die von der geschichtlichen Perspektive bis in die Gegenwart reicht. Grundstock der Ausstellung sind politische Wahlplakate, welche die Werbung um die politische Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen demokratischen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts zeigen, die Einführung des Frauenwahlrechts (1918/19), Trauer und Neuanfang (1945/49) und Umbruch und Verstetigung (1989/90). Allgemeine Wahlaufrufe stehen dabei neben Werbeplakaten für verschiedene Parteien und Vereinigungen. Die gezeigten Plakate, zur Verfügung gestellt vom Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, zeigen vor allem auch den Wandel des Frauenbildes nach Einführung des Frauenwahlrechts.


Ergänzt wird die Ausstellung mit Gegenwartsmotiven der amerikanischen Frauenrechtsbewegung "Woman's March". Der Women’s March on Washington war ein Protestmarsch für Frauen- und Menschenrechte in Washington, D.C. am 21. Januar 2017, dem ersten Tag nach der Amtseinführung von Donald Trump. Er wurde von der Hawaiianerin Teresa Shook initiiert, weil sie die Reden Donald Trumps als polarisierend, rassistisch und misogyn empfand. Daraus entwickelt hat sich eine, vor allem auch in den sozialen Medien getragene, Frauenrechtsbewegung, die sich vehement gegen Sexismus und für die Selbstbestimmung der Frau einsetzt und zunehmend versucht, politischen Einfluss zu gewinnen in einem immer noch von Männern dominierten Politikbetrieb.

Die Ausstellung ist mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" zusammengestellt worden und während der Öffnungszeiten des Rathaus kostenfrei zu sehen. Eröffnet wird sie am 18.09.2018 um 19:00 Uhr mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht - „Aktiv, na klar! ... Passiv, na ja!" im Ratssaal des Rathauses. Am 21. 09.2018 um 19:00 Uhr wird vor ihrem Hintergrund auch die szenische Lesung ”Suffragetten – Damenwahl” mit Angela Bertram und Maren Colell vom Theater in Stall zu sehen sein.

Ratzeburger Bündnis und Verein Miteinander leben e.V. starten kreisweites "Rassismus-Monitoring"

Alltagsrassismus ist ein in vielerlei Hinsicht schwierig zu bearbeitendes Themenfeld. Es gilt nicht nur, festsitzende Vorurteile in den Köpfen der Menschen aufzubrechen und Ängste zu nehmen, sondern überhaupt seitens der Betroffenen von Vorfällen zu erfahren, die meist aus Scham und Verletzung verschwiegen und verborgen bleiben. Das Ratzeburger Bündnis und auch der Verein Miteinander leben e.V. beobachten und diskutieren diese Phänomenlage schon seit längerer Zeit und sind durch Berichte aus den Willkommenskulturen, über einen Anstieg rassistischer Vorfälle in den letzten Monaten motiviert worden, ein Dokumentationsprojekt ins Leben zu rufen. Mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen soll langfristig in Ratzeburg, wie im gesamten Kreisgebiet ein "Rassismus-Monitoring" aufgebaut werden, das helfen soll, rassistische Vorfälle zu dokumentieren,  ein Netzwerk zu Beratungseinrichtungen für Opfer von Diskriminierung und Rassismus aufzubauen,  über ein regelmäßiges Berichtswesen sowie Vortragsveranstaltungen die allgemeine Öffentlichkeit zum Thema ”Alltagsrassismus” zu sensibilisieren und Multiplikator*innen zum Thema ”Alltagsrassismus fortzubilden.

Dabei nutzt das Projekt die vielen guten persönlichen Beziehungen, die es im Kreisgebiet in die unterschiedlichen migrantischen Milieus gibt und über die solche Vorfälle auch zur Sprache kommen. Solche Vertrauenspersonen, die auch von den vermeintlich niederschwelligen Erfahrungen Kenntnis gelangen, sei es, weil sie seit Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit oder beruflich in der Migrationsberatung oder Jugendarbeit tätig sind, sei es weil sie mit eigener Migrationsbiografie als akzeptierte*r Mittler*innen fungieren, sollen als Interviewer gewonnen werden, die für eine standardisierte Dokumentation geschult und zum Datenschutz verpflichtet werden. Begleitet wird das "Rassismus-Monitoring" durch das Zentrum für Betroffene rechter Angriffe e.V. ( ZEBRA e.V.) in Kiel, die dieses landesweit einmalige Pilotprojekt mit Beratungsexpertise, Coaching und Auswertungskompetenz unterstützt.


Über das Angebot, rassistische Vorfälle dokumentieren zu wollen, wird seit einigen Wochen in mehrsprachigen Flyern informiert, die an vielen Zugangsstellen für die Zielgruppe ausliegen oder ihnen gezielt übergeben wird. Dabei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Angaben freiwillig erfolgen sollen, dass der Vorfall anonymisiert aufgenommen wird und das nur bei ausdrücklich artikuliertem Bedarf über die Zugangsstellen der Kontakt zu einer Vertrauensperson vermittelt wird.  Aus den erfassten Vorfällen wird einmal jährlich ein ”Rassismusbericht” erstellt und veröffentlicht, anonymisiert in seiner Form, aber möglichst aussagekräftig mit Blick auf das Lagebild vor Ort. Dieser soll jeweils ergänzt werden, um Beispiele aus den sozialen Medien, in denen vielfach in enthemmterer Form rassistische Äußerungen getätigt werden als direkt von angesicht zu angesicht.

Parallel zum Erfassungswesen sollen zudem wiederkehrend öffentliche Veranstaltungen zum Thema ”Alltagsrassismus” organisiert werden, für alle Altersgruppen in unterschiedlichen Formaten, um die öffentliche Sensibilität gegenüber diesem Phänomen zu steigern. Ebenso sollen Multiplikator*innen aus Sozialarbeit, Schulsozialarbeit, Jugendarbeit, Verwaltung, Institutionen und Vereinen in diesem Themenbereich niederschwellige Fortbildungsangebote vor Ort eröffnet werden.

Den Projektinitiatoren aus Ratzeburg und Mölln ist sehr bewusst, dass sie mit dem "Rassismus-Monitoring" ein "dickes Brett" bohren werden und dafür einen langen Atem brauchen. Schließlich wusste schon Albert Einstein, dass es leichter ist, ein Atom zu spalten, als ein Vorurteil. Doch angesichts eines zunehmenden verrohten Umgangs in der Gesellschaft ist aus ihrer Sicht wichtig, im ersten Schritt öffentlich festzuhalten, wie wir miteinander umgehen.

Ratzeburger Bündnis und Verein Miteinander leben e.V. starten kreisweites

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Kunstprojekt für Frauen lädt zum Mitmachen ein

Ratzeburg. Frauen mit und ohne Migrationshintergrund sind ab sofort eingeladen, an einem niedrigschwelligen Kunstprojekt teilzunehmen. Unter dem Titel „FrauenGesichter – FrauenGeschichten – FrauenWelten“ können Frauen sich und ihr Leben in Bild und Text präsentieren und ihre Erfahrungen, Wünsche und Hoffnungen zum Ausdruck bringen.

Über Portraitzeichnung, Portraitmalerei in Eitempera, Fotografie und eine Schreibwerkstatt soll ebenso individuell wie gemeinsam das Selbstbewusstsein gestärkt, Toleranz und die kulturelle Kompetenz gefördert werden. Eigene Kinder können dabei mit einbezogen sein. Die Ergebnisse des Projektes sollen im November gemeinsam öffentlich präsentiert werden.

Initiator des Projekts ist der Förderverein Soroptimist International Club Ratzeburg e.V. Claudia Bormann, amtierende Vorsitzende und selbst Künstlerin und Kunstpädagogin, begleitet das Projekt, das von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird. Vorkenntnisse sind bei dem Kunstprojekt, das in Kooperation mit der VHS Ratzeburg und den DAZ-Zentren durchgeführt wird, nicht erforderlich. Als Dozenten stehen den Teilnehmerinnen die Malerin und Kulturvermittlerin Barbara Engel und der Fotograf und Autor Thomas Biller zur Verfügung. „Portrait hört sich so groß an, aber malen kann jeder. Es hat etwas mit Wahrnehmung von sich selbst zu tun“, sagt Barbara Engel. Claudia Bormann ergänzt: „Ein Portrait bedeutet Wertschätzung.“

Die wöchentlichen Treffen finden jeweils mittwochs von 16 bis 18 Uhr im Begegnungscafé der VHS Ratzeburg, Seminarweg 1, statt. Für Kinderbetreuung ist gesorgt. Weitere Informationen unter T. 04541/8000146.

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Dänisch-chinesische Klänge in der Grundschule Ratzeburg St. Georgsberg

Auf Vermittlung des Vereins Miteinander leben e.V. besuchte das dänische Ensemble PHØNIX zusammen mit der chinesischen Guzheng-Spielerin Sangka im Rahmen des Musikprogramms "Share my Music" die Grundschule Ratzeburg am Standort St. Georgsberg mit zwei aufeinanderfolgenden Vortragskonzerten in der Turnhalle.


377 Kinder der Klassenstufen 1 – 4  nahmen an diesen Aufführungen teil und erlebten ein spannendes Zwiegespräch zwischen skandinavischer und chinesischer Musikkultur, mitreißend dargeboten, hervorragend erklärt und in positiver Weise demonstrierend, was kultureller Austausch zu erreichen vermag. Die Schüler*innen zeigten sich dabei fasziniert, von der Lebendigkeit der Aufführungen, dem Klang der fremden Instrumente und ließen sich von Jesper Falch, dem Percussionist des dänischen Ensembles, ein ums andere Mal zum Mitmachen animieren.

Die lebendige und zugewandte Weise, in der PHØNIX und Sangka ihre Kulturen mitreißend präsentierten, vermochte den Kindern den Wert von Vielfältigkeit nahe zu bringen, ein wichtiger Lernprozess der Persönlichkeitsentwicklung. Die Musiker*innen öffneten ein Schaufenster zur Welt, die voller Entdeckungen steckt und zum Erkunden animiert.

Die Grundschule Ratzeburg nutzt schon seit vielen Jahren die wiederkehrenden Angebote von Schulkonzerten mit internationalen Musikern, die der Verein Miteinander leben e.V. immer im Gefolge der Möllner Folksfeste ermöglicht. In diesem Jahre half dabei auch eine Förderung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

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Bucky Halker gastierte mit dem "Ghost of Woody Guthrie« im POLITICALied

Mit einem besonderen Vortragskonzert führte die Volkshochschule Ratzeburg zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V die Reihe "POLITICALied" fort, die im vergangenen Jahr mit einer Förderung durch die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ gestartet wurde und dem politischen Lied Raum und Bühne geben will.

Bucky Halker aus Chicago lud zu einer musikalischen Begegnung mit dem "Ghost of Woody Guthrie“ in den Ratssaal des Rathauses und rund 40 Besucher*innen folgten seinen Ausführungen in Vortrag und Musik zum Leben und Wirken des amerikanischen Musikers mit dem großen sozialpolitischen Gewissen. Bucky Halker pflegt als Vorstandsmitglied der "Woody Guthrie Foundation" das Liedgut Woody Guthries und konnte sowohl als Musiker, aber auch als Dozent für das politische Lied in seinem auf Englisch gehaltenen Vortrag die Aktualität von Guthries Musik eindrucksvoll herausarbeiten.

Insbesondere jene Lieder, die Woody Guthrie über Flucht, Arbeits- und Umweltmigration während der großen Depression und der „Dustbowl“-Dürre in den USA der 30er Jahre verfasste und die Bucky Halker mit Bildern der Zeit unterlegte schlugen einen erstaunlichen Bogen in die Gegenwart Europas, mit all den beschriebenen Facetten von Verzweiflung, Perspektivlosigkeit, aber auch Rassismus und Ausgrenzung.

Dabei wies Bucky Halker immer wieder auf dem Umstand hin, dass die Lieder Woody Guthries den oft unmenschlichen und mitleidlosen Umgang von Amerikanern untereinander in der wirtschaftlichen Krise beschreiben und nicht gegenüber fremden Menschen, die als Migranten ins Land kommen. Er unterstich in diesem Zusammenhang die Bedeutung Guthries, der nicht nur in seinen volksnahen, sozialkritischen Liedern dieser Verzweiflung und Unmenschlichkeit einen Ausdruck geben konnte, sondern historisch auch als Chronist einer Zeit starker Entsolidarisierung der Gesellschaft fungierte. Gerade dies mache, so Halker, seine Lieder in der heutigen Zeit so wertvoll und aktuell.

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Begegnungsfest zur Einweihung des Interkulturellen Treffpunktes NATUR im MedizinWald Ratzeburg

Die Elfriede und Hermann Hübner Stiftung lud am ersten Julisonntag zu einem Begegnungsfest in den MedizinWald Ratzeburg ein. Im Mittelpunkt des Festes stand die Eröffnung des dort entstandenen Interkulturellen Treffpunktes NATUR mit seinem schönen Skulpturenpfad.  Die Stifterin, Elfriede Hübner und Bürgermeister Rainer Voß begrüßten die zahlreichen Gäste.

Alle Künstlerinnen und Künstler, die an der Entstehung des Skulpturenpfades mitwirkten, waren vor Ort und stellten sich den Fragen des interessierten Publikums. Dies waren u.a. Sabine Binnemann, Edda Kaven-Finger, Angelika Löwenthal, Ebba Sakel, Sigrid Schenkenberg, Ebrahim Sharghi und Birgit Waniorek Daneben gab es ein buntes Programm mit verschiedenen musikalischen Einlagen. So spielten u.a. Bendix Böttger, die Gruppe Fatal4way und der iranische Musiker Amir Bachschi. Um die kleinen Gäste kümmerte sich Lilly Labahn, die mit den Kindern einen ganzen Weg mit Kreide in ein Kunstwerk verwandelte und Reza Samadi, der mit seiner Gruppe Papierdrachen bastelte.

Der Verein "Kunstwerke Mölln und Umgebung e.V." entsandte eine Delegation von Künstlerinnen und Künstlern, um den Verein vorzustellen. So waren zahlreiche Werke von Sabine Binnemann, Angelika Löwenthal, Wilfried Ohldag, Sigrid Schenkenberg und Caris Treske zu bewundern. Im Rahmen des Kultursommers am Kanal stellten die Künstlerinnen Susanne Klein und Friederike Otte ihre Werke aus.

Für das leibliche Wohl sorgte das fantastische Team von Esmat Shirazi. So erwarteten die Gäste viele kulinarische Köstlichkeiten. Wir danken allen Beteiligten und den vielen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen des Festes beitrugen. Das Begegnungsfest wurde gefördert von der Elfriede und Hermann Hübner Stiftung und der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen.   

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"Nur ein kleiner Gedanke für Frieden ..."
Ratzeburger Jugendbeirat enthüllt Friedensschild

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat an der Seebadestelle Schloßwiese ein Friedensschild enthüllt. Es wurde im vergangenen Jahr zusammen mit dem Künstler Ebrahim Sharghi im Rahmen des politischen Kunstprojektes "Botschaften setzen" des Vereins Miteinander leben e.V. entworfen. Ebrahim Sharghi lädt dabei mit seinem „Mobilen Kunstatelier“ an ganz unterschiedlichen Orten, Menschen jeden Alters und jeder Herkunft ein, Kunstobjekte in Schilderform zum Thema „Frieden“ zu erschaffen und sie im öffentlichen Raum zu präsentieren. "Ich möchte den Menschen mit diesen Schildern kleine, positive Signale senden, die vielleicht einen Gedanken zum Thema "Frieden in unserer Welt" anstoßen", so beschreibt Ebrahim Sharghi seine Projektidee. Er glaubt daran, dass einzelne, friedvolle Gedanken in den Köpfen von vielen Menschen wie kleine Bausteine durchaus zu einer friedvolleren Welt beitragen können. Eine Idee, die auch den Ratzeburger Jugendbeirat begeisterte und in einem gemeinsamen Kinder- und Jugendkunstworkshop mündete, der durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen über das Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert werden konnte.


Verschiedene Entwürfe zum Thema "Frieden" entstanden dabei, unter anderem auch eine "Friedensblume" aus der Hand einer jungen syrischen Workshopteilnehmerin, die vom Ratzeburger Jugendbeirat einstimmig als Motiv für das Friedensschild gekürt wurde. Als Standort für ihr Friedensschild bestimmte der Ratzeburger Jugendbeirat mit der Seebadestelle "Schloßwiese" einen Platz, an dem viele junge Menschen unterwegs sind. Im Zuge des NDR-Landpartie-Festes, auf dem Ebrahim Sharghi bereits mit den Festbesuchern an einem weiteren Friedenschild arbeitete, wurde das Friedensschild des Ratzeburger Jugendbeirates erstmalig an seinem Standort gezeigt.

"Wir haben als Jugendbeirat dieses Projekt gerne mit den Fördermittel des Jugendforums unserer Partnerschaft für Demokratie unterstützt und sind vom Ergebnis selbst beeindruckt", sagte Niclas Ulrich, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

"POLITICALied" mit Bucky Halker und „The Ghost of Woody Guthrie“

In der Reihe "POLITICALied" planen die Volkshochschule Ratzeburg und der Verein Miteinander leben e.V. gemeinsam ein ganz besonderes Vortragskonzert. Bucky Halker aus Chicago lädt zu einer musikalischen Begegnung mit dem "Ghost of Woody Guthrie“, am 12. Juni 2018, um 19:30 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

Bucky Halker hat fünfzehn Alben veröffentlicht und ist nicht nur als Musiker, sondern auch als Dozent für das politische Lied in Amerika unterwegs, so auch als Gastprofessor an der Universität in Oldenburg. Er pflegt als Vorstandsmitglied der "Woody Guthrie Foundation" das Liedgut Woody Guthries, das gerade in Amerika im Lichte aktueller politischer Entwicklung neu- und wiederentdeckt wird. Er schreibt auch eigene Texte zu politischen Themen der amerikanischen Gegenwart. Interessante Einblicke in die politische Liedkultur von Guthrie über Springsteen bis heute sind garantiert, Live, in Englisch und Deutsch, gerne auch diskursiv.

Der Eintritt zu diesen diesem Vortragskonzert ist frei. Dies wird ermöglicht durch die Förderung der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

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(Aktions-)Tag des Grundgesetzes auf dem Ratzeburger Marktplatz

"Herzlichen Glückwunsch, liebes Grundgesetz", heißt es am 23. Mai von 12:00 - 17:00 Uhr auf dem Ratzeburger Marktplatz. Das Grundgesetz wird 69 und macht immer noch und immer wieder Lust auf Demokratie. So wird Ratzeburg am "Tag des Grundgesetzes mit Politik zum Anfassen e.V. zum Entdeckerziel! Der mobile WahlFUN-Stand macht dort Station, mit geschulten jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins Politik zum Anfassen e.V.      

Sie laden Besucherinnen und Besucher ein, an Quizstationen ihr Wissen zu testen, miteinander zu spielen, ihre Meinung sagen oder miteinander ins Gespräch kommen, um so unsere Demokratie und unser Grundgesetz zu erleben. Zum (Aktions-)Tag des Grundgesetzes, der von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" ausgerichtet wird, werden kleine Geburtstagskarten daran erinnern, wie viele Jahre dieses kleine Büchlein schon unser Leben in Freiheit, Vielfalt, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit gestalten hilft. Ein Geschenk für uns!

3. Demokratielauf des Ratzeburger Jugendbeirates

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat den Wahltag mit seinem 3. Demokratielauf eingeläutet. Am frühen Vormittag konnten Vorsitzender Niclas Ulrich und weitere Mitglieder des Jugendbeirates vor dem Rathaus wieder begeisterte Ratzeburger Laufenthusiasten begrüßen und sich bei allerbestem Wetter gemeinsam auf die rund 12km lange Strecke zu allen Wahllokalen im Stadtgebiet machen. Bei ruhigem Tempo und warmen Temperaturen wurde die gesamte Strecke über den St. Georgsberg, die Insel und die Vorstadt in nur zwei Stunden und fünfzehn Minuten erfolgreich absolviert. Dabei bestimmten die Mitläufer*innen selbst, wie weit sie den Pulk der Läufer*innen begleiten wollten oder wo sie sich anschlossen. Durch besondere, hellblaue Lauf-Shirts mit dem Kampagnenlogo “Demokrat*innen bei der Arbeit“ war die Gruppe unterwegs immer gut zu erkennen und erfuhr bei vielen Passanten aufmunternden Zuspruch und teilweise auch Beifall.



Für den Ratzeburger Jugendbeirat war auch der 3. Demokratielauf, der mit Unterstützung der der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen und des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durchgeführt wurde, somit wieder ein Erfolg und soll nicht der Letzte gewesen sein. Schließlich steht ja schon im kommenden Jahr die Ratzeburger Bürgermeisterwahl an.